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So erstellt Ihr eine erfolgreiche Facebook-Werbekampagne

In diesem Artikel erfahrt Ihr, wie Ihr eine erfolgreiche Facebook-Werbekampagne erstellt und worauf Ihr dabei achten müsst

Facebook-Werbeanzeigen sind auch 2022 ein mächtiges Tool, um Eure Geschäftsziele zu erreichen – ganz gleich ob Markenbekanntheit, Lead-Generierung oder Produktverkäufe. Alleine Facebook wird monatlich von 2,93 Milliarden Menschen aktiv genutzt und hat damit die größte Nutzerbasis aller Social-Media-Plattformen. Facebook verfügt auch über die höchste Datenqualität, den besten Werbeanzeigenmanager und den fortschrittlichsten Algorithmus.

Doch die Konkurrenz auf Facebook ist hoch. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr das Thema Werbeanzeigen auf Facebook richtig versteht. Denn nur wenn Ihr Facebook Werbung effizient angeht, wird es sich für Euch lohnen. Und genau darum geht es in dieser Facebook-Ads-Anleitung. Wir erklären Euch Schritt-für-Schritt, wie Ihr am besten eine Facebook-Kampagne erstellt, was es Euch bringt und worauf Ihr unbedingt achten müsst.

Auf OMR Reviews findet Ihr zudem weitere spannende Artikel über Social-Media-Werbung in allgemeinen. Aber auch, wie Ihr eine Social-Media-Kampagne erstellt und wie ein erfolgreiches Social-Media-Konzept aussieht. Diese Artikel helfen Euch zu verstehen, warum dieser Bereich so wichtig ist und wie Ihr das Thema auf Eure Facebook-Werbekampagnen übertragen könnt.

Was bringt Werbung auf Facebook?

Facebook-Werbeanzeigen bieten sich hervorragend an, um schnell und einfach neue Kund:innen zu gewinnen oder Eure Marke bekannter zu machen. Auch wenn viele glauben, dass Facebook tot sei, wird beim Betrachten, der weiterwachsenden Nutzerzahlen und Aktivitäten schnell merken, dass das nicht der Fall ist. Eure Zielgruppe ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Facebook unterwegs. Mit der richtigen Facebook-Ads-Strategie erreicht Ihr diese, denn auf Facebook könnt Ihr Eure Zielgruppen sehr genau eingrenzen (oder automatisch eingrenzen lassen) und habt damit ein super Targeting.

Es stimmt, dass die Nutzer:innen auf Facebook älter werden. Euer Vorteil ist, dass ältere Menschen eine höhere Kaufkraft haben. In Verbindung mit der relativ einfachen Handhabung des Facebook Werbeanzeigenmanagers ist das Schalten von Facebook-Ads sehr attraktiv. Warum? Weil Ihr mit einem Tool Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram gleichzeitig schalten könnt. Übrigens: Über Instagram lassen sich junge Nutzer:innen weiterhin sehr gut erreichen. 

Kurzum: Mit Facebook Ads (bzw. guter Social-Media-Werbung allgemein) und der richtigen Strategie erreicht Ihr Eure Zielgruppe effektiv und könnt so schnell Eure Geschäftsziele erreichen. Deshalb lohnt es sich für Euch diesen Leitfaden zu Facebook Werbung zu lesen.  

Wie fangt Ihr mit Facebook-Ads am besten an?

Facebook-Ads für Anfänger:innen beginnt mit dem Verständnis vom klassischen Funnel. Dieser wird auch Full-Funnel oder oft 3-Phasen-Funnel genannt. Es ist essenziell, dass Ihr versteht, wie dieser Funnel funktioniert. Er bildet das Fundament für viele erfolgreiche Werbestrategien.

Die 3 Phasen dieses Funnels sind:

  • Phase 1: Awareness (Bekanntheit)
  • Phase 2: Consideration (Erwägung)
  • Phase 3: Conversion (Verkauf/Lead)
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Visualisierung eines klassischen Full-Funnels für Facebook-Ads.

Der Sinn hinter der Full-Funnel-Strategie (ein Beispiel)

Das Ziel beim Erstellen von Facebook-Ads ist, dass Ihr Eure Geschäftsziele erreicht. Allerdings ist es schwierig, ein neues Produkt zu verkaufen, was noch niemand kennt. Deshalb beginnt Ihr im besten Fall mit einer Awareness-Phase, um Euer Produkt bekannter zu machen. Das könnt Ihr beispielsweise mit einem gut gestalteten Video machen, welches Ihr Eurer definierten Zielgruppe mit Facebook-Werbeanzeigen ausspielt. 

In der nächsten Phase erstellt Ihr eine Zielgruppe von denen, die Euer Video z. B. bis zu 75 % angeschaut und damit ein erstes Interesse gezeigt haben. Eure Zielgruppe ist jetzt deutlich kleiner als vorher und es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Nutzer:innen ein Interesse an Eurem Produkt haben. Aber, auch die sind noch nicht unbedingt bereit zu kaufen – gerade bei neuen Produkten oder Marken. Stattdessen solltet Ihr Eurer neuen Zielgruppe mehr Informationen geben, in dem Ihr sie beispielsweise durch Facebook-Ads auf eine Landing-Page leitet.

In der letzten Phase erstellt Ihr eine Zielgruppe von denen, die Eure Landing-Page besucht haben. Wieder ist Eure Zielgruppe nun deutlich kleiner geworden. Doch diese könnten ein ernsthaftes Kaufinteresse haben. Jetzt ist es an der Zeit, dass Ihr Werbeanzeigen schaltet, die das Ziel verfolgen, dass Eure Zielgruppe Euer Produkt kauft.

Der Funnel kurz zusammengefasst

Das Ziel des Funnels ist, dass Ihr Eure Zielgruppe immer weiter vorqualifiziert und auf die Nutzer:innen reduziert, bei denen die Wahrscheinlichkeit am größten ist, dass sie Euer Produkt kaufen.

Das ist allerdings sehr vereinfacht dargestellt und kann in der Realität, je nach Kampagne und Kund:innen, dann doch komplexer sein. Allerdings solltet Ihr jetzt verstehen, warum ein Funnel Sinn ergibt. Der Funnel dient Euch vor allem dazu, dass Ihr in der Lage seid, Eure Zielgruppe in mehreren Phasen ihrer Customer-Journey optimal einzugrenzen – um dann Eure Facebook-Ads richtig zu targetieren.

Weitere Facebook-Guidelines

Falls Ihr noch tiefer in das Thema Facebook und Instagram Advertising eintauchen wollt, könnt Ihr Euch auch gerne den Facebook & Instagram Advertising – Professional Guide anschauen.

Welches Facebook-Ads-Format eignet sich wofür?

Ein wichtiger Bestandteil beim Gestalten von Facebook-Werbeanzeigen ist die Auswahl des richtigen Formats. Das hängt von Eurem Kampagnenziel, den Platzierungen, als auch der Funnel-Phase ab. Wir zeigen Euch die wichtigsten Formate. Detaillierte und aktuelle Informationen zu den Formaten findet Ihr im Leitfaden für Facebook-Werbeanzeigen von Meta (Facebook Business).

Video Ads

In der Awareness-Phase bieten sich Video-Ads besonders gut an, weil sie nicht viel mehr kosten als Image-Ads und gleichzeitig besser funktionieren – da Videos von Nutzer:innen als interessanter wahrgenommen werden. Bei Video-Ads müsst Ihr darauf achten, dass sie mit und ohne Ton funktionieren müssen – Untertitel sind Pflicht. Für Mobile Feeds bietet sich ein Verhältnis von 9:16 an, für den Desktop ein Verhältnis von 1:1.

Image Ads

Normale Bilder bieten sich am besten in der Conversion-Phase an. Eure Zielgruppe sollte jetzt ein ernsthaftes Kaufinteresse haben. Video-Ads könnt Ihr auch schalten, diese sind in der Conversion-Phase aber vergleichsweise teuer und bieten dafür nicht genug Mehrwert. Image-Ads sollten immer im Verhältnis 1:1 sein, da das auf Smartphones und Desktop optimal funktioniert. Lediglich bei Awareness könnt Ihr ein Verhältnis von 4:5 nutzen.

Instant Experiences

Eine Instant-Experience ist die beste Alternative zu einer Landingpage. Sie wird nativ im Ads-Manager von Meta erstellt und kann viele Informationen und Elemente enthalten – wie eine Landingpage. Eine solche Experience zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr schnell lädt und viele Möglichkeiten bietet, während Nutzer:innen sich weiterhin auf der Plattform aufhalten. Outbound-Klicks innerhalb der Instant Experience sind natürlich möglich und machen an gewissen Stellen auch Sinn. Anwendungsbeispiele für eine Instant-Experience sind erklärungsbedürftige und hochpreisige Produkte mit vielen Features (Autos, Reisen etc.).

Carousel-Ads

Carousel-Ads sind Anzeigen mit mehreren Bildern bzw. Videos. Nutzt sie, um eine Geschichte zu erzählen, mehrere Produkte auf einmal zu zeigen oder auch für einen witzigen Effekt, indem sich die Creatives ergänzen und wie ein Puzzle zusammensetzen lassen (z. B. Bild A lässt sich nahtlos an Bild B anfügen o. Ä.)

Lead-Ads

Mit Lead-Ads könnt Ihr Formulare in Eure Ads einbinden, ohne, dass Ihr Eure Zielgruppe auf eine externe Zielgruppe leiten müsst. Das ist gerade bei Umfragen oder im B2B sehr nützlich und bietet Nutzer:innen den Vorteil, dass sie die Plattform nicht verlassen müssen. Dadurch erleichtert Ihr Eurer Zielgruppe das Leben und erhöht signifikant die Leads.

Dynamic-Product-Ads (Katalogverkäufe)

Mit Dynamic-Product-Ads könnt Ihr Euer Warenwirtschaftssystem oder Produktkatalog mit Facebook verbinden. Nachdem Ihr ein paar Einstellungen zum Design der Anzeigen vorgenommen habt, kann es losgehen. Legt die Zielgruppen fest und das System erstellt automatisierte Werbeanzeigen für Euch. Über Dynamic-Product-Ads können zum Beispiel Warenkorbabbrecher exakt mit den Produkten wieder angesprochen werden, die in ihrem Warenkorb lagen. Auch Käufer:innen können beispielsweise mit ergänzenden Produkten zu einem erneuten Kauf bewegt werden. Mit Dynamic-Product-Ads habt Ihr mit wenig Aufwand maximale Werbewirkung.

Wie könnt Ihr eine Facebook-Werbeanzeige erstellen? 

Bevor Ihr mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung für Facebook-Ads beginnt, benötigt Ihr einen Facebook Business Manager Account. Anschließend müsst Ihr Euren Unternehmensnamen hinzufügen und ein Werbekonto anlegen.

Im nächsten Schritt solltet Ihr das Facebook Pixel auf Eurer Webseite integrieren. Das Facebook Pixel misst geräteübergreifend das Verhalten von Facebook Nutzer:innen auf Eurer Webseite und spielt diese an Facebook zurück. So könnt Ihr messen, wer bei Euch gekauft hat und Eure Werbekampagne anhand von echten Daten optimieren.

Facebook-Ads sind in drei Ebenen aufgeteilt:

  • Kampagne (enthält alle Anzeigengruppen)
  • Anzeigengruppe (enthält alle Werbeanzeigen)
  • Werbeanzeige

Schritt 1 – Kampagne erstellen

Im ersten Schritt erstellt Ihr eine Kampagne.

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Schritt 2 – Kampagnenziel definieren

Im zweiten Schritt müsst Ihr das Kampagnenziel wählen.

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Jetzt müsst Ihr Eurer Kampagnen noch einen sinnvollen Namen geben. Wir empfehlen außerdem, dass das Advantage-Kampagnenbudget aktiviert und Eurer Laufzeitbudget auf Kampagnenebene einstellt. So kann der Algorithmus Euer Budget besser verwalten. Alternativ könnt Ihr das Budget auch auf Anzeigengruppenebene verwalten.

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Finalisierung Facebook-Kampagne

Und damit habt Ihr Eure Facebook-Kampagne erstellt. Nun folgt das Erstellen von Anzeigengruppen.

Schritt 3 – Anzeigengruppe erstellen

Im dritten Schritt sind die Anzeigengruppen dran. Diese beinhalten:

  • Traffic
  • dynamische Anzeigengestaltung
  • Eure Zielgruppe
  • die Platzierung Eurer Ads (Feed, Storys, Reels, In-Stream etc.)
  • den Zeitplan (und ggf. das Budget)

Erst mal gebt Ihr der Anzeigengruppe einen Namen und legt ein paar Basis-Einstellungen fest, wie z. B. den Zeitplan und wann die Anzeigengruppe laufen soll.

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Traffic

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Schritt 4 – Anzeigengruppe erstellen

Im vierten Schritt geht es um die Zielgruppe. Eine Zielgruppe kann auf mehrere Arten gebildet werden. Ihr könnt mit den Daten von Facebook nach Interessen und Verhalten filtern und daraus manuell Zielgruppen bauen. Doch wenn Ihr Facebook-Ads richtig gestalten wollt, solltet Ihr unbedingt Custom-Audience testen.

Custom-Audiences können entweder aus den Daten des Facebook Pixel erstellt werden, durch Interaktionen von Nutzer:innen, durch die Facebook-App-SDK – oder durch den Upload einer .csv-Datei (z. B. aus Eurem CRM).

Oder Ihr nutzt Lookalike-Audiences. Das ist eine Funktion, in der Ihr Facebook Nutzer:innen findet, die Eurer Custom-Audience sehr ähnlich sind. Lookalikes sind allerdings nur dann sinnvoll, wenn die Source-Audience (also Eure Custom-Audience) von hoher Qualität ist und gut funktioniert.

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Anzeigengruppen erstellen

Schritt 5 – Platzierung festlegen

Im fünften Schritt geht es darum, wo Ihr Eure Facebook-Ads platziert haben wollt. Das könnt Ihr automatisch vom Algorithmus entscheiden lassen (gerade am Anfang empfohlen) oder Ihr stellt es manuell ein.

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Manuelle Platzierung

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Facebook Marketplace

Schritt 6 – Werbeanzeigen gestalten

Im sechsten Schritt geht es um die Werbeanzeigen und wie Ihr diese erstellt. Da diese Schritte sehr gut im Facebook Werbeanzeigenmanager gekennzeichnet sind, sparen wir uns an dieser Stelle Screenshots.

Gängige Ad-Formate sind:

  • Image-Ads
  • Video-Ads
  • Lead-Ads
  • Carousel-Ads
  • Instant-Experiences
  • Dynamic-Product-Ads

Schritt 7 – Analyse und Optimierung Eurer Kampagne

Im siebten und letzten Schritt müsst Ihr Eure Kampagne dauerhaft im Auge behalten, analysieren und basierend auf den Daten optimieren und immer ggf. anpassen. Schaut Euch an, was funktioniert und was nicht. Versteht auch das Warum dahinter.

Mit Eurem neu erlangten Verständnis passt Ihr Eure Kampagne an und könnt bei der nächsten Kampagne direkt mit mehr Erfahrung starten. Nur wer regelmäßig optimiert, wird erfolgreiche Werbekampagnen auf Facebook schalten. Aber: Keine Änderungen vornehmen, die nicht durch Daten gestützt sind. Wenn Ihr zu viel oder zu oft Änderungen an der Kampagne vornehmt, setzt Ihr damit jedes Mal die Lernphase des Algorithmus zurück – diese abzuschließen ist außerordentlich wichtig.

In einem weiteren Artikel auf OMR Reviews findet Ihr hilfreiche Informationen zum Thema Monitoring und eine Auflistung mit hilfreichen Social-Media-Monitoring-Tools, die Euch Eure Arbeit erleichtern.

Welche Rolle spielt der Algorithmus bei Facebook-Ads und warum ist die Lernphase so wichtig?

Den Algorithmus zu verstehen, ist wichtig, wenn Ihr Facebook-Ads erstellen wollt.

Grob gesagt versucht der Facebook Algorithmus Eure Kampagnen so zu optimieren, dass Ihr möglichst kostengünstig Eure gewünschten Ergebnisse erzielen könnt. Gleichzeitig versucht er den Nutzer:innen auf Facebook und Instagram nur für sie relevante Ads anzuzeigen.

Damit das reibungslos funktioniert, benötigt der Algorithmus bei jeder neuen Facebook-Kampagne eine bestimmte Zeit, die sich Lernphase nennt. Durchschnittlich dauert das 1–2 Wochen – je nachdem wie schnell der Algorithmus die benötigen 50 Kampagnen-Ergebnisse erreicht (z. B. 50 Conversions, 50 Leads, 50 Seitenaufrufe etc.). Die Ergebnisse müssen in einem Zeitfenster von 7 Tagen erzielt werden, damit der Algorithmus effektiv lernen kann. In dieser Phase wird vieles getestet und Eure Kosten können deutlich höher oder niedriger als erwartet sein.

Wenn Ihr erfolgreich auf Facebook werben wollt, dann dürft Ihr diese Lernphase auf keinen Fall stören. Diese wird sonst zurückgesetzt und immer länger dauern. Stören könnt Ihr die Lernphase, in dem Ihr z. B. das Creative oder den Text ändert oder die Zielgruppe anpasst. Signifikante Änderungen nach der Lernphase können dazu führen, dass das Learning erneut startet.

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Diese Grafik zeigt, wie der Algorithmus versucht, den für Euch günstigsten CPA zu finden. Nehmt Ihr jetzt während der Lernphase Optimierungen vor, so wird die Lernphase zurückgesetzt und dauert damit länger. Und das kostet Euch am Ende mehr Budget.

Wie lange solltet Ihr eine Facebook-Kampagne laufen lassen?

Facebook-Ads-Kampagnen sollten mindestens 2, am besten sogar 4 Wochen laufen, damit der Algorithmus überhaupt die Chance hat, die Lernphase zu verlassen und effektiv zu funktionieren. Es kommt aber auch stark auf Eure Ziele an. Wenn Ihr eine Conversion-Kampagne mit viel Budget schaltet, dann reichen wenige Wochen aus. Wenn Ihr jedoch eine Full-Funnel-Kampagne fahrt, dann solltet Ihr um die 6 Wochen einplanen, damit sich die Nutzer:innen an Eure Marke erinnern und Zeit haben, sich mit Eurem Angebot zu beschäftigen, es zu erwägen und letztlich zu kaufen.

Wie unterscheiden sich erfolgreiche von nicht erfolgreichen Facebook-Werbeanzeigen?

Werbeanzeigen auf Facebook erstellen ist einfach. Erfolgreiche Anzeigen auf Facebook sind schon schwieriger. Es gibt ein paar gängige Gründe, warum eine Facebook-Ad nicht funktioniert.

Gründe, warum Eure Facebook-Werbeanzeigen nicht gut performen, könnten sein:

  • Ihr habt das falsche Kampagnenziel gewählt
  • Euer Creative spricht Eure Zielgruppe nicht an
  • Euer Creative passt nicht zum beworbenen Produkt
  • Eure Anzeige sieht generell unprofessionell aus
  • Eure Landing-Page ist zu langsam (wird von Meta abgestraft)
  • Ihr lasst die Lernphase nicht in Ruhe und habt zu viel „optimiert“

Dennoch gilt es immer im Einzelfall zu überprüfen, warum Eure Facebook-Werbeanzeigen nicht gut laufen. Und denkt dran: Während der Lernphase können die Ergebnisse und Kosten schlechter sein als erwartet.

Wie viel kostet es auf Facebook zu werben?

Das hängt von mehreren Faktoren ab und kann pauschal nicht gesagt werden. Einige dieser Faktoren sind:

  • Eure Branche
  • Der Monat
  • Zielgruppe und Zielgruppengröße
  • Kampagnenziel
  • Konkurrenz
  • Aktuelle Markenbekanntheit
  • Inhouse, Freelancer oder Agentur

Wenn Ihr z. B. im Dezember für ein E-Commerce Start-up Facebook-Ads schaltet, dann kostet Euch das wegen des Weihnachtsgeschäftes deutlich mehr, als im Juni. Verkauft Ihr jedoch Bademode, so werdet Ihr im Sommer höhere Werbekosten haben.

Um mal konkrete Zahlen zu nennen: Wenn Ihr eine klassische 3-Phasen-Funnel-Strategie fahrt, also Awareness, Consideration und Conversion, dann solltet Ihr mindestens 50.000 Euro Budget einplanen. Warum? Damit eine Awareness-Phase überhaupt Sinn macht, muss Eure Facebook-Kampagne eine Weile, ca. 4 Wochen laufen und vielen Nutzer:innen gezeigt werden – damit diese sich auch an Eure Marke bzw. Euer Produkt erinnern. Das erfordert nun mal ein gewisses Budget, ansonsten verbrennt Ihr sinnlos Euer Geld.

Bewerbt Ihr ein bekanntes Produkt, wie z.B. ein Smartphone, dann reichen 2 Wochen Awareness-Phase aus. Falls Ihr aber ein komplett neues Produkt mit Facebook-Ads bewerben wollt, dann solltet Ihr für die Awareness-Phase 4–6 Wochen einplanen, damit ein Abverkauf später Sinn ergibt.

Unserer Erfahrung nach liegen Facebook und Instagram-Werbeanzeigen durchschnittlich bei einem CPM zwischen 3,00 € und 25,00 € – je nach Kampagnen-Ziel. Wenn Ihr auf Awareness optimiert, erhaltet Ihr in der Regel einen günstigeren CPM. Bei Lower-Funnel Zielen, wie Leads, ist es im Schnitt teurer Nutzer:innen zu erreichen (CPM).

Grundsätzlich gilt, dass je aktiver Eure Konkurrenz ist, desto teurer ist es für Euch auf Facebook zu werben.

Wie groß sollte die Zielgruppe bei einer Facebook-Kampagne sein?

Bei Facebook-Ads-Kampagnen ist Euer Budget entscheidend. Denn je mehr Budget Ihr habt, desto größer kann Eure Zielgruppe sein. Ein höheres Budget führt dazu, dass der Algorithmus mehr Daten sammeln kann, besser lernt und effizienter für Euch optimiert. Aber, wenn Eure Zielgruppe zu groß ist, dann ist auch der Streuverlust höher.

Ist Eure Zielgruppe zu klein, kann der Facebook Algorithmus langsamer oder nur eingeschränkt lernen und somit nicht effizient genug arbeiten. Der Streuverlust ist hingegen geringer. Es ist also wichtig, dass Ihr den Sweet-Spott erreicht. Zielgruppen-Einschränkungen sollten nur dann von Euch vorgenommen werden, wenn es Sinn ergibt. Verkauft Ihr etwa Make-up für Frauen, so ergibt es Sinn, dass Eure Zielgruppe ausschließlich aus Frauen besteht. Im Zweifel die Zielgruppe lieber größer lassen und dem Algorithmus vertrauen.

Und auch wenn Ihr Personas erarbeitet habt, solltet Ihr eher breite Zielgruppen wählen und dem Algorithmus vertrauen. Die Millionen von Daten, die Facebook über die eigenen Nutzer:innen hat, sind deutlich präziser als Personas, die Ihr anhand von ein paar Teilnehmer:innen erstellt habt.

Als grobe Faustregel empfehlen wir:

  • Viel Budget? Breite Zielgruppe (Einschränkungen optional)
  • Wenig Budget? Spezifische Zielgruppe mit sinnvollen Einschränkungen
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Facebook Zielgruppenschätzung

Glücklicherweise könnt Ihr im Facebook-Business-Manager sehen, ob Eure Zielgruppe tendenziell zu breit oder zu spezifisch wird. Hier sind Eure eigenen Erfahrungswerte natürlich auch von Vorteil.

Unser Tipp: Wenn genug Budget vorhanden ist, lieber mit einer großen Zielgruppe anfangen und dann in mehreren Schritten weiter qualifizieren. Dafür bietet sich ein klassischer 3-Phasen-Funnel (Awareness, Consideration, Conversion) an.

Welche Tools eignen sich am besten für Social-Media-Kampagnen?

Um Euch das Leben beim managen von Facebook-Marketing-Kampagnen zu erleichtern, gibt es einige hilfreiche Tools. Schaut Euch diese Social Media gerne an, um für Euch zu evaluieren, welche Ihr benötigt.

Wir haben Euch eine kleine Vorauswahl der bekanntesten Tools zusammengestellt:

Auf OMR Reviews findet Ihr Nutzerbewertungen, anhand welcher Ihr ein passendes Social Media für Euch und Eure Anforderungen auswählen könnt.

Fazit zur Erstellung von Facebook-Werbeanzeigen 

Anzeigen auf Facebook sind auch 2022 ein mächtiges Marketing-Tool, um unter anderem Eure Marken- bzw. Produktbekanntheit zu steigern, Leads zu generieren, Neukund:innen zu gewinnen oder die Beziehung zu Bestandskund:innen zu stärken. Auch wenn Eure Konkurrenz hoch ist und immer mehr Unternehmen Facebook-Paid-Marketing für sich entdecken, ist es mit dem richtigen Ansatz ein lohnender Schritt, Facebook-Advertising zu lernen und für sich zu nutzen.

Wir könnten Euch jetzt noch detailliert von Custom-Audiences, Lookalikes und Retargeting erzählen. Oder einen umfangreichen Einblick in das unfassbar gute Reporting von Facebook geben. Aber das würde den Rahmen sprengen. In diesem Facebook-Werbeanzeigen-Leitfaden geht es vor allem um die Basics: Facebook-Ads erfolgreich einrichten und schalten.

Bedenkt immer: Eure Kampagne ist nur dann erfolgreich, wenn Ihr Eure Geschäftsziele erreicht. Das erreicht Ihr nur, wenn Ihr Eure Zielgruppe erreicht. Fokussiert Euch immer auf diese zwei Dinge – nicht auf Anerkennung aus der Szene oder Awards. Wir wünschen Euch viel Erfolg mit Euren Facebook-Ad-Kampagnen.

Max Schöbel
Autor:In
Max Schöbel
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Max Schöbel

Max ist Gründer der Performance-Marketingagentur Elirius. Mit seiner analytischen Denkweise und seinem hohen Qualitätsanspruch geht er gerne die Extrameile, um die Geschäftsziele von Elirius’ Kund:innen zu erreichen. Elirius setzt auf individuelle Strategien, um mit effizienter Werbung beste Kundenergebnisse zu erzielen. Als „Boutique Agency“ fokussiert sich Elirius auf wenige Kund:innen, um möglichst schnell und flexibel zu agieren.

Toni Liedtke
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Toni Liedtke
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Toni Liedtke

Toni ist Gründer der Performance-Marketingagentur Elirius. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Bereich Social-Media-Werbung hat Toni in verschiedenen Branchen schon jede Herausforderung gestemmt – vom kleinen Start-up bis zu milliardenschweren Konzernen. Toni ist weltweit am längsten als Meta Certified Planning Professional zertifiziert und trägt mit seiner Expertise maßgeblich zum Erfolg von Elirius und seinen Kund:innen bei.

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