How to: Vom Keyword-Set zum Texter-Briefing
In diesem Artikel verrät dir unserer Gastautorin Lisa, wie du ein Texter-Briefing erstellst und was du dabei beachten solltest
- Warum ist ein Texter-Briefing ein wichtiger Bestandteil in der Content-Erstellung?
- Diese Angaben machen ein gutes Content-Briefing für Texter*innen aus
- Allgemeine Angaben, die zu jedem Briefing passen
- Textspezifische Angaben
- Don'ts & häufige Schwachstellen in einem Texter-Briefing
- Wie erstellt man ein gutes Content-Briefing?: Aufbau, Struktur, Tipps
- Welche Tools unterstützen bei der Erstellung von Content-Briefings?
- Gibt es Content-Briefing-Vorlagen? Wo findet man diese?
- Schluss mit Chaos: Perfektioniere deine Texter-Briefings für unschlagbare SEO-Ergebnisse!
Warum ist ein Texter-Briefing ein wichtiger Bestandteil in der Content-Erstellung?
Diese Angaben machen ein gutes Content-Briefing für Texter*innen aus
Allgemeine Angaben, die zu jedem Briefing passen
- Angaben zum Unternehmen bzw. Auftraggeber*in & zum Outlet: Vor allem, wenn du mit Freelancer*innen und externen Texter*innen arbeitest, sind diese Informationen wichtig, um dein Vorhaben und dein Unternehmen zu verstehen. Erkläre also in einfachen Sätzen, was du machst und wo der Text veröffentlicht werden soll.
- Anrede: Wie sollen Texter*innen deine Zielgruppe ansprechen? Per Du/Ihr oder Sie? Sollen Texte aus der Ich-Perspektive oder im Passiv geschrieben werden?
- Tone of Voice: Beschreibe, wie der Text klingen soll. Soll er formell oder informell formuliert werden? Benutze auch Adjektive wie locker, informativ, lustig usw. So bekommen die Texter*innen eine Vorstellung davon, welchen Fokus sie beim Schreiben setzen sollten.
- Angabe zum Gendern: Mittlerweile unverzichtbar – Genderst du in deinen Texten oder benutzt du noch generischen Maskulin? Und wenn, wie genderst du? Per Sternchen, Doppelpunkt oder Schrägstrich? Oder sollen Texter*innen eher die neutrale Form, z.B. Lesende, Teilnehmende, benutzen? Machst du keine Angaben darüber, werden die Empfänger*innen des Texter-Briefings die Version verwenden, die sie normalerweise auch benutzen.
- Sprach-Level: Wenn du deine Zielgruppe kennst, solltest du auch festhalten, was das Sprach-Level des Textes sein soll. Das kommt auf den Wissensstand deiner Zielgruppe an. Sollen Texter*innen dein Content komplex oder einfach formulieren?
- "Verbotene" Begriffe & Themen: Gerade, wenn es sich um einen SEO-Text handelt, gibt es No-Go Begriffe und -Themen, die eine Google-Strafe nach sich ziehen können. Zum Beispiel alles, was mit Glücksspiel, Erwachseneninhalten oder Drogenverherrlichung zu tun hat. Doch auch eure Community- bzw. Unternehmens-Guidelines können Themen und Wörter vorgeben, die Texter*innen nicht verwenden sollten. Halte diese in deiner Briefing-Vorlage fest.
- Anforderungen an einen erfolgreichen Text: Was wird alles von dem/der Texter*in verlangt, um den Job erfolgreich abzuschließen, abgesehen vom reinen Text? Sollen sie beispielsweise interne Links einfügen, einen SEO-Titel und die Meta Description sowie Schlüsselwörter festlegen, Bilder einfügen oder andere On-Page-SEO-Optimierungen vornehmen? Ist dies nicht festgehalten, kann es zu Missverständnissen kommen.
- Infos zum Zitieren & zu Quellenangaben: Du solltest ebenfalls schriftlich festhalten, was eure Policy hinsichtlich externer Quellen, Links und Zitaten ist. Sind diese erwünscht? Wann ja, wann nein und wie sollen diese gekennzeichnet werden?
- Zu verwendende Tools: Sicher haben du und dein Team bewährte Software, die ihr zum Schreiben eurer Texte verwendet, z. B. Keyword-Recherche-Tools oder Schreibassistenten. Diese solltest du in deinem Briefing aufführen.
- Hilfreiche Ressourcen: Hast du es mit Anfänger*innen im Bereich SEO und Texten zu tun, sollte dein Briefing ebenfalls Links zu Anleitungen oder anderen Ressourcen beinhalten, die sie sich zu Gemüte führen können, um z. B. problemlos mit deinen Tools zu arbeiten oder eine gute Keyword-Recherche durchzuführen.
Textspezifische Angaben
- Thema: Offensichtlich sollten Texter*innen das Thema des Textes wissen. Ihr habt sicher im Vorfeld schon darüber gesprochen, aber halte es in jedem Fall noch einmal schriftlich fest. Das Thema kann gleichzeitig ebenfalls die H1 sein oder du lässt deinen Texter*innen hier mehr Freiheit. Stelle also auch klar, ob die Überschrift(en) festgelegt sind oder sie selbst kreativ werden können und sollen.
- Art & Zweck des Textes: Wo wird der Text veröffentlicht & um welche Art des Textes handelt es sich? Außerdem solltest du nähere Informationen zu User Intent und Zweck bzw. Vorhaben des Textes herunterschreiben. Das können z.B. eure SEO-Ziele sein oder Info darüber, ob der Text auch auf Social Media oder im Newsletter veröffentlicht wird.
- Zielgruppe: Wer sind die Leser*innen des Artikels? Welche Informationen über ihr Erfahrungslevel, ihre Eigenschaften und Interessen sind wichtig für Copywriter*innen?
- Länge: Wie lang sollte der Text sein? Mache hier eine ungefähre Angabe. Diese kannst du entweder aus dem SEO-Text-Tool entnehmen, das du benutzt oder anhand der am besten rankenden Texte für die relevanten Keywords ermitteln.
- Relevante Keywords: Speaking of – Du solltest ebenfalls festhalten, für welche Keywords ihr versuchen wollt, mit dem Text zu ranken. Ich führe persönlich gerne sowohl 1-3 Main Keywords auf, aber halte auch Kontext-Keywords und Unterthemen fest, die möglichst in meinen Text mit eingebaut werden sollten.
- Aufbau: Welche Punkte sollten in dem Text näher beleuchtet werden? Was braucht der Text, um einen roten Faden für die Leser*innen zu bieten und sie genügend in die Kernbotschaft einzuführen? Du kannst hier selbst Themengebiete oder Teilüberschriften festlegen, an die sich Texter*innen halten sollen.
- Struktur- bzw. Layoutvorgaben: Um den Text möglich lesbar zu machen (für Leser*innen und Google) braucht es mehr als nur Fließtext. Stichpunkte, Unterüberschriften und Aufzählungen machen deinen Text reicher und einfach "hübscher". Brichst du den Text visuell auf, werden sich auch Menschen, die keine Lust haben, einen langen Text zu lesen, besser zurechtfinden und Antworten auf ihre Fragen schnell erlangen können. Mache dies auch deinen Texter*innen klar.
- Inspirierende Artikel: Jede*r, der SEO-Texte oder anderen Content verfasst, wird es kennen – Manchmal mag einfach keine Inspiration aufkommen und es fällt schwer, einen Anfang zu finden. Deshalb kann ich dir nur empfehlen, Links zu bereits gut rankenden Artikeln zum Thema des Textes ins Briefing einzubinden. So bekommen Content-Writers und Texter*innen einen Eindruck davon, was gut bei Suchmaschinen und Leser*innen ankommt und auch davon, was ihren eigenen Beitrag besser machen kann.
- Linkangaben: Binde Links ins Briefing ein, die in den Text miteingebaut werden sollen. Eventuell kannst du auch Anchor-Texte vorschlagen, die Texter*innen verwenden sollen. So müssen sie nicht selbst stundenlang auf deinem Blog bzw. deiner Website nach relevanten Seiten suchen.
- Deadline: Hier scheiden sich die Geister, aber manchmal macht es Sinn, die Deadline für den Artikel schriftlich festzuhalten. In jedem Fall sollte dies jedoch vorher mit Texter*innen abgestimmt werden.
Don'ts & häufige Schwachstellen in einem Texter-Briefing
Zu allgemeine Angaben
Zu langes Briefing
Zu unübersichtlich
Honorarangaben & Persönliche Daten
Wie erstellt man ein gutes Content-Briefing?: Aufbau, Struktur, Tipps
Was gilt es bei einem SEO-Text-Briefing zu berücksichtigen?
- Schätze das SEO-Wissen deiner Texter*innen ein: Je nachdem, auf welchem Stand sie sind, musst du sie gegebenenfalls über SEO Best Practices unterrichten.
- Genaue Abstimmung & gute Kommunikation im Vorfeld & während des Schreibprozesses: Das ist natürlich immer von Bedeutung, aber umso mehr, wenn du es mit Texter*innen zu tun hast, die sonst kaum etwas mit SEO am Hut haben.
- Hinweise zum Strukturieren des Textes: Um den Text für Google und deine Zielgruppe lesbar zu machen und deine Chance zu erhöhen, in People also ask oder Featured Snippets aufzutauchen, solltest du auf sinniges Layout deiner Texte bestehen. Das heißt, weise im Briefing darauf hin, dass Aufzählungen, Stichpunkte und kurze, prägnante Abschnitte gewählt werden sollten.
- Keyword-Angaben: Gib in einem SEO-Text-Briefing an, für welche Keywords du ranken möchtest und auch, welche kontextverwandten Keywords für einen guten Artikel auftauchen sollten.
- Page Title & Meta Description: Gib an, ob Texter*innen diese selbst wählen sollten und wenn ja, mache Angaben zur Länge (ca. 60 Zeichen für den Titel & 150 Zeichen für die Description)
- Videos & Bilder: Ranken für dein gewähltes Keyword vorrangig Videos oder Infografiken? Dies solltest du bei der Content-Planung berücksichtigen. Ein Video kann Wunder für deine Rankings wirken und ist, je nach Suchanfrage, hilfreicher für die User*innen als reiner Text.
- Angaben zu internen Links: Du kennst deinen Website-Content am besten. Deshalb weißt du vermutlich auch besser als deine Texter*innen, welche themenverwandten Posts du bereits online hast, die im neuen Text verlinkt werden sollen. Zähle diese Links im Briefing auf. Unterliegt der neue Text einem Pillar Post oder einer Kategorie, dann sollte z.B. in jedem Fall darauf verlinkt werden.
- Überprüfe & überarbeite deine Briefing-Vorlage regelmäßig: Dank Google-Updates und wechselnder Ranking-Faktoren werden sich auch die Anforderungen an deine SEO-Texte ändern. Deshalb solltest du deine Briefings regelmäßig überprüfen und Änderungen vornehmen, um die besten Resultate zu erhalten.
Welche Tools unterstützen bei der Erstellung von Content-Briefings?
- Ryte Suite: Für Keyword Research, Content-Ideen, A/B-Tests, Zielgruppen-Analyse
- SE Ranking: Macht eine SERP-Analyse, hilft bei der Content-Briefing-Erstellung, Content-Optimierung & Competitor-Vergleichen, Qualitätschecks, Content-Erstellung mit AI-Content-Writing
- Sistrix: bietet eine Content Assistant KI & einen Content Editor, unterstützt Briefing-Erstellung
- SurferSEO: Für Keyword-Recherche, Content-Writing und -Optimierung, Competitor-Analyse, inklusive AI-Writing-Assistant
- ChatGPT: Kann bei der Briefing-Kreation oder Keyword-Recherche helfen. Probiere zum Beispiel die Prompts "Erstelle ein Content-Briefing zum Thema X" oder "Schlage mir Haupt- und Kontext-Keywords für einen Blog Post zum Thema X vor"
- Semrush: Für SEO Content-Template-Erstellung, Keyword Research, Competitor-Analyse
- ahrefs: Für Keyword-Recherche, Content-Recherche, Ranking-Analyse
Empfehlenswerte SEO Tools
Weitere empfehlenswerte SEO-Tools kannst du auf OMR Reviews finden und vergleichen. Insgesamt haben wir dort über 150 SEO-Tools (Stand: Dezember 2023) gelistet, die dir dabei helfen können, deinen organischen Traffic langfristig zu steigern. Also schau vorbei und vergleiche die Softwares mithilfe der verifizierten Nutzerbewertungen:
Gibt es Content-Briefing-Vorlagen? Wo findet man diese?
- per einfacher Google-Suche
- bei Tools wie Semrush, Sistrix oder SE-Ranking