Diese Software-Tools sind für das Business von Urban Sports Club unverzichtbar

Auf dieses Tech Stack setzt die Fitness-Plattform

Stas Hagemans (links, Head of Product bei Urban Sports Club) und Ítalo Vietro (VP Platform Engineering bei Urban Sports Club)
Stas Hagemans (links, Head of Product bei Urban Sports Club) und Ítalo Vietro (VP Platform Engineering bei Urban Sports Club) | Fotos: Unternehmen

Ein Abo abschließen und damit Sport in tausenden Fitness-Studios in fünf Ländern Europas treiben können: Das ist das Nutzenversprechen des Urban Sports Club. Die Zahl der möglichen monatlichen „Checkins“ hängt vom Abo-Paket der jeweiligen Nutzenden ab. Wie bildet das Unternehmen ein solch komplexes Produkt mit mehreren Beteiligten technisch ab? Und welche Software nutzt es, um sich selbst zu organisieren und Kundinnen und Kunden zu gewinnen? Das haben uns zwei führende Mitarbeiter des Unternehmens verraten.

In unserer Serie „Tech Stack“ verraten Unternehmen aus der Digitalbranche, welche Tools sie nutzen und warum sie sich gerade für diese Software-Lösungen entschieden haben. Du willst mehr Infos zu passenden Tools? Dann schau auf unserer Software-Bewertungsplattform OMR Reviews vorbei.

Während sich viele Unternehmen auf eine von wenigen großen Zielgruppen konzentrieren – entweder Endverbraucher*innen oder Geschäftskunden – spricht Urban Sports Club sogar drei an: Business-to-Consumer, Business-to-Business (Firmen, die ihren Mitarbeiter*innen Sportprogramme in Partnerschaft mit Urban Sports Club ermöglichen wollen) und Business-to-Partner, also die Studios, die Urban Sports Club erst einmal als Partner akquirieren müssen. Die Studiobetreiber*innen sollen durch Urban Sports Club ihre Studios besser auslasten, mehr Sichtbarkeit erhalten und neue Kundengruppen (wie etwa Firmensportler*innen) erschließen können.

Ein Projektmanagement-Tool für den Marketingplan

Wenig erstaunlich, dass bei solch einem komplexen Geschäftsmodell viel Abstimmung und Kommunikation notwendig ist – und ein großer Teil davon läuft über das Chat-Tool Slack. „Das ist auf jeden Fall das Tool, das bei uns intern den meisten Wert gestiftet hat. In der Pandemie und Home-Office-Zeit ist Slack nur noch wichtiger geworden“, sagt Stas Hagemanns, Head of Product Partner & Platform bei Urban Sports Club. „Slack ist auch an viele unserer Marketingkanäle angebunden, sodass wir darüber automatisierte Benachrichtigungen erhalten“, ergänzt Ítalo Vietro, VP of Platform Engineering bei dem Unternehmen.

Der gesamte Marketingplan wird mit dem Projektmanagement-Tool Asana erstellt und verwaltet. „Asana ermöglicht es Teams, ihre eigene Arbeitsweise zu entwickeln, die am besten zu ihren Prozessen passt“, so Vietro. Das Brand- und Design-Team greift auf die typischen Adobe-Suite-Tools zurück. „Unsere Werbemittel und unser Sales-Deck managen wir mit Figma (hier im OMR Porträt). Im kreativen Prozess nutzen wir statt des Whiteboarding-Tools Miro mittlerweile Figjam, weil das an Figma angebunden ist.“

Selbst entwickeltes Tool für die Abo-Verwaltung

Und wie und wo gewinnt Urban Sports Club neue Endkund*innen? „Google ist für uns der wichtigste digitale Marketingkanal, denn mit Google Ads können wir die meisten Menschen erreichen“, sagt Stas Hagemans. Urban Sports Club bucht nicht nur Anzeigen in den Ergebnissen von Googles Suchmaschine, sondern nutzt auch Google Display Ads. Hinzu kommen Google Tools für Tracking, Attribution und zur Auswertung: der Tag Manager, Google Analytics und Looker Studio (zuvor Data Studio).

Wer eine Urban Sports Club-Mitgliedschaft eingeht, muss dann bei den Partnerstudios über einen speziellen QR-Code einchecken. Für die Verwaltung der Abonnements auf Endkund*innen-Seite setzt USC auf ein selbst entwickeltes Tool. „Das kann eine Herausforderung sein, wenn wir neue Produkte entwickeln. Deswegen prüfen wir immer wieder, ob wir hier auf ein Software-as-a-Service-Tool von der Stange wechseln. Aktuell funktioniert unser eigenes Tool aber noch sehr gut“, sagt Hagemanns.

Automatisierter Sales Funnel für neue Firmenkunden

„Die Mehrheit unserer Mitglieder sind Firmenkunden. Das war vorher schon so, hat sich durch Corona aber noch einmal verstärkt“, hat Urban-Sports-Club-Gründer Moritz Kreppel bereits im Juni gegenüber OMR erklärt. „Wenn wir neue Firmenkunden gewinnen, gibt es unterschiedliche Ausbaustufen“, erklärt Stas Hagemanns. Für kleinere Firmen gebe es einen auf HubSpot CRM basierenden eigenen automatisierten Sales Funnel. „Dabei werden sie auf eine Anmeldeseite geführt und geben in einem Formular alle notwendigen Daten an. Bei mittelgroßen Firmen nimmt unser Sales-Team Kontakt auf und für große Firmen erstellen wir auch maßgeschneiderte Angebote.“

Die Studios erhalten pro Checkin eine vereinbarte Gebühr von Urban Sports Club. Wichtigster Kanal, um neue Partner-Studios zu gewinnen, sei Instagram, so der Produktchef. Für die B2P-Sparte habe das Unternehmen einen automatisierten Sales-Flow in Zapier (hier im OMR Porträt) aufgesetzt. „Wenn da ein neuer Lead hereinkommt, kann sich unser Sales-Team absprechen, ob da ein persönlicher Kontakt notwendig ist und wer diesen aufnehmen kann“, sagt Ítalo Vietro.

„Die SaaS-Preise für große Firmen sind zu hoch“

Gibt es nach Ansicht der beiden Urban-Sports-Club-Manager noch ein Tool, das aktuell auf dem Markt fehlt? „Weniger eine Software, mehr ein Preismodell“, meint Ítalo Vietro. Als Unternehmen wolle man den Kundinnen und Kunden immer den besten Service bieten: den besten (passenden) Shop, die beste Zahlungslösung, die beste CRM-Lösung, etc. „Aber die meisten Software-as-Service-Produkte werden bei großen Volumina quasi unerschwinglich.“ Das führe dann häufig dazu, dass selbst entwickelte Lösungen eingesetzt würden. „Die sind dann zwar billiger, haben aber den Nachteil, dass sie das Problem nur auf grundlegender Ebene lösen.“

Diese Tools nutzt Urban Sports Club

Hier eine Liste aller Tools, die bei Urban Sports Club zum Einsatz kommen:



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Roland Eisenbrand
Autor*In
Roland Eisenbrand

Roland ist seit mehr als zehn Jahren als Journalist in der Digitalbranche aktiv. Seit 2014 verantwortet er als Head of Content (und zweiter Mitarbeiter) alle inhaltlichen Komponenten von OMR, darunter vor allem den OMR Blog und redaktionelle Arbeit rund um das OMR Festival.

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