Stell dir vor, eine Kundin sieht online ein Paar Schuhe, kauft sie per Smartphone und möchte sie am nächsten Tag im Laden umtauschen. Im Geschäft weiß das Personal allerdings nichts von der Online-Bestellung. Der Gutschein aus der App wird vom Terminal nicht erkannt und am Ende des Monats sitzt deine Buchhaltung vor drei verschiedenen Excel-Listen, um die Zahlungsströme mühsam abzugleichen. So sieht im klassischen Handel oft noch der Alltag aus, wenn POS und Onlineshop nebeneinander laufen, statt durch Unified Commerce zu verschmelzen.
Spätestens zum Saisongeschäft oder während großer Rabattaktionen werden solche Insellösungen zur Wachstumsbremse.Sprechen deine Systeme nicht miteinander, verlierst du nicht nur Zeit, sondern auch wertvolle Daten über deine Kundschaft. Services wie Click-and-Collect oder Instore-Returns werden allerdings zunehmend zum Standard und machen eine nahtlose Vernetzung essenziell für dein Geschäft. Denn wer trotz Ansätzen wie Unified Commerce weiter auf veraltete Prozesse setzt, verliert im Wettbewerb schnell den Anschluss.
Das Wichtigste in Kürze
Unified Commerce bricht Datensilos auf, indem POS und E-Commerce auf einer einzigen Plattform für eine 360-Grad-Sicht zusammengeführt werden.
Händler*innen profitieren von effizienteren Prozessen in der Buchhaltung und im Lagerbestand sowie von einer schnelleren Skalierbarkeit ihres Geschäftsmodells.
Die Vernetzung der Kanäle ermöglicht moderne Services wie Click-and-Collect und Instore-Returns, die heute als Standard von Kund*innen erwartet werden.
Ein zentrales Backend reduziert Reibungsverluste für Kund*innen und schützt Marken vor Wettbewerbsnachteilen durch veraltete, fragmentierte Systeme.
Warum stoßen herkömmliche Commerce-Systeme an ihre Grenzen?
Viele Händler*innen nutzen für ihren Laden, ihren Onlineshop und ihre Kundenbindungsprogramme unterschiedliche Anbieter. Das führt nicht selten zu Chaos bei den Schnittstellen: Daten liegen in Silos und müssen oft manuell zusammengeführt werden. Das kostet nicht nur Nerven, sondern erhöht auch die Fehlerquote in deinem Reporting. Was fehlt, ist ein ganzheitlicher Ansatz.
Besonders frustrierend wird es für deine Kund*innen, wenn Kanäle nicht vernetzt sind. Ein Klassiker ist der Online-Gutschein, der im physischen Laden nicht eingelöst werden kann. Solche Erlebnisse sorgen für Reibungsverluste und schaden deiner Marke. Dazu kommen die versteckten Kosten von Multi-Vendor-Strategien: Du zahlst für viele verschiedene Verträge, pflegst mehrere Dashboards und bremst dich bei der Expansion selbst aus. Ein neuer Rollout dauert ewig, weil du jedes System einzeln anpassen musst.
„Fragmentierte Systeme sind der stille Umsatzkiller im Handel. Viele Händler haben über Jahre gewachsene Systemlandschaften aufgebaut – ERP hier, Kassensystem da, Online-Shop dort. Das Ergebnis: Jeder Kanal kennt seinen Kunden, aber keiner kennt denselben. Unified Commerce beginnt nicht im Frontend, sondern im Backend – wer dort keine einheitliche Payment-Infrastruktur hat, kann kein konsistentes Kundenerlebnis liefern.“
Multichannel, Omnichannel, Unified Commerce? Das bedeuten die Begriffe
Im modernen Handel führt der Weg von isolierten Kanälen hin zu einer zentralen Plattform:
Multichannel vs. Omnichannel
Wie der Name schon sagt, verkaufst du bei Multichannel über viele (multi) Kanäle gleichzeitig. Du hast einen Laden, einen Onlineshop und vielleicht noch eine App. Früher war das der Standard. Das Problem dabei ist jedoch die strikte Trennung: Jeder Kanal funktioniert wie ein eigenes Unternehmen mit eigenem Lagerbestand, eigener Datenbank und eigenem Payment-Anbieter. Für dich bedeutet das einen hohen Verwaltungsaufwand, da die Systeme nicht miteinander kommunizieren.
Bei Omnichannel ist das Ziel, auf allen (omni) Kanälen präsent zu sein und eine konsistente Markenbotschaft zu vermitteln. Hier steht die Kundenerfahrung im Fokus. Die Kund*innen können z. B. online recherchieren und im Laden kaufen. Allerdings ist Omnichannel oft eine reine Frontend-Strategie. Im Hintergrund laufen meist weiterhin verschiedene Einzelsysteme, die über Behelfsschnittstellen miteinander verbunden sind. Das wirkt nach außen hin vernetzt, bleibt im Backend jedoch starr und fehleranfällig, da kein gemeinsames Fundament besteht.
Was ist Unified Commerce?
Bei Unified Commerce behältst du wiederum mithilfe einer Plattform den Überblick über alle Daten. Dieser Ansatz verbindet deine Omnichannel-Systeme und bietet eine übergeordnete Schnittstelle für die Interaktion mit deinen Kund*innen. Alle Verkaufskanäle laufen auf einer Plattform zusammen und bieten dir so dank eines einzigen Backends eine wichtige Grundlage für datengestützte Entscheidungen.
Die Zahlungsdaten deiner Käufer*innen helfen dir dabei, sie kanalübergreifend zu identifizieren und an den unterschiedlichen Touchpoints der Customer Journey gezielt auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Auf diese Weise operierst du dank Unified Commerce und einer 360-Grad-Sicht auf dein Business nicht länger in Silos, setzt Werbebudgets gezielt ein und bist bereit für eine schnelle Skalierung.
Wie funktioniert Unified Commerce? Vier Säulen moderner Zahlungsinfrastruktur
Um Unified Commerce erfolgreich umzusetzen, müssen vier Bereiche deines Payment-Setups nahtlos ineinandergreifen. Es geht dabei nicht nur um das Bezahlen selbst, sondern um die gesamte technologische Basis:
1. POS und SoftPOS: Flexibilität auf der Fläche
Stationär musst du heute flexibler sein als je zuvor. Unified Commerce ermöglicht es dir, den Point of Sale dorthin zu bringen, wo deine Kundschaft ist. Moderne Lösungen verwandeln herkömmliche Smartphones per SoftPOS in vollwertige Kartenterminals. Das ist ideal für „Queue Busting“, also das Verkürzen von Warteschlangen, oder für die mobile Beratung im Laden. Da das POS-System direkt mit der zentralen Plattform verbunden ist, hat das Personal sofortigen Zugriff auf Online-Profile oder den „Endless Aisle“, also ein virtuelles verlängertes Regal. Das bedeutet: Ist ein Artikel im Laden vergriffen, können Mitarbeitende ihn direkt am Tablet oder Smartphone bestellen und zu den Kund*innen nach Hause liefern lassen.
Mit SoftPOS wird das Smartphone zum Kartenterminal. Das eröffnet neue Möglichkeiten für den mobilen Verkauf auf der Ladenfläche oder auf Veranstaltungen. Bild: secupay
2. E-Commerce: Conversion durch Kontinuität
Im Onlineshop entscheiden Sekunden über den Kaufabschluss. Unified Commerce optimiert den Check-out, indem der Ansatz die Daten aus allen Kanälen nutzt. Ein konsistentes Datenmodell sorgt dafür, dass bevorzugte Zahlungsarten oder Lieferadressen bereits bekannt sind, wenn die Person zuvor im Laden oder per App eingekauft hat. Durch Tokenisierung können Zahlungsdaten sicher gespeichert werden, was One-Click-Payments ermöglicht und Conversion Rates steigert.
3. Gutscheine und Loyalty: Identifikation ohne Barrieren
Mit Unified Commerce funktionieren Loyalty-Programme erst richtig kanalübergreifend: Ein Gutschein, der online generiert wurde, muss am POS ohne manuelle Prüfung sofort einlösbar sein, und umgekehrt: Eine im Laden ausgestellte Karte muss ebenso reibungslos im Onlineshop oder in der App funktionieren. Möglich wird das durch physische oder digitale Karten, die gleichzeitig als Geschenkgutschein, Treuekarte oder Prepaid-Bezahlkarte eingesetzt werden können. Ob im Laden, im Onlineshop oder in der App: Das Guthaben ist überall verfügbar, die Bonifizierung basiert auf dem tatsächlichen Warenkorb und alle Transaktionen laufen in Echtzeit über ein zentrales Portal zusammen.
4. Payouts und Marktplatzlogik: Skalierbare Hintergrundprozesse
Die automatisierte Abwicklung im Hintergrund ist eine der Kernstärken von Unified Commerce, was besonders für komplexe Geschäftsmodelle wie Marktplätze oder Franchise-Systeme entscheidend ist. Durch integrierte Split Payments und automatisiertes Clearing stellt das System sicher, dass Gelder fehlerfrei an Partner*innen oder verschiedene Standorte fließen. Das reduziert den manuellen Aufwand in deiner Buchhaltung auf ein Minimum und schafft die nötige Basis für internationales Wachstum und eine reibungslose Skalierung.
Beispiele für Unified Commerce und was es dir bringt
Viele Händler*innen starten mit einem klassischen Setup: ein Zahlungsdienstleister für die Kartenterminals im Laden und ein anderer für den Payment-Gateway im Web. Die Daten fließen getrennt voneinander und Click-and-Collect wird so zum organisatorischen Albtraum.
Die Konsolidierung auf eine einzige Plattform ändert das, indem der Transformationsprozess alle Datenströme zentral zusammenführt. Das Ergebnis ist ein Echtzeit-Reporting, das auf Knopfdruck zeigt, was in deinem gesamten Unternehmen passiert. Du siehst dank Unified Commerce zum Beispiel ...
in Echtzeit, welche Produkte online reserviert und im Laden abgeholt wurden (Click-and-Collect).
das kanalübergreifende Kaufverhalten deiner Kund*innen – hilfreich für personalisierte Marketing-Aktionen.
die sofortige Synchronisierung deiner Lagerbestände über alle Standorte und den Webshop hinweg.
eine konsolidierte Abrechnung aller Zahlungsströme, was den Aufwand in der Buchhaltung reduziert.
Die Möglichkeiten, die Unified Commerce dir bietet, stärken zudem die Kundentreue. Denn eine optimale Customer Experience hat großen Einfluss darauf, ob Kund*innen bei dir einkaufen und vor allem wiederkommen. Zahlungsdaten geben Aufschluss darüber, wie viel Geld deine Kund*innen bei dir ausgeben, wie oft und über welches Endgerät sie einkaufen oder welche Kanäle sie am liebsten nutzen.
Basierend auf diesen zentral zusammenlaufenden Echtzeitdaten kannst du dank Unified Commerce individuelle Profile deiner Kund*innen erstellen und gezielt segmentieren. So gehst du besser auf die Bedürfnisse deiner Kund*innen ein, optimierst deine Werbemaßnahmen dank gezieltem Targeting und vermeidest unnötigen Ad Spend.
Erkenne wiederkehrende Kund*innen kanalübergreifend und biete ihnen so ein persönlicheres Kauferlebnis.
Ermittle treue Kund*innen und binde sie mit Payment-basierten Treueprogrammen noch enger an deine Marke.
Mache weniger treue Kund*innen wie z. B. Erstattungsbetrüger*innen ausfindig und ergreife passende Maßnahmen.
Überzeuge abwanderungsgefährdete Kund*innen durch gezielte Maßnahmen weiterhin von deiner Marke.
Verbessere deine Upselling-Maßnahmen, indem du deinen Kund*innen Artikel über Anzeigen präsentierst, die gut zu ihren bereits gekauften Produkten passen.
„Payment wird im Handel oft als reines Kostencenter gesehen. Dabei ist es einer der wenigen Berührungspunkte, den jeder Kunde zwingend durchläuft – ob online, mobil oder am POS. Wer Payment strategisch denkt, hat dort Daten, Kundenbindung und Conversion-Potenzial, das er sonst nirgendwo gewinnt.“
Für wen lohnt sich der Wechsel auf Unified Commerce?
Unified Commerce ist die ideale Lösung für Händler*innen, die sowohl stationär als auch online aktiv sind und diese Welten endlich profitabel verschmelzen wollen. Wenn du merkst, dass deine aktuellen Prozesse bei Click-and-Collect oder Instore-Returns an ihre Grenzen stoßen, ist das ein klares Signal für einen Wechsel. Vor allem im Textil- und Einzelhandel, wo Saisongeschäft und hohe Serviceerwartungen den Alltag prägen, sorgt die zentrale Plattform für die nötige Entlastung und ein professionelles Auftreten.
Auch für wachsende Unternehmen und Marktplatzbetreiber*innen bietet dieser technologische Ansatz Vorteile: Wer schnell neue Standorte eröffnen oder zusätzliche Vertriebskanäle integrieren möchte, braucht ein stabiles Fundament, das ohne aufwendige manuelle Datenpflege auskommt. Auch komplexe Zahlungsströme, wie sie bei Plattform-Modellen mit vielen Partner*innen vorkommen, lassen sich so deutlich effizienter und rechtssicher abwickeln.
Zudem profitieren Marken, die eine hohe Kundenbindunganstreben, besonders von der 360-Grad-Sicht. Wenn du deine Kund*innen wirklich verstehen und über alle Kanäle hinweg individuell ansprechen willst, ist Unified Commerce die technologische Voraussetzung. Das gilt für inhabergeführte Boutiquen ebenso wie für große Handelsketten, die ihre Marketing-Investitionen gezielter steuern und Streuverluste minimieren möchten.
Mit Secupay zur einheitlichen Payment-Infrastruktur „Made in Germany“
Wenn du nach einer Lösung suchst, die diese Möglichkeiten bietet, solltest du einen Blick auf Secupay werfen. Als inhabergeführter und von der BaFin beaufsichtigter Zahlungsdienstleister bietet das Unternehmen eine einheitliche Infrastruktur für alle Kanäle. So legst du den Grundstein für deinen Unified-Commerce-Ansatz und stellst dich in Zeiten wachsender Kundenanforderungen zukunftssicher auf.
Über das zentrale Portal, das sogenannte secuOffice, verwaltest du alle deine Transaktionen an einem Ort, egal ob POS, E-Commerce oder Loyalty-Programme. Du nutzt eine einzige API und profitierst von einem einheitlichen Datenmodell für deinen Unified Commerce. Das macht Secupay zu einer Option für Händler*innen, die Wert auf Vertrauen, Sicherheit und regionale Kompetenz legen.
Einblick ins Backend von secupay. Bild: secupay
Secupay im Überblick
Kriterium
Das bietet Secupay
Sicherheit und Regulierung
BaFin-beaufsichtigt, ISO 27001 zertifiziert, PCI-DSS konform, Datenverarbeitung auf deutschen Servern
Flexibilität
Unterstützung von stationären Terminals, SoftPOS (Smartphone als Terminal), API-Anbindungen und Shop-Plugins
Integration
Eine zentrale API für alle Kanäle, Management über das secuOffice, nahtlose Anbindung an ERP- und Kassensysteme
Kundenbindung
Kanalübergreifende Loyalty- und Gutscheinlösungen, Identifikation via Payment-Token (Kreditkarte als Kundenkarte)
Kanäle
Vollständige Abdeckung von POS, E-Commerce, Mobile-Payment und komplexen Marktplatz-/Plattform-Szenarien
Reporting und Finanzen
Echtzeit-Transaktionsübersicht, konsolidierte Abrechnungen für alle Kanäle, automatisiertes Clearing und Payouts
Fazit: Dein Weg zu einer zukunftssicheren Payment-Strategie
Unified Commerce ist das technologische Fundament für die Skalierung deines Handelsmodells und für erstklassige Kundenerlebnisse. Wenn du POS und E-Commerce mit Tools wie Secupay auf einer Plattform vereinst, reduzierst du deine Kosten, eliminierst Datenfehler und bist bereit für die Zukunft des Handels. Der Aufwand für die Umstellung zahlt sich schnell aus, da du endlich die volle Kontrolle über deine Prozesse gewinnst.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Unified Commerce
Häufig gestellte Fragen zu Unified Commerce
Was ist der Unterschied zwischen Omnichannel und Unified Commerce?
Omnichannel konzentriert sich primär auf die Vernetzung der Kundenerfahrung im Frontend, nutzt im Hintergrund jedoch oft getrennte Systeme. Unified Commerce hingegen basiert auf einer einzigen Plattform und einem zentralen Datenmodell für alle Kanäle.
Welche technischen Voraussetzungen brauche ich für die Umstellung?
Du benötigst eine zentrale Payment-Plattform und eine API (Schnittstelle), die deine bestehenden Systeme wie zum Beispiel ERP- oder Kassensysteme mit deinen Verkaufskanälen verbindet.
Wie sicher ist Unified Commerce?
Durch moderne Verfahren wie die Tokenisierung werden Zahlungsdaten verschlüsselt und sicher gespeichert. Anbieter wie secupay sind zudem PCI-DSS zertifiziert und erfüllen strenge regulatorische Anforderungen der BaFin.
Kann ich Click-and-Collect auch ohne Unified Commerce anbieten?
Das ist möglich, führt aber oft zu Fehlern bei den Lagerbeständen oder Problemen bei der Abwicklung im Laden. Mit Unified Commerce laufen diese Prozesse automatisiert und fehlerfrei in Echtzeit ab.
Was ist SoftPOS und brauche ich dafür spezielle Hardware?
SoftPOS ist eine Technologie, die herkömmliche Smartphones oder Tablets in mobile Kartenterminals verwandelt. Du benötigst also keine zusätzliche Hardware, sondern lediglich ein kompatibles Endgerät und die passende Software.
Chantal ist Redakteurin bei OMR Reviews. Wenn sie gerade mal nicht in die Tasten haut, betreibt sie Café Hopping oder erkundet neue Städte. Am liebsten beides zusammen. Vor ihrem Start bei OMR Reviews hat die Eigentlich-Kielerin in Kreativagenturen und als Freelancerin gearbeitet. 2022 hat sie außerdem eine Weiterbildung zur Fashion Stylistin abgeschlossen.
Dieser Artikel erscheint auf OMR Reviews – der führenden DACH-Plattform für B2B-Software-Bewertungen, Software-Vergleiche, Agenturen, Business Services und B2B-Tech-Content. Mit mehr als 80.000 verifizierten Bewertungen und 12.000+ gelisteten Tools hilft OMR Reviews Unternehmen dabei, passende Software-Lösungen und Dienstleister fundiert zu recherchieren, zu vergleichen und bessere Entscheidungen zu treffen.
Payment Software, oft auch als Zahlungssoftware bezeichnet, umfasst alle möglichen Arten von Tools, die Unternehmen und Organisationen dabei unterstützt, Transaktionen und andere Zahlungsprozesse effizient zu handhaben. Diese Art von Software ist ein zentraler Bestandteil des Finanzmanagements sowohl in kleinen als auch in großen Organisationen und richtet sich an eine breite Palette von Nutzer*innen, darunter Händler*innen, Dienstleister*innen, Non-Profit-Organisationen sowie öffentliche und private Institutionen. Durch den Einsatz von Payment Software können diese Akteure die Geschwindigkeit, Sicherheit und Genauigkeit ihrer Zahlungsabwicklungsprozesse signifikant verbessern.
Die Anwendungsbereiche von Payment Software sind vielseitig. Sie reichen von der einfachen Rechnungsstellung und dem Zahlungseinzug über die Verarbeitung von Online-Zahlungen bis hin zur Automatisierung wiederkehrender Zahlungen und der Integration in Buchhaltungssysteme. Darüber hinaus können durch den Einsatz von Payment Software Berichte und Analysen erstellt werden, die wertvolle Einblicke in die Zahlungsaktivitäten und die finanzielle Performance bieten. Des Weiteren wird Payment Software in unterschiedlichen Branchen eingesetzt, darunter im Einzelhandel, in der Gastronomie, im E-Commerce, in der Gesundheitsbranche und in vielen anderen Sektoren, in denen Transaktionen und Zahlungsströme eine zentrale Rolle spielen.
Die Kategorie Payment Software umfasst verschiedene Unterkategorien, welche speziell auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen der Nutzer*innen abgestimmt sind. Hierzu gehören unter anderem Zahlungsdienstleister, Payment Processing, Payment Analytics und Zahlungsmethoden. Jede dieser Unterkategorien bietet spezifische Funktionen und Vorteile, die den Zahlungsabwicklungsprozess optimieren und an die jeweiligen Anforderungen der User*innen anpassen.
Um in der Kategorie Payment Software aufgenommen zu werden, sollte eine Lösung folgende Features und Eigenschaften aufweisen:
* Zahlungsabwicklung: Die Fähigkeit, verschiedene Zahlungsmethoden wie Kreditkarten, Debitkarten, Banküberweisungen und mobile Zahlungen sicher und effizient abzuwickeln.
* Sicherheitsstandards: Ein hohes Maß an Sicherheit durch die Einhaltung gängiger Sicherheitsstandards wie PCI DSS, um die Sicherheit der Zahlungsdaten zu gewährleisten.
* Integration: Die Möglichkeit zur nahtlosen Integration in bestehende Systeme wie Buchhaltungssoftware, CRM-Systeme und E-Commerce-Plattformen.
* Berichterstattung und Analyse: Tools für die Erstellung von Berichten und die Analyse von Zahlungsdaten, um Transparenz und Einblicke in die Zahlungsaktivitäten zu bieten.
Ein Zahlungsdienstleister (ZDL) ist ein Unternehmen, das Services für die Abwicklung von elektronischen Zahlungen anbietet. Dies umfasst eine Vielzahl von Zahlungstransaktionen wie beispielsweise Kreditkarten- und Debitkartenverarbeitung, Banküberweisungen, Echtzeit-Überweisungen und mobile Zahlungslösungen. Obwohl es viele verschiedene Arten von Zahlungsdienstleistern gibt, einschließlich Online-Zahlungsdienstleistern, mobilen Zahlungsdienstleistern und POS (Point Of Sale)-Zahlungsdienstleistern, ist ihre Hauptfunktion die gleiche: die sichere und effiziente Verarbeitung und Autorisierung von Zahlungstransaktionen zwischen Verkäufern und Käufern.
Zahlungsdienstleister bilden im Handel die Brücke zwischen Konsument*innen, Händler*innen und den Finanzinstituten. Durch die Bereitstellung eines sicheren Kanals für die Übertragung sensibler Finanzinformationen tragen Zahlungsdienstleister entscheidend dazu bei, das Vertrauen der Kund*innen zu gewinnen und die Integrität des elektronischen Handels zu wahren.
Ein Zahlungsdienstleister sollte folgende Eigenschaften aufweisen, um als solcher kategorisiert zu werden:
* Zahlungsabwicklung: Die Fähigkeit, verschiedene Arten von Zahlungen abzuwickeln (z.B. Kreditkarten, Debitkarten, Banküberweisungen, mobile Zahlungen).
* Sicherheit: Bereitstellung sicherer Zahlungsabwicklungsmechanismen, um die Finanzdaten der Nutzer*innen zu schützen. Zudem Einhaltung von Sicherheitsstandards wie PCI DSS (Payment Card Industry Data Security Standard).
* Währungs- und Länderunterstützung: Unterstützung mehrerer Währungen und Länder, um internationale Geschäfte zu ermöglichen.
* Integration: Möglichkeit zur Integration in verschiedene E-Commerce-Plattformen und Buchhaltungssysteme.
Einzelhandelsunternehmen setzen Kassensysteme, auch Kassensoftwares oder POS-Softwares (Point-of-Sale-Softwares) genannt, für die Erfassung von Transaktionen ein. Die POS-Systeme für den Einzelhandel werden nicht nur für die Erfassung von Verkäufen und weiteren Finanztransaktionen eingesetzt, sondern bieten weitere Funktionen wie Umsatzverfolgung, Debitorenbuchhaltung, Einkauf und Inventarmanagement über mehrere Register bzw. Endgeräte und Filialen hinweg.
Kassensysteme sorgen für effiziente Abläufe im Einzelhandel, indem sie schnelle Buchungen oder Bestellungen sowie ein zügiges Kassieren gewährleisten. Außerdem bieten die Kassensoftwares bestenfalls eine einfache Bedienung und schnelle Ladezeiten, halten gesetzliche Anforderungen (z. B. KassenSichV, GoBD) ein, liefern Kassenabschlussberichte, erfüllen Sicherheitsstandards und ermöglichen den unkomplizierten Import von Produkten. Durch Controlling-Funktionen verbessern Kassensoftwares das Kostenmanagement und die Unternehmensplanung. Zudem bieten Kassensysteme Schnittstellen zu Warenwirtschaftssoftware, Rechnungsprogrammen, Buchhaltungssoftware und CRM-Systemen oder sind in solche Softwares integriert.
Des Weiteren verfügen die Software-Lösungen meist über Schnittstellen zu einer Vielzahl von Peripheriegeräten wie Personal Computern, Registrierkassen oder Kartelesegeräten oder lassen sich auf diesen installieren. Einige Hersteller bieten zudem ihre eigenen Peripheriegeräte an, welche optimal auf die Software abgestimmt sind.
Um sich als Kassensystem bzw. -software zu qualifizieren, muss die Lösung:
* den Checkout-Prozess im Geschäft digitalisieren
* Verkaufstransaktionen und -vorgänge verwalten
* Schnittstellen zu üblichen Registrierkassen bieten
Digitale Zahlungsmethoden bezeichnen alle elektronischen und onlinebasierten Techniken, Verfahren und Lösungen, mit denen Käufer*innen Waren und Dienstleistungen bezahlen können. Im Gegensatz zu traditionellen Zahlungsmethoden, wie beispielsweise Bargeld oder Schecks, setzen digitale Zahlungsmethoden auf elektronische Transaktionsverfahren, die über das Internet oder andere digitale Netzwerke abgewickelt werden.
Diese digitalen Lösungen richten sich an eine Vielzahl von Nutzer*innen, von Einzelkund*innen über Online-Shops bis hin zu großen E-Commerce-Plattformen. Sie sind insbesondere in Bereichen wie dem E-Commerce, dem Online-Service-Sektor, der digitalen Unterhaltungsindustrie und vielen weiteren Online-Geschäftsfeldern von Bedeutung.
Da die Digitalisierung in der Geschäftswelt immer weiter voranschreitet, steigt auch die Notwendigkeit für sichere, effiziente und nutzerfreundliche digitale Zahlungsmethoden. Sie bieten nicht nur Komfort, sondern oft auch zusätzliche Sicherheitsfeatures, die bei traditionellen Zahlungsmethoden fehlen. Eng verknüpft mit den Zahlungsmethoden ist die Kategorie Zahlungsdienstleister, die Anbieter aufführt, die die entsprechende Infrastruktur für Online-Zahlungen bereitstellen.
Um in der Kategorie digitale Zahlungsmethoden aufgenommen zu werden, sollte eine Lösung folgende Features und Eigenschaften aufweisen:
* Sicherheit: Gewährleistung von sicheren Transaktionen durch Techniken wie Verschlüsselung, Zwei-Faktor-Authentifizierung und andere moderne Schutzmaßnahmen.
* Benutzerfreundlichkeit: Intuitive Benutzeroberflächen und einfache Abwicklungsprozesse für Käufer und Verkäufer.
* Schnelligkeit: Schnelle Transaktionsverarbeitung und -bestätigung.
* Multi-Plattform-Unterstützung: Integration und Kompatibilität mit verschiedenen digitalen Plattformen, Betriebssystemen und Geräten.
* Transparenz und Kontrolle: Klare Konditionen, übersichtliche Gebührenstrukturen und Möglichkeit zur Nachverfolgung von Transaktionen.