Photo Editing

Die 7 besten kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme

Nils Martens 11.01.2022

Welche Bildbearbeitungsprogramme die besten kostenlosen Alternativen zu Photoshop sind, erfahrt Ihr hier.

Jeder kennt es wohl gut: Die Urlaubsfotos beweisen visuell nicht die tatsächliche Schönheit des fotografierten Strandes. In unserer Social-Media-Welt, in der die meisten gerne eben diese Momente teilen wollen, eine unbefriedigende Situation. Meist reicht eine Bildbearbeitungs-App auf dem Handy, um die Macht von Filtern anzuwenden. Stehen jedoch Produktfotos oder Bilder für Website und LinkedIn-Auftritt an, reichen solche App definitiv nicht aus – zu mindestens nicht, wenn Ihr Euren Onlineshop und Eure Web-Auftritte ernst nehmt. Bei den meisten wird spätestens jetzt „Adobe Photoshop“ im Kopf klingeln. Exzellentes Werkzeug, aber ziemlich teuer. Insbesondere für Einsteiger:innen oder gelegentliche Nutzer:innen sind die Abo-Kosten von Adobe im Verhältnis zum Nutzen oft zu hoch. In solchen Fällen treten die kostenlosen Alternativen auf den Plan. Kostenlose Bildbearbeitungsprogramme sind dabei oftmals sehr umfangreich und nützlich.

Da nicht gerade wenige Bildbearbeitungsprogramme gratis zu bekommen sind, haben wir Euch die sieben Besten herausgefiltert. Wichtig: Kostenlos heißt nicht automatisch gut oder dass die Software einfach zu handhaben ist. Alle sieben kostenlosen Fotobearbeitungsprogramme sind sowohl für Anfänger:innen als auch für Fortgeschrittene geeignet. Am Ende des Artikels warten dann noch zwei Geheimtipps auf Euch!

Worauf kommt es bei der Auswahl eines Bild- bzw. Fotobearbeitungsprogramms an?

Bevor wir Euch die Hall of Fame der kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme vorstellen, werfen wir den Blick zunächst auf die Frage, worauf Ihr bei der Auswahl des richtigen Tools achten solltet. Prinzipiell hängt die Wahl zunächst davon ab, was Ihr mit der Bildbearbeitung erreichen wollt und für welchen Zweck die Bilder gedacht sind. Ist das geklärt, könnt Ihr bereits ungefähr abwägen, welche Features Ihr benötigt. Muss das kostenlose Fotoprogramm retuschieren, Elemente entfernen oder lediglich Effekte über das Bild legen können?

Nur weil wir hier über kostenlose Bildbearbeitungssoftwares sprechen, bedeutet das nicht, dass der Funktionsumfang überschaubar ist. Natürlich sind die meisten kostenlosen Exemplare nicht mit Adobe Photoshop gleichzusetzen, aber das ein oder andere Programm kann mit dem Branchenprimus mithalten. Doch ganz gleich, was ein kostenloses Fotobearbeitungsprogramm alles zu bieten hat, folgende Features und andere Voraussetzungen sollte jedes davon mindestens erfüllen:

  • Korrektur von Schärfe, Belichtung, Kontrast und Farbe
  • Arbeiten auf mehreren Ebenen
  • Kompatibilität mit vielen verschiedenen Bildformaten
  • Skalierung
  • Freistellen sowie Entfernen von Objekten
  • Fotomontagen erstellen
  • Filter- und Effekt-Auswahl
  • Übersichtliche Oberfläche
  • Kostenlos einsehbare Tutorials aus der Community (beispielsweise auf YouTube)

Bildbearbeitungsprogramme – ob kostenlos oder kostenpflichtig – haben den Ruf komplex und dadurch kompliziert in der Usability zu sein. Es ist eine gewisse Kunst seitens der Entwickler erforderlich, Funktionalität mit einer intuitiv nutzbaren Oberfläche zu harmonisieren. Während die Nutzung von Photoshop grundsätzlich Tutorials erfordert, ist es bei manchen kostenlosen Pendants ebenso. Die kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme, bei denen es nicht so ist, haben meist nicht allzu viele Features an Board – was nicht bedeutet, dass sie nichts taugen. Unser Vergleich der sieben besten Tools wird Euch noch genauer zeigen, was wir meinen.

Welche Anwendungsbereiche gibt es?

Kostenlose Bildbearbeitung ist an vielen Stellen gefragt. Vor allem aber, wenn es darum geht, professionelle und ansehnliche Bilder für Onlineshops zu erstellen. Die Bildbearbeitung stellt in diesem Zusammenhang den letzten Schliff dar.

Darüber hinaus finden Fotobearbeitungsprogramme in anderen Anwendungsbereichen statt. Beispielsweise, wenn es um die Erscheinung eines Unternehmens oder einer Person im Internet geht. Wer nach außen hin professionell wirken möchte, sollte die Bildbearbeitung nicht vernachlässigen. Stockfotos oder unbearbeitete Raw-Bilder sind der Tod für jede Website und jeden Social-Media-Account – eigentlich für alles, was dabei helfen soll, Umsatz zu generieren.

Nicht zuletzt haben auch Hobby-Fotografen ein Bedürfnis ihre Bilder zu optimieren. Der Begriff „Hobby“ impliziert dabei, dass Adobe meist zu teuer ist und kostenlose Bildbearbeitungsprogramme herhalten sollen. Grundsätzlich kommen kostenfreie Fotobearbeitungstools überall dort zum Einsatz, wo die allerhöchste Qualität keine Rolle spielt, professionelle Bilder und Fotos dennoch gewollt sind.

Die Top 7 der kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme

Nun zeigen wir Euch die sieben besten Bildbearbeitungsprogramme. Dabei haben wir die oben genannten Kriterien vorausgesetzt und festgestellt, was die jeweiligen kostenlosen Features sind. Zusätzlich verraten wir Euch, ob die Bildbearbeitungssoftwares noch kostenpflichtige Geschwister haben und welche Vor- bzw. Nachteil sie mit sich bringen. Die Top 7 der kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme sind:

Eine Übersicht von kostenpflichtigen und kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen findet Ihr

1. GIMP

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GIMP stellt die beste kostenlose Alternative zu Photoshop dar. Allein die Grundausstattung des Bildbearbeitungsprogramms hat ein eigenes Niveau. Hinzu kommt die Möglichkeit, GIMP mit zahlreichen Plugins zu erweitern, um daraus das perfekte Werkzeug für die Bildbearbeitung zu machen. Zusätzlich kann der Source-Code angepasst werden, da es sich bei GIMP um eine freie Software (nicht zu verwechseln mit Open-Source) handelt. GIMP – Abkürzung für GNU Image Manipulation Program – lässt sich auf Linux, macOS und Windows abspielen. Doch allen Anfänger:innen sei gesagt: Die Einarbeitung in GIMP ist ein wenig tricky, weshalb Ihr Euch definitiv drei bis vier Stunden Zeit nehmen solltet, um zurechtzukommen. Die Zeit lohnt sich!

Kostenlose Features in GIMP

  • Standardausrüstung für professionelle Bildbearbeitung
  • Mit Plugins erweiterbar
  • Personalisierung des User-Interface
  • Zahlreiche Effekte und Filter vorhanden
  • Sehr viele Datei-Formate werden unterstützt
  • Ähnlich großer Umfang an Features wie Photoshop

Vor- und Nachteile von GIMP

Natürlich gibt es auch bei GIMP Nachteile zu vermelden. Während die Vorteile nun auf der Hand liegen, besteht der größte Nachteil darin, dass GIMP Euch einen aufwendigeren Einstieg abverlangt als andere kostenlose Fotobearbeitungsprogramme. Darüber hinaus überwiegen die Vorteile im Verhältnis 9:1 die Nachteile. Aufschlussreiche Tutorials gibt es übrigens auf der Website von GIMP.

2. Adobe Express Editor

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Als wieder Gutmachung, dass wir direkt mit dem zwar besten, aber auch komplexesten Tool in den Bildbearbeitungsprogramm-Vergleich gestartet sind, stellen wir Euch jetzt Adobe Express Editor vor. Das Bildbearbeitungsprogramm ist der kleine Cousin von Photoshop. Es ist eine stark abgespeckte Version davon, die jedoch sehr einsteigerfreundlich ist. Dennoch nutzt der Express Editor des namhaften US-amerikanischen Developers die Photoshop-Algorithmen. Dabei muss die Bildbearbeitungssoftware nicht einmal installiert werden, sondern funktioniert direkt in Eurem Browser. Außerdem könnt Ihr die gleichnamige App von Adobe nutzen, welche auf iOS, Android und Windows Phone läuft. Grundsätzlich richtet sich Adobe Express Editor lediglich an wenig anspruchsvolle Bildbearbeitungsprojekte, beispielsweise für Social-Media-Profile.

Kostenlose Features in Adobe Express Editor

  • Korrektur roter Augen und Retuschieren
  • Belichtung
  • Scharf- und Weichzeichner
  • Autokorrektur
  • Vorlagen-Bibliothek für Grafiken, Designs und Stockfotos
  • Verschiedene Effekte und Filter nutzbar
  • Cartoon-Zeichnung

Vor- und Nachteile von Adobe Express Editor

Die Nachteile zeigen sich direkt im geringen Funktionsumfang von Adobe Express Editor; ebenso darin, nur JPG-Dateien bearbeiten zu können. Außerdem könnt Ihr nicht auf verschiedenen Ebenen arbeiten, was die Grundregel einer guten Bildbearbeitung ist. Doch davon abgesehen stellt sich der Express Editor von Adobe als anfängerfreundlich dar und nutzt ebenso die Photoshop-Algorithmen, die weltweit geschätzt werden. Zusätzlich ist die Oberfläche des kostenlosen Bildbearbeitungsprogramms eine eins mit Sternchen. Das alles macht den Adobe Express Editor zu einem Top-Tool für Social-Media-Fans.

Kostenpflichtige Versionen von Adobe Express Editor

Habt Ihr größere Anforderungen an ein Bildbearbeitungsprogramm und das nötige Budget, bietet Euch Adobe natürlich das Schlaraffenland der Bildbearbeitung an. Ob Adobe Photoshop, Illustrator oder Lightroom – Adobe spielt in der obersten Liga mit. Mit den Tools des Entwicklers arbeiten die namhaftesten Freelancer:innen, Künstler:innen und Fotograf:innen.

Früher gab es die Adobe-Softwares noch zum Einmalpreis, heute schließt Ihr ein Abo ab. Der Preis hängt davon ab, welche Tools Ihr benötigt. Los geht es ab 12 Euro pro Monat. Photoshop gibt es jedoch erst ab 24 Euro pro Monat.

3. Paint.NET

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Paint.NET ist schon etwas älter und glänzt daher mit jeder Menge Entwicklungserfahrung. 2004 erstmals erschienen, hat sich die Software für die kostenlose Fotobearbeitung mit den Jahren einen Namen gemacht. Bedingung ist allerdings, dass Ihr Windows nutzt, da Paint.NET auf dem .NET-Framework von Microsoft basiert. Das und die Tatsache, dass die Software Freeware ist, bietet Euch als User:in die Möglichkeit zahlreiche Plugins zu installieren. Die Sammlung findet Ihr auf der offiziellen Website von Paint.NET. Doch schon vom Grundgerüst her ist das Bildbearbeitungsprogramm ziemlich umfassend und ist unserer Meinung nach einen Tick einfacher zu bedienen als GIMP, bei ähnlich gutem Können.

Kostenlose Features in Paint.NET

  • Gradationskurve zur Tonwertkorrektur
  • Freistellung von Objekten (semi-automatisch)
  • 3D-Rotation und Zoom-Effekt
  • Standard-Filter
  • Weich- und Scharfzeichner
  • Ebenen-Arbeit und mehrere Projekte gleichzeitig handelbar

Vor- und Nachteile von Paint.NET

Das Paint.NET ausschließlich auf Windows läuft ist an sich ein Nachteil, wird aber durch die zahlreichen Features schnell nebensächlich. Für macOS- und Linux-User:innen gibt es ohnehin viele gute und kostenlose Alternativen. Das Territorium der Vorteile füllt sich allerdings rasant, wenn Ihr Euch Paint.NET erst einmal genauer unter die Lupe nehmt. Es kann mit Plugins individuell erweitert werden, Ihr habt Funktionen, die oftmals nur in kostenpflichtigen Bearbeitungsprogrammen zu finden sind, und die Oberfläche lässt sich ebenfalls an Eure Wünsche anpassen.

4. Krita

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Nach den vom Namen her drei populären kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen stellen wir Euch nun noch einige Underdogs vor, die sich ganz bestimmt nicht verstecken müssen. Los geht’s mit Krita. Das kostenlose Bildbearbeitungsprogramm ist eine Open-Source-Anwendung, die Ihr auf Windows- und Linux-Rechnern sowie auf Apple-Geräten nutzen könnt. Entstanden ist Krita als Alternative zum Platzhirsch GIMP. Doch auch wenn es als Bildbearbeitungssoftware eine gute Figur macht, ging der Entwicklungsweg von Krita irgendwann mehr in Richtung Zeichnen und Illustrieren. Somit ist Krita eine hervorragende, kostenlose Adresse für Künstler:innen und Cartoonist:innen. Für Eure Produktfotos Eures Onlineshops reicht Krita aber allemal. Leicht zu bedienen ist Krita durch verschiedene Voreinstellungen, die Ihr verwenden könnt, ohne spezielle Bearbeitungskenntnisse mitbringen zu müssen. Somit ist das Krita optimal für Rookies.

Kostenlose Features in Krita

  • Zahlreiche Tools zum Zeichnen und Illustrieren
  • Nachbesserungsfunktionen
  • Belichtung und Scharfzeichnung
  • Kantenglättung
  • Anpassbares User-Interface
  • Mehrere Effekte zur Auswahl
  • Deutsche Version erhältlich, jedoch kein deutsches Online-Handbuch

Vor- und Nachteile von Krita

Krita läuft wie GIMP unter der GNU-GPL-Lizenz, was Euch ermöglicht den Source-Code anzupassen. Das allein ist schon ein großer Vorteil. Die Liste verlängert sich aber noch ordentlich, wie Ihr schon gelesen habt. Nachteilig ist lediglich, dass Handbuch und Tutorials hauptsächlich auf Englisch sind. Was aber für viele wohl keine Herausforderung darstellen sollte.

5. Pixlr

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Die 2000er waren auf jeden Fall ein Highlight-Jahrzehnt für kostenlose Bildbearbeitungsprogramme. Schließlich wurde auch Pixlr in diesem Zeitraum entwickelt und veröffentlicht – ebenso wie Krita, Paint.NET und einige andere. Pixlr unterliegt der Besonderheit, dass es direkt in Eurem Browser funktioniert oder als App für Android und iOS. Die Vollversion beherbergt allerlei Features, mit denen Ihr auf hohem Niveau Bilder bearbeiten könnt. Besonders eindrucksvoll ist die an frühere Versionen von Adobe Photoshop angelehnte Oberfläche, die Euch eine sehr gute Usability ermöglicht. Ebenfalls hat sich Pixlr die KI-gesteuerte Bearbeitung von der Prominenz abgeschaut und gut umgesetzt. Die Bildbearbeitungssoftware gibt es in zwei Varianten: die abgespeckte Variante für schnelles Bearbeiten namens Pixlr X und die vollständige Edition Pixlr E. Beide sind in der Grundausstattung kostenlos – was für viele Projekte ausreicht.

Kostenlose Features in Pixlr

  • KI-gestützte Fotobearbeitung
  • Zahlreiche Grafiken, Designs und Vorlagen
  • Bedienungsfreundliche Oberfläche
  • Rote Augen entfernen
  • Gradationskurve zur Tonwertkorrektur
  • Einige Effekte und Filter
  • Nachbelichtung und Weichzeichnung

Vor- und Nachteile von Pixlr

Der Nachteil macht sich in der beschränkten, kostenlosen Version bemerkbar. Zwar reicht diese für viele Arten von Bildbearbeitungen, doch ab einem gewissen Punkt müsst Ihr in die Geldbörse greifen. Doch vor allem für Anfänger:innen und einfache Projekte ist Pixlr eine hervorragende Wahl. Ihr habt Zugriff auf einige Tools, die normalerweise nur in kostenpflichtigen Programmen zu finden sind.

Kostenpflichtige Versionen von Pixlr

Wie erwähnt, bietet Pixlr auch kostenpflichtige Versionen an. Diese ermöglichen Euch noch professionellere Tools zu verwenden sowie höhere Bildauflösungen zu handeln. Video-Tutorials werden ebenso mitgeliefert. Zu haben sind Pixlr Premium für 5 Euro und Pixlr Creative Pack für 15 Euro. Die Preise gelten pro Monat und sind jährlich zu bezahlen. Allerdings könnt Ihr beide Editionen zunächst für 30 Tage kostenlos testen.

6. RawTherapee

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Was RawTherapee auf den ersten Blick besonders macht, ist die Option RAW-Dateien zu bearbeiten. Also jene Bildformate, die direkt aus der Kamera stammen. Dadurch ermöglicht Euch RawTherapee die detaillierte Verbesserung Eurer Fotografien, was einige Bildbearbeitungsprogramme nicht können, da Eure RAW-Dateien meist automatisch konvertiert werden. Doch das setzt einen leistungsstarken PC voraus. Zusätzlich beherrscht RawTherappee auch JPEG, PNG und andere bekannte Formate. Öffnet Ihr das Bildbearbeitungsprogramm zum ersten Mal, kann es Euch durchaus „erschlagen“. Zahlreiche Features sind in diversen Menüs untergebracht. Arbeitet Ihr im RAW-Modus, müsst Ihr zu keinem Zeitpunkt Qualitätseinbußen fürchten. Außerdem könnt Ihr Bearbeitungsprofile abspeichern, um mehrere Bilder mit den gleichen Einstellungen anzupassen. Grundsätzlich richtet sich RawTherapee an Fotografinnen und Fotografen, da wenige Verschönerungsoptionen für beispielsweise Social-Media-Zwecke vorhanden sind. Produktfotos lassen sich dagegen perfekt bearbeiten. Zumal diese größtenteils aus gleichen Winkeln und unter gleichen Lichtbedingungen fotografiert werden, wodurch Ihr immer wieder die gleichen Profile verwenden könnt.

Kostenlose Features in RawTherapee

  • Umfangreiche Anzahl Tools für detaillierte Fotobearbeitung
  • Übersichtliche Oberfläche, auch wenn es Euch zunächst nicht so erscheinen mag
  • Unterstützt zahlreiche RAW-Formate
  • Für Windows, Linux und macOS
  • Abspeichern von Bearbeitungsprofilen
  • Korrektur von Sättigung, Kontrast und Helligkeit
  • Farbfilter

Vor- und Nachteile von RawTherapee

Die Vorteile liegen fast ausschließlich in der Fotografie-Bearbeitung. Durch ein Konvertierungstool besteht mit RawTherapee die Möglichkeit die Rohdateien aus der Kamera direkt im Detail zu verbessern. Zu den Vorteilen gehören ebenso sehr viele Tools, welche die Bearbeitung ermöglichen. Nachteilig ist lediglich, dass RawTherapee weniger für kreative Projekte geeignet ist.

7. PhotoScape

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Photoscape X ist vielmehr eine Tool-Sammlung als „nur“ ein Bildbearbeitungsprogramm. Dennoch ist es kostenlos. Dabei umfasst Photoscape einen RAW-Converter, einen Bildbetrachter, einen Editor, ein Print-Tool, einen GIF-Animator und zahlreiche andere Softwares, für die Ihr normalerweise separate Versionen installieren müsstet. Allerdings ist die kostenlose Bildbearbeitung mit Photoscape eingeschränkt, was jedoch für viele einfache Projekte noch locker ausreicht. Zusätzlich stehen einige Filter und Effekte zur Verfügung. Lasst Euch nur nicht von der primitiv wirkenden Oberfläche abschrecken – dahinter steckt viel Funktion.

Kostenlose Features in Photoscape

  • Für Laien geeignet
  • Farbanpassungen
  • Weißabgleich
  • Klonstempel
  • Rote Augen entfernen
  • Zeichen-Tools

Vor- und Nachteile von Photoscape

Ein großer Vorteil ist selbstredend die Ansammlung mehrerer Softwares mit einer einzigen Installation von Photoscape X. Zudem ist die Bildbearbeitung sehr einfach, was es ideal für Anfänger:innen macht. Nutzbar ist Photoscape auf Windows- und macOS-Geräten. Weniger schön ist die Adware im Installer. Aber darüber kommt Ihr hinweg, wenn die Installation erst einmal erledigt ist!

Zwei Geheimtipps zum Schluss

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Wir möchten diesen Artikel erst abschließen, wenn wir Euch noch zwei kleine Geheimtipps bezüglich kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen verraten. Neben den sieben genannten Editionen gibt es noch Canva und Photoshop CS2.

Canva ist zwar in erster Linie eine Grafikdesign-Plattform, weist jedoch einige Features einer Bildbearbeitungssoftware auf. Dazu gehören u. a. das automatische Ausschneiden eines Objekts und die Korrektur von Sättigung, Licht sowie Kontrast. Dagegen ist Photoshop CS2 lediglich eine veraltete Version des Adobe-Klassikers. Aufgrund dieser Tatsache bietet das 1982 gegründete Softwareunternehmen die CS2-Version zum kostenlosen Download an. Photoshop CS2 umfasst dabei schon ordentlich viele Features, wodurch das Tool in vielen Bearbeitungsfällen bereits als ausreichende Lösung gilt. Ihr benötigt lediglich eine Toleranz gegenüber dem veralteten Look der Software – schließlich ist Photoshop CS2 bereits 2005 gelauncht worden.

Während Canva sich mehr an Anfänger:innen richtet, solltet Ihr Euch bei Adobe’s CS2 auf eine gewisse Einarbeitungszeit einstellen.

Nils Martens
Autor:In
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Nils Martens

Verfolgt die Software-Welt schon seit Windows 3.1 – als Slack, Google Meets und Ahrefs noch nicht existierten. Für OMR Reviews ist Nils als Redakteur mit Hype auf Technik, Internetkultur und Software unterwegs. Außerdem kümmert er sich als Freelancer um die Content Creation & das Personal Branding von CEOs auf LinkedIn. In seiner Freizeit findet ihr ihn gerne mal beim FPS-Zocken.

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