So hilft dir Content Seeding im Online-Marketing

Nils Knäpper 16.3.2023

Spiel, Saat und Sieg – Hier erfährst du, wie du mittels Content Seeding die maximale Reichweite für deine Inhalte generieren kannst.

Gute und relevante Inhalte sind für eine Content-Strategie das A und O. Wie aber sorgst du dafür, dass deine Beiträge auch das größtmögliche Publikum erreichen? In diesem Fall lautet das Zauberwort: Content Seeding. Was es damit auf sich hat, wie du es in deinem Arbeitsalltag umsetzt und was du dabei alles beachten solltest, zeigen wir dir im folgenden Ratgeber. 

Definition: Content Seeding

Content Seeding ist eine Marketingstrategie, die darauf abzielt, die Reichweite von Inhalten zu erhöhen und somit mehr Traffic, Brand Awareness und Backlinks zu generieren. Dabei wird der Content auf verschiedenen Plattformen verbreitet, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Damit gehört Content Seeding in jede durchdachte Content-Marketing-Strategie.

Im Kern geht es beim Content Seeding darum, hochwertigen Content zu erstellen und diesen gezielt zu streuen, um eine größtmögliche Wirkung zu erzielen. Dabei ist es wichtig, die Zielgruppe genau zu kennen und den Content entsprechend aufzubereiten.

Warum ist Content Seeding wichtig? Ganz einfach: Weil es heute mehr denn je darauf ankommt, sich von der Masse abzuheben. In einer Welt, in der täglich unzählige Inhalte produziert werden, ist es schwierig, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen. Content Seeding bietet hier eine Möglichkeit, durch gezielte Verbreitung von Inhalten die Reichweite zu erhöhen und so mehr Menschen zu erreichen.

Doch Content Seeding ist nicht nur wichtig, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen. Es kann auch dazu beitragen, das Image deiner Marke zu stärken und das Vertrauen der Kund*innen zu gewinnen. Denn wenn hochwertiger Content gezielt verbreitet wird, zeigt das, dass dein Unternehmen sich um seine Klientel kümmert und ihr relevante Informationen zur Verfügung stellt.

Insgesamt ist Content Seeding also eine wichtige Marketingstrategie, die dazu beitragen kann, die Sichtbarkeit deiner Marke zu erhöhen, die Kundenbindung zu verbessern und letztendlich mehr Umsatz zu generieren.

Arten von Content Seeding

Nicht jede Art von Content Seeding ist identisch. Je nach Ziel und Vorgehensweise kann die Verbreitung deiner Inhalte unterschiedliche Formen annehmen. 

Eine Unterscheidung kann zwischen einfachem und erweitertem Seeding getroffen werden. Beim einfachen Seeding wird der Content auf deinen eigenen Kanälen veröffentlicht und auf deinen Profilen auf Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter oder LinkedIn geteilt. Diese Art des Seeding ist einfach umzusetzen und erfordert keine großen finanziellen Mittel. Allerdings ist die Reichweite begrenzt, da der Content nur auf deinen eigenen Kanälen stattfindet.

Beim erweiterten Seeding hingegen wird der Content auch auf anderen Plattformen wie Foren, Blogs oder Online-Magazinen veröffentlicht, um eine größere Zielgruppe zu erreichen. Hierbei ist es wichtig, die passenden Plattformen auszuwählen, um die Zielgruppe zu erreichen. Auch das Gastbloggen auf anderen Websites kann eine effektive Art des erweiterten Content Seedings sein, um eine größere Zielgruppe zu erreichen und Backlinks aufzubauen.

Eine zusätzliche Möglichkeit des erweiterten Seedings ist das Influencer-Marketing. Hierbei werden gezielt Influencer*innen angesprochen, um den Beitrag zu teilen und somit eine höhere Reichweite zu erzielen. Dabei ist es wichtig, solche Influencer*innen auszuwählen, die zur Zielgruppe und deinem Marken-Image passen. Auch Kooperationen mit anderen Unternehmen können eine effektive Art des erweiterten Seedings sein, um ein größeres Publikum zu erreichen.

Insgesamt gibt es also verschiedene Arten von Content Seeding, die sich in ihrer Umsetzung und ihrem Ziel unterscheiden. Welche für dich die richtige ist, hängt vor allem von deinem Budget und deinen Ressourcen, aber auch von der Art deiner Inhalte ab.

Beispiel-Kanäle für Content Seeding

Den ultimativen Kanal, um Reichweite zu generieren, gibt es leider nicht. Jede Plattform bringt spezifische Anforderungen an dein Content Seeding mit sich und bietet Vor- und Nachteile. Im Folgenden zeigen wir dir einige Beispiele.

Social Media Kanäle

Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram und LinkedIn sind großartige Kanäle, um Inhalte zu teilen und eine größere Zielgruppe zu erreichen. Vorteile sind, dass es einfach ist, Inhalte zu teilen und dass viele Menschen regelmäßig auf diesen Plattformen aktiv sind. Die Nachteile sind, dass es schwierig sein kann, Aufmerksamkeit zu erregen, da es so viele Inhalte gibt, die um die Aufmerksamkeit der Nutzer*innen konkurrieren. Übrigens: In unserem anderen Ratgeber zeigen wir dir, wie du die besten Ideen für Social-Media-Content sammelst.

Influencer-Marketing

Influencer-Marketing ist eine Strategie, bei der Unternehmen mit bekannten Persönlichkeiten zusammenarbeiten, um ihre Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Vorteile sind, dass Influencer*innen bereits eine große Fangemeinde haben, die sie erreichen können, und dass sie oft ein engagiertes Publikum haben, das auf ihre Empfehlungen hört. Nachteile sind, dass es teuer sein kann, mit Influencer*innen zusammenzuarbeiten, und dass es schwierig ist, die richtigen Persönlichkeiten für dein Unternehmen zu finden.

Gastbeiträge auf anderen Websites

Gastbeiträge auf anderen Websites können eine großartige Möglichkeit sein, um die Reichweite von Inhalten zu erhöhen und Traffic auf eine Website zu generieren. Die Vorteile sind hier, dass man die Möglichkeit hat, sich auf renommierten Websites zu positionieren und dadurch sowohl an Markenbekanntheit als auch Glaubwürdigkeit gewinnt. Hinzu kommt, dass diese eine einfache Methode darstellt, um Backlinks zu generieren. Die Nachteile bestehen darin, dass es zum einen relativ viel Zeit in Anspruch nimmt, geeignete Websites zu akquirieren und man die Art und Weise, wie die eigenen Inhalte auf der anderen Seite präsentiert werden, kaum beeinflussen kann. 

Pressemitteilungen

Die Platzierung in Pressemitteilungen ist ebenfalls eine gute Möglichkeit des Content Seeding. Die Vorteile sind, dass sie eine kostengünstige Möglichkeit darstellen, um eine große Zielgruppe zu erreichen, da sie von vielen Journalist*innen und Medienunternehmen gelesen werden. Außerdem können sie helfen, das Image des Unternehmens zu verbessern und die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Nachteile sind, dass es schwierig sein kann, eine spannende Pressemitteilung zu schreiben, die von Journalist*innen und Medienunternehmen aufgegriffen wird. 

Newsletter

Auch Newsletter stellen eine beliebte Plattform für Content Seeding dar. Der Vorteil besteht darin, dass man auf direktem Wege mit der Zielgruppe kommunizieren kann und dadurch eine langfristige Beziehung aufbauen kann. Die Herausforderung besteht darin, dass Abonnenten schwer zu gewinnen sind und die Öffnungsrate je nach Thema gering ausfallen kann. Damit dir das in Zukunft nicht passiert, haben wir dir hier eine Liste an Tools & Tipps für dein E-Mail-Marketing zusammengefasst.

Strategieentwicklung 

Um eine erfolgreiche Content-Seeding-Strategie zu entwickeln, musst du einige wichtige Schritte durchlaufen. Hier sind einige Punkte, die bei der Strategieentwicklung für erfolgreiches Content Seeding berücksichtigt werden sollten:

  • Ziele des Content Seeding festlegen: Bevor du mit dem Content Seeding beginnst, solltest du klare Ziele festlegen. Ziele können beispielsweise sein, die Reichweite deiner Inhalte zu erhöhen, mehr Traffic auf deiner Website zu generieren, das Engagement der Zielgruppe zu erhöhen oder die Kundenbindung zu stärken. Die Ziele sollten spezifisch, messbar und realistisch sein. 

  • Themen identifizieren und Formate definieren: Im zweiten Schritt solltest du relevante Themen identifizieren und passende Formate für dein Content Seeding definieren. Die Themen sollten auf die Zielgruppe abgestimmt sein und ihr einen Mehrwert bieten. Geeignete Formate können beispielsweise Blog-Beiträge, Infografiken, Videos oder Podcasts sein. Hier ist es wichtig, verschiedene Formate auszuprobieren, um herauszufinden, welche am besten funktionieren. Plane also immer auch ein gewisses Maß an Flexibilität in deine Strategie ein, sodass du gegebenenfalls nachjustieren kannst. 

  • Multiplikatoren finden: Nun geht es darum, Multiplikatoren zu finden, die den Content teilen und verbreiten. Das können beispielsweise Influencer*innen, Journalist*innen, Blogger*innen oder Social-Media-Nutzer*innen sein. Es ist wichtig, die richtigen Multiplikatoren auszuwählen, die zur Zielgruppe und den Marketingzielen des Unternehmens passen.

  • Inhalte platzieren: In diesem Schritt geht es an die Veröffentlichung deiner Inhalte. Welche Kanäle du dafür nutzen kannst, haben wir dir bereits oben gezeigt: So bieten sich beispielsweise Social-Media-Plattformen, Gastbeiträge auf anderen Websites, Pressemitteilungen oder Newsletter an. Es ist wichtig, die richtigen Kanäle auszuwählen, die zur Zielgruppe und den Marketingzielen deines Unternehmens passen. Außerdem solltest du sicherstellen, dass die Inhalte auf den Kanälen gut sichtbar und ansprechend präsentiert werden.

  • Monitoring der Erfolge: Besonders dieser Schritt wird häufig stiefmütterlich behandelt. Um den Erfolg der Content-Seeding-Strategie zu messen, ist es allerdings wichtig, regelmäßig das Monitoring der Ergebnisse durchzuführen. Dazu solltest du die Reichweite der Inhalte, die Anzahl der Klicks, die Interaktionen und das Engagement der Zielgruppe auf den verschiedenen Kanälen messen. Auf diese Weise kannst du herausfinden, welche Kanäle und Inhalte am besten funktionieren und deine Strategie entsprechend anpassen.

Fassen wir zusammen: Die Entwicklung einer Strategie ist essenziell für den Erfolg deines Content Seeding. Es ist wichtig, klare Ziele festzulegen, relevante Themen und Formate zu definieren, Multiplikatoren zu finden, Inhalte auf den richtigen Kanälen zu platzieren und regelmäßig das Monitoring der Ergebnisse durchzuführen. Dann nämlich kann eine gut durchdachte Content-Seeding-Strategie dazu beitragen, die Reichweite deiner Inhalte zu erhöhen, mehr Traffic auf deiner Website zu generieren und das Engagement der Zielgruppe zu steigern.

Erfolgsmessung im Content Seeding

Um den Erfolg von Content Seeding zu messen, gibt es verschiedene Kennzahlen, die du berücksichtigen kannst. Hier sind einige Punkte, die dir dabei helfen:

Reichweite: Egal, auf welcher Plattform du deine Inhalte teilst: Die Reichweite ist in jedem Fall eine wichtige Kennzahl, um den Erfolg von Content Seeding zu messen. Du solltest die Anzahl der Personen analysieren, die deine Inhalte gesehen haben. Dies kann beispielsweise durch die Anzahl der Impressionen erkannt werden.

Traffic: Eine weitere wichtige Kennzahl ist der Traffic, der auf eine Website generiert wird. Du solltest messen, wie viele Besucher auf deine Website kommen, nachdem sie den Inhalt gesehen haben. Dies kann beispielsweise durch die Anzahl der Klicks auf einen Link oder die Anzahl der Besucher, die von einer bestimmten Quelle auf deine Website gelangen, gemessen werden. Das kannst du beispielsweise per UTM-Parameter machen.

Social-Media-Interaktionen: Qualität und Quantität, mit der deine Zielgruppe mit deinen Inhalten im Social Media interagiert, ist eine weitere wichtige Kennzahl, um den Erfolg von Content Seeding zu messen. Schaue darauf, wie viele Likes, Shares, Kommentare oder Retweets dein Content auf Twitter und Co. erhalten hat. 

Backlinks: Backlinks sind ein wichtiger Faktor für die Suchmaschinenoptimierung einer Website. Backlinks, die du von vertrauenswürdigen Seiten erhältst, wirken sich nämlich positiv auf die Vertrauenswürdigkeit deiner eigenen Seite aus. Aus diesem Grund solltest du messen, wie viele Backlinks generiert wurden, nachdem du Inhalte platziert hast. 

Conversions: Auch Conversions helfen dir als Kennzahl, um den Erfolg deines Content Seeding zu messen. Schau deshalb, wie viele Besucher auf deine Website kommen und eine gewünschte Aktion ausführen Das kann beispielsweise ein Kauf sein, ein ausgefülltes Formular oder eine Newsletter-Anmeldung. Die Conversion-Rate kann dazu beitragen, den ROI von Content Seeding zu messen und zu verbessern.

Was du vermeiden solltest

Content Seeding ist eine wichtige Maßnahme im Content-Marketing. Allerdings gibt es einige Dinge, die du vermeiden solltest. Hier sind einige Punkte, die du bei der Entwicklung einer erfolgreichen Strategie besser vermeidest:

  • Quantität statt Qualität: Es ist wichtig, dass du dich auf die Qualität deiner Inhalte konzentrierst, anstatt einfach nur möglichst viele Inhalte zu produzieren. Dein Content sollte relevant, informativ und ansprechend sein, um das Interesse der Zielgruppe zu wecken. Es ist besser, weniger Inhalte von hoher Qualität zu produzieren, als viele Inhalte von durchschnittlicher Qualität.

  • Gekaufte Likes, Shares und Backlinks: So verlockend es auch sein mag: Du solltest keine Likes, Shares oder Backlinks kaufen, um deine Inhalte zu verbreiten. Diese Praktiken sind nicht nur unethisch, sondern können auch dazu führen, dass deine Inhalte von den Social-Media-Plattformen oder Suchmaschinen abgestraft werden. Zudem gefährdest du damit deine Reputation unter den Nutzer*innen.

  • Einseitiger Marketing-Mix: Wie fast überall gilt auch beim Content Seeding die Devise “Die Mischung machts!”. Es ist wichtig, dass auf einen ausgewogenen Marketing-Mix setzt, der aus Paid Media, Owned Media und Shared Media besteht. Einseitige Marketing-Strategien, die sich nur auf einen Kanal konzentrieren, können dazu führen, dass die Zielgruppe nicht erreicht wird und du Potenzial verschenkst. 

  • Rein kommerzieller Content: Achte darauf, Inhalte zu produzieren, die nicht nur rein kommerziell motiviert sind. Dein Content sollte einen Mehrwert bieten und auf die Bedürfnisse und Interessen deiner Zielgruppe abgestimmt sein. Deshalb gilt: informiere, unterhalte und inspiriere!

  • Unpersönliche Inhalte: Nicht zuletzt ist es wichtig, dass deine Inhalte persönlich und authentisch sind. Unpersönliche Inhalte können dazu führen, dass deine Leser*innen den Content als unauthentisch, langweilig oder im schlimmsten Fall überhaupt nicht wahrnehmen.

5 Tools fürs Content Seeding

Wie du gesehen hast, ist Content Seeding ein breit gefächerter Bereich des Content Marketings. Deshalb unterscheiden sich die Tools, die du fürs Seeding einsetzen kannst, zum Teil deutlich voneinander. 5 Softwares, mit denen du die Aussteuerung über unterschiedliche Social-Media-Kanäle oder andere Plattformen vornehmen kannst, haben wir dir hier einmal mitgebracht:

Fazit: Content Seeding ist ein Muss!

Spätestens jetzt sollte klar sein: Eine durchdachte Content-Seeding-Strategie ist für die maximale Reichweite deiner Inhalte ein absolutes Must-have. Das bedeutet zwar mehr Aufwand für dich, als wenn du deinen Content einfach wahllos über verschiedene Kanäle teilst. Dafür belohnt dich eine gut umgesetzte Strategie häufig mit langfristigen Kundenbeziehungen und einer loyalen Basis an Nutzer*innen.

Nils Knäpper
Autor*In
Nils Knäpper

Nils ist SEO-Texter bei OMR Reviews und darüber hinaus ein echter Content-Suchti. Egal, ob Grafik, Foto, Video oder Audio – wenn es um digitale Medien geht, ist Nils immer ganz vorne mit dabei. Vor seinem Wechsel zu OMR war er fast 5 Jahre lang als Content-Manager und -Creator in einem Immobilienunternehmen tätig und hat zudem eine klassische Ausbildung als Werbetexter.

Alle Artikel von Nils Knäpper

Im Artikel erwähnte Softwares

Im Artikel erwähnte Software-Kategorien

Ähnliche Artikel

Komm in die OMR Reviews Community & verpasse keine Neuigkeiten & Aktionen rund um die Software-Landschaft mehr.