Social Media

Nie wieder Content-Stress: So zeitsparend Social-Media-Content erstellen

Madlen Filthaut 01.06.2022

Wir erklären Euch, wie Ihr ohne Stress Euren Social-Media-Content erstellen und planen könnt.

Kennt Ihr das? Ihr habt Feierabend und freut Euch auf einen entspannten Abend mit Eurer Lieblingsserie auf der Couch. Erschrocken stellt Ihr plötzlich fest, dass Ihr ja eigentlich noch etwas auf Social Media posten wolltet. Mal wieder habt Ihr vergessen, etwas vorzubereiten und sitzt mit Eurem Content auf dem Trockenen.

Also öffnet Ihr Euren Laptop und… NICHTS. Kein Geistesblitz, keine Idee. Auf Eurem Desktop breitet sich gähnende Leere aus. Ihr findet kein passendes Bild oder Video und verschwendet kostbare Zeit und Energie damit, irgendetwas in den Laptop zu tippen, was schlussendlich weder Euch noch Euren Followern gefällt.

Das Resultat: Eure Bemühungen verlaufen im Sand und Ihr stresst Euch ständig damit, Euch auf die Schnelle Inhalte auszudenken.

Die gute Nachricht: Das geht definitiv einfacher und vor allem stressfreier!

Die Content-Erstellung lässt sich natürlich nicht „mal eben“ perfektionieren. Aber schon durch ein paar kleine Stellschrauben in der Planung Eures Contents könnt Ihr das Ganze wesentlich effizienter gestalten. 

Was macht guten Social-Media-Content aus?

Bevor wir zu der Content-Creation kommen, ist es wichtig, dass Ihr wisst, wie Ihr guten Social-Media-Content erstellt und worauf Ihr achten solltet. 

Euer Content sollte:

  • zu Eurer Zielgruppe passen
  • einem Ziel folgen und ein Bedürfnis Eurer Zielgruppe stillen
  • qualitativ hochwertige und ansprechende Medien (Bild, Grafik, Video) beinhalten
  • leicht verständlich & auf den Punkt gebracht sein
  • eine klare Handlungsaufforderung/Call-to-action geben
  • gut recherchierte Hashtags enthalten

Jetzt wisst Ihr, wie guter Social-Media-Content aussehen soll, aber wie kann dieser zeitsparend geplant & erstellt werden?

5 Tipps für zeitsparende Social-Media-Content-Creation

1. Tief durchatmen

Es bringt Euch nichts, wenn Ihr Euch noch mehr wegen Eurem Content stresst. Macht deswegen eine bewusste Pause mit Eurem Lieblingsgetränk und ohne Ablenkungen. Gestresst und uninspiriert kann kein guter Content entstehen. Wenn es Euch gut tut, dann geht eine Runde spazieren, um den Fokus wiederzufinden und neue Inspiration zu finden. 

2. Redaktionsplan erstellen

Wenn Ihr bisher noch keinen Redaktionsplan erstellt habt, dann ist das jetzt Euer Signal. Diesen könnt Ihr beispielsweise ganz einfach über Excel und Google Tabellen erstellen, oder Tools wie Trello oder Notion nutzen. Der Aufbau eines Redaktionsplans ist und sollte möglichst simpel sein und folgende Inhalte besitzen:

  • Datum & Wochentag
  • Content-Baustein 
  • Thema des Posts 
  • Ziel des Posts
  • Medienart
  • Text & Hashtags (ggf.)

Hier ein kleines Beispiel, wie ein Redaktionsplan aussehen kann.

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Datum & Wochentag 

Im Zuge der Redaktionsplanung solltet Ihr festlegen, wie oft Ihr pro Woche posten wollt (z.B. 2x wöchentlich montags & freitags). Eure Content-Bausteine könnt Ihr dann immer wiederkehrend in den Plan einbinden. So wisst Ihr, welcher Content-Baustein wann wieder an der Reihe ist, was Euch viele Überlegungen spart. Außerdem könnt Ihr auch Feiertage und andere Besonderheiten (z.B. Kampagnen oder Specials) vorbereitend in Euren Plan eintragen, sodass Ihr diese nicht vergesst. Die besten Wochentage für Eure Posts findet Ihr am besten über eine Analyse Eures Contents heraus. Eine Anleitung, wie Ihr Euren Content analysieren könnt, findet Ihr hier.

Content-Bausteine

Jetzt zu den Content-Bausteinen! Es ist absolut sinnvoll, vor der Redaktionsplanung Content-Bausteine festzulegen. Bei diesen definiert Ihr Themen, über die Ihr auf Eurem Social-Media-Kanal wiederkehrend berichten möchtet. Dabei sind 3-5 Bausteine perfekt. Wenn Ihr zum Beispiel Expert:in für Grafikdesign seid, könnten Eure Content-Bausteine aus Tipps zum Grafikdesign, Einblicke in Euren Alltag und zu Euch als Person sowie die Vorstellung Eurer Services bestehen. Bei der Bestimmung Eurer Content-Bausteine sind Eurer Kreativität keine Grenze gesetzt. Ohne Content-Bausteine ist es schwer, mit Eurem Account einer klaren Linie zu folgen und Euer Account wird schlimmstenfalls zu einem wilden Durcheinander, bei dem keiner erkennt, wofür Ihr wirklich steht. Wichtig ist, dass Ihr Euch mir Eurem Content wohl fühlt und er Euch als Person und Eure Expertise widerspiegelt.

Thema des Posts

Hier legt Ihr genau fest, um welches Thema sich der Post drehen soll. Zum Content-Baustein „Tipps zum Grafikdesign“ könnte das Thema zum Beispiel „3 Tipps für visuelles Branding“ lauten.

Die Ideen für Eure zukünftigen Postthemen solltet Ihr in einer Liste fortlaufend sammeln. Ein kleiner Tipp: Legt Euch auf dem Smartphone in der Notizenapp einfach eine Liste dafür an! Denn die besten Ideen schießen einem oft einfach durch den Kopf und sind dann bei der Redaktionsplanung spurlos verschwunden. So sichert Ihr Eure Gedankenblitze und müsst bei der Redaktionsplanung nicht lange überlegen. Und falls Euch doch mal die Ideen ausgehen, hat OMR für Euch vorgesorgt und 36 Ideen für Euren Social-Media-Content zusammengestellt.

Ziel des Posts 

Jeder Eurer Posts sollte ein Ziel verfolgen, das Ihr bei der Erstellung der Posts als roten Faden nutzen könnt. Die Ziele können zum Beispiel sein Mehrwert zu geben, zur Interaktion mit dem Post anzuregen oder das eigene Image zu verbessern. Weitere Ziele könnten auch der Klick auf einen Link oder einfach Entertainment und Inspiration (was auch eine Form von Mehrwert ist) sein. In unserem Beispiel „3 Tipps für visuelles Branding“ könnte das Ziel sein, Eurer Community Mehrwert zu Eurem Expertenthema zu geben. Somit schafft Ihr Vertrauen in Euch als Person und Eure Expertise.

Medienart

Es kann durchaus Sinn machen, auch die Medienart des jeweiligen Posts zu planen. Denn es macht einen Unterschied, ob Ihr einen Post mit einem Bild, einem Video oder einer Grafik plant. Darauf könnt Ihr dann den Text und die Hashtags abstimmen. Für den Erfolg Eures Contents ist es wichtig, dass Text, Hashtags und die Medienart miteinander harmonieren. Als Beispiel: Bei unseren „3 Tipps für visuelles Branding“ würden sich Grafiken anbieten, welche die gegebenen Tipps ansprechend veranschaulichen.

Text & Hashtags

Den Text Eures Posts sowie die passenden Hashtags könnt Ihr ebenfalls in Euren Redaktionsplan eintragen. Wenn Ihr die Texte und Hashtags lieber in einer gesonderten Datei haben möchtet, könnt Ihr dafür zum Beispiel Google Docs verwenden und die Content-Datei in Eurem Redaktionsplan verlinken.

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Wichtig: Spontane Posts sind natürlich immer noch möglich und auch gewünscht, wenn Ihr Zeit und Lust dazu habt! Die Redaktionsplanung soll Euch nicht einschränken, sondern Euch die Content-Creation erleichtern. 

Wenn Ihr mehrere Kanäle bespielt wie z.B. Instagram & LinkedIn, könnt Ihr selbst entscheiden, ob Ihr die Planung in einer Tabelle oder in getrennten Tabellen bevorzugt.

Mit diesen Tipps könnt Ihr die nächsten Wochen eures Contents im Voraus planen und habt quasi eine Blaupause für die kommenden Posts. Dabei ist es wichtig, dass Ihr Euch wirklich einen Termin für die Planung der Inhalte für die nächsten Wochen macht und Euch auch daran haltet. 

3. Vorlagen kreieren

Da Ihr in Eurem Redaktionsplan festlegt, welche Medienart zu welchem Post gehört, könnt Ihr perfekt für die wiederkehrenden Content-Bausteine Vorlagen erstellen, die Euch die Content-Erstellung erleichtern. Tools wie Canva helfen Euch dabei. So könnt ihr verschiedene Vorlagen in Euren Branding-Farben und -Schriften erstellen und diese für den jeweiligen Post abändern.

4. Bulk Creation nutzen

Wenn Ihr eure Inhalte für die nächsten Wochen geplant habt, geht es an die Creation. Hier ist zu empfehlen, Inhalte auf Bulk (also auf Masse) vorzuproduzieren. Aus dem Redaktionsplan könnt Ihr ablesen, welche Medienarten Ihr in der kommenden Zeit benötigt und wie viele Texte Ihr schreiben müsst. Legt Euch am besten ein paar Tage fest, an denen Ihr die Inhalte kreiert.

5. Planungstools nutzen

Wenn Ihr dazu neigt, das Hochladen Eurer Posts zu verpassen, dann ist das Planungstool vom Facebook Creator Studio, Canva oder Later wie für Euch gemacht. Hier könnt Ihr Tag und Uhrzeit für den Upload Eures Posts einstellen. Dieser wird dann automatisiert gepostet und Ihr müsst Euch keine Gedanken mehr um den Upload machen.

Diese Tools unterstützen Euch bei der effizienten Content-Erstellung für Social Media

Google Tabellen

Mit Google Tabellen könnt Ihr über Google Drive zeitgleich mit anderen Nutzern an einer Tabelle arbeiten. Die Daten werden automatisch und fortlaufend gespeichert, sodass Ihr Euch keine Sorgen um Datenverluste machen muss. Außerdem können die Dateien über das eigene Google-Konto von überall aus geöffnet werden. 

Canva

Canva Pro ist eine webbasierte Designsoftware, die die Erstellung professioneller Grafiken für sämtliche Marketingkanäle ermöglicht. Im Vergleich zu anderen Design-Softwares, benötigt Ihr für Canva keine Vorkenntnisse.

Later

Mit Laterkönnt Ihr Content auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook, Twitter und Pinterest planen und analysieren. Dabei sind die Analyse-Funktionen sehr umfangreich, sodass Ihr immer up2date seid, welcher Content gut performt.

Facebook Creator Studio

Das Facebook Creator Studio ist, wie der Name schon verrät, ein Content-Management-System von Facebook. Über dieses könnt Ihr Inhalte erstellen, automatisiert veröffentlichen und verwalten. Auch die Analyse Eurer Accounts (Facebook & Instagram) sind über dieses Tool möglich.

Alle wichtigen Infos zu diesen und weiteren Tools, die Euch bei Eurer Social-Media-Content-Erstellung helfen können, findet Ihr bei den OMR Reviews über diesen Link.

Fazit zur Social-Media-Content-Creation

Social-Media-Content-Creation muss nicht stressig und nervenaufreibend sein, sie kann auch Spaß machen! Vor allem, wenn Ihr mit Eurem Content auch wirklich Eure Zielgruppe ansprechen möchtet und damit in den Austausch mit Euren Followern kommen wollt. Haltet Euch immer im Hinterkopf, dass Eure Follower Euch aus einem bestimmten Grund folgen. Und das ist, weil Ihr ihnen sympathisch seid und sie Euren Content nicht verpassen möchten! 

Madlen Filthaut
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Madlen Filthaut

Madlen Filthaut ist selbstständige Expertin & Beraterin für Social-Media-Marketing & Digital-Personal-Branding. Zu ihren Kunden zählen Coaches und Dienstleister, die sie bei der Content-Creation, der Umsetzung von Social-Media-Strategien und ihrem Digital-Personal-Branding unterstützt. Die ehrliche und authentische Kommunikation im Content-Marketing sind ihr eine Herzensangelegenheit. Oder einfach gesagt: Social-Media-Marketing mit Herz und Verstand.

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