SEO

Das sind die SEO-Trends in 2022

Carmen Cichon 30.12.2021

Wir stellen Euch die wichtigsten SEO-Trends für dieses Jahr vor und wie Ihr damit erfolgreich seid

Wer Erfolge im Online-Marketing feiern will, der kommt um SEO nicht herum. Suchmaschinenoptimierung und SEO-Tools unterstützt Euch dabei, Eure Produkte und Artikel schneller in Google auffindbar zu machen und so die Aufmerksamkeit zu bekommen, die sie verdienen.

Auch im Jahr 2022 wird sich daran so schnell nichts ändern und deswegen lohnt es sich, einen Blick auf die aktuellen SEO-Trends zu werfen. Was kommt, was geht und was bleibt – das wollen wir Euch in diesem Artikel einmal genauer zeigen. Mit passenden Beispielen und Tipps lest Ihr, worauf es in 2022 bei Eurem SEO-Erfolg wirklich ankommt. Zudem haben wir den SEO- und Online-Marketing-Experten Fabian Auler nach seiner Einschätzung gefragt, die wir hier mit Euch teilen.

Diese SEO-Trends solltet Ihr im Blick behalten

Wie auch in anderen Bereichen des Online-Marketings spielen Trends in jedem neuen Jahr wieder eine große Rolle. Doch im SEO-Bereich gib es grundsätzlich keine Trends, die diesen komplett verändern würden. „Viele Webmaster sollten den Blick lieber erst einmal auf ihre SEO Basics legen und diese in den Griff bekommen“, sagt SEO-Experte Fabian Auler. „Die Website bestmöglich crawlbar und indexierbar zu machen ist der erste wichtige Schritt.“ Am besten solltet Ihr die Relevanz Eurer Website-Inhalte so optimieren, dass Google gar nicht anders kann, als diese in die Top 3 in den SERPs mit aufzunehmen.

Zudem solltet Ihr Euch auf die OnPage-Maßnahmen Eurer Website fokussieren und regelmäßig Inhalte erstellen, die von relevanten Websites verlinkt werden. So seid Ihr optimal vorbereitet, wenn neue Aktualisierungen durch Google Updates umgesetzt werden. In 2021 sei für viele das Google Title Update eine große Überraschung gewesen, wie Fabian Auler zurückblickt: „Statt, wie üblich, den Title Tag in den SERPs darzustellen, zieht sich Google inzwischen immer häufiger eine Überschrift, wie die H2 oder H3, aus einem Artikel und stellt diese in den SERPs dar.“ Einen passenden Case dazu findet Ihr in diesem Artikel.

Wenn Ihr diese Maßnahmen für Eure SEO-Strategie berücksichtigt, dann seid Ihr schon auf einem guten Weg. Wer nun noch tiefer in das SEO Game einsteigen will, für den oder die lohnt sich nun ein Blick tiefer in die SEO-Trends 2022.

Das sind die 3 wichtigsten SEO-Trends in 2022

Die SEO-Trends, die wir Euch jetzt vorstellen, sind keine Neuheiten für alle, die sich täglich mit SEO beschäftigen. Dennoch ist für erfolgreiches SEO in 2022 wichtig, diese Trends nicht aus den Augen zu verlieren.

Keywords und Keyword-Recherche

Die Basis für Erfolg im SEO liegt in der Auswahl der richtigen Keywords, bei denen Euch sehr viele unterschiedliche Recherche Tools unterstützen. Und darauf kommt es speziell bei der Keyword-Recherche an:

  • Search Intent: Beim Search Intent handelt es sich um die Absicht, die hinter einer Suchabfrage steckt. Ihr solltet Euch bei jeder Keyword-Recherche fragen, was die Nutzer:innen mit ihrer Suchanfrage erreichen wollen. Durch neue AI-Technologien, wie BERT oder MUM, versucht Google den Search Intent von Nutzer:innen immer besser zu verstehen, um die Suchergebnisse noch zielgerichteter auszuspielen. Dafür ist wichtig, dass Ihr mit Eurem Content genau die Suchintention der Nutzer:innen für das Ziel-Keywords trefft. Wollt Ihr zwei sehr ähnliche Keywords nutzen, dann stellt sich oft die Frage, ob Ihr für jedes Keywords eine Seite benötigt oder beide auf einer beantworten könnt, um dann trotzdem zu ranken. Hierzu hat Fabian Auler folgenden Tipp für Euch: „Schaut Euch die SERPs zu Euren beiden Begriffen an: Werden dort unterschiedliche URLs angezeigt oder gibt es große Übereinstimmungen in den Google SERPs? Je nachdem könnt Ihr entscheiden, ob eine Seite ausreicht oder nicht.“ Zudem habt Ihr die Möglichkeit zum Beispiel mit dem Tool seobility zu jedem Keywords eine direkte Vorschau der 10 Top-URLs auf Google zu bekommen.
  • Zero Click Searches: In den vergangenen Jahren hat Google einige neue, sogenannte „Search Features“ in den Suchergebnissen eingeführt, die Nutzer:innenn direkte Antworten auf ihre Suchanfragen liefern, ohne dass sie die Suchergebnisseite verlassen müssen. Die Nutzer:innen erhalten somit noch schneller eine Antwort auf ihre Fragen, da die gesuchten Informationen bereits auf den SERPs von Google präsentiert werden und kein Klick auf eine weitere Website notwendig ist. Für User stellt dies in aller Regel eine verbesserte User Experience dar, von der auch Google profitiert. Diese Entwicklung führt dazu, dass der Anteil an Zero-Click Searches immer weiter zunimmt und Keywords für diese nicht sehr lohnenswert sind. Zu den häufigsten Formen von Zero-Click Searches gehören: Die Suche nach Definitionen, Bedeutungen oder der korrekten Schreibweise für ein Wort. Auch Fabian empfiehlt hier keine Zeit auf Keywords dieser Art zu investieren: „Zu sowas zu ranken, wird keinen Traffic bringen.“

Quelle: Seobility

User Experience

Im Zuge des Page Experience Updates wurde die Core Web Vitals eingeführt, die gleichzeitig zeigen, in welche Richtung sich Google bewegen möchte. Bei den Google Core Web Vitals handelt es sich aktuell um drei Kennzahlen bzw. Metriken Ladezeit, die Reaktionsfreude und die visuelle Stabilität einer Webseite beim Laden, die laut Google besonders wichtig für die User Experience sind, es lohnt sich also auch in 2022 die Zeit in die Optimierung der User Experience zu investieren.

E-A-T

Das Kürzel E-A-T steht für die Englischen Begriffe „Expertise“, „Authoritativeness“ und „Trustworthiness“. Bei Inhalten aller Art setzt Google Inhalte, die Expertenwissen beinhalten und von vertrauenswürdigen und verlässlichen Autoren stammen, voraus. Dabei handelt es sich um eine Art Bewertungsrichtlinie, nach der alle drei Punkte bestimmt werden. Die Autorität über Eure Inhalte könnt Ihr zum Beispiel mit passenden Links und Erwähnungen unterstreichen.

Sobald Ihr einmal durch E-A-T bei Google durchgefallen seid, wird es schwer, neuen Trust aufzubauen. Das kann mehrere Monate oder sogar Jahre dauern. „Belegt deshalb Eure Expertise, indem Ihr Interviews in anderen Fachzeitschriften gebt oder Wikipedia-Einträgen schreibt – das alles und vieles mehr kann Eure Expertise zeigen“, sagt Fabian Auler.

Tipps vom SEO-Experten

Neben den drei wichtigsten SEO-Trends haben wir Fabian Auler auch um seine ganz persönliche Einschätzung gebeten und seine wichtigsten Tipps zusammengefasst:

Behaltet Eure Customer Journey immer im Blick

Besonders bei der Content-Erstellung solltet Ihr immer an die Customer Journey denken und Euch Fragen stellen wie: Was will der Suchende mit dem Suchbegriff erreichen (Search Intent) und in welcher Phase der Customer Journey befindet er:sie sich gerade? Nur wenn Ihr diese Fragen richtig beantworten könnt, könnt Ihr auch die passenden Inhalte dazu liefern.

Erstellt eine Keyword-Mindmap

Besonders hilfreich bei Websites mit vielen Keywords ist die Erstellung von Keyword-Mindmapd erstellen. Überlegt Euch hier u. a., auf welche Keywords Eure URLs (z. B. Kategorien, Beiträge, Produkte usw.) ranken sollen. Über das Ranking-Tracking-Tool von seobility könnt Ihr Euch täglich die Rankings anschauen und Eure SEO Performance messen. Ohne Monitoring ist erfolgreiches SEO kaum möglich. Nutzt deshalb alle Daten, die Euch dir hier zur Verfügung stehen.

Passt Jahreszahlen an

Überprüft z. B. in der Google Search Console, welche URLs zu Keywords mit dem Jahr 2021 Rankings haben – die dürften 2022 deutlich an Relevanz verlieren und sollten angepasst werden. Achtet hier darauf, dass Ihr nicht nur die Jahreszahlen in den Überschriften austauscht, sondern auch die Inhalte entsprechend aktualisiert oder erweitert.

Verzichtet (noch) auf AI-generierte Texte

AI-generierte Texte sind noch nicht optimal für SEO und sollten immer überarbeitet werden. Die Technik wird hier zwar immer besser, aktuell ist sie aber noch nicht in der Lage, komplexe Themen, News und Ähnliches fehlerfrei zu erstellen.

Erstellt einen Content Moat

Hinter einer Content Moat oder einem „Content-Burggraben“ könnt Ihr Inhalte umsetzen, der nicht einfach von Eurer Konkurrenz kopiert werden kann. Setzt deshalb auf Inhalte, die Ihr mit Audio- oder Video-Inhalten (Podcast, YouTube usw.) oder mit eigenen Daten, wie z. B. Studien und Interviews, erweitert.

Macht Euch nicht abhängig von Google!

Zwar hat Google einen Marktanteil von über 90 % in Deutschland, aber was passiert, wenn dieser Traffic-Kanal plötzlich verschwindet, bspw. durch neue Google Updates, Google Penalties, neue Konkurrenz oder negativen SEO Spam ersetzt wird? Deshalb macht es Sinn, wenn Ihr nicht nur auf den einen Traffic-Kanal setzt, sondern einen gesunden Marketing-Mix aufbaut. So könnt Ihr beispielsweise Newsletter anbieten und Social Media als weitere Kanäle nutzen.

Welche SEO-Trends bleiben und wie Ihr sie richtig umsetzt

Neben den SEO-Trends, die in diesem Jahr noch wichtiger werden könnten, gibt es auch einige Evergreens, die weiterhin wichtig bleiben. Wir zeigen Euch, welche das sind und wie Ihr sie auch praktisch einsetzt.

Technische SEO Basics

Auch in 2022 sind technische SEO Basics und Onpage SEO eine wichtige Grundvoraussetzung für erfolgreiches SEO und gute Rankings. Dazu zählen u. a.:

  • Erreichbarkeit, Crawlbarkeit und Indexierbarkeit
  • Fehlerfreiheit der Website (insbes. technische Fehler)
  • Page Speed
  • Website Struktur und sinnvolle interne Verlinkung
  • Meta-Informationen für die SERPs (insbes. Meta Title als Ranking Faktor und Meta Description)
  • Mobile Optimierung (Stichwort Mobile First Indexing)

Für Websites mit mehr als 1.000 URLs sind darüber hinaus noch saubere URL-Strukturen besonders wichtig. Vor allem für Onlineshops werden immer häufiger URLs mit dynamisch generierten Parametern genutzt, durch die viel Duplicate Content auf einer Website entstehen kann. Das kann zwar nicht zu einer Abstrafung durch Google führen, aber die Crawlbarkeit und Indexierung Eurer Website wird so schneller erschwert. Bei zu vielen doppelten Inhalten können diese von Google nicht mehr richtig zugeordnet werden.

Das SEO-Tool seobility prüft eine Website automatisch auf die wichtigsten Onpage-Faktoren und zeigt Fehler und Optimierungspotentiale direkt an.

OnPage-Seobility

Quelle: Seobility

Content

Hochwertiger Content ist und bleibt essentiell in der SEO-Arbeit, allerdings wird es gleichzeitig immer schwieriger aus der Masse herauszustechen. Somit solltet Ihr noch mehr Wert auf einzigartigen Content legen, der besonders heraussticht. Mit Content Hubs könnt Ihr Eure Topica Authority unterstreichen. Dabei legt Ihr eine zentrale Verteilerseite an, die das „Oberthema“ aufgreift und weitere passende Unterthemen auf der Website verlinkt. So könnt Ihr z. B. einen Artikel über SEO schreiben und weitere Nebenthemen, wie z. B. OnPage-Optimierung, Google Updates, Linkaufbau und viele weitere verwandte Themen, auf weiteren Unterseiten miteinander verbinden. Mit einem Topic Cluster dieser Art zeigt Ihr Google und Euren Besucher:innen, dass Ihr Expert:in in diesem Bereich seid.

Diese Punkte machen hochwertigen SEO-Content aus:

  • bedient die Suchintention Eurer Besucher:innen
  • zeigt (neue) Erkenntnisse oder Lösungen für Eure Zielgruppe auf
  • ist hoch informativ und bietet einen echten Mehrwert („Das liest man sonst nirgendwo“)
  • ist authentisch und wahr (keine Märchen erzählen)
  • ist gut recherchiert inkl. Quellenangaben
  • ist sehr gut geschrieben: Gut lesbar/scanbar (Content Design und Struktur), leicht zu verstehen, fehlerfrei und liefert genau die Informationen, die in der Überschrift versprochen werden

Auch bei der Textoptimierung kann Euch seobility unterstützen. Mit der sogenannten WDF*IDF-Analyse vergleicht seobility Eure Texte mit denen Eurer Konkurrenz und prüft die inhaltliche Relevanz sowie Vollständigkeit des Suchbegriffs.

Backlinks

Im Vergleich zu früher haben Backlinks an Relevanz verloren, sind allerdings immer noch ein wichtiger Rankingfaktor für Eure Website. Auf diese Faktoren solltet Ihr deshalb achten:

  • Stärke der verweisenden Domain/URL
  • thematische Relevanz der Verlinkung
  • Position des Links auf der Seite
  • Linktext und den Link umgebender Text
  • Anzahl der externen Links auf der Seite
  • Link-Attribute (nofollow, ugc, sponsored) verhindern Weitergabe von Link Juice

Tipp: Mit der Backlink-Analyse von seobility könnt Ihr die Qualität Eures Backlink-Profils überwachen und erhaltet so Unterstützung beim Linkaufbau.

Quelle: Seobility

Zudem lohnt es sich, einen Blick auf die Linkprofile Eurer Konkurrenz zu werden und zu überprüfen, wo die Links herkommen. Beachtet hierbei allerdings, dass Ihr die Links niemals blind nachbaut, da dies zu einer Abstrafung durch Google führen kann.

Auch kleinere Aktionen, wie z. B. Interviews mit anderen Experten:innen oder interessante Studien, können bereits einige gute Backlinks einbringen. Wichtig dabei ist die Verbreitung (auch „Content Distribution“ genannt). Andere Webmaster müssen von Eurem hochwertigen Content erfahren, um diese zu verlinken.

Weitere SEO-Tools auf OMR Reviews

Wenn Ihr noch auf der Suche nach dem passenden SEO-Tool seid, dann schaut gern auch auf unserer Softwarebewertungsplattform OMR Reviews vorbei und lasst Euch hier von den Erfahrungsberichten inspirieren. Einen noch tieferen Einblick bekommt Ihr auch in unserem OMR Reviews-Briefing zum Thema SEO.

Insgesamt findet Ihr auf OMR Reviews u. a. diese SEO-Tools:

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Carmen Cichon

Carmen ist Content Marketing Managerin bei OMR Reviews. Zuvor hat sie Content-Themen für einen Lebensmittelgroßhändler verantwortet sowie einen MA in Public Relations absolviert.

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