Lagerverwaltungssysteme

Warehouse-Management-Systeme: Damit läuft's im Lager

Viktoria Tropé 20.12.2022

Was Ihr über Warehouse-Management-Systeme (WMS) und ihre Funktionen wissen müsst

Heutzutage ist es schon fast unumgänglich, ein WMS einzuführen. Insbesondere Onlineshops können ohne ein Warehouse-Management-System kaum ihr Tagesgeschäft abwickeln. Es managt sämtliche Prozesse vom Wareneingang bis zum Versand inklusive Retouren. Wie das im Detail aussieht, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Was ist ein Warehouse-Management-System (WMS)?

Warehouse-Management-Systeme werden auch Lagerverwaltungssysteme genannt. Sie helfen Euch dabei, Abläufe und Prozesse in Eurem Lager zu verwalten und Eure Materialflusssteuerung zu optimieren. Ein Warehouse-Management-System übernimmt die Verwaltung Eurer Lagerbestände, die Planung von Lagerbewegungen und überwacht alle Lager-Aktivitäten. Ihr könnt es mit Eurem Enterprise-Resource-Planning-System (ERP) und vielen anderen Systemen, die Ihr im Einsatz habt, verknüpfen.

Warehouse Management Übersicht

Ein WMS-System deckt viele Aufgaben innerhalb Eures Lagers ab. Quelle: ClickPost

Welche Funktionen hat ein Warehouse-Management-System und welche Aufgaben übernimmt es?

Die Hauptaufgabe eines Warehouse-Management-Systems ist die Führung und Optimierung Eurer Lager- und Transportsysteme. Ein WMS steuert, kontrolliert und optimiert Eure Lager- und Distributionssysteme. Dafür stellt es Euch eine Reihe von Funktionen zur Verfügung, die Euch beispielsweise bei der Verwaltung Eurer Lagerbestände, Übergabestationen, Lagerplätze und Versandpapiere helfen. 

Dies sind ein paar Funktionen, die Ihr von Eurem WMS erwarten könnt:

  • Lagerbestandsverwaltung: Ein WMS speichert und verfolgt Informationen wie Artikelnummern, Lagerorte, Mengen und Fälligkeitstermine. Es unterstützt Euch dabei, permanent den Überblick zu behalten.
  • Prozesssteuerung: Mit einem WMS könnt Ihr Eure Abläufe vom Wareneingang über die Einlagerung, Kommissionierung, Verpackung und den Versand bis zur Bestandsnachverfolgung steuern und optimieren und behaltet einen Überblick über Eure Ressourcenauslastung.
  • Hof- und Tor-Verwaltung: Mithilfe eines WMS-Systems können Lkw-Fahrer*innen ihre Laderampen schneller finden.
  • Lagerplatz und -Ausstattung: Ein WMS kontrolliert und optimiert die Nutzung von Lager-Ausstattung, etwa die Verwendung von Regalen und den Einsatz von Gabelstaplern.
  • Lager- und Transportdokumentationen: Die Erstellung von Transportdokumentationen – beispielsweise Lieferscheine, Lagerbücher und Ladepläne – wird ebenfalls vom WMS-System übernommen.
  • Verwaltung von Kunden- und Lieferantenaufträgen: Ein WMS hilft Euch, Kunden- und Lieferantenaufträge zu verwalten. Es speichert und überblickt wichtige Informationen wie Artikelnummern, Liefermengen und Liefertermine automatisch für Euch.
  • Kompatibilität: In ein WMS könnt Ihr weitere Tools wie Barcode-Scanning und RFID-Etikettierung, moderne Robotik und Augmented Reality (AR) Wearables, Transportmanagementsysteme (TMS), ERPs und Logistik-Systeme integrieren.
  • Datenanalyse und -auswertung: Ein WMS ermöglicht Euch ein Echtzeit-Monitoring und die Erstellung von Daten-Analyse-Berichten.
Warehouse-Management-Systeme: Übersicht über Funktionen und Aufgaben

WMS haben viele Funktionen und Aufgaben. Quelle: DEAR Systems

Was sind die Vor- und Nachteile von Warehouse-Management-Systems?  

Der Einsatz eines WMS klingt absolut vorteilhaft, nicht wahr? Wenn Ihr mit dem Gedanken spielt, ein Warehouse-Management-System in Euren Arbeitsablauf zu integrieren, dann solltet Ihr Euch vorher einen Überblick über die Vor- und Nachteile verschaffen.

Wie Ihr vielleicht schon erkannt habt, nimmt Euch ein WMS viel Arbeit ab, indem es Eure Prozesse automatisiert und einen gewissen Qualitätsstandard gewährleistet. Das wiederum spart Zeit und Geld, vermeidet Retouren und verbessert Eure Reputation. Dennoch müssen sich die Anschaffungskosten für Euch lohnen. Sehen wir uns also die wichtigsten Vor- und Nachteile von Warehouse-Management-Systems im Detail an:

Exakte Bestandsführung durch zeit- und ortsgenaue Protokollierung aller Warenbewegungen Anschaffungs- und Instandhaltungskosten für Soft- und Hardware
Priorisierung Eurer Lagerbewegungen, Materialien sowie Produkte und Steuerung dieser mit logischen Strategien (z. B. durch die Einführung einer ABC-Klassifizierung) Akzeptanz und ggf. regelmäßige Schulungsbereitschaft Euer Mitarbeitenden sind ein Muss
Exakte Planbarkeit, Terminierung und Personal-Einsatzplanung Abhängigkeit von Stromversorgung und Internet
Schnelle Reaktion auf Anfragen von Kund*innen Datenschutzkonformität muss gewährleistet sein

Welche WMS-Systeme gibt es? 

Auf OMR Reviews bekommt Ihr einen Überblick über geeignete Warehouse-Management-Systeme für Euer Unternehmen. Verifizierte Bewertungen von Nutzer*innen helfen Euch bei der Entscheidung für ein passendes WMS.

Dies sind 10 WMS-Systeme, die Ihr Euch genauer anschauen solltet:

Die gesamte Bandbreite Lagerverwaltungssysteme & Tools inklusive praktischem Vergleich findet Ihr auf OMR Reviews.

Fazit

Ein WMS-System kann Euch enorm viel Zeit und Geld sparen, bringt aber auch – wie viele Tools und Technologien – Herausforderungen mit sich, gerade, wenn es um die Implementierung geht. Für viele Unternehmen lohnt sich die Investition in ein Warehouse-Management-System dennoch – vielleicht ja auch für Eures.

Viktoria Tropé
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Viktoria Tropé

Die angehende Ernährungsberaterin Viktoria ist freiberufliche Texterin und Übersetzerin. Zuvor war sie HR-Managerin in einem Health-Tech-Start-up.

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