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E-Commerce SEO: 7 wertvolle SEO-Maßnahmen für Euren Online-Shop

Fionn Kientzler 14.10.2022

In diesem Artikel erfahrt Ihr, welche SEO-Maßnahmen für Euer E-Commerce unverzichtbar sind

Wenn User auf der Suche nach einem bestimmten Produkt, Dienstleistung und einer Information sind, ist das Erste, was sie vermutlich machen: Googeln. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider, denn: Google verzeichnet täglich 5,6 bis 8,5 Milliarden Suchanfragen. Die Ergebnisse, die dann die ersten Plätze in den Suchmaschinenergebnissen belegen, werden am häufigsten geklickt. Das heißt, bereits die 2. Seite der SERPs (Search Engine Result Pages) bietet schlechte Chancen. 

Aber wie schafft Ihr es mit Eurem Online-Shop in die Top 10 der SERPs? Ein Weg neben SEA (Search Engine Advertising) ist SEO (Search Engine Optimization), also Suchmaschinenoptimierung. SEO ist zwar ein langwieriger Prozess, jedoch nachhaltig und kostengünstig. 

Damit Ihr Euch mit Eurem Online-Shop ohne Paid Ads in die Top 10 der Suchmaschinenergebnissen manövrieren könnt, zeigt Euch dieser Artikel 7 SEO Maßnahmen, die für erfolgreiches E-Commerce SEO nicht fehlen dürfen. Diese 7 Maßnahmen helfen Euch, organische Rankings zu verbessern, mehr Traffic zu generieren und den Umsatz zu steigern. 

7 SEO-Maßnahmen für erfolgreichen E-Commerce in Google

Beim Erstellen einer SEO Strategie muss an so einiges gedacht werden, damit der Online-Shop in den Top-Suchergebnissen erscheint und sich von anderen Wettbewerber*innen abhebt. Das gelingt mithilfe von technischen, inhaltlichen und strukturellen SEO. Um mit einem Online-Shop erfolgreich zu sein, dürfen vor allem die folgenden 7 SEO-Maßnahmen auf keinen Fall bei der Durchführung der E-Commerce SEO Strategie fehlen: 

1. Progressiver Content Audit 

Bevor Maßnahmen zur E-Commerce-Suchmaschinenoptimierung ergriffen werden können, muss das Unternehmen zunächst den Status quo der Website kennen. Mit dem Content Audit wird zunächst einmal eine Bestandsaufnahme des gesamten Contents durchgeführt und alle Onpage- und Offpage-Faktoren überprüft. So können Schwachstellen und Potenziale möglicher Optimierungen entdeckt werden. 

Mit einem progressiven Content Audit lässt sich noch weitergehen. Es lohnt sich, innerhalb des progressiven Content Audits für Euren Online-Shop über die Consideration Phase der Customer Journey hinauszublicken und die Awareness Phase der Customer Journey zu beachten. Einzigartige und themenrelevante Inhalte, die Awareness schaffen, tragen zu einem besseren Ranking bei und verbessern die User Experience. Dabei sollte sich das Unternehmen während des progressiven Content Audit folgende Fragen stellen: 

  • Gibt es Inspirations- und Content-Hubs auf der Seite im Shop?
  • Gibt es ein Magazin des Online Shops, das sich für SEO ausrichten lässt?
  • Gibt es erklärungsbedürftige Begriffe innerhalb des Online Shops?

Ein Themenhub, ein Magazin oder auch erklärungsbedürftige Begriffe lassen sich mit SEO-Content bestücken, der Awareness schafft und positiv in das Ranking einzahlt. Innerhalb dieser Inhalte kann das Unternehmen eine Verknüpfung mit dem Shop herstellen. Das gelingt bspw. mit CTAs und Verlinkungen zu den Produktseiten oder Kategorieseiten. So bleibt die durch die Inhalte generierte Reichweite nicht in der Awareness Phase stehen und die User werden in die Consideration Phase geleitet. 

2. Keywordanalyse 

Mit einer Keywordanalyse können Schlüssel- bzw. Suchbegriffe zu bestimmten Themen identifiziert werden, die von der Zielgruppe zur Suche in Suchmaschinen am meisten genutzt werden. Die Festlegung der Keywords ermöglicht es, Inhalte semantisch so aufzubereiten, dass die Website mit diesen Keywords und Inhalten bei Suchmaschinen ein gutes Ranking erzielt und somit ihre Sichtbarkeit steigert. Nach welchen Suchbegriffen suchen potenzielle Kund*innen und welche Inhalte erwarten sie bei den Suchergebnissen? Es ist wichtig, den User-Intent zu treffen, das heißt, Suchergebnisse müssen dem entsprechen, was User auch bei ihrer Suche erwarten. 

Die Keywords unterscheiden sich in verschiedene Arten, sodass sie für SEO-Content-Themen geeignet sind oder auf transaktionale Landingpages weitergeleitet werden können:

Bei Keywords der Awareness Phase ist die Wahrscheinlichkeit einer Conversion nicht sehr hoch, jedoch kann mit diesen Keywords und dem auf diese Keywords zugeschnittenen Content der Traffic signifikant gesteigert werden, denn: Awareness Keywords haben oft ein hohes Suchvolumen. 

Unter Keywords mit geringer Kaufabsicht, jedoch mit hohen Traffic Potenzial fallen bspw. generische Keywords und informationsgetriebene Keywords. Generische Keywords sind alle Suchanfragen nach einem Produkt oder einer Marke, wie bspw. "Vorhänge" oder “Lampe”. 

Informationsgetriebene Suchanfragen beinhalten häufig die W-Fragen wie bspw. “Wie kann ich am besten Vorhänge reinigen?”. Für den Online Shop lohnt es sich für diese Keywords folgendes zu überlegen: 

  • Gibt es für die generischen Keywords Synonyme, für dich der Shop außerdem gefunden werden soll?
  • Welche Fragen haben Nutzer*innen zu Produkten, die der Shop verkauft oder zur Marke selbst?
  • Welche Fragen lassen sich vom Shop kompetent beantworten?
  • Welche Seiten bzw. Unterseiten sollen vom Shop gefunden werden, wenn nach bestimmten Fragen gesucht werden?

Keywords, die oft mit einer Kaufabsicht verbunden sind und üblicherweise eine sehr hohe Conversionrate haben, sind bspw. Brand Keywords und Commercial Keywords. Brand Keywords umfasst die Keywords, die den Namen des Unternehmens enthalten. Wenn User bereits schon nach dem genauen Unternehmen suchen, wollen sie meistens auch zu den Angeboten und Leistungen kommen. Hier sind die Nutzer*innen schon über die Awareness Phase hinaus. Von Commercial Keywords wird gesprochen, wenn innerhalb der Suchanfrage eine Kaufabsicht deutlich wird, wie bspw. mit dem Keyword “Vorhänge kaufen”. Für diese Keywords sollten sich Online Shops folgende Fragen stellen: 

  • Für welche Suchbegriffe steht der Online Shop nicht in den Top 3 der SERPs? 
  • Wird der Online Shop für alle Brand und Commercial Keywords in den SERPs gefunden? Und wenn nicht, woran liegt das?

3. Optimierung Search und Rich Snippets

Auf Basis des gezielten Content Audits und der Keywordanalyse können anschließend Meta Tags, d.h. Meta-Title und Descriptions, aufgebaut und überarbeitet werden. Damit wird ein klarer Fokus auf ausgewählte, für den Online-Shop wichtige Keywords sichergestellt. Die optimierten Meta Tags erscheinen als Search Snippets in den Suchmaschinenergebnissen und geben Aufschluss über eine Website bzw. einen Online-Shop und seine Produkte. 

Um jedoch zusätzlich zu den optimierten Meta Tags noch größere Aufmerksamkeit innerhalb der Suchergebnisse zu erlangen, helfen Rich Snippets. 

Für das Erhalten von Rich Snippets müssen die Produktinformationen mithilfe von schema.org semantisch aufgezeichnet werden. Schema.org kann Produkte, deren Kundenbewertungen, Preise und Verfügbarkeits-Informationen kennzeichnen. Suchmaschinen wie Google können diese Daten besser aufnehmen, einbinden und präsentieren. 

So kann das Snippet in den SERPs zu einem Rich Snippet vergrößert werden, da es mit diesen produktbezogenen Informationen bestückt wird. Dadurch können die Händler*innen eine größere Aufmerksamkeit innerhalb der Suchmaschinenergebnisse erzielen. 

Doch nicht nur für Kategorieseiten und Produktseiten empfehlen sich Rich Snippets. Auch bei mit Content bestückten Seiten, wie bspw. Ratgeber-Seiten, bieten sich Rich Snippets an.

Rich Snippets ermöglichen Online-Shops so durch "informationsgetriebene Suchanfragen” gefunden zu werden. Indem mithilfe von Schema.org Fragen ausgewählt werden, die dann innerhalb des Ratgebers oder Fachartikels beantwortet werden. 

Eine andere Möglichkeit ist, FAQs direkt in die Artikel bzw. Content Seiten einzubauen. So erscheinen diese Fragen zusammen mit den Antworten in den Suchergebnissen und springen den Nutzer*innen direkt ins Auge. Eine wirksame Methode, Aufmerksamkeit zu generieren und eine wichtige Maßnahme für E-Commerce SEO. 

4. Optimierung der H-Tags 

Die H-Tags dienen dazu, die Inhalte auf der Website zu strukturieren. Die Heading Tags wie H1-H6 helfen dabei, die Überschriften korrekt auszuzeichnen. So können User und Suchmaschinen die Inhalte einfacher erfassen. Außerdem können mithilfe der H-Tags wertvolle Relevanz-Signale an Google übermittelt werden. Damit die H-Tags korrekt ausgelegt und optimiert sind, gibt es einiges zu beachten:

  • Doppelte H1 Tags müssen entfernt werden. Nur der Titel darf als H1 gekennzeichnet sein, alle weiteren Unterüberschriften müssen anschließend mit H2-H6 gekennzeichnet werden.
  • H-Tags sollten auf die genauen Ziel-Keywords der jeweiligen Unterseite ausgerichtet werden. Dabei sollten sowohl das Fokus-Keyword als auch die Neben-Keywords (falls vorhanden) in den (Unter-)Überschriften verwendet werden. 
  • Die Unterüberschriften sollten einer sinnvollen Hierarchie zugeordnet werden. 

5. Indexierungsoptimierung

Die nächste Maßnahme für E-Commerce SEO ist die Optimierung von Indexierungen. Um die Indexierungen aller Seiten allgemein zu prüfen und zu kontrollieren, kann am besten die XML Sitemap genutzt werden. In der Sitemap gibt der Online-Shop alle Informationen zu seiner Website an. 

Hier werden alle URLs der Website in maschinenlesbarer Form aufgelistet. So können Suchmaschinen alle Inhalte, von Produktseite über Kategorieseite bis hin zu Content Seiten, crawlen und indexieren. Allerdings passiert es oft, dass Google nur einen Bruchteil der Inhalte, die zum Indexieren bereitgestellt werden, aufnimmt. 

Hier entsteht ein typisches Indexierungsproblem für Online-Shops: Denn jede Seite, die nicht indexiert wird, ist eine verlorene Chance, Traffic für die Website und somit Umsatz zu generieren. Daher sollte das Ziel sein, zumindest alle traffic- und umsatzrelevanten Seiten in den Index zu bekommen. Damit das gelingt, gibt es die Möglichkeit der Indexierungskontrolle. 

Mithilfe von Screaming Frog SEO Spider können dabei der Status quo der Indexierung hergeleitet und vor allem Indexierungsfehler aufgedeckt werden. Diese können dann via der XML Sitemap in der Google Search Console korrigiert werden. 

Screaming Frog ist ein beliebtes Crawling Tool für die Suchmaschinenoptimierung mit vielen Anwendungsmöglichkeiten. Darunter fallen neben der Indexierungskontrolle bspw. auch die Funktionen Custom Search, Custom Extraction und die Anbindung zur Google Search Console und Google Analytics API.

Mit Custom Search kann innerhalb des Quellcodes nach Inhalten gesucht und mit Custom Extraction können die Inhalte aus einer Website ausgelesen werden. Außerdem ermöglicht die Anbindung zur Google Search Console und Google Analytics API-Traffic-Daten direkt in Screaming Frog zu übernehmen und so Priorisierungen von Inhalten vorzunehmen. 

Ein weiteres Problem, mit dem Online-Shops bei Indexierungen schnell zu kämpfen haben und bei dem Screaming Frog helfen kann, ist “Duplicate Content”. Also ähnlicher oder sogar gleicher Content unter verschiedenen URLs. 

Der einfachste Weg, das zu umgehen ist, die Website strukturell so aufzubauen, dass Duplicate Content erst gar nicht entsteht. Das gelingt durch das Einsetzen von Meta-Robot-Tag “noindex”, das Canonical Tag oder auch die robot.txt. So haben Websitebetreiber*innen Einfluss darauf, welche Seiten Google zur Bewertung der Website heranzieht. Eine andere Möglichkeit ist, den Content der Seite so zu ändern, dass Google sie als einzigartig wahrnimmt. 

Ist Duplicate Content allerdings bereits entstanden, kann Screaming Frog dabei helfen, Quellen für Duplicate Content schnell und einfach zu ermitteln. Auf Duplicate Content können etwa doppelte Meta-Title und Descriptions hindeuten. 

Um sich einen Überblick über alle doppelten Meta Tags verschaffen zu können, sollten mit Screaming Frog ausschließlich die Seiten gecrawlt werden, die auch von Google indexiert wurden. 

Seiten, die bereits auf Noindex sind, können ohne Problem duplicate Content enthalten, denn Google erkennt diesen nicht als solchen, wodurch diese Seiten keinen Einfluss auf die Bewertung der Domain des Online-Shops nehmen. Hat Screaming Frog die indexierbaren Seiten gecrawlt, bekommt man umfassende Daten, aus denen man genau ablesen kann, welche Meta-Title und Descriptions momentan doppelt vorkommen. 

Eine weitere Möglichkeit, mit Screaming Frog Duplicate Content zu entdecken ist der Hash Wert, der aus dem jeweiligen Quellcode ermittelt wird. Sind die Inhalte der Seiten identisch, ist auch der Hash Wert identisch. 

Bei Online-Shops kommt es vor allem aufgrund von Produkttexten, die mehrfach Verwendung finden, zu Duplicate Content. Auch hier kann Screaming Frog helfen, mit der Custom-Extraction-Funktion. Mit dieser Funktion können Inhalte aus der Seite komplett herausgezogen und anschließend auf eine Dopplung kontrolliert werden. So können ganz einfach Produkttexte auf Dopplungen überprüft werden.

6. PageSpeed 

Die PageSpeed ist fester Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung und vor allem auch für Online-Shops und somit E-Commerce SEO wichtig. Gleichzeitig bringt die PageSpeed Optimierung allerdings vor allem für Online-Shops einige Herausforderungen mit sich. Warum sich die Optimierung der PageSpeed jedoch trotzdem lohnt, zeigen folgende Argumente: 

  • Einfluss auf das Google Ranking: Die PageSpeed beeinflusst das Ranking gleich auf zwei Wege: Zum einen direkt als Rankingfaktor von Google und zum anderen indirekt durch positive User Signals, da mit einer schnellen Ladezeit die Benutzerfreundlichkeit und somit die User-Experience verbessert werden kann. 
  • Einfluss auf die Conversion Rate: Mit der Verbesserung der User-Experience steigt auch die Conversion Rate. 

Doch wie lässt sich die PageSpeed verbessern? 

1. Schritt: Ist Analyse

Hier bietet sich das Google PageSpeed Insight Tool an. Mithilfe des Tools ist es möglich, für jede Website einen PageSpeed Wert zu ermitteln. Dieser Wert befindet sich auf einer Skala von 0 bis 100, 100 steht dabei für den optimalen Wert. 

Alle Werte werden in “schlecht”, “neutral” und “gut” eingeteilt: 0 bis 64 ist “schlecht”, 65 bis 84 ist “neutral” und ab dem Wert 85 vergibt Google eine “gute” Bewertung, 

Anhand dieser Werte lassen sich anschließend Optimierungsmaßnahmen zur Verbesserung der PageSpeed ergreifen, welche das Tool getrennt nach Mobile und Desktop zusätzlich aufzeigt. So lässt sich der Online-Shop optimieren und eine bessere Seitenladezeit erzielen. 

2. Schritt: Optimierungsmaßnahmen durchführen

Die größten von Google vorgeschlagenen Optimierungshebel sind bei neutralen bis negativen Werten folgende:

JavaScript und CSS Rendering optimieren

JavaScript und CSS Dateien müssen im Quelltext richtig positioniert werden, ansonsten kann es dazu kommen, dass das Rendering (der Seitenaufbau) blockiert wird. Durch eine Blockierung des Rendering kann es dazu kommen, dass der für die User sichtbare Bereich (above the fold) länger braucht, sich aufzubauen. Die Nutzer*innen sehen dadurch vielleicht als Erstes eine weiße Seite und erst danach werden die Inhalte Stück für Stück von oben nach unten geladen. Das stört natürlich erheblich die User-Experience. 

Um das beheben zu können, muss zunächst der Rendering Path analysiert werden, um anschließend Optimierungsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen.

Ziel der Optimierungsmaßnahmen: Das Anzeigen des für die User sichtbaren Bereich (above the fold) zu beschleunigen. Mit einer Analyse des Rendering Path können die Dateien, die für den “above the fold” Bereich zuständig sind, bevorzugt geladen werden. Das heißt, diese Dateien sollten direkt im Head der Seite geladen werden. Andere Dateien, die nicht dafür verantwortlich sind, können an das Ende des Quelltextes verschoben oder sogar asynchron geladen werden.

Dieser Prozess ist jedoch nur mit größeren technischen Herausforderungen umzusetzen und sollte gut geplant werden. Denn: Sämtliche Javascript- und CSS Dateien müssen auseinandergenommen und genau geprüft werden. 

Browser Caching nutzen

Im Cache (Zwischenspeicher) speichert der Browser beim Besuch einer Seite die Seite und all ihre Ressourcen ab. Hat sich die Seite beim nächsten Besuch nicht verändert, lädt der Browser die Seite direkt aus diesem Cache. So muss der Server nicht bei jedem Seitenbesuch die Ressourcen neu anfordern und es können Dateinanforderungen (HTTP Requests) eingespart werden, die die PageSpeed beeinträchtigen. 

 

Das Browser-Caching könnt Ihr schnell und einfach für die .htaccess aktivieren. So kann mit wenig Aufwand die PageSpeed für wiederkehrende Besucher*innen verbessert werden. 

Bilder optimieren 

Bilder sind eine der größten Ressourcen, die eine Website laden muss. So bieten Bilder großes Potenzial zur Optimierung der Ladezeit. Damit das gelingt, müssen Bilder stets optimiert und in den bestmöglichen Dateigrößen abgespeichert und verwendet werden.

Dateigröße könnt Ihr zum einen einsparen, indem Ihr Bilder in der Bildabmessung abspeichert, in der Ihr sie später auch verwendet. Zum anderen könnt Ihr durch die Auswahl des richtigen Bildformats Dateigröße einsparen. Die gängigsten Bildformate, die im Internet verwendet werden, sind JPEG und PNG. Beide Bildformate bringen Vor- und Nachteile mit sich und es sollte stets gut überlegt werden, welches Bildformat notwendig ist. 

Eine weitere Möglichkeit, mit Bildformaten Dateigröße einzusparen, ist die Bildkomprimierung. Dabei wird das Originalbild bei möglichst gleichbleibender Qualität komprimiert, um möglichst viel Dateigröße einzusparen. 

Besonders wichtig für den Online-Shop sind außerdem folgende Maßnahmen der Bildoptimierung:

  • Lazy Loading: Mit dieser Technik können Bilder vom Server erst dann angefordert werden, wenn sie in den “above the fold”, also in den sichtbaren Bereich der User gelangen. Das lohnt sich bei Seiten mit vielen Bildern, wie etwa einer Rasterseite verschiedener Kategorien in einem Online-Shop. 
  • Verwendung von WebP: WebP ist ein von Google entwickeltes Bildformat. Mit diesem Bildformat könnt Ihr Dateigröße einsparen, ohne Bildqualität einbüßen zu müssen. Allerdings funktioniert WebP nur unter Chrome und Opera. 

Komprimierung aktivieren (GZip)

GZip hilft dabei, durch das Komprimieren von Dateien bei der Auslieferung vom Webserver die Übertragungsgröße zu verringern. Diese Komprimierung hat mit den stärksten positiven Einfluss auf die PageSpeed. 

Die Aktivierung von GZip ermöglicht den Webservern, die Datei in verpackter Version an den Browser auszuliefern. Die Datei wird anschließend vom Browser entpackt und geöffnet. 

Aber Achtung: Bereits komprimierte Dateien wie z.B. Bilder sollten von der GZip Komprimierung ausgeschlossen werden, um zusätzlichen Aufwand zu vermeiden.

7. Offpage-Optimierung 

SEO und auch E-Commerce SEO bestehen aus Onpage- und Offpage-Optimierung. Onpage-Optimierungen umfassen alle Optimierungen, die auf der Website vorgenommen werden können, also technische, strukturelle und inhaltliche Verbesserungen. Darunter fallen auch die bereits genannten Maßnahmen für E-Commerce-Website-SEO. Eine weitere wichtige Maßnahme für das SEO eines Online-Shops ist nun die Offpage-Optimierung. Offpage-Optimierung umfasst alle Verbesserungsmaßnahmen, die außerhalb der Website stattfinden. 

Mit Offpage-SEO sollen vor allem starke Offpage-Signale versendet werden. Das kann am besten mit Backlinks erzielt werden. Mit Backlinks verlinken externe Quellen auf die eigene Website. Backlinks sind ein wichtiger Rankingfaktor von Google und sind daher ein fester Bestandteil der E-Commerce-Suchmaschinenoptimierung.

Mit einer Backlink-Analyse können sich Websites ihre Backlinks genau anschauen und folgende Fragen herausfiltern und beantworten: 

  • Was sind schlechte Links und hat die Website schlechte Links?
  • Sind die Backlinks passend zum Inhalt der Website? 
  • Woher kommen die Backlinks? 
  • Sind die Quellen vertrauenswürdig und qualitativ hochwertig? 

Bei der Backlink-Analyse können verschiedene SEO Tools helfen, dabei sind vor allem Ahrefs, LinkResearchTools und Semrush zu empfehlen. Ahrefs ermöglicht unter anderem ein ausführliches und übersichtliches Backlink-Profil und erstellt eine Domain Rate (DR).

Anhand dieser Rate kann erkannt werden, wie wertvoll die Domain und somit der Backlink ist. Dabei gilt: je qualitativ hochwertiger die Domain und der Backlink, desto besser. Denn je besser Suchmaschinen wie Google die externe Quelle und infolgedessen den Backlink werten, desto besser wirken sich diese Backlinks auf das Ranking aus. 

Kommt der Backlink von einer unseriösen Seite, die ohne Mehrwert und inhaltlichen Bezug auf die eigene Website verlinkt, lohnt sich eine Überprüfung und Überlegung, den Link abzubauen. Verschiedene Tools können dabei helfen, die Qualität der Backlinks und der Domain zu überprüfen. So erstellt unter anderem das Tool LinkResearchTools (LRT) eine Liste mit allen schädlichen Backlinks. 

Bevor es aber zum Link-Abbau kommt, solltet Ihr noch weitere Kriterien für eine Entscheidung einbeziehen, denn: Backlinks sind, wie bereits erwähnt, ein wichtiger Rankingfaktor und Link-Abbau ist ein Eingriff in das Linkprofil. 

Um qualitative und hochwertige Backlinks zu erhalten, könnt Ihr sie durch proaktive Content Seeding Kampagnen strategisch generieren. Hier solltet Ihr nur darauf achten, dass die Offpage-Maßnahmen immer natürlich wirken. 

Fazit

Für E-Commerce SEO benötigt Ihr eine gut durchdachte Strategie und einige Maßnahmen, damit das Ziel, ganz oben in den SERPs zu erscheinen, erreicht werden kann. 

Die SEO Maßnahmen lassen sich nicht an einer Hand abzählen und die Prioritäten der Maßnahmen können je nach Unternehmen variieren. 

Die gerade beschriebenen 7 SEO-Maßnahmen sind vor allem für Online-Shops nicht wegzudenken und sollten trotz größerem Aufwand und Verbrauch von Ressourcen durchgeführt werden. Denn am Ende lohnt sich der ganze Aufwand: In den Top 3 der Suchergebnisse zu erscheinen, verschafft dem Online-Shop mehr Traffic, mehr Conversions und somit einen höheren Umsatz. 

Fionn Kientzler
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Fionn Kientzler ist Managing Partner bei der Content-Marketing-Agentur suxeedo. Dort hat er in über 11 Jahren schon mehr als 500 Kampagnen mit zahlreichen DAX- und Fortune-500-Unternehmen verantwortet. Als Speaker tritt er zudem regelmäßig auf großen Messen und Konferenzen wie dem SEO Day, der SMX oder der CMCX auf. Zudem zeigt er Teilnehmer:innen in Webinaren und Workshops spannende Entwicklungen aus dem Digitalen Marketing auf.

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