Content Marketing

Content Marketing KPIs: Warum Kennzahl nicht gleich Kennzahl ist

Fionn Kientzler 01.06.2022

Wir erklären Euch auf welche Kennzahlen Ihr im Content Marketing achten müsst

Wusstet Ihr, dass viele Marketer:innen gar nicht wissen, dass verschiedene Key Performance Indicators (KPIs) an unterschiedlichen Leveln der Erfolgsmessung ansetzen? Besonders gravierend wird es, wenn es um spezielle Marketing-Disziplinen, wie z. B. das Content Marketing geht. Gerade bei Inhalten – vor allem jenen textlicher Natur – ist die Erfolgsmessung etwas anders. 

Was die Auswertung einer Content Marketing Strategie und der entsprechenden KPIs so schwierig macht, ist die Mannigfaltigkeit der bespielten Kanäle. In Social Media gelten andere Content KPIs als im E-Mail-Marketing, in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) wiederum andere als in der digitalen PR. Klingt im ersten Moment ganz schön kompliziert dafür, dass alle Maßnahmen auf die gleichen Ziele hinarbeiten: 

  • Reichweite erzeugen
  • Leads generieren und den Traffic der eigenen Website erhöhen
  • Conversion Rate verbessern
  • Umsatz steigern

Bei OMR Reviews könnt Ihr erfahren, wie Ihr in sechs Schritten zu Eurer Content Marketing Strategie kommt.

Aber eins nach dem anderen: Lasst uns gemeinsam vom Großen ins Kleine gehen und den Microcosmos Content Marketing mitsamt seiner KPIs erschließen. Denn nur das Begreifen der Wirkungsweise dieser speziellen Marketing-Disziplin führt zum Verstehen der Interpretation relevanter Kennzahlen. 

Was ist Content Marketing überhaupt? 

Content Marketing ist eine Kommunikationsstrategie, bei der Unternehmen mithilfe mehrwertiger Inhalte die Aufmerksamkeit potenzieller Kund:innen gewinnen. Worin genau der Mehrwert liegt, hängt stark vom Kanal sowie der jeweiligen Zielgruppe und deren Intentionen ab. Wichtig ist, dass es sich nicht um simple Werbung handelt oder reine Paid-Kampagnen. Beliebte Formate für strategische Maßnahmen sind: 

  • Whitepaper/E-Books
  • Blogbeiträge im eigenen Unternehmensblog
  • Gastartikel in Fachmedien (online wie offline)
  • audiovisuelle Inhalte (z. B. über Social Media)
  • Infografiken
Content Marketing - Touchpoints auf dem Weg zur Kaufentscheidung

Touchpoints von potenziellen Kund:innen mit relevanten Content-Marketing-Kanälen auf dem Weg zur Kaufentscheidung (Quelle: suxeedo)

Eine Definiton von Content Marketing findet Ihr ebenfalls im OMR Glossar.

Mit der Erstellung und Verteilung von Inhalten ist es aber im Content Marketing noch nicht getan. Auch die Contentoptimierung und die Erfolgsmessung sind “part of the process”. Hier helfen die Content-KPIs.

Was sind KPIs im Content Marketing?

Prinzipiell geht es auch bei KPIs im Content Marketing um Kennzahlen, die zur Messung der Unternehmensleistung oder einer strategischen Maßnahme herangezogen werden. In diesem Falle werden diese eben zur Bewertung einer Content-Marketing-Strategie herangezogen. 

KPIs im Content Marketing sind teils einfacher zu messen, als jene in der konventionellen Werbung, wo beispielsweise vage Angaben zum Tausender-Kontaktpreis oder Impressions schon ausreichen. Gegenüber dem Performance Marketing sind sie hingegen schwerer zu messen, da die dortigen KPIs teilweise den real-time ROIs ausweisen können.

Das Content Marketing setzt zum größten Teil auf organische Maßnahmen, deren Erfolgsmessung eher mittelfristig erfolgt. Deshalb lassen sich Auswirkungen beispielsweise auf den ROI nicht sofort erfassen. Warum das a) nichts Schlimmes und b) langfristig sogar ein Vorteil ist, erfahrt Ihr gleich. 

Prinzipiell helfen Euch alle Metriken im Content Marketing dabei, eine umfassende Content-Performance-Analyse durchzuführen. Dank der gewonnenen Erkenntnisse könnt Ihr daraus entsprechende Schlussfolgerungen für den weiteren Verlauf der laufenden oder aber der nächsten Content-Strategie ziehen.

Content-Performance-Pyramide

Abbildung 2: Die Content-KPI-Pyramide (Quelle: suxeedo)

Für eine bessere Übersicht der Interdependenzen verschiedener Content-KPIs empfehlen wir Euch einen Blick auf die Content-Performance-Pyramide, die suxeedo basierend auf der Messung von über 500 Kampagnen mit Fortune 500 oder DAX Unternehmen entwickelt hat. Sie hilft bei der Priorisierung der Metriken im Rahmen einer strategischen Maßnahme. ⁠

Gleichzeitig zeigt sie, dass eine insgesamt erfolgreiche Strategie auf verschiedenen Faktoren aufbaut, die sich alle gegenseitig bedingen. Im Prinzip führen die unteren beiden Bausteine der Pyramide in Kombination zur Spitze, wobei gerade die unterste Stufe, die qualitativen KPIs als Proxy für die übergeordneten Ebenen fungieren. 

Doch was bedeutet das eigentlich genau?

Umsatz-relevante KPIs

Oben in der Pyramide stehen die Umsatz-relevanten Content-KPIs, da hier alle darunterliegenden Faktoren zusammenlaufen. Sie sind die ökonomischen Schlüsselkennzahlen und geben final Aufschluss darüber, in welchem Verhältnis Aufwand und Ertrag zueinander stehen. ⁠

⁠Je nach Ziel der Content-Strategie wird entweder eine oder mehrere dieser KPIs besonders stark fokussiert. Sie sind die letzte Instanz der Erfolgsmessung und zeigen Euch bspw., wie effektiv die Leadgenerierung war oder wie hoch der Return on Investment ausfällt. 

Sie sind jedoch auch am schwersten direkt zu messen, weil Content-Marketing-Maßnahmen erst einmal eine gewisse Zeit entwickelt werden müssen, bevor sie messbare Ergebnisse erzeugen. Deswegen fangen wird meist damit angefangen, erst Traffic-relevante KPIs zu messen. 

Traffic-relevante KPIs

Gerade bei Inhalten im Internet spielt der Traffic und dessen Qualität eine entscheidende Rolle, weshalb sie die Traffic-relevanten Faktoren genannt werden. Sollten einige KPIs hier nicht gut performen, könnt Ihr noch Stellschrauben in den unteren Stufen der Pyramide so verändern, dass der Traffic nicht nur gesteigert, sondern auch qualitativ verbessert wird.

Generieren Content-Marketing-Maßnahmen eine gute Traffic-Qualität, so hat das einen direkten Einfluss auf den ökonomischen Outcome einer Content-Strategie. Dementsprechend gilt es, die hier relevanten KPIs genau im Auge zu behalten, damit Ihr ggf. noch Maßnahmen anpassen könnt.

User-relevante KPIs

Die in der untersten Stufe der Pyramide definierten KPIs beziehen sich in erster Linie auf das User-Verhalten. Sie erfassen die Rezeption und Reaktionen von User auf die Inhalte. Je besser und stärker die Interaktionen mit dem Content sind, desto relevanter ist er für die Zielgruppe. Sie sind auch ein starker Indikator für die Qualität der Inhalte, weshalb sie auch als qualitative Kennzahlen (in Abgrenzung zu quantitativen KPIs wie z. B. Pageviews bei den traffic-relevanten Faktoren) bezeichnet werden. 

Die User-relevanten KPIs stehen ganz unten, weil mit ihnen Qualität und Erfolg einer Content Marketing Strategie stehen und fallen. Werden hier relevante Metriken als negativ bewertet, so ist eine erfolgreiche Bewertung höher in der Pyramide gelegener Content KPIs äußerst unwahrscheinlich. 

Königsfaktor ROI? Ökonomische KPIs im Content-Marketing-Kontext

Normalerweise haben KPIs im klassischen Sinne immer einen stark monetären Bezug zu den gesamten Unternehmenszielen. Bei den Content-KPIs ist das ein wenig anders: Wegen des oft sehr heterogenen strategischen Ansatzes ist der Wertbeitrag für ein Unternehmen im Content Marketing nur schwer auf einen bestimmten Einflussfaktor zu taxieren.

Einen Überblick über hilfreiche Softwares erhaltet Ihr auf OMR Reviews in der Kategorie Content Marketing.

Der Einfluss von Content-Marketing-Maßnahmen ergibt sich eher durch die Erzeugung von Aufmerksamkeit, die Mitteilung von Wissen und der Einfluss auf das Verhalten der Zielgruppe. Dennoch: Ganz ohne ökonomische Erfolgsmessung geht es natürlich nicht, doch wird der anvisierte Erfolg messbar?

Wie bei jeder anderen Marketing-Maßnahme, soll auch im Content Marketing die Interaktion mit den Inhalten am Ende den Umsatz steigern. Nicht zuletzt deshalb steht der Return on Investment (ROI) in der Pyramide der Content-KPIs an der Spitze. Hier kulminieren das Verhältnis aller content-strategischen Maßnahmen und der erzielte Umsatz in der wichtigsten aller Content KPIs. 

Die Rollen des ROI als Erfolgs-KPI im Content Marketing

Mit Blick auf den ROI stehen Unternehmen bei der Nutzung von Content Marketing vor einer vermeintlich großen Herausforderung: Sie müssen lernen, nicht allein oder zumindest nicht zuallererst auf den Return of Investment als Erfolgs-KPI zu blicken. Denn anders als bei Maßnahmen, die sich stark auf den Kauf von Anzeigen (wie bspw. über Facebook oder Google) verlassen, stellt sich dieser bei organischem Content Marketing erst mittelfristig ein.

Einen Artikel über die acht Herausforderungen im Content Marketing findet Ihr auf OMR Reviews.

Sicher, bei Performance Marketing habt Ihr einen präzise kalkulierbaren ROI in der Kundenakquise. Doch die Plattform, über die Euer Marketing läuft, werdet Ihr nie selbst besitzen. Organisches Marketing ist da anders: Der ROI wächst systematisch und vor allem nachhaltig, da Ihr in Eure eigene Plattform und Eure Kommunikationskanäle investiert. Dies verdeutlichen wir anhand zweier Metaphern.

Content Marketing – organic vs. paid marketing haus beispiel

Abbildung 3: Performance Marketing vs. organisches Marketing als Haus (Quelle: suxeedo)

Steht Ihr zwischen der Entscheidung für eine Performance-Marketing- oder einer organischen Marketing-Strategie, verhält es sich in etwa wie bei der Auswahl zwischen einem Mietshaus und einem Eigenheim. Beim Mietshaus könnt Ihr das Haus (also die jeweiligen Werbeplätze auf Social Media oder Suchmaschinen) sofort nutzen, werdet sie aber nie besitzen. Beim Bau eines Eigenheims (einer eigenen Plattform wie der Unternehmenswebsite, eigene Social-Media-Kanäle usw.) tätigt Ihr eine mittelfristige Investition, um das Haus selbst zu besitzen und langfristig preiswerter zu wohnen. 

Content Marketing KPIs – organic vs paid kurve vergleich

Abbildung 4: Die Performance- und Organic-Marketing-Kurven im Vergleich (Grafik: suxeedo nach einer Idee von Rand Fishkin, Sparktoro)

Eine andere Metapher ist die der Kurve. Es wird deutlich, dass bei der Paid-Ads-Kurve der Weg zum Erfolg zunächst flacher ist als bei der des organischen Marketings. Langfristig wird sie aber deutlich steiler. Der steile Einstieg der organischen Kurve geht auf den Mangel eigener Plattformen zurück, die mithilfe von Content-Marketing-Maßnahmen schließlich erst gebildet werden sollen. Allein durch SEO-optimierten Content bringt Ihr viel Traffic und Links auf die Plattform, was das zukünftige Wachstum enorm erleichtert. 

Warum organisches Content Marketing gut für den ROI ist

Wer ein großes Budget für Marketingmaßnahmen in die Hand nimmt, ist verständlicherweise darauf bedacht, dabei das beste für sich und sein Unternehmen herauszuholen. Dementsprechend steht der ROI als zentrale ökonomische KPI zurecht im Fokus. Die Entwicklung des ROI ist gerade bei organischem Marketing, also ohne bezahlte Anzeigen, eine besondere. Doch der Mut zum Risiko lohnt sich, wie folgende Argumente beweisen:

  • Etablierung eines eigenen Kundenakquise-Kanals (Stichwort Owned Media im Vergleich zu Paid Media), um dauerhaft und systematisch Kund:innen zu akquirieren, ohne dabei Werbebudget an fremde Plattformen wie Google oder Meta abzugeben. 
  • Effektiver ROI für Eure Marketingkampagne, da Ihr mittelfristig weniger investieren müsst. Die Cost-per-Acquisistion (CPA) im Performance Marketing ist relativ stabil, während sie im organischen Marketing sinkt. 
  • Bessere Skalierung der Marketingaktivitäten durch die Ausschöpfung organischer Marketingkanäle

Wie lassen sich relevante Contet-Marketing-Kennzahlen bestimmen und messen?

Die Auswahl der relevanten KPIs hängt immer in erster Linie von den Zielen der Content-Marketing-Strategie ab. Ein anderer ernstzunehmender Faktor ist die Art der Inhalte, denn: Podcasts und Videos werden mit anderen KPIs erfasst als bspw. Blogbeiträge im eigenen Unternehmensblog. ⁠

⁠Weil das Content Marketing ein so diverses Feld ist, ist die Auswahl der Kennzahlen nicht immer einfach. In den meisten Fällen verfolgen Unternehmen mit ihrer Content-Marketing-Strategie mehrere Ziele, sodass sie viele KPIs gleichzeitig im Blick behalten müssen.

Damit Ihr besser einordnen könnt, welche Content-KPIs für Euch am relevantesten sind, stellen wir eine kleine Top 10 der Content-Marketing-Kennzahlen zusammen. Sie sind allesamt gängige Metriken im Rahmen von Content-Strategien. Beachtet aber, dass verschiedene KPIs zu unterschiedlichen Zeiten einer Kampagne relevant werden können.

10 wichtige Content-Marketing-KPIs und wie Ihr sie interpretiert

  1. Unique Visitors / Seitenbesucher:innen ⁠ ⁠Content Marketing arbeitet vor allem mit Online-Inhalten und wird dementsprechend meist über Websites oder Social Media rezipiert. Gerade auf Websites ist also die KPI “Unique Visitors” elementar, da Ihr über sie den Erfolg des Contents messt. Im Fall von Blogbeiträgen zeigt sie Euch, wie viele Leser:innen ein Artikel hat. Gerade mit wenig Erfahrung in der Analyse von Content-KPIs solltet Ihr beachten, hier unbedingt nur die unique Pageviews zu betrachten und nicht die Gesamtzahl der Aufrufe.  ⁠
  2. Bounce Rate / Absprungrate ⁠ ⁠Die Absprungrate gibt Euch Aufschluss darüber, ob Leser:innen das Interesse am jeweiligen Content verlieren. Je höher die Absprungrate ist, desto langweiliger empfindet die Zielgruppe Euren Content. In der Regel wird ein Bounce (Absprung) ausgelöst, wenn Nutzer:innen genau eine Seite Eurer Website besuchen und sie anschließend verlassen. ⁠ ⁠Gerade bei sehr langen Texten auf Websites ist es aber hilfreich, die Absprungrate bzw. den Auslöser für einen Absprung im jeweiligen Tool etwas anders zu definieren. So stellt Ihr bspw. ein, dass es nicht in die Absprungrate mit einfließt, wenn Nutzer:innen die Seite erst nach einer bestimmten Zeit verlassen, schließlich kann das Lesen eines längeren Textes dauern.  ⁠
  3. Time-on-Site / Verweildauer ⁠ ⁠Gerade aus SEO-Perspektive spielt die Verweildauer eine erhebliche Rolle bei der Erfolgsmessung von Inhalten. Denn sie wirkt sich unmittelbar auf das Ranking in Suchmaschinen aus. Die Verweildauer zählt zu den sogenannten User Signals und signalisiert Google und Co.: Besucher:innen bleiben lange auf dieser Seite, dieser Content muss ihnen also einen Mehrwert liefern. ⁠ ⁠Als KPI im Content Marketing zeigt die Metrik, wie relevant der Content für das Zielpublikum ist. Sollte der Wert für die Verweildauer also sehr niedrig sein, scheint der Content nicht den Mehrwert zu liefern, den er liefern sollte. Mit ein paar Tipps und Tricks verbessert Ihr die Verweildauer aber im Handumdrehen: Setzt mehr Bilder oder Videos ein, auch Infografiken oder eingebettete Quizzes helfen und auch Listicles sind eine Maßnahme, um die Verweildauer zu erhöhen.  ⁠
  4. Neue Subscriber / Follower / Abonnent:innen ⁠ ⁠Um den Erfolg einer Kampagne, in der Social Media oder Newsletter eingesetzt werden, sichtbar zu machen, sind neue Subscriber:innen eine essenzielle Kennzahl. Die Metrik zeigt Euch, wie viele neue Abonnent:innen euch euer Content beschert hat. Betrachtet in diesem Fall unbedingt die Ausgangszahl und setzt sie nach der Kampagne in Verhältnis zum neuen Wert.  ⁠
  5. Downloads von Content-Pieces  ⁠ ⁠Die Anzahl von Downloads zeigt Euch, wie sehr Besucher:innen Eurer Website bereit dazu sind, mit eurem Content zu interagieren. Gerade beim Einsatz von Whitepapern und E-Books als Leadmagneten müsst Ihr diese Content-Marketing-KPI im Blick behalten und rechtzeitig reagieren, wenn gewünschte Ziele nicht erreicht werden. Ist der Content, der zum Leadmagneten hinführt, nicht attraktiv genug? Muss die Landingpage anders strukturiert + oder der Inhalt verändert werden? Diese und weitere Fragen müsst Ihr bei zu niedrigen Downloadzahlen auf jeden Fall klären.  ⁠
  6. Click-Through-Rate (CTR) ⁠ ⁠Sie zeigt den Anteil der Nutzer:innen, die über die Suchergebnisse auf eure Website gekommen sind. Gerade für SEO, die CTR eine enorm wichtige KPI, denn sie zeigt, welche Seiten in den Suchergebnissen häufig und welche selten geklickt werden. Bei einer niedrigen CTR hilft als erster Ansatzpunkt ein Blick auf Meta-Titles und -Descriptions, da sie der erste Berührungspunkt von möglichen Besucher:innen mit Eurer Website sind.  ⁠
  7. Traffic Source / Besucherquelle ⁠ ⁠Gerade wenn Ihr bei Eurer Content-Marketing-Strategie über verschiedene Kanäle und Plattformen Inhalte streut, hilft ein Blick auf die Besucherquelle für die Erfolgsmessung. So findet Ihr heraus, ob Besucher:innen über Social Media, Suchmaschinen, Newsletter etc. den Weg auf Eure Website gefunden haben. Baut auf diesen Erkenntnissen auf: LinkedIn funktioniert besonders gut? Macht mehr auf LinkedIn! Über Suchergebnisse kommt nicht so viel Traffic rein? Optimiert Eure Inhalte!  ⁠
  8. Conversion Rate ⁠ ⁠Content Marketing hilft dabei, aus normalen Nutzer:innen bleibende Kund:innen zu machen. Dafür ist die Evaluation der KPI Conversion Rate unabdingbar. Im Gesamtkontext gibt sie an, wie viele Nutzer:innen sich für bspw. für Newsletter angemeldet oder ein Whitepaper heruntergeladen haben oder gar einen Schritt weiter schon ein Produkt gekauft haben oder mit Euch wegen eines bestimmten Services in Kontakt getreten sind.  ⁠
  9. Leadgenerierung ⁠ ⁠Leads zu generieren, ist gerade im B2B häufig das oberste Ziel einer Content-Marketing-Strategie. Die Anzahl der generierten Leads wirkt sich direkt auf den ROI aus, insofern stehen beide KPIs bei der Erfolgsmessung in einem engen Verhältnis zueinander. Wichtig ist, dass ihr vorher genau definiert, wann ein Lead tatsächlich ein solcher ist.  ⁠
  10. Sales / Verkaufszahlen ⁠ ⁠Neben der Leadgenerierung steht naturgemäß auch der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen ganz oben bei den Zielen einer Content-Marketing-Strategie. Als KPI zieht Ihr hier die Verkaufszahlen heran, die einen unmittelbaren Rückschluss auf den ROI erlauben. Durch sie erkennt Ihr, in welchem Verhältnis der Content und die Investitionen dafür zu den tatsächlich erreichten Erfolgen stehen.

Erfolgsmessung von relevanten Content-KPIs: Wichtige Tools im Überblick

Die Messung von Inhalten und deren Erfolg ist nicht ganz so einfach, wie bei anderen Marketingmaßnahmen. Aber keine Angst: Es gibt eine ganze Reihe an Tools, die Euch dabei helfen, genau die Content-Marketing-KPIs zu tracken, die bei Eurer Strategie wichtig sind. Dieser kleine Vergleich wichtiger Content-Marketing-Tools zeigt Euch auch, dass neben der Funktionalität auch eine gewisse Beherrschbarkeit – gerade für Anfänger:innen – ein wichtiger Faktor ist. 

Einen weiteren Artikel zum Vergleich von sieben Content-Marketing-Tools findet Ihr ebenfalls auf OMR Reviews.

Google Analytics

Google Analytics ist ein unverzichtbares Tool für alle Websitebetreiber:innen und gleichermaßen für Einsteiger:innen wie erfahrene Nutzer:innen geeignet. Das universelle Tracking-Tool zeigt Euch verschiedenste Content-Marketing-KPIs an und lässt sie Euch ggf. sogar anpassen. Willigen Besucher:innen Eurer Website einem Tracking ein, so landen die gewonnenen Daten bei Google Analytics.

⁠Wichtige Kennzahlen, wie Verweildauer und Absprungrate, aber auch die Unique Pageviews könnt Ihr hier analysieren. Gerade bei der Absprungrate hilft es, die Erfassung eines Absprungs durch Google Analytics in Anlehnung an den jeweiligen Content-Typen einer Seite anzupassen – gerade wenn es sich um long-form Content handelt. Falls Kosten für Tools ein Faktor bei Euch sind, dann hat Google Analytics einen großen Vorteil: Zu weiten Teilen ist es kostenlos nutzbar, Ihr braucht lediglich ein gültiges Google Konto für die Nutzung. 

Semrush

Semrush ist ein umfangreiches Tool, das Euch im Rahmen einer Content-Strategie vom SEO- und Content-Audit bis hin zur Erfolgsmessung begleitet. Semrush als Tool zu bezeichnen, wird seinem enormen Umfang allerdings nicht ganz gerecht. Vielmehr ist es eine ganze Toolbox, die Euch in fünf verschiedenen Bereichen unterstützt und entsprechende KPIs bereitstellt: Von Wettbewerbsanalysen über Content Marketing und SEO bis hin zu Social Media und PPC – Semrush ist eines der umfangreichsten Tools auf dem Markt.

⁠Entsprechend seines Funktionsumfangs und der Tatsache, dass Ihr damit KPIs verschiedenster Bereiche beobachten könnt, ist das Handling für Einsteiger:innen allerdings nichts ganz so einfach. Dennoch: Semrush bietet einen individuellen Sichtbarkeitsindex, beruhend auf den tatsächlich relevanten Keywords ab. Dies ist ein Vorteil gegenüber generellen Sichtbarkeitsindexen, die auch irrelevante Keywords beinhalten. So kann die Sichtbarkeit eine zielgenaue Messvariable werden. 

Meltwater

Für immer mehr Unternehmen wird Social Media zum zentralen Faktor, um eigenen Content auszuspielen. Wer soziale Netzwerke nutzt, braucht aber auch entsprechende Instanzen zur Erfolgsmessung. Eine davon ist das Social-Media-Monitoring- und Social-Listening-Tool Meltwater. Gerade bei relevanten Content-KPIs aus dem Social-Media-Bereich bekommt Ihr hier sowohl Echtzeitinformationen als auch historische Überblicke. Besonders im Hinblick auf Share of Voice-Benchmarkings gegenüber dem Wettbewerb ist es ein tolles KPI-Tracking-Tool.

Searchmetrics

Searchmetrics bietet eine große Suite an, mit der Ihr neben der Live-Erfassung von KPIs vor allem einen Blick auf die SEO-Potenziale Eures bereits bestehenden Contents habt. Teil dieser Suite ist die Research Cloud, die eine Content Performance Analyse beinhaltet. Sie erfasst die KPIs auf URL-Basis und damit nicht mehr nur auf Content- oder Keyword-Ebene. ⁠ ⁠Dadurch habt Ihr sofort einen Überblick auf Eure eigene Content-Qualität. Weiterhin erfahrt Ihr, wenn sie nicht mit der Eurer Wettbewerber:innen mithalten kann. So könnt Ihr rechtzeitig Maßnahmen ergreifen. Auch hier ist ein individueller Sichtbarkeitsindex möglich. Zudem bietet Searchmetrics ausgefeilte Benchmarkings mit Wettbewerber:innen an, welche die Marktanteile im Search aufzeigen. 

Content-Marketing-KPIs – Erfolgsmessung auf Euren Kanälen

Content Marketing hat den großen Vorteil, dass Ihr bereits während der Kampagne alle relevanten KPIs beobachten und im Falle negativer Entwicklungen entgegensteuern könnt. Sie zeigen Euch, welche Maßnahmen auf welchen Kanälen funktionieren und wie Nutzer:innen mit Eurem Content interagieren. Dafür braucht es allerdings entsprechende Monitoring-Tools und ein grundlegendes Verständnis des Zusammenwirkens verschiedenster KPIs. Wer das Thema Content Marketing vollständig durchdringt und auch dazu in der Lage ist, sich mit den Kennzahlen auseinanderzusetzen, fährt damit langfristig große Erfolge ein. 

Fionn Kientzler
Autor:In
Fionn Kientzler
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Fionn Kientzler

Fionn Kientzler ist Managing Partner bei der Content-Marketing-Agentur suxeedo. Dort hat er in über 11 Jahren schon mehr als 500 Kampagnen mit zahlreichen DAX- und Fortune-500-Unternehmen verantwortet. Als Speaker tritt er zudem regelmäßig auf großen Messen und Konferenzen wie dem SEO Day, der SMX oder der CMCX auf. Zudem zeigt er Teilnehmer:innen in Webinaren und Workshops spannende Entwicklungen aus dem Digitalen Marketing auf.

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