Webinar

Webinar erstellen – so werdet Ihr in wenigen Schritten zum Profi

Wir zeigen Euch, wie Ihr Schritt für Schritt ein Webinar erstellt

Als Expert:in auf einem bestimmten Gebiet ist Euer Wissen gefragt. Kolleg:innen brauchen Eure Hilfe oder Kund:innen benötigen eine Schulung zu einem bestimmten Thema – und Ihr seid genau die richtigen Ansprechpartner:innen. Um Zeit und Ressourcen zu sparen sowie möglichst viele Interessenten gleichzeitig abzuholen, bietet sich ein Webinar an.

Laptop aufgeklappt, Kamera an und einfach mal erzählen? Ganz so schnell gelingt Euch leider kein erfolgreiches und effizientes Webinar. Wir haben für Euch zusammengefasst, wie Ihr in neun Schritten ein Webinar erstellt, worauf Ihr achten müsst und geben Euch Tipps zur erfolgreichen Umsetzung!

Online-Seminar anbieten – So gelingt es Euch

Web + Seminar = Webinar! Die Zusammensetzung des Wortes beschreibt nahezu perfekt die Bedeutung. Im Web wird online ein Seminar zu einem Oberthema gehalten. Dabei gibt es eine Person, die als Hauptmoderator:in fungiert. Die Moderator:in teilt dabei das vorliegende Wissen zum Thema des Webinars mit den Teilnehmer:innen.

Die Anzahl der Teilnehmenden kann dabei individuell angepasst werden. Durch eine Webinar-Software können diese auch interaktiv mit der moderierenden Person in den Austausch gehen. Dies unterscheidet ein Webinar von einem Webcast, welcher oft eine höhere Teilnehmeranzahl und so weniger Interaktionen aufweist. Auf OMR Reviews findet Ihr eine Auswahl an unterschiedlichen Webinar-Softwares.

Durch die standortunabhängige Kommunikation lässt sich Wissen per Videokonferenz-Lösung in Echtzeit vermitteln. So können interne und externe Kolleg:innen oder die Kundschaft bzw. Geschäftspartner:innen aus unterschiedlichen Orten gleichzeitig angesprochen werden. Für Interessierte, die den Termin nicht wahrnehmen konnten, lässt sich das Webinar aufzeichnen.

Was sind die Vorteile von Webinaren?

  • Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten: Durch die unterschiedlichen Funktionen lässt sich der eigene Vortrag online flexibel gestalten. Dadurch könnt Ihr unterschiedlichste Webinare anbieten. Egal, ob Ihr eine Schulung Eurer Software für Kund:innen oder ein Onboarding Eurer neusten Expert:innen durchführen wollt – ein Webinar stellt hier eine optimale Lösung dar. Durch erfolgreiche Webinare lassen sich ebenso Interessierte Eures Produktes zu zahlenden Kund:innen machen.
  • Spannende Interaktion: Ein Webinar darf nicht mit einem trockenen Vortrag verwechselt werden. Je nach Webinar-Software können die Teilnehmenden durch spannende Interaktionen mitgezogen und begeistert werden. Ein interaktives Webinar zu erstellen hilft die Beteiligten zu motivieren und die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Dazu können Live-Chats für Fragen, Screensharing, Umfragen oder Breakout-Sessions gehören.
  • Individuell anpassbar: Es sollen nicht zu viele Teilnehmer:innen das Webinar besuchen? Sollen die Mikrofone der Beteiligten zunächst ausgeschaltet sein, um Störungen zu vermeiden? Lieber eine Präsentation oder direkt ein Beispiel im Internet ausprobieren? Das Webinar kann ganz nach den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen angepasst und gestaltet werden.

Webinar erstellen – mit diesen neun Schritten gelangt Ihr zum Online-Seminar-Erfolg

  1. Thema wählen: First Things First – worum soll es in Eurem Vortrag gehen? Wenn Ihr ein Live-Webinar erstellt, solltet Ihr Euch vorher ein fesselndes Thema überlegen. Ihr seid Expert:innen für digitales Marketing, wie wäre es dann mit einem Webinar zum Thema SEO oder Social Media? ⁠ Unser Tipp zur Themenfindung: Ihr wisst nicht, wie Ihr ein passendes Topic für Eure Zielgruppe finden könnt? Durchsucht Eure sozialen Netzwerke nach Kommentaren von Abonnent:innen, die Fragen zu Eurem Unternehmen oder Euren Produkten haben. Auch Fragen, die per Mail, Kontaktformular oder bei Kolleg:innen gelandet sind, können interessante Ideen für ein Webinar sein. Falls Euch immer noch nichts einfällt, könnt Ihr auf SEO Tools zurückgreifen. Diese bieten einen guten Überblick über die Themen und Fragen, die sich Eure Zielgruppe stellen könnten. ⁠
  2. Format aussuchen: Das Thema ist gefunden! Dennoch seid Ihr noch nicht bereit, ein Online-Seminar anzubieten. Vorab solltet Ihr Euch Gedanken darüber machen, wie Ihr das Wissen vermitteln möchtet. Seid Ihr eher der Typ Powerpoint-Präsentation oder könnt Ihr besser frei erzählen? Möchtet Ihr Euren Bildschirm teilen und gegebenenfalls Tools und deren Funktionen vorstellen? ⁠ Brainstormt, wie Ihr Eure Zielgruppe am besten ansprechen könnt und welches Ziel Ihr mit dem Webinar verfolgt. Geht es um eine Vorstellung oder Erklärung eines komplizierten Themas, so bietet sich wahrscheinlich eher eine PowerPoint an. Bei der Schulung eines Tools hilft es jedoch dieses live mit dem Publikum per Screensharing zu erklären.   ⁠
  3. Webinar-Software: Da Ihr jetzt wisst, wie Ihr Euer Publikum ansprechen möchtet, könnt Ihr das für Euch passende Tool wählen. Die zahlreichen Anwendungen bieten jeweils unterschiedliche Funktionen. Möchtet Ihr beispielsweise Eure Teilnehmerzahl begrenzen? Sollen alle Mikrofone außer Eures zu Beginn stumm geschaltet werden? ⁠ Um das auf Eure Bedürfnisse zugeschnittene Tool zu finden, helfen die Bewertungen der einzelnen Tools in der OMR Reviews Kategorie Webinar-Software. Die speziellen Tools helfen bei der Durchführung des Online-Seminars. Außerdem bieten einige Anwendungen Euch im Nachgang Analyse-Funktionen zur Erfolgsmessung des Webinars an. Wir stellen Euch am Ende unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung eine Auswahl an Anwendungen vor, die Ihr auf OMR Reviews finden könnt. ⁠
  4. Registrierungsseite erstellen: Damit Eure Zielgruppe auch an dem Webinar teilnehmen kann, braucht Ihr eine Registrierungsseite. Die Seite sollte Inhalte zum Thema des Webinars geben sowie das Unternehmen bzw. den/die Moderator:in vorstellen. Was hat diese Person bislang erreicht und was macht sie zum/zur Expert:in? Die Seite soll Eure Zielgruppe animieren, sich anzumelden und einen ersten Eindruck über Euch und Euer Unternehmen vermitteln! ⁠
  5. Zeit zum Ausrüsten: Damit Ihr ein erfolgreiches Online-Seminar anbieten könnt, braucht Ihr die richtige Ausrüstung! Aber welche Technik braucht Ihr für ein Webinar? Zum Glück braucht es dafür nicht viel. Wichtig ist vor allem eine gute und stabile Internetverbindung. Teilnehmende verlieren schnell das Interesse oder gewinnen einen unprofessionellen Eindruck von Euch, wenn die Verbindung öfter unterbrochen wird. ⁠ Weiterhin braucht Ihr ein Mikrofon, eine Kamera und Lautsprecher bzw. Kopfhörer. Die meisten Laptops haben dies in der Regel integriert. Sucht Euch einen ruhigen Raum. So könnt Ihr Störungen oder unangenehme Geräuschkulissen vermeiden. ⁠ ⁠Unser Webinar-Tipp: Überprüft bei Eurer Software vorher, welche Devices unterstützt werden. Nicht alle Anbieter unterstützen Laptops oder Tablets. ⁠
  6. Rollenverteilung: Überlegt Euch, welche Rollen für Euer Webinar verteilt werden müssen. Üblicherweise gibt es ein:e Veranstalter:in. Dies kann Euer Unternehmen oder auch Ihr als Moderator:in sein. Außerdem gilt es zu überlegen, ob es noch Co-Moderator:innen oder Assistent:innen gibt. Diese können beispielsweise Fragen aus dem Chat für eine FAQ am Ende des Webinars sammeln. Doch auch die Rolle Eurer Teilnehmenden ist zu definieren. Können sich diese konstant aktiv am Austausch beteiligen oder haben sie nur in bestimmten Situationen Zugriff auf ihr Mikrofon, wie in den Breakout-Sessions? ⁠
  7. Vorbereitung ist alles: Damit Ihr nicht ins Straucheln kommt und einen professionellen Eindruck vermittelt, solltet Ihr Euch unbedingt auf Euer Webinar vorbereiten. Fehlt diese Vorbereitung, merkt Euer Publikum dies schnell und fühlt sich eventuell nicht ernst genommen. ⁠Da Ihr Euch im zweiten Schritt bereits überlegt habt, wie Ihr Eure Inhalte vortragen möchtet, geht es jetzt an dessen Erstellung. Bereitet Powerpoints, mit zum Unternehmen passenden Visuals, vor und überlegt Euch einen roten Faden Eure Schulung. Falls Ihr auf Folien zurückgreift, sollten diese immer kurz und bündig sein. Ihr wollt die Zuhörer:innen mitreißen und nicht mit Textblöcken überschlagen. ⁠ Unser Tipp für effiziente Webinare: Ihr solltet ein interaktives Webinar erstellen. Bezieht Euer Publikum durch Umfragen, Breakout-Sessions oder Fragerunden mit ein. So bleiben diese aufmerksam und die Stimmung wird etwas aufgelockert. ⁠
  8.  Einladungen versenden: Nachdem Ihr Euer Webinar-Konzept erstellt sowie Datum und Uhrzeit festgelegt habt, ist es endlich Zeit, die Einladungen zu verschicken! Rührt die Werbetrommel und verkündet Euer Webinar. Dabei stehen Euch alle Kanäle offen. Ob E-Mail-Newsletter für Eure Stammkund:innen oder diverse Posts auf Euren Social-Media-Kanälen – spread the word! ⁠ Falls Teilnehmer:innen spontan absagen müssen oder Interessierte gerne das Webinar wahrnehmen möchten, aber keine Zeit haben, lohnt es sich, das Webinar aufzuzeichnen. Auch alle, die eventuell nach ein paar Tagen oder Wochen etwas vergessen haben, bekommen so die Chance nochmal einen Blick in Euer Webinar zu werfen. ⁠
  9. Generalprobe: Bevor das Webinar-Spotlight auf Euch liegt, solltet Ihr vorher unbedingt alles proben. Funktioniert das Screensharing? Lassen sich alle Links und Bilder öffnen. Reicht die Internetverbindung? So könnt Ihr übersehene Fehler und Probleme aufdecken und beheben. Außerdem seid Ihr im eigentlichen Webinar entspannter und wisst so, was Euch erwartet.

Mit diesen Schritten seid Ihr bereit für Euer Webinar! Begeistert Euer Publikum mit Eurem Expertenwissen und reißt sie durch Euren professionellen und spannenden Auftritt mit.

Nachdem Ihr erfolgreich Euer Webinar erstellt und durchgeführt habt, solltet Ihr die Nachbereitung nicht vergessen. Schickt eine Dankeschön-E-Mail an alle Beteiligten des Webinars. Diese sollte auch die Aufnahmen, PowerPoint oder Übungen enthalten.

Webinar-Software-Vergleich: Welche Tools gibt es?

Zur Durchführung Eures Webinars bieten sich zahlreiche Tools an. So kann ein Webinar kostenlos erstellt werden oder Eure Präsentation bzw. Schulung mit einer kostenpflichtigen Anwendung unterstützt werden. Wir stellen Euch sieben unserer OMR Reviews Webinar-Softwares vor.

  1. Webex: Webex ist eine Videokonferenz-Lösung, welche aus Outlook, Office 365 oder Google heraus Meetings ansetzen kann. Durch das Teilen von Bildschirmen, das Aufnehmen von Meetings und eine maximale Anzahl von 40.000 Teilnehmenden kann das Tool für unterschiedliche Webinare genutzt werden.
  2. Google Meet (zuvor Hangouts Meet): Als Teil der G Suite kann das Tool für die Durchführung von Webinaren verwendet werden. Meetings können aus dem Google-Kalender geplant oder per E-Mail an Teilnehmer:innen versendet werden.
  3. TeamViewer: Bis zu 300 Nutzer:innen können an einem Online-Seminar mit TeamViewer teilnehmen. Dabei ist es neben der Desktop-Anwendung auch für Tablets und Smartphones nutzbar.
  4. GetResponse: Zu den Funktionen der Software gehört neben dem Versenden von E-Mails das Erstellen von Landingpages und Webinaren. Bis zu 1.000 Teilnehmer:innen können Euer Webinar über GetResponse verfolgen.
  5. Zoom: Ihr könnt mithilfe von Zoom Webinare erstellen, die unter anderem Funktionen wie Breakout-Rooms, die Freigabe von Bildschirmen, das Aufnehmen von Meetings sowie einen Chat für alle Nutzer:innen bieten. Weiterhin können Teilnehmende mit Emojis auf Fragen oder Vorträge reagieren.  
  6. ClickMeeting: Die Software dient der Durchführung von virtuellen Veranstaltungen und Webinaren. Personalisierte Warteräume, Erinnerungen sowie das live-streamen auf YouTube und Facebook werden beispielsweise durch das Tool unterstützt.
  7. GoTo Webinar: Das Tool bietet Euch unter anderem Webinar-Vorlagen, interaktive Features und flexible Zeitpläne. Durch aufrufbare Berichte könnt Ihr außerdem Eure Webinare und das Interesse der Nutzer:innen analysieren.

Gemeinsam mit der passenden Software und unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt Euch die Umsetzung Eures Webinars. So werdet Ihr garantiert Profis, wenn es um standortunabhängige Kommunikation und Wissensvermittlung geht! Die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten, spannenden Interaktionen sowie individuell anpassbaren Einstellungen sprechen dabei für sich. 

JH
Autor*In
Jana Heckmann
Autor*In
Jana Heckmann

Jana Heckmann ist bei OMR Reviews im Bereich SEO, Content und Onsite tätig und begeistert sich für das Erstellen von Artikeln zu diversen Themen. Davor hat sie ein Studium im Medienbereich und Journalismus absolviert und hat für einen Erlebnisanbieter Text-Content erstellt.

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