Was ist ein Hauptkeyword?

Wir verraten dir die Basics zum Hauptkeyword und zeigen SEO-Tools für die praktische Anwendung

Inhalt
  1. Was ist ein Hauptkeyword?
  2. So findest du geeignete Hauptkeywords
  3. So setzt du Hauptkeywords auf deiner Website ein
  4. Best Practices: So optimierst du richtig

Hauptkeywords sind das Fundament jeder SEO-Strategie – und trotzdem tun sich viele schwer damit, das richtige zu finden. Zu generisch, zu umkämpft, zu wenig Suchvolumen: Die Auswahl fühlt sich oft an wie ein Kompromiss. In diesem Artikel erfährst du, was ein Hauptkeyword ausmacht, wie du das passende für deine Seite findest und wo du es platzierst, damit es seine Wirkung entfaltet.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Hauptkeyword ist der zentrale Suchbegriff, der die strategische Ausrichtung und Relevanz einer Seite für Suchmaschinen definiert.
  • Die Auswahl sollte auf einer Analyse von Suchvolumen, Wettbewerb und der exakten Übereinstimmung mit der Suchintention basieren.
  • Zur Vermeidung von Keyword-Kannibalisierung sollte pro Seite immer nur ein spezifisches Hauptkeyword festgelegt werden.
  • Für ein optimales Ranking muss das Keyword an strategischen Stellen wie Title Tag, URL, H1-Überschrift und in der Einleitung platziert werden.
  • Inhaltliche Qualität und der Fokus auf den Lesernutzen sind wichtiger als eine hohe Keyword-Dichte oder technisches Keyword-Stuffing.

Was ist ein Hauptkeyword?

Ein Hauptkeyword (engl. Main Keyword) ist der zentrale Suchbegriff, auf den du eine einzelne Seite deiner Website optimierst. Es beschreibt das Kernthema deiner Seite und beantwortet die Frage: Wofür soll diese Seite bei Google und anderen Suchmaschinen gefunden werden?

Sogenannte Nebenkeywords (Secondary Keywords) ergänzen das Hauptkeyword. Sie sind thematisch verwandt, decken aber Variationen, Synonyme oder spezifischere Aspekte ab. Während dein Hauptkeyword zum Beispiel „Projektmanagement-Software" sein könnte, wären typische Nebenkeywords „Projektmanagement-Tool", „Projektplanung Software" oder „beste PM-Software für kleine Teams".

Der entscheidende Unterschied: Dein Hauptkeyword bestimmt die strategische Ausrichtung der gesamten Seite – von der URL über die Überschriftenstruktur bis zum inhaltlichen Fokus. Nebenkeywords fließen ergänzend ein, ohne die klare Ausrichtung zu verwässern.

Warum ist ein Hauptkeyword so wichtig?

  • Klare Relevanz für Suchmaschinen: Google und Co. versuchen zu verstehen, worum es auf einer Seite geht. Ein konsistent eingesetztes Hauptkeyword sendet eindeutige Signale und erhöht die Chance, für genau diesen Begriff zu ranken.

  • Vermeidung von Keyword-Kannibalisierung: Wenn mehrere deiner Seiten auf dasselbe Keyword optimiert sind, konkurrieren sie gegeneinander. Ein klar definiertes Hauptkeyword pro Seite verhindert diese interne Konkurrenz.

  • Strukturierte Content-Erstellung: Das Hauptkeyword gibt dir einen roten Faden. Du weißt, welche Fragen du beantworten musst und welche Suchintention hinter dem Begriff steht – informational, transaktional oder navigational.

  • Messbare Erfolgskontrolle: Mit einem definierten Hauptkeyword kannst du gezielt tracken, wie sich deine Rankings entwickeln. Ohne diesen Fixpunkt fehlt dir die Grundlage für datenbasierte Optimierung.

Kurz gesagt: Das Hauptkeyword ist dein strategischer Anker. Es entscheidet darüber, ob deine Seite für die richtigen Suchanfragen sichtbar wird oder in der Masse untergeht.

Keywords und KI-Chatbots

Für die Sichtbarkeit in KI-Assistenten wie ChatGPT oder Claude spielen Keywords eine untergeordnete Rolle. Diese Systeme generieren Antworten kontextbasiert und bewerten Relevanz nicht anhand einzelner Suchbegriffe, sondern anhand inhaltlicher Zusammenhänge.

Indirekt bleibt Keyword-Optimierung dennoch relevant: Wenn KI-Chatbots das Web durchsuchen, greifen sie auf dieselben Suchergebnisse zu wie menschliche Nutzer*innen. Gut rankende Seiten haben also auch hier bessere Chancen, als Quelle herangezogen zu werden. Mehr zu diesem Thema erfährst du in unserem Artikel GEO vs. SEO.

So findest du geeignete Hauptkeywords

Die Auswahl des richtigen Hauptkeywords ist kein Bauchgefühl-Prozess, sondern folgt einer systematischen Logik. Ein bewährter Workflow sieht so aus:

Starte mit einem Brainstorming zu deinem Thema und sammle erste Begriffe, die dir in den Sinn kommen. Gib diese Seed-Keywords in ein SEO-Tool deiner Wahl ein und analysiere die Vorschläge nach Suchvolumen, Keyword Difficulty und verwandten Begriffen. Prüfe anschließend die Suchergebnisse (SERPs) manuell: Welche Inhalte ranken aktuell? Welche Suchintention bedient Google? Gleiche das mit deinen Ressourcen und Zielen ab und triff dann deine finale Entscheidung.

Rebecca Loeks

„Vergiss das höchste Suchvolumen, das beste Hauptkeyword findest du anders. Mein Tipp: Keywordliste erstellen, Tools für erste Insights nutzen, dann manuell die SERPs checken. Das Geheimnis liegt darin, Suchintention und eigene Autorität gegenüber dem Wettbewerb realistisch abzugleichen.“

Rebecca Loeks, Senior SEO-Consultant bei OMR Reviews

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

  • Suchvolumen realistisch einordnen: Ein hohes Suchvolumen klingt verlockend, bedeutet aber oft starke Konkurrenz. Für kleinere Websites sind Keywords mit 100–1.000 monatlichen Suchen oft wertvoller als umkämpfte Head-Terms mit 50.000 Suchen.

  • Keyword Difficulty nicht isoliert betrachten: Die KD-Werte verschiedener Tools sind nicht vergleichbar. Schau dir immer die tatsächlichen Top-10-Ergebnisse an: Welche Domains ranken dort? Wie stark sind deren Backlink-Profile? Kannst du mithalten?

  • Suchintention exakt matchen: Das beste Keyword bringt nichts, wenn dein Content die Intention verfehlt. Sucht jemand nach „CRM-Software" eine Definition, einen Vergleich oder will die Person kaufen? Die SERPs verraten es dir – und dein Content muss diese Erwartung erfüllen.

  • Thematische Autorität berücksichtigen: Google bevorzugt Seiten, die ein Thema umfassend abdecken. Ein Hauptkeyword sollte zu deinem bestehenden Content-Cluster passen oder den Startpunkt für ein neues bilden.

  • Long-Tail-Potenzial prüfen: Spezifischere Keywords wie „Projektmanagement-Software für kleine Teams" haben weniger Suchvolumen, aber höhere Conversion-Chancen und sind leichter zu ranken. Besonders für den Einstieg oft die klügere Wahl.

  • Trends und Saisonalität checken: Manche Keywords schwanken stark. Google Trends zeigt dir, ob ein Begriff stabil ist, saisonal schwankt oder gerade im Aufwind ist.

  • Geschäftswert nicht vergessen: Ein Keyword mit 500 Suchen, das zahlende Kund*innen bringt, schlägt ein Keyword mit 10.000 Suchen, das nur Informationssuchende anzieht. Frag dich immer: Was ist dieser Traffic tatsächlich wert?

So setzt du Hauptkeywords auf deiner Website ein

Das Hauptkeyword zu kennen ist der erste Schritt – es richtig zu platzieren der zweite. Suchmaschinen bewerten bestimmte Stellen einer Seite stärker als andere. Wenn dein Hauptkeyword an diesen Stellen auftaucht, signalisierst du Google, wofür deine Seite relevant ist.

Wo dein Hauptkeyword vorkommen sollte: 

  • Title Tag: Der wichtigste Ranking-Faktor unter den On-Page-Elementen. Das Hauptkeyword gehört hier möglichst weit nach vorne.

  • Meta Description: Kein direkter Ranking-Faktor, aber entscheidend für die Klickrate. Das Keyword wird in den Suchergebnissen fett hervorgehoben.

  • URL: Das Hauptkeyword sollte immer in deiner URL als sogenannter Slug vorkommen.

  • H1-Überschrift: Die Hauptüberschrift deiner Seite sollte das Keyword enthalten und klar das Thema benennen.

  • Einleitung (erste 100 Wörter): Ein frühes Vorkommen des Keywords signalisiert Relevanz – sowohl für Suchmaschinen als auch für Leser*innen, die schnell erkennen wollen, ob sie hier richtig sind.

  • Zwischenüberschriften (H2, H3): Nicht in jeder, aber in einzelnen Subheadings sollte das Keyword oder eine Variation auftauchen.

  • Fließtext: Natürlich verteilt über den gesamten Content. Hier zählt allerdings: Flüssiger Lesefluss ist wichtiger als eine möglichst hohe Keyworddichte.

  • Bild-Dateinamen und Alt-Texte: Oft vernachlässigt, aber relevant – besonders für die Bildersuche. 

  • Interne Verlinkungen: Wenn du von anderen Seiten auf deine Seite verlinkst, nutze das Hauptkeyword (oder Variationen) als Ankertext.

Best Practices: So optimierst du richtig

Die Platzierung allein macht noch keine gute Keyword-Optimierung. Entscheidend ist, wie du dabei vorgehst. Die folgenden Do's und Dont's helfen dir, typische Fehler zu vermeiden und das Maximum aus deinem Hauptkeyword herauszuholen:

Do's

✅ Schreibe für Menschen, nicht für Algorithmen: Dein Content muss die Suchintention erfüllen und echten Mehrwert bieten – Rankings folgen daraus.

✅ Nutze Variationen und Synonyme: Google und generative KI verstehen semantische Zusammenhänge. „Projektmanagement-Software", „PM-Tool" und „Software für Projektplanung" stärken sich gegenseitig.

✅ Prüfe die SERPs vor der Optimierung: Schau dir an, welche Content-Formate ranken. Wenn Google für einen Suchbegriff Vergleichstabellen oder Videos zeigt, wird es dein Fließtext schwer haben.

✅ Aktualisiere bestehende Inhalte: Seiten mit vorhandener Autorität lassen sich oft leichter optimieren als komplett neue Inhalte zu erstellen.

✅ Behalte eine Seite pro Hauptkeyword: So vermeidest du interne Konkurrenz und gibst Google ein klares Signal, welche Seite ranken soll.

Dont's

❌ Keyword-Stuffing: Das übermäßige Wiederholen des Keywords wirkt nicht nur unnatürlich, sondern kann zu Ranking-Verlusten führen. Google erkennt diese Taktik zuverlässig.

❌ Versteckte Keywords: Weißer Text auf weißem Hintergrund oder unsichtbare Schriftgrößen sind Spam-Techniken aus den 2000ern – und führen heute zu Abstrafungen.

❌ Keyword in jede Überschrift zwängen: Wenn dein Hauptkeyword in H1, jeder H2 und jeder H3 steht, leidet die Lesbarkeit und Google wertet es als überoptimiert.

❌ Irrelevante Keywords wählen: Ein hohes Suchvolumen bringt nichts, wenn der Traffic nicht zu deinem Angebot passt. Relevanz schlägt Reichweite.

❌ Die Suchintention ignorieren: Wer bei einem informationalen Keyword eine reine Produktseite ausspielt, wird weder ranken noch konvertieren.

Empfehlenswerte SEO Tools

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Nils Knäpper
Autor*In
Nils Knäpper

Nils ist SEO-Texter bei OMR Reviews und darüber hinaus ein echter KI-Enthusiast. Und als solcher ist er immer auf der Suche nach Anwendungsfällen und Workflows, die sich mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (teil-)automatisieren lassen – egal, ob im Alltag oder auf der Arbeit. Nur bei einer Sache lässt er sich nicht von KI unter die Arme greifen: Nämlich dann, wenn er in Ableton Live seinem liebsten Hobby nachgeht und Techno produziert.

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