So digital wie genial: Die automatisierte Rechnungserstellung in 5 Schritten

Marvin Erdner23.10.2024

Wenn du in der Buchhaltung auf die automatisierte Rechnungserstellung baust, bieten sich dir viele Vorteile

Inhalt
  1. Was ist die automatisierte Rechnungserstellung?
  2. Warum sollte ich die Rechnungserstellung automatisieren?
  3. Wie funktioniert die automatisierte Rechnungsstellung?
  4. Fazit: Mit automatisierter Rechnungserstellung und mehr Effizienz kann die E-Rechnungspflicht kommen
Davon träumen viele Firmen: so viele Rechnungen stellen zu können, dass man kaum hinterherkommt. Um einer starken Nachfrage, aber auch den deutschen finanzrechtlichen Vorgaben gerecht zu werden, kommst du dann um eine Buchhaltungssoftware nicht herum.
Für kleine oder mittelständische Unternehmen (sogar für Selbstständige) bietet ein Rechnungsprogramm zudem weitere Vorteile, die du nicht außer Acht lassen solltest. Während du ohne nämlich in mühseliger Kleinarbeit auf alle gesetzlichen Richtlinien aufpassen musst, passiert dies mit einem Tool ganz von allein. Und du sparst als kleines Business dein wertvollstes Gut: Zeit.
Inzwischen arbeiten Rechnungsprogramme und Lösungen für Buchhaltung mit diversen Automatisierungsprozessen, was dich noch effizienter werden lässt. In diesem Artikel lernst du die fünf Schritte der automatisierten Rechnungserstellung kennen und wirst merken, dass du weder Expertise noch Unmengen an Überstunden brauchst, damit deine Buchführung bereit für eine Finanzprüfung ist.

Was ist die automatisierte Rechnungserstellung?

Die automatisierte Rechnungsstellung umfasst den digitalen Prozess, bei dem Abrechnungen ohne manuellen Aufwand erstellt, versendet und archiviert werden. Durch den Einsatz spezialisierter Software kannst du standardisierte Rechnungsexportformate, z. B. ZUGFeRD (Zentraler User Guide Forum elektronische Rechnung Deutschland) oder XRechnung, nutzen und diese direkt in das Buchhaltungssystem deiner Wahl integrieren.
Es gibt verschiedene Ansätze, nach denen die automatische Rechnungsstellung ablaufen kann. Entweder ist sie mit ein paar Klicks auf Anfrage auswählbar – dann spricht man von einer prozessbegleitenden Fakturierung. Oder du nutzt die vollautomatische Rechnungserstellung, die wirklich ganz ohne manuelle Arbeit auskommt und die Rechnung durch ein Event (z. B. einen Auftrag) erstellen und gar verschicken kann. Bei externen Rechnungen hingegen übernehmen Marktplätze wie Amazon die Erstellung des Dokumentes.
Zwar bietet es sich an, ein Buchhaltungstool für etwa die Jahresbilanz zu nutzen, die Automatisierungstechnologie gewinnt jedoch insbesondere im Hinblick auf die ab Januar 2025 anstehende E-Rechnungspflicht (B2B-Bereich) weiter an Bedeutung. Diese verpflichtet Unternehmen, elektronische Rechnungen nach spezifischen rechtlichen Vorgaben zu versenden und zu empfangen.
§ 14 Abs. 4 des UStG (Umsatzsteuergesetz) bestimmt, welche Pflichtangaben eine Rechnung (schon jetzt) enthalten muss. Hierzu zählen:
  • Absendepartei
  • Rechnungsnummer
  • Datum
  • Posten (Auflistung aller Artikel bzw. Services)
  • Umsatzsteuer (Satz und Summe)
  • Gesamtsumme
Mit automatisierten Lösungen lassen sich nicht nur Fehler vermeiden, sondern auch Kosten und Zeit sparen, während gleichzeitig die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen sichergestellt wird. Moderne Buchhaltungslösungen können dies bieten.

Warum sollte ich die Rechnungserstellung automatisieren?

Verglichen mit der automatisierten Rechnungserstellung, entstehen bei einer manuellen Vorgehensweise einige Hürden, die bei dir so aussehen könnten:
  • Es gibt Probleme wegen fehlerhafter Eingaben. Entweder beschweren sich dann deine Kund*innen oder du bekommst Schwierigkeiten mit dem Finanzamt.
  • Je mehr Rechnungen du erstellst, desto mehr Zeit musst du dafür aufwenden. Die Zeit ließe sich jedoch besser nutzen.
  • Ohne digitale Lösung musst du selbst auf dem Laufenden bleiben und beispielsweise neue Gesetze und Richtlinien kennen, um sie künftig umsetzen zu können.
Insgesamt unterstützt dich eine Software zur automatischen Rechnungserstellung im Hinblick auf Effizienz, Ressourceneinsatz sowie Fehlerpotenzial. Für dich und dein Finance Team entsteht zudem – netter Nebeneffekt – weniger eintönige und lästige Arbeit. Das ist nicht nur in Start-ups gern gesehen, in denen die Kapazitäten sowieso oft knapp sind.
Um nun die Rechnungserstellung zu automatisieren, folgst du am besten diesen Einzelschritten:
  1. Automatischer Formatabgleich (Struktur- und Feldkontrolle)
  2. Manuelle Nachbearbeiten (falls Felder nicht ausgefüllt sind)
  3. Archivierung (für die eigene Buchhaltung und für das Finanzamt)
  4. Eventuelle Datenweitergabe an andere Systeme
Und schon hast du die Rechnung in einem Bruchteil der manuellen Zeit fertig erstellt und sie ggf. an den*die Kund*in weitergeleitet. Nach demselben Prinzip lässt sich ein größeres Volumen abbilden und dein Business wird skalierbar.

Wie funktioniert die automatisierte Rechnungsstellung?

Nun zur Softwarelösung an sich: Neben der Rechnungserstellung bietet ein geeignetes Tool auch die Automatisierung von Zahlungserinnerungen, Mahnungen und Lieferscheinen und unterscheidet zwischen verschiedenen Rechnungstypen wie Abonnements oder Abschlagszahlungen.
orgaMAX Buchhaltung ist eine solche Softwarelösung, die seit fast 30 Jahren insbesondere Selbstständigen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen bei Buchhaltung und Rechnungswesen hilft. Neben orgaMAX Buchhaltung hält der Software-Anbieter zudem Lösungen für ERP und orgaMAX Dokumente für weitere Prozesse deines Unternehmens bereit.
orgaMAX Buchhaltung ermöglicht es dir, aus einem Angebot mit nur einem Klick einen Auftrag in eine Rechnung zu verwandeln. Zudem validiert das System die E-Rechnungen und bucht sie für die Buchführung mit. Dank automatisierter Funktionen für dein Rechnungswesen kannst du den gesamten Prozess zeitsparend und fehlerfrei abwickeln.
Dabei unterstützt orgaMAX durch GoBD-konforme sowie DSGVO-konforme Vorlagen für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Dennoch kannst du mit eigenen Layouts dafür sorgen, dass die Rechnung dem Corporate Design deiner Marke entspricht.
Der orgaMAX shareHUB dient als Portal für deine Kundenkommunikation: Hier lassen sich Angebote annehmen oder ablehnen, Rechnungen bereitstellen und auf Kundenseite diese sogar begleichen. Möglich wird das durch eine direkte Einbindung diverser Zahlungsmethoden.
 

Fazit: Mit automatisierter Rechnungserstellung und mehr Effizienz kann die E-Rechnungspflicht kommen

Für Unternehmen mit Kund*innen und Umsätzen ist die Rechnungsstellung ein notwendiges Übel innerhalb der Buchhaltung. Sonst gibt es weder Geld noch grünes Licht vom Steuerbüro. Für die Erstellung der Fakturierungen kannst du natürlich den manuellen Weg gehen, bist dann allerdings nicht vor Fehlern geschützt und stößt gegebenenfalls an Kapazitätsgrenzen. Oder du verwendest ein Tool wie orgaMAX für die automatisierte Rechnungserstellung.
So genießt du nicht nur die Vorzüge einer digitalen Lösung an sich, sondern arbeitest effizienter und zukunftsorientiert. Außerdem stellst du sicher, dass du alle gesetzlichen Vorgaben (inklusive der nahenden E-Rechnungspflicht) einhältst und dich auf andere, bestimmt spannendere Tasks konzentrieren kannst.
Wenn du weitere Informationen über orgaMAX Buchhaltung und die Funktionen des Rechnungsprogramms erhalten möchtest, erfährst du mehr im kostenlosen Tool Talk Buchhaltung in unserer Finance Week.
Marvin Erdner

Marvin war bis Juli 2025 fester Redakteur bei OMR Reviews. Nach seinem Studium in Englisch und Spanisch an der Uni Augsburg zog der gebürtige Hannoveraner nach Hamburg. Dort ist er im Fitnessstudio, im Kino oder in einem der Sushirestaurants anzutreffen. Neben der Leidenschaft für Sprachen interessiert er sich für digitales Marketing und praktische Onlinetools.

Dieser Artikel erscheint auf OMR Reviews – der führenden DACH-Plattform für B2B-Software-Bewertungen, Software-Vergleiche, Agenturen, Business Services und B2B-Tech-Content. Mit mehr als 80.000 verifizierten Bewertungen und 12.000+ gelisteten Tools hilft OMR Reviews Unternehmen dabei, passende Software-Lösungen und Dienstleister fundiert zu recherchieren, zu vergleichen und bessere Entscheidungen zu treffen.

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Rechnungsprogramme
Fakturierungs- und Rechnungsprogramme werden in Unternehmen eingesetzt, um Rechnungen zu erstellen und sie an Kund:innen zu senden, um diese zur Zahlung der gelieferten Produkte oder Dienstleistungen aufzufordern. Mithilfe dieser Softwarelösungen können Unternehmen Zeit einsparen und den Arbeitsaufwand für die Rechnungsverwaltung verringern sowie die Genauigkeit ihrer Abrechnungsprozesse erhöhen.  Meist setzen Buchhaltungsabteilungen Rechnungssoftwares ein. Aber auch Vertriebsmitarbeiter:innen oder Projektmanager:innen können die Tools nutzen, um Kostenvoranschläge oder Pro-Forma-Rechnungen für ihre Kund:innen zu erstellen. Fakturierungssoftware hilft Unternehmen, die Fakturierung für verschiedene Arte von Dienstleistungen und Produkten zu managen. So gibt es beispielsweise Rechnungstools für Dienstleister:innen zur Projektfakturierung oder für Versorgungsunternehmen zur wiederkehrenden Fakturierung. Ein Rechnungsprogramm lässt sich in Buchhaltungssoftware und ERP-Systeme oder CRM-Software integrieren, in denen alle Kundeninformationen sowie die von ihnen gekauften Produkte und Dienstleistungen gespeichert sind. Die letzte Phase des Abrechnungsprozesses, der Zahlungseingang, wird in der Regel in einer Buchhaltungssoftware oder in einem Modul einer umfangreicheren Software, wie einem ERP, abgewickelt. Um sich als Rechnungsprogramm zu qualifizieren, muss die Lösung: * dazu fähig sein, mehrere Arten von Rechnungen erstellen zu können * mehrere Rechnungen zu einer einzigen konsolidieren oder eine Rechnung aufteilen können * Rechnungs- und Dokumentenvorlagen enthalten * Funktionen zum Versand von Rechnungen in verschiedenen Dateiformaten, wie PDF und Microsoft Word, über verschiedene Kommunikationskanäle, wie E-Mail und Fax, bieten * über Reports und Analysen über den Status jeder einzelnen Rechnung verfügen * Benachrichtigungen über Zahlungseingänge versenden * Integrationsmöglichkeiten zu Softwarelösungen wie ERP-Software, CRM-Systemen oder Buchhaltungsprogrammen bieten
Buchhaltung
Buchhaltungssoftware, auch Buchführungssoftware genannt, erleichtert das Alltagsgeschäft von Mitarbeiter:innen der Buchhaltungsabteilung, indem sie alle wichtigen Aufgaben und Prozesse der Buchhaltung bzw. Buchführung oder Teilbereiche dieser digital abbildet. Somit trägt sie auch zur Digitalisierung von Unternehmungen bei. Die Softwares werden in allen Teilbereichen der Buchhaltung wie beispielsweise der Finanzbuchhaltung, der Debitorenbuchhaltung oder auch der Lohnbuchhaltung eingesetzt und ermöglichen es, in kleinen, mittleren und großen Unternehmen, effiziente Buchhaltungsprozesse umzusetzen und die unternehmensinterne Kollaboration zu verbessern. Wichtige Funktionen von Buchhaltungssoftware sind beispielsweise die digitale Belegerfassung, die Anbindung zum Onlinebanking und Zahlungsdienstleistern, ein integriertes CRM oder eine Schnittstelle zu einem Customer-Relationship-Management-System, die Inventarverwaltung und die Auftragsübersicht sowie das Projektmanagement. Zur Buchhaltung gehört auch die Rechnungserstellung. Während einige Buchhaltungssoftwares diese integriert haben, gibt es auch spezialisierte Rechnungsprogramme. Buchhaltung kann auch ein Modul eines ERP-Systems sein oder in ein solches integriert sein. Da die Buchhaltung mitunter sehr aufwendig und komplex ist, unterstützen Buchhaltungsprogramme Unternehmen dabei, immer alle Finanzen im Blick zu haben, womit schwerwiegende Fehler wie falsche Buchungen schneller erkannt und behoben werden können. Dadurch können Probleme mit Finanzbehörden häufig abgewendet werden, bevor sie entstehen. Zu den größten Vorteilen der Softwares zählen außerdem mögliche Kosten- und Zeitersparnisse.

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