Procurement Software: Diese Tools erleichtern deine Beschaffung

Smarte Beschaffungssysteme automatisieren Prozesse, verbessern das Lieferantenmanagement und sorgen für klare Zahlen

Procurement Softwares im Vergleich
Inhalt
  1. Was du über Procurement wissen solltest
  2. Wie kann Procurement Software unterstützen?
  3. Vorteile einer Beschaffungssoftware
  4. Verschiedene Arten von Procurement Software
  5. Top E-Procurement-Softwares im Überblick
  6. Das richtige Tool macht den Unterschied
Lange Genehmigungen, unklare Abläufe und manuelle Aufgaben behindern effizientes Arbeiten im Einkauf. Mit E-Procurement digitalisierst du deinen Beschaffungsprozess. Die richtige Software bringt Struktur, gibt dir volle Transparenz über Ausgaben und vereinfacht den Austausch mit Lieferant*innen. Erfahre hier, welche Tools das möglich machen und warum sich die Investition lohnt.
Das Wichtigste in Kürze
  • Unter Procurement versteht man Beschaffung und damit auch Einkauf.
  • Der gesamte Beschaffungsprozess reicht von der Bedarfsplanung bis zur Analyse.
  • Mit E-Procurement-Software werden diese Schritte digitalisiert und optimiert.
  • Tools wie Coupa, Precoro oder SAP Ariba bieten spezifische Features je nach Anwendungsfall.

Was du über Procurement wissen solltest

Bevor du dir unsere praktische Toolauswahl genauer anschaust, klären wir zuerst, worum es beim Procurement überhaupt geht. Der Begriff Procurement lässt sich am besten mit Beschaffung oder Einkauf übersetzen. Unternehmen kaufen Produkte oder Dienstleistungen ein, um sie weiterzuverarbeiten, zu verkaufen oder selbst zu nutzen.
Doch es geht nicht nur um die Anschaffung an sich, Unternehmen müssen auch Lieferant*innen managen, Genehmigungen einholen sowie Rechnungen prüfen und dabei stets die Budgets im Blick behalten.

Digitale Beschaffung: E-Procurement erklärt

Wenn dieser Prozess über digitale Plattformen abläuft, spricht man von E-Procurement. Während digitale Technologien in anderen Abteilungen schon nicht mehr wegzudenken sind, hängt das Procurement oft hinterher. 
Laut einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung PwC planen Unternehmen, bis 2027 etwa 70 Prozent ihrer Beschaffungsprozesse zu digitalisieren. Klingt ganz schön nach Nachholbedarf, oder?

Wie kann Procurement Software unterstützen?

An guten Tools sollte diese Digitalisierungsrate nicht scheitern. Mit einer Procurement Software optimierst du deinen gesamten Beschaffungsprozess. Dazu gehören folgende Punkte:
Bedarfsplanung: Erkenne frühzeitig, was gebraucht wird und vermeide unnötige Bestellungen.
Lieferantenauswahl: Mit Procurement Tools vergleichst du Angebote und findest deine*n Partner*in.
Bestellabwicklung: Durch automatisierte Workflows werden Bestellungen schneller genehmigt und abgewickelt.
Rechnungsprüfung: Statt manueller Checks prüfst du alles digital, was weniger Verzögerungen und Fehler bedeutet.
Analyse: Prüfe mit Echtzeitdaten jederzeit, wie viel Geld wofür ausgegeben wird und erkenne Sparpotenziale.

Vorteile einer Beschaffungssoftware

Mit einer Beschaffungssoftware hast du eine bessere Kostenkontrolle und erkennst Einsparpotenziale leichter. Viele manuelle Aufgaben werden automatisiert, für effizientere Abläufe und weniger Risiken. Außerdem werden relevante Informationen zentral verwaltet, was für mehr Transparenz sorgt und Verhandlungen und die Zusammenarbeit mit Lieferant*innen erleichtert.
Auch interessant: Lies hier, mit welchen Maßnahmen du dein Supplier-Relationship-Management optimierst.

Verschiedene Arten von Procurement Software

Es gibt reine Procurement Softwares, die lediglich deine Beschaffung abwickeln und umfassendere Lösungen, bei denen Procurement nur einen Aspekt von vielen darstellt. Beide Arten unterteilt man in offene, halboffene und geschlossene Systeme:
  • Offene Systeme ermöglichen Zugriff auf viele verschiedene Lieferant*innen
  • Halboffene Systeme integrieren einen breiten, aber selektiven Lieferantenkreis
  • Geschlossene Systeme bieten einen kleineren, dafür geprüften und festen Lieferantenstamm

Wichtige Kriterien bei der Toolauswahl

Für welche Variante du dich auch entscheidest, diese Kriterien solltest du bei einer Procurement Software berücksichtigen:
  • Automatisierung
  • Fehlerreduktion
  • Budget- und Ausgabenkontrolle
  • Nachverfolgung von Genehmigungen
  • Integrationen zu anderen Tools
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Anpassbarkeit und Individualisierung 
  • Reporting und Analysen
  • Sicherheit und Compliance

Reicht nicht auch eine Einkaufssoftware?

Eine Einkaufssoftware ist ein Bestandteil von Beschaffungssoftware. Sie fokussiert sich auf den operativen Einkauf, also was und wie etwas gekauft wird. Eine Procurement Software geht darüber hinaus und betrachtet den Beschaffungsprozess vom Bedarf bis zur Analyse und Optimierung.
Für Unternehmen mit einfachen Prozessen kann eine Software für den Einkauf ausreichen. Sobald mehrere Lieferanten, komplexe Anforderungen oder strategische Ziele hinzukommen, ist eine Beschaffungssoftware die bessere Wahl.

Top E-Procurement-Softwares im Überblick

Procurement Software ist nicht gleich Procurement Software. Jedes Unternehmen hat andere Anforderungen und die Tools bieten unterschiedliche Schwerpunkte. Hier eine Auswahl gängiger Lösungen:
 
 

1. Coupa

Diese E-Procurement-Software fokussiert sich auf die finanziellen Aspekte der Beschaffung. Mit Coupa hast du die Kosten deiner Dienstleistungen oder Produkte immer im Blick. Daneben bietet Coupa weitere Funktionen: 
  • Lieferantenmanagement
  • Genehmigungsprozesse
  • Budgetierung in Echtzeit
  • Vertragsmanagement
  • Intuitive Oberfläche
  • Vielseitige Integrationsmöglichkeiten
Coupa kann dank offener APIs an verschiedene Systeme angebunden werden, wie gängige ERP-Systeme oder Rechnungsprogramme.
 
 

2. JAGGAER

Die zweite Procurement Software in unserer Liste ist JAGGAER. Das Tool zählt zu den halboffenen Systemen, da sich Lieferant*innen vor der Nutzung formal registrieren müssen. Die cloudbasierte Lösung deckt diese Funktionen ab:
  • Bestellmanagement
  • Vertragsmanagement
  • KI-gestützte Beschaffung
  • Reporting und Analyse
  • ERP-Integration
JAGGAER bietet laut eigenen Angaben eine nahtlose Integration mit führenden ERP-Systemen und sei für kleine und große Unternehmen gleichermaßen geeignet.
 
 

3. Precoro

Mit Precoro kannst du schnell loslegen und deine Prozesse digitalisieren, auch bei komplexeren Anforderungen an die Beschaffung: 
  • Bestellmanagement
  • Katalogverwaltung
  • Genehmigungsprozesse
  • Budgetierung in Echtzeit
  • Lieferantenmanagement
  • Rechnungsprüfung
Mit Precoro siehst du deine Budgetierung in Echtzeit und vermeidest unnötige Ausgaben. Besonders praktisch: Die Procurement Software bietet einen 3-Wege-Abgleich in der Rechnungsprüfung. Das heißt, Precoro prüft jede Rechnung gegen zwei weitere Dokumente, etwa den Lieferschein und die Bestellung. Nur wenn die Einzelposten übereinstimmen, wird die Zahlung freigegeben.
 
 

4. Proactis

Dein Fokus liegt auf Effizienz und Budgetkontrolle? Dann ist Proactis das Tool für dich.  Proactis positioniert sich als Source-to-Pay-Lösung speziell für Dienstleistungsunternehmen. Hiermit optimierst du die Kosten entlang des gesamten Beschaffungsprozesses:
Proactis kann als ein halboffenes System verstanden werden: Lieferant*innen, die gewisse Standards erfüllen, können sich mühelos anbinden – von einfachen Webanwendungen bis zur vollständigen Systemintegration. Dabei wird zwischen internen und externen Katalogen mit Open Catalog Interface (OCI) unterschieden.
Apropos: Wie dein Lieferantenmanagement neue Maßstäbe setzt, liest du hier.
Allerdings ist Proactis stärker auf seine eigene Plattform fokussiert als andere Anbieter. Die Integrationsmöglichkeiten mit externen Systemen sind begrenzt.
 
 

5. SAP Ariba

Dieses Tool von SAP bietet umfassende Funktionen für wichtige Schritte im Beschaffungsprozess. Bestimmte Schritte sind automatisierbar, wie das Erstellen von Belegen. SAP Ariba gliedert sich in mehrere Lösungen, die jeweils auf einen Teilbereich spezialisiert sind.
Die Procurement Software eignet sich besonders für große Unternehmen, die komplexe Prozesse managen müssen und bietet unter anderem diese Funktionen:
  • Lieferantenmanagement
  • Ausgabenmanagement
  • Dashboards zur Kostenkontrolle
  • Katalogmanagement
  • Rechnungsübersicht
SAP Ariba ist technisch ein halboffenes System mit großem Netzwerk, dem Ariba Network. Hierüber können sich viele Lieferant*innen anbinden. Doch sie müssen bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen, was für kleinere oder weniger digitalisierte Lieferant*innen nicht selten eine Herausforderung darstellt.
Hinzu kommt, Käufer*innen müssen oft aktiv bei der Einbindung unterstützen, da die Integration nicht automatisch erfolgt. Das bedeutet nicht, dass das E-Procurement-System unflexibel ist – vielmehr erfordert es sorgfältige Planung und Ressourcen.
SAP Ariba funktioniert insbesondere mit S/4HANA gut, dem eigenen cloudbasierten ERP-System. Der Anbieter selbst empfiehlt die Kombination beider Tools für ein umfassendes E-Procurement. Die Integration mit Nicht-SAP-Lösungen kann komplexer sein.

6. simple system

Diese E-Procurement-Software fokussiert sich auf die Digitalisierung des indirekten Einkaufs für mittelständische und industrielle Unternehmen im DACH-Raum. Mit simple system greifst du über eine neutrale, cloudbasierte Plattform auf ein Netzwerk verifizierter Lieferanten zu und senkst so nachweislich deine Beschaffungskosten. Daneben bietet simple system weitere Funktionen:
  • Intelligente Genehmigungsprozesse
  • Kostenstellen- und Budgetverwaltung
  • KI-gestützte Angebotsanfragen
  • Preis- und Einkaufsanalysen mit Berichten
  • Katalogübergreifende Suche
  • Unbegrenzte Nutzeranzahl ohne Transaktionsgebühren
simple system kann dank direkter ERP- und SAP-Integration nahtlos an bestehende ERP-Systeme angebunden werden und wird seit über 20 Jahren in Deutschland entwickelt und gehostet.

Empfehlenswerte Spend Management Tools & Software

Auf unserer Vergleichsplattform OMR Reviews findest du weitere empfehlenswerte Spend Management Tools. Dort haben wir über 50 Softwares für kleine und mittlere Unternehmen, Start-Ups und Großkonzerne gelistet, die dich in allen Bereichen aus dem Aufgabenmanagement unterstützen. Also schau vorbei und vergleiche die Softwares mithilfe der authentischen und verifizierten Nutzerbewertungen:

Das richtige Tool macht den Unterschied

Mit der passenden E-Procurement-Software wird deine Beschaffung einfacher, schneller und günstiger. Zwar ist für die Umstellung etwas Aufwand gefragt, der sich aber langfristig lohnen wird.
 Rebecca Loeks

Rebecca ist Senior SEO-Consultant bei OMR Reviews und bringt Inhalte genau dahin, wo sie hingehören – an die Spitze der Suchergebnisse. Dank +6 Jahren Erfahrung in SEO- und Content-Strategien weiß sie, welche Hebel wirklich funktionieren. Ihre Devise: datengetriebene Entscheidungen, smarte Tools und hohe Qualitätsstandards.

Dieser Artikel erscheint auf OMR Reviews – der führenden DACH-Plattform für B2B-Software-Bewertungen, Software-Vergleiche, Agenturen, Business Services und B2B-Tech-Content. Mit mehr als 80.000 verifizierten Bewertungen und 12.000+ gelisteten Tools hilft OMR Reviews Unternehmen dabei, passende Software-Lösungen und Dienstleister fundiert zu recherchieren, zu vergleichen und bessere Entscheidungen zu treffen.

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Im Artikel erwähnte Softwares

Im Artikel erwähnte Software- oder Service-Kategorien

Spend Management
Spend Management Software oder Ausgabenmanagement-Software trackt und verwaltet Geschäftsausgaben, die aufgrund von Unternehmensaktivitäten entstehen, welche das Ziel verfolgen Geschäfte durchzuführen und Gewinn zu erwirtschaften. Dazu zählen Ausgaben, die beispielsweise durch Lieferanten und Beschaffungen des Unternehmens anfallen wie Produktionsmaterialien oder in Anspruch genommene Dienstleistungen und Abonnements, jedoch keine Gehaltsausgaben. Ziel des Spend Managements ist es alle ausgabenbezogenen Aktivitäten zu erfassen, zu dokumentieren und von der Bezugsquelle bis hin zum Ausgleich der Rechnung zu begleiten. Dadurch können alle Einkäufe des Unternehmens planmäßig erfolgen und Lieferanten fristgerecht bezahlt werden. Ausgabenverwaltungssoftwares erleichtern das Erfassen und Analysieren der Geschäftsausgaben, teils sogar mithilfe einer künstlichen Intelligenz (KI). Sie verkleinern den Aufwand bei der Verwaltung variabler Kosten, helfen dabei überhöhte Ausgaben zu vermeiden und unterstützen bei der Ausgabenanalyse. Dadurch können Beschaffungsprozesse optimiert und Ressourcen wie Zeit und Geld eingespart werden. Zudem können Unternehmen sicherstellen, dass alle Geschäftsausgaben korrekt verbucht und bei Jahresabschlüssen berücksichtigt werden. Ausgabenmanagement-Software wird insbesondere in Beschaffungsabteilungen eingesetzt, bietet aber häufig Anbindungen zu Buchhaltungssoftware und ist verwandt mit Supply Chain Management Software und Finanzplanungssoftware.
Supplier Relationship Management
Lieferantenmanagement, auch bekannt als Supplier Relationship Management (SRM), bezieht sich auf die Prozesse und Strategien, die Unternehmen einsetzen, um ihre Beziehungen zu Lieferanten effizient zu verwalten und zu optimieren. Das Ziel des Lieferantenmanagements ist es, stabile, kosteneffiziente und langfristige Partnerschaften mit Lieferanten aufzubauen, die zur Sicherung der Lieferkette und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Eine effektive SRM-Strategie kann die Qualität der gelieferten Waren verbessern, Kosten senken und Risiken innerhalb der Lieferkette minimieren. Lieferantenmanagement-Software unterstützt Unternehmen dabei, alle Interaktionen mit ihren Lieferanten zu zentralisieren, zu analysieren und zu automatisieren. Diese Software wird von Unternehmen verschiedener Branchen genutzt, um Ausschreibungen zu verwalten, Lieferantenbewertungen durchzuführen und Verträge sowie Preisverhandlungen effizient zu steuern. Funktionen wie Performance-Tracking, Risikomanagement und Compliance-Überwachung sind integraler Bestandteil einer SRM-Lösung. Um in der Kategorie Lieferantenmanagement berücksichtigt zu werden, sollte eine Lösung folgende Merkmale aufweisen: - Zentrale Verwaltung von Lieferantendaten und -verträgen - Lieferantenbewertung und Performance-Tracking - Automatisierte Ausschreibungen und Preisverhandlungen - Risikomanagement und Compliance-Überwachung - Integration mit ERP- und Beschaffungssystemen
Einkauf
Eine Einkaufssoftware kann in vielen Bereichen eine erhebliche Arbeitserleichterung sein. Unternehmen behalten mit solch einem Tool stets den Überblick über den aktuellen Waren- und Lagerbestand. Einige Einkaufstools bieten sogar eine automatische Bedarfsmeldung an, wenn sich dieser dem Ende neigt oder bereiten den Bestellprozess automatisch vor, sodass dieser nur noch von einer bevollmächtigten Person freigegeben werden muss. Zudem vereinfacht eine Einkaufssoftware die Planung von Warenauswahl und Warenbeschaffung sowie die Verwaltung von Lieferant:innen. Ein weiterer Vorteil von einer Einkaufssoftware ist die digitale Verwaltung von Daten und Dokumenten. Im System können Unternehmen sämtliche Unterlagen in Bezug auf Einkauf und Beschaffung ablegen und speichern (bspw. Verträge, Bestellungen, Rechnungen und Lieferscheine) – nie wieder im Papierchaos suchen, sondern immer alles griffbereit haben. Mit einer Einkaufssoftware behalten Unternehmen den Überblick über alle Prozesse (bspw. Lagerwirtschaft, Auftragsbearbeitung und Bestellwesen) und können sich auf die Hilfestellung bei der Prozessabwicklung verlassen.

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