Die perfekte E-Mail-Betreffzeile: Der erste Eindruck zählt

Tim Fischer 11.12.2023

Hier findest du Dos and Don’ts sowie eine Vielzahl an Beispielen für die Gestaltung deiner E-Mail-Betreffzeilen

E-Mail-Marketing ist eine der effektivsten Methoden, um die Kundschaft zu vergrößern, die Markenbekanntheit zu steigern und die Verkaufszahlen zu erhöhen. Dabei hängt der Erfolg deiner E-Mail-Kampagne nicht nur vom Inhalt deiner Mail ab. Denn obwohl der Betreffzeile oftmals nur wenig Bedeutung beigemessen wird, ist sie mitentscheidend dafür, ob deine E-Mails überhaupt geöffnet werden. In diesem Artikel erfährst du, wie wichtig die Betreffzeile einer E-Mail ist und was du bei der Erstellung beachten solltest.

Was ist der Betreff bei einer E-Mail?

Wer eine E-Mail erhält, der sieht nach dem Absender-Namen als Erstes die Betreffzeile. Sie fasst den Inhalt der E-Mail zusammen und entscheidet letztlich auch darüber, ob deine E-Mail gelesen, ignoriert oder als Spam markiert wird. Eine E-Mail-Betreffzeile sollte daher nicht nur die Aufmerksamkeit der Leser*innen wecken, sondern auch einen Mehrwert bieten, der sie zum Öffnen der E-Mail bewegt. Bei der Erstellung der Betreffzeile können euch E-Mail-Marketing-Tools wie GetResponse

Warum ist eine E-Mail-Betreffzeile wichtig?

Zwei von drei Marketer*innen nutzen E-Mail-Marketing zur organischen Verbreitung ihres Contents. Damit sind E-Mails der dritt-beliebteste Kanal zur Verbreitung von Inhalten, gleich hinter der Website und dem Blog eines Unternehmens.

Mitentscheidend über den Erfolg deiner E-Mail-Kampagne ist etwas vermeintlich so Einfaches wie die Betreffzeile. Laut FinancesOnline entscheiden 65 % der Empfänger*innen allein aufgrund der Betreffzeile, ob sie eine E-Mail öffnen. 69 % gaben an, dass sie eine E-Mail bereits anhand des Betreffs als Spam markieren. Du kannst also noch so tolle Inhalte haben, wenn deine Zielgruppe sich nicht die Mühe macht, deine E-Mails zu öffnen, ist das alles nichts wert.

E-Mail-Betreffzeile erstellen: Dos and Don'ts

Do #1: Halte dich kurz

Als Faustregel gilt, dass die Betreffzeile einer E-Mail maximal zehn Wörter oder 40 bis 60 Zeichen lang sein sollte. Das liegt daran, dass die User jeden Tag mit E-Mails überflutet werden. Deshalb haben sie weder die Zeit noch die Geduld, sich lange oder komplizierte Betreffzeilen durchzulesen. Wenn du deine Betreffzeile kurz hältst, fällt es den Empfänger*innen leichter, den Zweck deiner E-Mail zu verstehen und zu entscheiden, ob sie diese öffnen sollen.

Daher gibt es drei wichtige Faktoren, die du bei der Länge der E-Mail-Betreffzeile beachten musst:

  1. Art des Geräts: Je nach Größe des Bildschirms, den deine Empfänger*innen verwenden, kann die Betreffzeile abgeschnitten werden. Das ist besonders bei Smartphones und anderen mobilen Geräten der Fall. 
  2. E-Mail-Anbieter: Denke daran, dass E-Mail-Apps oder -Programme ebenfalls Zeichenbegrenzungen für die Betreffzeile vorgeben – unabhängig vom Gerätetyp. Gmail hat zum Beispiel ein Limit von 70 Zeichen, während Yahoo Mail 46 Zeichen zulässt. Wenn die Betreffzeile deiner E-Mail diese Grenzen überschreitet, wird sie automatisch abgeschnitten.
  3. Der Content der Betreffzeile: Auch wenn die Anzahl der Wörter und Zeichen eine grundlegende Richtlinie darstellt, ist der Inhalt deiner Betreffzeile der entscheidende Punkt. Sie kann zwar kurz sein, aber wenn sie langweilig und generisch klingt, wird dein Publikum deine Mails trotzdem ignorieren. Solange sie Interesse erwecken, können auch längere Betreffzeilen gute Ergebnisse erzielen. Deshalb ist es wichtig, deine E-Mail-Metriken zu analysieren. Sieh nach, ob es ein bestimmtes Format oder ein Wort gibt, das die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe erregt und sie dazu bringt, deine E-Mails zu öffnen.

Do #2: Personalisiere deine Betreffzeilen

Studien haben gezeigt, dass personalisierte Betreffzeilen die Öffnungsrate um mindestens 50 % erhöhen. Wenn du den Betreff deiner E-Mail personalisierst, zeigst du den Empfänger*innen, dass du sie nicht nur als Kund*innen wahrnimmst. Es signalisiert auch, dass du dir die Zeit genommen hast, eine Nachricht zu verfassen, die sie direkt ansprechen. Um deine E-Mail-Betreffzeile zu personalisieren, kannst du zum Beispiel den Vornamen des Empfängers („Hallo Lea, wir haben ein Geschenk für dich!“) oder seine demografischen Daten („20 % Rabatt auf alles in unserem Shop in Heidelberg“) miteinbeziehen.

Darüber hinaus weckst du das Interesse deiner Zielgruppe, indem du ihren Transaktionsverlauf nutzt. Wenn du zum Beispiel weißt, dass die Empfänger*innen in deinem Onlineshop nach Couchtischen gesucht haben, kannst du diesen Artikel in die Betreffzeile aufnehmen („50 % Rabatt auf unsere Couchtische – nur heute!“).

Tipp: Um den Prozess für dich zu vereinfachen, kannst du dir die Vorteile der E-Mail-Automations zunutze machen. Mit den besten Newsletter-Tools kannst du automatisch Massen-E-Mails mit personalisierten Betreffzeilen versenden, die auf verschiedenen Triggern basieren. Diese Trigger können das Verhalten der Zielgruppe, beispielsweise die Suche nach einem Produkt auf deiner Website, sowie bestimmte Daten wie das Geburtsdatum deiner Empfänger*innen umfassen.


Do #3: FOMO verstärken

Die Angst, etwas zu verpassen (FOMO), kann die Empfänger*innen deiner E-Mail zum Handeln bewegen. Um diese zu erzeugen, kannst du ein Element der Knappheit (begrenzte Verfügbarkeit) oder Dringlichkeit (begrenzte Zeit) in deine Betreffzeile einbauen. Du kannst zum Beispiel Wörter wie „dringend“, „zeitlich begrenzt“ oder „exklusiv“ verwenden, die einen Zeitdruck erwecken.

Darüber hinaus kannst du auch bestimmte Wörter verwenden, um Emotionen und Handlungen auszulösen. Um zum Beispiel Gefühle wie Neugierde zu wecken und die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe zu erregen, kannst du Phrasen wie die folgenden verwenden:

  • „Das ist der Hammer!“
  • „Hast du schon gehört, dass …“
  • „Wusstest du schon …“
  • „Wir verraten dir …“
  • „Achtung …“


Do #4: Verwende Storytelling

Storytelling ist eine hervorragende Methode, um eine Beziehung zu Leser*innen aufzubauen und Informationen zu vermitteln. Betreffzeilen, die eine Geschichte andeuten, steigern nicht nur die Neugierde. Sie bringen die User auch dazu, die E-Mail zu öffnen, zu lesen und auf den Link zu klicken. Beispiele für E-Mail-Betreffzeilen mit Storytelling wären „Erfahre hier, wie wir unser Unternehmen aufgebaut haben“ oder „So verwenden wir umweltfreundliche Materialien für unsere Produkte“. 


Do #5: Füge Ziffern und mindestens ein Emoji hinzu

Das Verwenden von Ziffern macht es einfacher, deine Betreffzeile zu lesen. Außerdem sparst du so Zeichen im Vergleich zum Ausschreiben der Zahl. Anstatt „neunzehn“ zu schreiben, kannst du „19“ verwenden und so sechs Zeichen sparen.

Mit Emojis hingegen kannst du Emotionen mit einem einzigen Zeichen ausdrücken. Viele Marken setzen sie ein, um ihre E-Mails und Newsletter persönlicher zu gestalten und aufzulockern. Achte nur darauf, nicht zu viele Emojis zu verwenden, da dies unprofessionell wirkt und als Spamming interpretiert werden könnte. Ebenso ist es wichtig, dass du dich über ihre Bedeutung in den unterschiedlichen Kulturen informierst. Schließlich willst du niemanden aus Versehen beleidigen, nur um deine Betreffzeile lustig zu gestalten.


Do #6: Teste deine Betreffzeile

Um die Wirksamkeit deiner E-Mail-Betreffzeile zu testen, kannst du A/B-Tests oder Split-Tests durchführen. Dabei erstellst du zwei Betreffzeilen für dieselbe E-Mail-Kampagne. Dann schickst du E-Mails mit der ersten Betreffzeile an einen kleinen Teil deiner Abonnenten und mit der zweiten Betreffzeile an einen anderen Teil. Danach wertest du die Ergebnisse aus. Die Betreffzeile mit der höheren Öffnungsrate wird an den Rest deines Verteilers geschickt. Abgesehen von den Betreffzeilen kannst du auch verschiedene CTA-Buttons, E-Mail-Vorlagen und den Zeitpunkt der Follow-up-E-Mail testen.

 
 

Don't #1: Schreiben in Großbuchstaben

Die Betreffzeile deiner E-Mail in Großbuchstaben zu schreiben, ist aus zwei Gründen unvorteilhaft. Erstens gibt es den Empfänger*innen das Gefühl, dass sie angeschrien werden. Zweitens wird dies von den E-Mail-Providern als Zeichen für Spam gewertet. Dies führt zu Zustellungsproblemen und deine E-Mails können sogar auf einer Sperrliste landen.   


Don't #2: Verwenden von Spam-Wörtern

Abgesehen von der Großschreibung, solltest du im Betreff auch Wörter vermeiden, die deine E-Mail verdächtig klingen lassen und Spamfilter auslösen könnten. Dazu gehören „kostenlos“, „du hast gewonnen“ und „Bonus“. Empfänger*innen bewerten Betreffzeilen mit diesen Wörtern als Spam und löschen diese E-Mails oftmals, ohne sie zu öffnen.

Don’t #3: Fokus auf Werbung

Wenn du mit deiner Betreffzeile die Aufmerksamkeit der Empfänger*innen wecken willst, solltest du dich nicht zu sehr auf die Werbung für dein Unternehmen konzentrieren. Natürlich gibt es Newsletter, die für Sonderangebote und Produkteinführungen erstellt werden. Der Großteil deiner E-Mail-Kommunikation muss sich jedoch um die Bedürfnisse deiner Zielgruppe drehen und darum, wie dein Produkt oder deine Dienstleistung ihr Leben verbessern kann.

Beispiele für E-Mail-Betreffzeilen

Du hast keine Ideen für deine Betreffzeilen? Dann bist du hier richtig! Wir haben für dich einige Beispiele für Betreffzeilen zusammengestellt, die du in deine E-Mail-Kampagne einbauen kannst:

Hinweis: Du kannst diese natürlich abhängig vom Zweck deiner E-Mail sowie von deinem Produkt und deinem Unternehmen konfigurieren.

Betreffzeilen, die FOMO erzeugen

  • „Dein Abonnement läuft ab“
  • „[DRINGEND] du hast nur EINEN TAG Zeit, um dir das anzusehen ...“
  • „[NUR AM WOCHENENDE] Hol dir JETZT X, bevor es weg ist ...“

Interessante Betreffzeile

  • „Die wirksamsten Marketingstrategien“.
  • „Der ultimative Leitfaden zur Erstellung deiner Website“.
  • „Wenn du ein Marketer bist, brauchst du dieses Tool“.

Betreffzeilen, die sich auf die Probleme der Empfänger*innen konzentrieren

  • „Versorge deine Gäste, ohne die Bank zu sprengen“
  • „Mit nur 5 Minuten pro Tag eine Sprache lernen“
  • „Schönheitstricks, die dem Alter trotzen“

E-Mail-Betreffzeilen für Retargeting

  • „Hey, hast du nicht etwas vergessen? Hier gibt es 20 % Rabatt.“
  • „Der Preis für X in deinem Warenkorb ist gesunken“
  • „Wir haben dich nicht vergessen!“

Personalisierte E-Mail-Betreffzeilen

  • „Alles Gute zum Geburtstag, Tom – hier ist eine Überraschung für dich!“
  • „Vielen Dank für deine Bestellung, George“
  • „Reserviere jetzt deinen Platz für das nächste Event in [Wohnort].“

Betreffzeile für Verkäufe

  • „Zeitlich begrenztes Angebot: Erhalte 20 % Rabatt auf deinen ersten Einkauf!“
  • „Verpasse nicht unseren größten Sale des Jahres!“
  • „Sneak Peek: Wir stellen unsere neueste Produktlinie vor“

Beispiel für Betreffzeilen in Newslettern

  • „Bleib auf dem Laufenden: Unser neuer Newsletter ist da!“
  • „Dein Dezember-Update ist hier“
  • „Deine wöchentliche Dosis an Inspiration und Motivation“

Welche E-Mail-Marketing-Tools eignen sich zum Erstellen einer Betreffzeile?

Auch wenn die Betreffzeile ein wichtiger Bestandteil des E-Mail-Marketings ist, dreht sich deine E-Mail-Kampagne nicht nur um sie. Um den Erfolg deiner Marketingbemühungen zu gewährleisten, brauchst du einen ansprechenden E-Mail-Text und ein Design, das für alle Geräte geeignet ist. Außerdem musst du deine Zielgruppe segmentieren und sicherstellen, dass sie E-Mails erhält, die auf ihre Interessen zugeschnitten sind. Diese Aufgaben lassen sich unmöglich manuell erledigen – vor allem, wenn du eine hohe Kundenzahl hast. Um den Prozess zu beschleunigen und den Ertrag deiner E-Mail-Kampagne zu maximieren, kannst du auf E-Mail-Marketing-Softwares, wie GetResponse

zurückgreifen.

Empfehlenswerte E-Mail-Marketing-Softwares

Auf unserer Vergleichsplattform OMR Reviews findest du weitere empfehlenswerte E-Mail-Marketing-Softwares. Wir stellen über 150 Lösungen vor, die optimal für kleine und mittlere Unternehmen, Start-ups sowie Großkonzerne zugeschnitten sind. Diese Softwares bieten umfassende Unterstützung in allen Aspekten des E-Mail-Marketings. Nutze diese Chance, die verschiedenen E-Mail-Marketing-Tools zu vergleichen und dabei auf echte und verifizierte Nutzerbewertungen zurückzugreifen:


E-Mail-Betreffzeile: Sorge dafür, dass deine E-Mails gelesen werden

Der Entwurf einer überzeugenden E-Mail-Betreffzeile ist ein wichtiger Bestandteil jeder erfolgreichen E-Mail-Marketingkampagne. Sie ist das Erste, was die Empfänger*innen deiner Mails sehen und sollte daher einen positiven, aber bleibenden Eindruck hinterlassen. Um Betreffzeilen zu erstellen, die die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe erregen und zum Handeln animieren, solltest du einige grundsätzliche Regeln befolgen.

Zunächst solltest du dich kurzfassen und eine klare Sprache verwenden, die für deine Zielgruppe relevant ist. Vermeide es, ausschließlich in Großbuchstaben zu schreiben, sowie offensichtliche Werbung und Spam-Wörter zu verwenden. Um die Öffnungsrate zu erhöhen, solltest du zudem deine Betreffzeile personalisieren und Storytelling einbauen. Schließlich kannst du durch das Testen verschiedener Betreffzeilen deinen Ansatz verfeinern und herausfinden, was für deine Zielgruppe am besten funktioniert.

Tim Fischer
Autor*In
Tim Fischer

Tim ist ein freiberuflicher Journalist / Content Writer, der OMR Reviews in den Bereichen Marketing und Softwares unterstützt. Seit seinem Onlinejournalismus-Studium schreibt er unter anderem für Computer Bild, XING und Finanzcheck.de. Wenn er nicht gerade am Texten ist, spielt er auf seiner Stratocaster die Klänge von Hendrix, Frusciante und Gilmour nach.

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