SaaS-SEO – Alles, was du dazu wissen musst!

Eine umfassende Anleitung, wie Du SEO für deine SaaS Schritt für Schritt umsetzt

Für SaaS-Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, an günstige neue Leads zu kommen. Die Klickpreise für Social Media Werbung steigen von Jahr zu Jahr und die Anzahl der Mitbewerber*innen auf dem Markt nimmt nicht ab.

Doch kein Grund zur Panik, es gibt noch einige Möglichkeiten, um planbar und günstig potenzielle Kund*innen zu gewinnen.

Eine Möglichkeit als SaaS-Unternehmen an kostengünstige Leads zu kommen, ist es, auf Suchmaschinenoptimierung zu setzen, denn SEO ist skalierbar und auf lange Sicht deutlich günstiger als PPC-Kanäle oder Outbound-Marketing.

Mittlerweile ist es nämlich so, dass es für SaaS-Unternehmen immer wichtiger wird, sich von der Masse abzuheben, und eine gute SEO-Strategie kann dabei helfen. Der SaaS-Markt hat mittlerweile ein Volumen von 157 Milliarden Dollar und es wird von Jahr zu Jahr mehr.

Wachstum SaaS-Markt (1).png

Wachstum des SaaS-SEO-Marketings in den letzten 12 Jahren. Gesamtgröße des SaaS-Marktes (in Milliarden USD) Quelle: Statista

Leider machen viele SaaS-Unternehmen noch viele grobe SEO-Fehler und deswegen haben wir diesen Artikel geschrieben. Wir werden darauf eingehen, worauf es beim Thema SaaS-SEO ankommt und was die Best Practises sind. Zusätzlich zeige ich dir ein paar hilfreiche Tools und Softwares auf OMR Reviews, die dich bei alledem unterstützen können.


Was ist SaaS SEO?

SaaS-Unternehmen bieten ihre Software über das Internet an und haben in der Regel das Ziel, ihre Online-Sichtbarkeit zu erhöhen und mehr Nutzer*innen auf ihre Plattform zu locken. SaaS-SEO soll dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Im Grunde umfasst SaaS-SEO verschiedene Strategien und Techniken, um das Ranking der Website in den Suchmaschinenergebnissen zu verbessern. Neben den klassischen Prinzipien der Suchmaschinenoptimierung gibt es jedoch in der SaaS-Branche einige Besonderheiten, auf die wir später nochmal im Detail eingehen werden.


Warum ist SEO für SaaS-Unternehmen sinnvoll? Welche Vorteile hat SaaS-SEO?

SEO kann für SaaS-Unternehmen das fehlende Puzzlestück sein, um der Konkurrenz, die noch auf Outbound und andere klassische Marketing-Kanäle setzt, den Rang abzulaufen.

Doch warum ist SEO für SaaS-Unternehmen sinnvoll?


Der Compound Effect

Es muss einen guten Grund geben, warum SaaS-Größen wie HubSpot und Pipedrive auf Content Marketing und SEO schwören. Der Grund ist, dass SEO für SaaS mit der Zeit eine immer stärkere Wirkung entfaltet.

Der Compound Effect funktioniert folgendermaßen: Du fängst an, immer mehr hilfreiche Inhalte auf deiner Webseite zu veröffentlichen, diese Inhalte werden von anderen gefunden und verlinkt, was sich wiederum positiv auf die Autorität deiner Webseite auswirkt.

Ergo: Je mehr Inhalte du veröffentlichst, desto mehr Links bekommst du & desto mehr Sichtbarkeit gewinnt deine Webseite aufgrund der immer weiter steigenden Autorität – eine positive Aufwärtsspirale.

Wenn du mit SEO für dein SaaS-Unternehmen beginnst, kann es eine Weile dauern, bis du die ersten Ergebnisse siehst. Aber sobald der Compound Effect anfängt zu wirken, fängt der Spaß erst richtig an.


Es harmoniert hervorragend mit anderen Marketingkanälen

Wir leben in einer Welt, in der Omnipräsenz der Schlüssel zum Erfolg ist. SEO spielt eine wichtige Rolle in der Omnichannel-Marketingstrategie eines jeden SaaS-Unternehmens.

SEO & Content Marketing gehen Hand in Hand. Die für SEO erstellten Inhalte können demnach für andere Marketingkanäle wie E-Mail-Marketing, Social-Media-Marketing, usw. wiederverwendet werden. SEO trägt auch zum Aufbau von Markenbekanntheit und Autorität bei, was letztendlich dazu beiträgt, Nutzer*innen aus anderen Marketingkanälen zu gewinnen.


SaaS-SEO erfordert keine riesigen Investitionen

Im Vergleich zu anderen Marketingaktivitäten, wie z.B. bezahlten Anzeigen, sind für den Start von SEO-Maßnahmen keine großen Investitionen erforderlich.

Zu Beginn ist der CAC bei SEO-Maßnahmen in der Regel hoch, aber mit zunehmendem Wachstum können diese Kosten schnell sinken. Während SEO laufende Investitionen erfordert, steigen diese Kosten nicht mit jedem Klick, wie es bei bezahlter Werbung der Fall ist. 

SaaS-SEO kann daher eine gute Möglichkeit sein, den CPA zu senken.

Viele B2B-SaaS Unternehmen wie HubSpot oder Zapier konnten erst dank einer ausgeklügelten SEO-Strategie so erfolgreich werden, wie sie es heute sind. Wie das auch für dich und dein Unternehmen funktionieren kann, zeige ich dir jetzt!


Was sind die Besonderheiten beim SaaS SEO?

Erstmal muss man verstehen, dass sich SEO für SaaS-Unternehmen im Vergleich zu beispielsweise SEO für Onlineshops unterscheidet.

Die Sales Cycles sind nämlich viel länger. Ein Kauf im B2B muss zunächst intern diskutiert, abgewogen und entschieden werden. Selten ist nur eine Person dafür verantwortlich, sondern oft mehrere.

Daher geht es beim SaaS SEO vor allem darum, sehr früh im Entscheidungsprozess aufzutauchen und sichtbar zu sein. Je früher man im Suchprozess gefunden wird, desto besser.

Deshalb müssen die Inhalte an den gesamten Verkaufszyklus angepasst werden - von der Informationsbeschaffung bis zur Entscheidungsphase.

SaaS-B2B Sales Funnel (1).png

Quelle: Eigene Grafik

Bis auf Phase 1 lassen sich in der Regel alle Bewusstseinsstufen mit Suchmaschinenoptimierung abdecken.  

In der Praxis sieht das Ganze dann beispielsweise so aus:

1) Die Suchenden haben ein bestimmtes Problem: Sie wissen noch nichts von deiner Software, wissen aber, dass es ein Problem gibt und möchten es gelöst bekommen.

2) Die Suchenden möchten Inhalte und Informationen über deine Software. Sie suchen nicht speziell nach einer Software wie deiner, aber sind an Content interessiert, der mit deinem Angebot zu tun hat. Es ist also möglich, dass sie deine Software in Zukunft nutzen möchten.

3) Suche nach deiner Software. Die Suchenden wissen bereits, wer du bist und wollen mehr wissen.

4) Suche nach Informationen über ähnliche Software. Die Suchenden wissen bereits, dass es eine Software wie deine gibt und möchten mehr darüber erfahren, um zu sehen, ob sie ihren Anforderungen entspricht. Möglicherweise sind sie aber noch nicht bereit kaufbereit.

5) Die Suchenden sind bereit, eine Software wie deine zu kaufen. Die Suchenden sind an Preisen und/oder Angeboten interessiert.


3 Tipps zur erfolgreichen SaaS-SEO-Strategie

SaaS-SEO hat zwar seine eigenen Besonderheiten – Die Basics der Suchmaschinenoptimierung gelten aber auch hier:

Zur Erinnerung: Die wichtigsten Ranking-Faktoren der Suchmaschinenoptimierung sind:

  • Guter und hilfreicher Content

  • Backlinks von starken Autoritäten

  • Fehlerlose Technik der Webseite

Wenn es um SaaS-Unternehmen geht, ist es von entscheidender Bedeutung, eine SEO-Strategie zu entwickeln, die auf der Erstellung von überzeugendem Content basiert, der die Suchanfrage von Nutzenen beantwortet und auf natürliche Weise Backlinks generiert.

Dennoch wollen wir euch nun die wichtigsten Tipps & Tricks zeigen, damit eure SaaS-SEO-Strategie durch die Decke gehen kann!


Step #1 – Die richtige Keyword-Recherche

Wie vorhin bereits angerissen, funktioniert der SaaS-Einkaufsprozess anders als beispielsweise im E-Commerce. Die Keyword-Recherche bei einem SaaS-Marketing-Funnel besteht in der Regel aus drei Stufen:

1. Top of the Funnel (ToFu)

2. Middle of the Funnel (MoFu)

3. Bottom of the Funnel (BoFu)

Top-of-the-Funnel-Keywords zielen auf Benutzer*innen ab, die auf deine Lösungen aufmerksam gemacht werden müssen.

Hier dreht sich deine SEO-Strategie um informierende Keywords und Inhalte wie "Was ist E-Mail-Marketing?" Oder "Wie funktioniert eine Terminplanungssoftware?".

Top-of-the-funnel Keywords ergeben im SaaS-Business viel Sinn und sollten auf jeden Fall Bestandteil der SEO-Strategie sein.

Mid-Funnel-Keywords sind Keywords, bei denen deine Nutzer*innen bereits eine Lösung kennen und weitere Informationen benötigen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Dazu gehören informationelle Keywords, aber auch spezifische, wie "Terminplanungs-Software" oder "beste E-Mail-Marketing-Plattformen".

Bottom-of-the-funnel-Keywords sind sehr spezifisch und eher transaktions- bzw. verkaufsorientiert als informativ. Hier kennen deine Nutzer*innen deine Marke und suchen direkt nach ihr, um Vergleiche anzustellen oder sich über Preise zu informieren.

Bottom-of-the-Funnel-Keywords für SaaS sind in der Regel Produkt-Landingpages und zielen auf diejenigen ab, die bereits ganz genau wissen, was sie brauchen. Das können Keywords wie “ERP Software für Maschinenbau” sein.

Wie kommt man nun auf diese Begriffe?

Beginne damit, eine Liste der Probleme zu erstellen, bei deren Lösung dein Produkt helfen kann. Mach also ein kleines Brainstorming und schreibe dir erstmal alles auf, was dir in den Sinn kommt.

  • Was sind häufige Fragen, die deine Zielgruppe in Zusammenhang mit deinem Produkt stellen?

  • Welche Herausforderungen hat deine Zielgruppe derzeit?

Wenn du eine Liste mit Suchbegriffen erstellt hast, kannst du mit einem SEO-Tool wie Ahrefs die Keywords analysieren und nachschauen, ob es für diese Suchbegriffe Suchvolumen gibt und wie stark die Konkurrenz ist.  

Wähle Suchbegriffe aus allen drei Funnelstufen aus und beginne damit, „BoFU"-Inhalte zu erstellen, denn das sind in der Regel die Inhalte, die den schnellsten SEO-ROI bringen.

Ein Beispiel, wie solche Inhalte aussehen können, erfährst du im nächsten Abschnitt!


Step #2 –  Conversionahe Inhalte erstellen

1) Vergleichsseiten

Typische BoFu-Inhalte können sogenannte Vergleich-Seiten sein.

Wenn deine potenziellen Kund*innen bereits wissen, wonach sie suchen und sich mit deiner Lösung vertraut gemacht haben, kann es durchaus sein, dass sie nochmal deine Lösung mit vergleichbaren Produkten der Konkurrenz vergleichen.

Deswegen macht es auf jeden Fall Sinn, dass man Vergleich-Seiten erstellt und diese auch in die eigene Keyword-Strategie einbezieht.

Damit sind Seiten gemeint wie beispielsweise „HubSpot vs. Pipedrive“ oder „Zapier vs. Make

Vergleichseite (1).png

Quelle: zapier

Dadurch erreicht man nicht nur die Leute, die sich für deine Lösung interessieren, sondern auch diejenigen, die sich bislang eher mit der Lösung der Konkurrenz vertraut gemacht haben. Auf der Vergleich-Seite hast du dann die Möglichkeit, die Vorzüge deiner SaaS-Lösung gut zu präsentieren, um potenzielle Kund*innen zu überzeugen.

2) Alternativ-Seiten

Neben den Vergleichsseiten haben sich auch Alternativ-Seiten im SaaS-Kosmos durchgesetzt.

Damit sind Seiten wie beispielsweise „HubSpot Alternativen“ gemeint.

Schreib dir alle deine direkten und indirekten Konkurrenten auf und erstelle zu jedem Konkurrenten eine jeweilige Alternativ-Seite.

Nehmen wir mal an, du bist SEO des CRM-Tools Pipedrive. Ein direkter Konkurrent von Pipedrive ist HubSpot.

Was hat Pipedrive also gemacht? Eine Seite namens „Die 21 besten HubSpot-Alternativen“ erstellt, bei der sie natürlich auch auf ihre eigene Software eingegangen sind.

In solchen Artikeln kann man dann immer darauf eingehen, warum die eigene Plattform besser ist als die der Konkurrenz.

Selbst wenn das Suchvolumen für solche Suchbegriffe gering ist, ist es wichtig, auch diese mit abzudecken, da die Leute bereits kaufbereit sind und nur noch einen letzten Vergleich brauchen.

Pipedrive_Hubspot Alternativen (1).png

Quelle: pipedrive

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3) Kommerzielle Seiten

Kommerzielle Seiten sind eigentlich in jeder SEO-Strategie ein Muss – in der SaaS-Branche sind diese Seiten jedoch erst recht unverzichtbar, denn das sind die Seiten, die einen Einblick in das Angebot deiner Software geben.

Damit sind Keywords gemeint, wie beispielsweise:

Mit diesen Suchbegriffen versucht man also, diejenigen anzulocken, die bereits Problembewusstsein haben und nur noch nach einem passenden Anbieter suchen. Also klassisches Demand Capture.


Step #3 Product Led Strategie entwickeln

Der Product-Led-SEO Ansatz stammt aus dem Buch von Eli Schwartz.

Die Strategie basiert auf der Annahme, Inhalte zu erstellen, die den Lesenden helfen, ihre Probleme mit dem eigenen Produkt zu lösen.

Dabei handelt es sich nicht um irgendwelche Verkaufs-Landingpages. Stattdessen stehen das eigene Produkt und dessen Anwendungsfälle im Vordergrund.

Zapier ist ein tolles Beispiel für eine Product-Led SEO Strategie. Sie haben unzählige, automatisch erstellte Seiten generiert, bei denen die verschiedenen Integrationen der Apps & Plugins vorgestellt werden. Wenn jetzt jemand nach „Clickup und Pipedrive verbinden“ sucht, kommt er auf die unten abgebildete Seite von Zapier.

Zapier_Vergleich zweier SaaS (1).png

Quelle: zapier

Der Product-Led Ansatz funktioniert zwar nicht in jeder Branche gleich gut, einige SaaS-Branchen eignen sich deutlich besser für diese Strategie als andere. Dennoch kann mit ein wenig Kreativität viel für das eigene SaaS-Business herausgeholt werden.


Welche Tools können bei der Implementierung einer SaaS-SEO-Strategie unterstützen?

Damit du deine SaaS-SEO-Strategie noch leichter umsetzen kannst, gibt es einige nützliche Tools, die viel Zeit und Kopfschmerzen einsparen.

Einige der besten SEO-Tools aus der OMR Reviews Community stellen wir dir vor:

Ahrefs:

Ahrefs ist das Allrounder-Tool im SEO-Markt. Mit Ahrefs könnt ihr eure Konkurrenten analysieren, euer Linkprofil untersuchen und auf neue Keyword-Ideen kommen. 

Semrush:

Semrush

ist ähnlich wie Ahrefs ein wahrer Allrounder. Ob Keyword-Recherche, Link-Audits oder Traffic-Analysen – alles ist mit Semrush möglich.

Google Analytics:

An Google Analytics kommt Ihr im Online-Marketing nicht vorbei. Das Analyse-Tool zeigt Euch, wie Eure Webseite, einzelne Landingpages, Ads, etc. performen und welche Inhalte gut ankommen.

Google Search Console:

Ebenso wie Google Analytics ist die Google Search Console ein Must-Have-Tool, wenn man Suchmaschinenoptimierung macht. Mithilfe der Search Console kannst du feststellen, wie viele Besucher deine Webseite bekommt oder ob es technische Probleme gibt.

Natürlich könnt Ihr auf OMR Reviews auch alle Tools und Softwares miteinander vergleichen. Dort findet Ihr nicht nur viele weitere Hilfsmittel und umfangreiche Bewertungen, sondern auch Erfahrungsberichte von Nutzer*innen.


Fazit

SEO kann für SaaS-Unternehmen ein riesiger Wachstumshebel sein. Viele bekannte SaaS-Unternehmen haben es eindrucksvoll vorgemacht, ob Hubspot, Ahrefs oder Zapier. Alle haben auf SaaS SEO gesetzt.

Je eher man sich als SaaS-Unternehmen mit dem Thema auseinandersetzt, desto besser, denn Suchmaschinenoptimierung funktioniert nicht von Heute auf Morgen und die Konkurrenz schläft nicht.

 


Florian Beqiri
Autor*In
Florian Beqiri

Florian Beqiri ist Gründer und Inhaber der Agentur Proactive Media mit Fokus auf B2B-Suchmaschinenoptimierung. Er hilft vor allem Unternehmen aus den Bereichen SaaS, Tech und IT dabei, besser auf Google gefunden zu werden und mehr Verkäufe und Anfragen zu erzielen.

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