Supplier Relationship Management (SRM): Definition & Maßnahmen
Dieser Artikel erklärt, was SRM ist, warum es so wichtig ist und welche Maßnahmen verfolgt und ergriffen werden können, um das Lieferantenmanagement zu optimieren
- Was ist Supplier Relationship Management (SRM) und warum ist es wichtig für Unternehmen?
- Welche Hauptziele verfolgt SRM?
- Warum ist eine effektive Lieferantenbeziehung für mein Unternehmen so wichtig?
- Welchen Einfluss hat das Lieferantenmanagement auf die Unternehmensleistung?
- Welche konkreten Vorteile bietet SRM nun für Unternehmen?
- Welche bewährten Methoden und Strategien gibt es für SRM?
- Was sind typische Herausforderungen bei der Implementierung von SRM?
- Welche Tools und Softwarelösungen stehen für SRM zur Verfügung?
- Technologische Unterstützung durch SRM-Software
- Praktische Beispiele und Tipps für ein effektives SRM
- Supplier Relationship Management (SRM) optimiert Lieferantenbeziehungen, senkt Kosten und verbessert die Produktqualität.
- Durch enge Zusammenarbeit mit Lieferanten können Unternehmen Innovationen fördern und Risiken in der Lieferkette minimieren.
- Effektives SRM erhöht die Wettbewerbsfähigkeit, da es schnelle Reaktionen auf Marktveränderungen ermöglicht.
- Der Einsatz moderner SRM-Software unterstützt die Automatisierung und Analyse von Lieferantenprozessen.
- Langfristige Partnerschaften mit Lieferanten tragen zu einer stabilen und nachhaltigen Unternehmensentwicklung bei.
Was ist Supplier Relationship Management (SRM) und warum ist es wichtig für Unternehmen?
Welche Hauptziele verfolgt SRM?
- Kostenoptimierung: Durch geschickte Verhandlungen und langfristige Partnerschaften können langfristig bessere Konditionen erzielt werden
- bessere Qualität: Eine engere Zusammenarbeit mit Lieferanten führt im besten Fall zu einer höheren Qualität der gelieferten Produkte
- Innovation: Gemeinsame Projekte fördern Innovationen auf beiden Seiten
- Risikomanagement: Identifikation von Risiken in der Lieferkette und Management
- Wettbewerbsvorteil: Durch effizientes SRM können Unternehmen sich besser am Markt positionieren
Warum ist eine effektive Lieferantenbeziehung für mein Unternehmen so wichtig?
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Welchen Einfluss hat das Lieferantenmanagement auf die Unternehmensleistung?
Welche konkreten Vorteile bietet SRM nun für Unternehmen?
- Kostenreduktion: Durch effizientere Beschaffungsprozesse und bessere Verhandlungsbedingungen können Unternehmen erhebliche Einsparungen erzielen. Optimierte Bestellvorgänge und Mengenrabatte tragen dann ebenfalls zur Kostenreduktion bei.
- Qualitätssteigerung: Enge Zusammenarbeit und kontinuierliche Verbesserungen mit Lieferanten führen zu einer konstant hohen Qualität der Produkte und Dienstleistungen. Lieferanten, die in die Qualitätssicherungsprozesse des Unternehmens integriert sind, können ihre Angebote besser an die Anforderungen des Unternehmens anpassen.
- Innovationsförderung: Gemeinsame Entwicklungsprojekte und Technologietransfer mit strategischen Lieferanten können wertvolle Beiträge zur Produktentwicklung und Innovationsstrategie des Unternehmens leisten. Diese Zusammenarbeit führt zu neuen Produkten und Technologien, die das Unternehmen wettbewerbsfähiger machen.
- Risikominimierung: Durch besseres Risikomanagement in der Lieferkette können Unternehmen potenzielle Risiken frühzeitig identifizieren und Maßnahmen zur Risikominderung ergreifen. Proaktives Risikomanagement trägt zur Stabilität und Sicherheit der Lieferkette bei.
- Nachhaltigkeit: Förderung umweltfreundlicher und sozial verantwortlicher Praktiken durch SRM hilft Unternehmen, ihre eigene Umwelt- und Sozialverantwortung zu verbessern. Nachhaltige Lieferantenpraktiken tragen zu einer positiven Unternehmensbilanz in Bezug auf Umwelt und Gesellschaft bei.
- Effizienzsteigerung: Optimierte Prozesse und klare Kommunikationswege innerhalb der Lieferkette tragen zur Effizienzsteigerung bei. Dies ermöglicht es den Mitarbeiter*innen, sich auf strategische Aufgaben zu konzentrieren und administrative Aufgaben zu minimieren.
Für ein erfolgreiches Supplier Relationship Management (SRM) sind folgende Elemente erforderlich:
- Strategische Ausrichtung: SRM muss in die Unternehmensstrategie integriert sein. Eine klare Definition der SRM-Ziele und deren Integration in die Unternehmensstrategie sind entscheidend. Unternehmen sollten eine klare Vision und Strategie für das Lieferantenmanagement entwickeln, um sicherzustellen, dass alle Geschäftsbereiche auf gemeinsame Ziele hinarbeiten und SRM als wichtiges Instrument zur Erreichung dieser Ziele genutzt wird.
- Technologische Unterstützung: Der Einsatz von SRM-Software zur Automatisierung und Analyse ist unerlässlich. Moderne SRM-Softwarelösungen bieten umfangreiche Funktionen zur Verwaltung und Optimierung von Lieferantenbeziehungen und unterstützen die Datenanalyse sowie die Prozessoptimierung.
- Mitarbeiterschulung: Schulung der Mitarbeiter*innen im Umgang mit SRM-Tools und -Strategien ist notwendig. Gut geschulte Mitarbeiter*innen sind in der Lage, SRM-Systeme effektiv zu nutzen und die Vorteile voll auszuschöpfen.
- Kommunikation: Offene und regelmäßige Kommunikation mit Lieferanten ist entscheidend. Unternehmen sollten regelmäßige Meetings und Feedback-Sitzungen mit ihren Lieferanten abhalten, um eine effektive Kommunikation sicherzustellen.
- Vertrauen: Der Aufbau langfristiger und vertrauensvoller Beziehungen zu Lieferanten ist ein zentraler Bestandteil eines erfolgreichen SRM. Vertrauen bildet die Basis für eine nachhaltige und produktive Zusammenarbeit.
- Messbarkeit und Bewertung: Kontinuierliches Monitoring und Bewertung der Lieferantenperformance sind notwendig. Unternehmen sollten klare KPIs definieren und die Leistung ihrer Lieferanten regelmäßig überwachen, um sicherzustellen, dass die gesetzten Ziele erreicht werden.
Welche bewährten Methoden und Strategien gibt es für SRM?
Zu den bewährten Methoden und Strategien für ein erfolgreiches Supplier Relationship Management (SRM) gehören:
- Supplier Segmentation: Klassifizierung der Lieferanten nach ihrer strategischen Bedeutung und ihrem Beitrag zum Unternehmenserfolg. Unternehmen sollten ihre Lieferanten in verschiedene Kategorien einteilen und entsprechende Strategien für jede Kategorie entwickeln. Die Segmentierung der Lieferanten hilft Unternehmen, ihre Ressourcen effizient zu nutzen und sicherzustellen, dass strategisch wichtige Lieferanten besonders gut betreut werden.
- Performance Measurement: Regelmäßige Bewertung der Lieferantenperformance anhand klar definierter KPIs. Unternehmen sollten klare Leistungsindikatoren festlegen und die Leistung ihrer Lieferanten regelmäßig überwachen. Diese regelmäßige Bewertung der Leistung und Zuverlässigkeit der Lieferanten ist entscheidend für die kontinuierliche Optimierung der Lieferantenbeziehungen.
- Risk Management: Identifikation und Minimierung von Risiken in der Lieferkette. Unternehmen sollten ein umfassendes Risikomanagementsystem implementieren, um potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu bewältigen. Dies umfasst die Identifikation und das Management von Risiken, um die Stabilität und Sicherheit der Lieferkette zu gewährleisten.
- Collaboration Platforms: Nutzung digitaler Plattformen zur Förderung der Zusammenarbeit und des Informationsaustauschs. Digitale Plattformen ermöglichen einen effizienten und transparenten Informationsaustausch zwischen Unternehmen und Lieferanten, was die Kooperation und Partnerschaften stärkt.
- Continuous Improvement: Implementierung von Programmen zur kontinuierlichen Verbesserung der Lieferantenbeziehungen. Unternehmen sollten regelmäßig Verbesserungsprojekte durchführen, um ihre Lieferantenbeziehungen kontinuierlich zu optimieren. Diese Programme zur kontinuierlichen Verbesserung tragen dazu bei, die Effizienz und Qualität der Lieferantenbeziehungen zu steigern.
- Technologieeinsatz: Nutzung von SRM-Softwarelösungen zur Optimierung der Prozesse. Moderne SRM-Software bietet umfangreiche Funktionen zur Verwaltung und Optimierung von Lieferantenbeziehungen und unterstützt die Datenanalyse sowie die Prozessoptimierung.
Was sind typische Herausforderungen bei der Implementierung von SRM?
Typische Herausforderungen bei der Implementierung von Supplier Relationship Management (SRM) sind:
- Widerstand gegen Veränderungen: Überwindung von Widerständen innerhalb des Unternehmens und z.T. auch bei den Lieferanten. Veränderungen im Lieferantenmanagement erfordern oft eine Anpassung der bestehenden Prozesse und Strukturen, was auf Skepsis und Widerstand stoßen kann. Eine klare Kommunikation und Schulung sind entscheidend, um diesen Widerstand zu überwinden und die Akzeptanz neuer Prozesse und Technologien zu fördern.
- Datenintegration: Konsolidierung und Analyse großer Datenmengen sowie Sicherstellung der Datenkonsistenz und -verfügbarkeit über verschiedene Systeme hinweg. Eine effektive Integration der Daten aus verschiedenen Quellen ist entscheidend für den Erfolg von SRM, da sie die Grundlage für fundierte Entscheidungen und effiziente Prozesse bildet.
- Ressourcenbedarf: Bereitstellung der notwendigen Ressourcen und Schulung der Mitarbeiter. Die Implementierung von SRM erfordert oft erhebliche Investitionen in Technologie und Schulungen, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter*innen in der Lage sind, die neuen Systeme und Prozesse effektiv zu nutzen.
- Risikomanagement: Identifikation und Management von Lieferantenrisiken. Unternehmen müssen ein umfassendes Risikomanagementsystem implementieren, um potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu bewältigen. Dies ist entscheidend, um die Stabilität und Sicherheit der Lieferkette zu gewährleisten.
- Kommunikation: Sicherstellung einer klaren und offenen Kommunikation mit allen Beteiligten. Eine effektive Kommunikation ist entscheidend für den Erfolg von SRM. Unternehmen sollten regelmäßige Meetings und Feedback-Sitzungen mit ihren Lieferanten abhalten, um eine transparente und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu fördern.
- Technologische Hürden: Implementierung und Integration neuer Softwarelösungen. Die Einführung neuer Technologien kann komplex sein und erfordert sorgfältige Planung und Durchführung, um sicherzustellen, dass die neuen Systeme nahtlos in die bestehenden Prozesse integriert werden.
Welche Tools und Softwarelösungen stehen für SRM zur Verfügung?
- SAP Ariba: Bietet umfassende Funktionen für das Lieferantenmanagement und die Beschaffung. SAP Ariba ist eine führende Plattform für das Lieferantenmanagement und bietet umfangreiche Funktionen zur Optimierung von Beschaffungsprozessen
- JAGGAER: Eine Suite von Tools für das strategische Lieferantenmanagement und die Beschaffung. Jaggaer bietet umfangreiche Funktionen zur Verwaltung und Optimierung von Lieferantenbeziehungen.
- Tradeshift: Eine Plattform zur Integration und Zusammenarbeit in der Lieferkette. Tradeshift ermöglicht einen effizienten und transparenten Informationsaustausch zwischen Unternehmen und Lieferanten.
- Ivalua: Eine Plattform zur Verwaltung von Lieferantenbeziehungen und -leistungen. Ivalua bietet umfassende Funktionen zur Optimierung von Lieferantenbeziehungen und Beschaffungsprozessen.
- Oracle Procurement Cloud: Eine cloudbasierte Lösung zur Optimierung der Lieferantenbeziehungen. Oracle Procurement Cloud bietet umfassende Funktionen für das Lieferantenmanagement und die Beschaffung.
Technologische Unterstützung durch SRM-Software
- Lieferantenauswahl und -bewertung: Unterstützung bei der Auswahl neuer Lieferanten und der kontinuierlichen Bewertung bestehender Lieferanten.
- Vertragsmanagement: Verwaltung und Überwachung von Verträgen mit Lieferanten, um sicherzustellen, dass alle Bedingungen eingehalten werden.
- Performance-Monitoring: Kontinuierliche Überwachung der Leistung der Lieferanten, um sicherzustellen, dass sie den Anforderungen des Unternehmens entsprechen.
- Risikomanagement: Identifikation und Management von Risiken in der Lieferkette.
- Kommunikationsplattform: Bereitstellung einer Plattform für die Kommunikation und Zusammenarbeit mit Lieferanten.
Praktische Beispiele und Tipps für ein effektives SRM
- Regelmäßige Lieferantenaudits: Durchführung regelmäßiger Audits, um die Einhaltung von Verträgen (bspw. SLA, Rahmenverträgen etc.) und die Qualität der gelieferten Produkte zu überprüfen.
- Kollaborative Planung: Gemeinsame Planung mit Lieferanten, um sicherzustellen, dass alle Parteien auf gemeinsame Ziele hinarbeiten.
- Transparente Kommunikation: Offene und regelmäßige Kommunikation mit Lieferanten, um Missverständnisse zu vermeiden und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu fördern (z.B. Durchführung regelmäßiger Jour fixe).
- Kontinuierliche Verbesserung: Planmäßige Überprüfung und Verbesserung der SRM-Prozesse, um sicherzustellen, dass sie den sich ändernden Anforderungen des Unternehmens entsprechen (ggf. nach größeren Projekten Reviews ausarbeiten und die Ergebnisse transparent teilen)
- Schulung und Weiterbildung: Investition in die Schulung und Weiterbildung von Mitarbeiter*innen und auch Lieferanten, um sicherzustellen, dass alle Parteien die notwendigen Skills und Kenntnisse haben, um effektiv zusammenzuarbeiten.
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