Wie Ihr erfolgreich einen LinkedIn-Beitrag erstellt

Lisa Zöfgen 11.3.2022

In diesem Beitrag zeigen wir Euch, für wen LinkedIn eigentlich interessant ist und wie Ihr Euren ersten LinkedIn-Beitrag erstellt.

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Inhalt
  1. Was ist LinkedIn und für wen ist es interessant?
  2. LinkedIn-Beiträge erstellen – nur etwas für Unternehmen und B2B Influencer?
  3. Vorbereitung: Das solltet Ihr beachten, bevor Ihr Euren ersten LinkedIn-Post erstellt!
  4. Die richtigen Inhalte richtig posten – eine Anleitung

LinkedIn – ein viel unterschätztes Social Media Network, das in der Corona-Pandemie nochmal einen richtigen Aufschwung erlebt hat. Ihr postet seit Jahren (oder auch schon nicht mehr) Facebook-Updates und teilt Euer Leben in Euren Instagram Stories, habt aber noch nie einen LinkedIn-Beitrag erstellt? Dann solltet Ihr jetzt genau aufpassen!

In diesem Beitrag zeigt Euch Gastautorin Lisa Zöfgen, für wen LinkedIn eigentlich interessant ist, welche Möglichkeiten die Plattform bietet und was Ihr beachten solltet, wenn Ihr dort aktiv werden wollt und Euren ersten LinkedIn-Beitrag erstellt.

Was ist LinkedIn und für wen ist es interessant?

LinkedIn ist ein B2B-Social-Media-Netzwerk, welches in den vergangenen Jahren unglaublich gewachsen ist und an Relevanz gewonnen hat. Während die Plattform vor der Corona-Pandemie hauptsächlich als Job-Plattform bekannt war, ist sie während der Zeit, in der Messen und Networking-Events im realen Leben zum Großteil ausfielen, zum wichtigen Informations- und Networking-Medium für viele Menschen im B2B-Kosmos geworden.

Die Plattform ist neben der Jobsuche also für Euch interessant, wenn Ihr Euch mit anderen Expert:innen aus Eurem Fachgebiet (sei es Marketing, Medizintechnik oder Immobilien – hier ist wirklich (fast) jede Branche vertreten) austauschen, wenn Ihr Euch über Neuigkeiten und Trends informieren oder auch eine Dienstleistung oder einen Service verkaufen wollt.

LinkedIn-Beiträge erstellen – nur etwas für Unternehmen und B2B Influencer?

Wie auf jeder anderen Social-Media-Plattformen können auch auf LinkedIn-Beiträge geteilt werden. Doch die Hürde hierfür ist scheinbar noch vergleichbar hoch. So sind ein absoluter Großteil der LinkedIn-Nutzer:innen „stille Zuschauer“ während nur ein verschwindend geringer Anteil aktiv Inhalte teilt.

Doch das ist Eure Chance! Egal, ob Ihr Euch als Gründer:in positionieren möchtet, um mit möglichen Investor:innen in Kontakt zu kommen, Angestellte:r seid und Euch als Thought Leader positionieren wollt, um Eure Aufstiegs- oder Jobwechsel-Chancen zu erhöhen oder als Selbstständige:r die Plattform nutzt, um Euch mit Gleichgesinnten zu vernetzen und Sparringspartner:innen zu finden – die Möglichkeiten hier sind groß!

Grundsätzlich lassen sich die Kommunikationswege auf LinkedIn in zwei Kategorien unterteilen: Unternehmensseiten und persönliche Profile.

Auch als Unternehmen ist LinkedIn nämlich ein spannender Kanal, um zum Beispiel Employer Branding zu betreiben oder (potenzielle) Kund:innen anzusprechen. Doch als besonders erfolgreich hat sich die Kommunikation über persönliche Profile herausgestellt (was übrigens auch von Unternehmen genutzt werden kann – Stichwort Corporate Influencing!), weshalb wir uns in diesem Artikel auf die Erstellung von LinkedIn Content für persönliche Profile fokussieren.

Ihr seht schon, LinkedIn-Beiträge zu teilen ist für vermutlich jede:n von Euch interessant. Doch wie fange ich am besten an, wenn ich bisher zu den eher konsumierenden Nutzer:innen auf der Plattform gehört habe oder sogar ganz neu auf der Plattform bin? Das wollen wir uns im Folgenden Schritt für Schritt anschauen.

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Vorbereitung: Das solltet Ihr beachten, bevor Ihr Euren ersten LinkedIn-Post erstellt!

1. Profil optimieren

Sobald Ihr anfangt zu posten, werden Personen auf Euer Profil aufmerksam. Da ist es ratsam, dass dieses professionell aussieht und vollständig ausgefüllt ist:

Titelbild: Nutzt diesen sehr präsenten Platz, um Persönlichkeit zu zeigen, Euren Podcast zu bewerben oder mit Eurem Unternehmenslogo für Konsistenz und Wiedererkennungswert zu sorgen. Hier könnt Ihr wirklich kreativ werden!

Profilbild: Dieses sollte ein Portrait von Euch zeigen und gegebenenfalls auffällig sein, sodass es auch klein in der Mobilansicht oder im Feed gut erkennbar ist. Wie professionell Ihr Euch hier zeigt, hängt etwas von Eurer Zielgruppe ab. Wichtig ist nur, dass Ihr überall das gleiche Profilbild nutzt und es nicht zu häufig wechselt, um einen Wiedererkennungswert sicherzustellen.

Profilslogan: Diese Zeile unter Eurem Namen kann viel mehr als nur Eure Jobposition anzuzeigen. Hier könnt Ihr ein aussagekräftiges Werteversprechen oder Keywords, um in der LinkedIn Suche optimal gefunden zu werden, unterbringen.

Infobox: Zeigt den Besucher:innen auf Eurem Profil hier, wer Ihr seid, was Ihr macht und wie man Euch erreichen kann! Wichtig: Damit man Lust hat, diesen Text zu lesen, versucht ihn mit Absätzen oder ein paar passenden Emojis gut zu gliedern!

„Im Fokus“: In dieser Sektion könnt Ihr sehr prominent Eure Website, Artikel außerhalb von LinkedIn oder auch LinkedIn-interne Artikel und Posts verlinken. Hier würde ich auf jeden Fall mindestens zwei bis drei wichtige Ressourcen unterbringen!

Recommendations: Diese Sektion wird von nicht allzu vielen Nutzer:innen auf LinkedIn genutzt, doch gerade für Selbstständige ist sie Gold wert, um Empfehlungen von Kund:innen direkt auf dem Profil einzubinden und dann auch z. B. auf der eigenen Website wiederzuverwenden.

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2. Mit der richtigen Zielgruppe vernetzen

Damit Eure Inhalte auch von den richtigen Personen gesehen werden, solltet Ihr parallel zu Euren ersten LinkedIn-Beiträgen die LinkedIn Suche aktiv nutzen, um Euch mit Eurer Zielgruppe zu vernetzen. Denn sonst steckt Ihr viel Arbeit und Mühe in Eure Beiträge und sie werden nur von einer kleinen Anzahl oder einem veralteten Netzwerk, das nicht mehr Eurer aktuellen Zielgruppe entspricht, gesehen.

Diese aktive Vernetzung mit Eurer Zielgruppe macht Sinn, bis Ihr einige Hundert oder 1.000 Kontakte bzw. Follower:innen habt. Auf dem Weg dorthin werdet Ihr selbst merken, dass Ihr bei jedem LinkedIn-Beitrag automatisch mehr Follower sammelt, die sich für Euer Thema interessieren.

3. In Diskussionen einsteigen

Wenn sich der erste Post wie ein riesiger Berg anfühlt, bei dem Ihr einfach nicht wisst, wo Ihr anfangen sollt, startet doch erstmal in kleineren Schritten. Zum Beispiel mit inhaltsvollen Kommentaren. Denn das ist ein großer Vorteil an LinkedIn: Auch Eure Interaktionen und Kommentare werden Eurem Netzwerk in ihrem Feed angezeigt. Das heißt, Ihr könnt erstmal in Diskussionen unter bereits bestehenden Posts einsteigen, Euch dort als Expert:in für Euer Thema positionieren und auch Euer Netzwerk erweitern.

Die richtigen Inhalte richtig posten – eine Anleitung

1. Content Mindmap

Überlegt Euch, welche Zielgruppe Ihr ansprechen möchtet und was sie interessiert. Um mit Euren Beiträgen erfolgreich auf LinkedIn zu sein, solltet Ihr sicherstellen, dass Ihr den Nutzer:innen einen Mehrwert bietet und gleichzeitig Persönlichkeit zeigt.

Aus Euren Themen lassen sich unendlich viele Content-Pieces erstellen. Um Ideen zu finden, kann Euch eine Content-Mindmap helfen, in der Ihr Euer Thema in verschiedene Unter-Themen, Unter-Unter-Themen etc. aufbrecht, die Euch einfallen und aus der Ihr dann lange schöpfen könnt. Die Unterthemen können zum Beispiel verschiedene Content-Formate ergeben, während die Themen auf der kleinsten Ebene in einzelne Posts verarbeitet werden können. So habt Ihr immer Ideen an der Hand, auch wenn Euch die Kreativität gerade mal im Stich lässt und könnt neue Einfälle immer direkt festhalten.

Ein Tool, mit dem Ihr solche Mindmaps kostenlos erstellen könnt, ist zum Beispiel miro. Im Schaubild könnt Ihr sehen, wie Ihr eine solche Themenfindung mit Hilfe einer Content-Mindmap für Euer Unternehmen starten könntet. Für ein persönliches Profil wären die Themen natürlich ein wenig anders. Hier gäbe es Themen wie „Wie gehe ich mit Stress um“ oder „Meine Gründungsgeschichte“. Zu jedem dieser Punkte können nun noch unzählige Unterpunkte gefunden werden – je kleinteiliger Ihr werdet, desto besser!

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2. Content-Plan

Habt Ihr viele Themen für Eure LinkedIn-Beiträge gesammelt, macht es Sinn, diese in einem Redaktions- oder Content-Plan zu organisieren. So lässt sich eine regelmäßige Post-Frequenz sicherstellen und Ihr spart Zeit, indem Ihr Beiträge direkt vorplanen und -bereiten könnt. Außerdem erleichtert so eine Struktur die Zusammenarbeit mit weiteren Personen, die Euch ggf. bei der Beitrag-Erstellung unterstützen.

Für die Zusammenarbeit in einem Content-Plan bietet sich das Projektmanagement-Tool Asana sehr gut an. Legt hier einfach ein neues Projekt an und nutzt am besten die Kalenderansicht für Euren Redaktionsplan. In den jeweiligen Tasks zu den LinkedIn-Posts könnt Ihr dann noch Untertasks für z. B. die Erstellung von Visuals oder das Schreiben des Textes einfügen.

3. LinkedIn Beitrag erstellen

Wenn Ihr einen LinkedIn-Post erstellt, solltet Ihr auf einige Dinge achten, damit dieser auch erfolgreich wird. Hier ein Auszug:

  • Formatvielfalt nutzen: Neben Text- und Bildposts, lohnt es sich, auch noch andere Formate auszuprobieren. So performen z. B. auch geteilte Dokumente (PDF-Slider) oder Umfragen sehr gut. Formate, die weniger erfolgreich sind, sind in der Regel Link-Posts oder geteilte Beiträge von anderen Nutzer:innen.
  • Plattformgerechte Visuals: Für die Erstellung von Visuals und PDFs nutze ich gern Canva Pro. Achtet bei Eurem LinkedIn Beitrag auf die richtige Bildgröße! Diese könnt Ihr direkt in Canva einstellen. Da viele Nutzer:innen LinkedIn auch mobil nutzen, solltet Ihr Eure Beiträge im 1:1- oder 4:5-Format posten.
  • Beitragsaufbau beachten: Bei persönlichen Profilen auf LinkedIn performen meist längere, inhaltsreiche Texte besser – wenn sie gut strukturiert sind! Nutzt also gern die maximale Zeichenlänge von 1.300 Zeichen aus. Dabei ist wichtig, dass Ihr mit einer spannenden Überschrift einsteigt, welche Lust auf mehr macht, sodass die Nutzer:innen den Postingtext „ausklappen“. Der Inhalt sollte dann mit ausreichen Absätzen, Emojis, Auszählungen etc. strukturiert sein, sodass er leicht zu lesen ist. Am Ende lohnt sich eine Frage, welche die Leser:innen dazu animiert, zu reagieren und in die Diskussion mit einzusteigen.

Geheimtipp: Ich werde oft gefragt, ob es denn bei kleineren Profilen nicht lächerlich sei, eine Frage am Ende zu stellen, auf die dann sowie niemand antwortet. Ich sage: NEIN! Denn nur so schafft Ihr eine aktive Community, welche in Zukunft gerne mit Euch unter Euren Posts diskutiert. Wie Ihr dem Ganzen zu Anfang eine kleine Starthilfe geben könnt? Vertagged doch ein oder zwei Personen, die das Thema interessieren könnte, im Text oder in den Kommentaren und fragt sie explizit nach ihrer Meinung. Eine Alternative wäre, den LinkedIn-Beitrag direkt an diese Personen per Direktnachricht zu schicken und sie nach ihrer Meinung zu fragen.

4. LinkedIn Content veröffentlichen

Wenn Ihr wisst, was Ihr wie veröffentlicht, fehlt natürlich noch das Wann. Aus der Erfahrung heraus performen Beiträge unter der Woche morgens für mich am besten. Allerdings hängt das auch stark von Eurer Zielgruppe und deren Nutzung der Plattform ab. Daher würde ich Euch raten, die für Euch perfekte Posting-Zeit selbst zu testen. Beiträge für Eure Unternehmensseite könnt Ihr z. B. mit Hootsuite vorplanen.

Doch gerade bei Veröffentlichungen auf Eurem persönlichen LinkedIn-Profil würde ich dazu raten, händisch zur entsprechenden Uhrzeit zu posten. Warum? Zum einen hält sich die Annahme, dass der Algorithmus „nativ“ auf LinkedIn gepostet Beiträge „lieber mag“ und zum anderen solltet Ihr sowieso in der Zeit direkt nach Eurer Veröffentlichung verfügbar sein, um auf Kommentare direkt antworten zu können und so die Performance Eures Beitrags zu unterstützen.

Lisa Zöfgen
Autor*In
Lisa Zöfgen

Lisa Zöfgen ist Co-Founderin und Geschäftsführerin der Beratungsagentur Pommes al dente. Hier berät sie mit ihrem Team Unternehmen hinsichtlich einer authentischen Unternehmenskommunikation durch Content-Marketing und Personenmarken. Zuvor war sie freiberufliche Online-Marketing Beraterin, nachdem sie fast neun Jahre Marketing-Erfahrung im Konzern-, Agentur- und Start-up-Umfeld gesammelt hatte.

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