So setzt Ihr Neukundengewinnung im B2B-Bereich erfolgreich um!

Carolin Puls19.1.2022

Von A wie Akquise bis Z wie Ziele. Wir zeigen Euch, wir Ihr Eure Neukundengewinnung im B2B-Bereich erfolgreich umsetzt!

B2B Neukundengewinnung
Inhalt
  1. 1. Was ist B2B-Neukundengewinnung? 
  2. 2. So identifiziert Ihr die zu Euch passenden B2B Neukund:innen
  3. 3. Diese Tipps solltet Ihr bei der Neukundengewinnung im B2B-Bereich beachten
  4. 4. Softwares können Euch bei der Akquise von B2B-Neukunden unterstützen
  5. 5. Akquise ist ein Aufwand, der sich für Euch lohnt
Ihr gebt jeden Tag Euer Bestes, um Eure Bestandskund:innen zufriedenzustellen. Aber allein von der Erhaltung dieses Kund:innen-Stammes kann Euer Unternehmen sich nicht profitabel entwickeln. Zudem können sich bestehende Geschäftsbeziehungen verändern oder sie lösen sich gar auf. Die Lösung ist denkbar einfach: Ihr müsst Neukund:innen gewinnen.
Da neue Kund:innen, deren Bedürfnisse durch Eure Produkte oder Dienstleistungen optimal erfüllt werden, allerdings nicht auf Bäumen wachsen, solltet Ihr einige Punkte beachten, die wir in diesem Artikel für Euch zusammengestellt haben.
Zuerst erfahrt Ihr, was Ihr unter B2B-Neukundenakquise verstehen könnt und wie Ihr neue B2B-Kund:innen findet. Anschließend lernt Ihr, was Ihr bei der Kundengewinnung im B2B-Bereich beachten müsst und welche Softwares Euch in diesem umfangreichen Prozess unterstützen können.
Inhaltsverzeichnis
 

1. Was ist B2B-Neukundengewinnung? 

Der Definition nach bezeichnet die Neukundenkundenakquise alle strategischen Maßnahmen, die zur Gewinnung von neuen Kund:innen beitragen. Dies umfasst die ursprüngliche Zielsetzung, die Kontaktpunkte mit den potenziellen Kund:innen, die Planung der notwendigen Schritte sowie die Erfolgsanalyse. Wenn wir von Neukundengewinnung sprechen, könnt Ihr diese in zwei Arten unterscheiden: Warmakquise und Kaltakquise. Für beide Formen der Kundenakquise benötigt Ihr vorab eine gut durchdachte Neukundengewinnung-Strategie.
Bei der Warmakquise kennen Euch Eure potenziellen Kund:innen bereits, da Ihr schon einmal mit Ihnen in Kontakt gestanden habt. Dies ist z. B. der Fall, wenn sie sich für einen Newsletter angemeldet haben und Ihr hierdurch ihre Kontaktdaten vorliegen habt. Sie haben diese aktiv herausgegeben, damit sie von Euch eine Gegenleistung in Form von regelmäßigen Informationen oder Freebies bekommen.
Bei der Kaltakquise gestaltet sich die Ansprache der möglichen Kund:innen nicht so einfach. Hiervon spricht man, wenn diese Ansprechpartner:innen noch nicht mit Eurem Unternehmen in Kontakt gekommen sind und daher keine Beziehung zwischen Euch besteht. Üblicherweise findet die Akquise von Neukund:innen per Telefon, E-Mail, Post oder Empfehlungsmarketing statt. Aber auch Social Selling, also die Akquise über Business-Netzwerke wie XING oder LinkedIn erfreut sich wachsendem Interesse.
Beachtet aber bitte, dass Ihr die telefonische Kaltakquise nur bei geschäftlichen Kund:innen und nicht bei Privatpersonen nutzen dürft. Dies regelt das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Ähnlich sieht es bei der Kontaktaufnahme per ungefilterter Massen-E-Mail aus. In Artikel 6 der Datenschutzgrundverordnung steht geschrieben, dass Ihr nur Unternehmen und Privatpersonen kontaktieren dürft, deren explizite Einwilligung vorliegt.
Wenn Ihr aber eine persönliche E-Mail an eine:n potenzielle:n Kund:in schreibt, die berechtigtes Interesse an der Kontaktaufnahme haben können, und dieser einen Link zu Eurer Datenschutzerklärung beifügt, dürft Ihr diesen Weg der Neukundenakquise im B2B-Segment wählen. Die Kontaktaufnahme per Post, Social Media oder per Weiterempfehlung durch Kolleg:innen oder Freund:innen unterliegen diesen Beschränkungen der Kaltakquise nicht.

2. So identifiziert Ihr die zu Euch passenden B2B Neukund:innen

Wie genau geht Ihr nun aber vor, wenn Ihr neue B2B-Kund:innen für Euer Unternehmen gewinnen möchtet? Die Grundlage bildet die passende Definition Eurer Zielgruppe. Schließlich wollt Ihr mit Euren Bemühungen auch die richtigen Personen ansprechen oder Ihr riskiert hohe Streuverluste, die Eurem Unternehmen nur Geld kosten. Sobald Ihr Eure Zielgruppe identifiziert und festgelegt habt, geht Ihr wie folgt vor:
  • Definiert Eure Ziele: Im ersten Schritt legt Ihr die Ziele fest, die Ihr erreichen möchtet. Möchtet Ihr eine neue Leistung verkaufen, mindestens zehn neue B2B-Kund:innen in einem Monat gewinnen oder Euren Marktanteil in einem Jahr um 5 % erhöhen? Wenn Ihr Eure Ziele klar definiert, bieten Sie Euch stets Leitlinien, an denen Ihr Euch orientieren könnt. Um ihre Erreichung überprüfen zu können, solltet Ihr sie SMART (Spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert) formulieren.
  • Betrachtet Euer Leistungsspektrum: Nachdem Ihr wisst, welche Ziele Ihr erreichen wollt, müsst Ihr einen Blick auf Euer Angebot werfen. Was sind die Vorteile für Eure B2B-Kund:innen? Wieso sollten Sie bei Euch und nicht bei Eurer Konkurrenz kaufen? Legt fest, welche Informationen Ihr an Eure Interessent:innen vermitteln möchtet und was Euer USP (Unique Selling Proposition) ist.
  • Entwickelt eine Buyer-Persona: Um die Vorteile Eurer Produkte oder Dienstleistungen ideal an Eure Zielgruppe zu vermitteln, müsst Ihr einen Blick auf die Personen werfen, die Teil dieser Gruppe sind. Man spricht hierbei von einer sogenannten Buyer Persona, deren Wünsche, Probleme und Bedürfnisse Ihr ganz genau betrachtet. Ihr erschafft eine fiktive Person, die stellvertretend für die typischen Kund:innen Eurer Zielgruppe steht. Hierzu tragt Ihr folgende Informationen über sie zusammen:
    • Name
    • Alter
    • Beruf
    • Einkommen
    • Familienstand
    • Hobbys und Interessen
    • Werte und Überzeugungen
    • Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen
Durch dieses Vorgehen habt Ihr in Eurem Akquise-Gespräch die richtigen Argumente parat und könnt sie von Eurem Unternehmen überzeugen. Außerdem identifiziert Ihr im Vorfeld den idealen Weg, um Eure potenzielle Kund:innen anzusprechen.
  • Prüft die Ressourcen, die Euch zur Verfügung stehen: Eine B2B-Neukundenakquise kostet Zeit und häufig auch finanzielle Mittel. Prüft vor dem Start einer Akquisewelle, wie iel Zeit Ihr investieren könnt und optimiert Euren Arbeitstag gegebenenfalls durch die Verteilung von Aufgaben auf andere Tage oder auf Eure Kolleg:innen.
Vorgehensweise bei der B2B-Neukundenakquise
Vorgehensweise bei der B2B-Neukundenakquise
  • Sammelt Kontaktdaten: Es macht immer einen professionellen Eindruck, wenn Ihr wisst, mit wem Ihr sprechen müsst, um Eure Produkte zu verkaufen. Sammelt hierfür nun eifrig die entsprechenden Daten hierfür. Neben dem Namen und eventuell der Telefonnummer oder E-Mail-Adresse könnt Ihr auf vielen Portalen auch die Interessen und den Werdegang Eurer Ansprechpartner:innen einsehen. Vielleicht entdeckt Ihr sogar, dass die Person demnächst die gleiche Veranstaltung besucht wie Ihr, sodass Ihr Euch persönlich bei ihr vorstellen könnt. Haltet die gewonnenen Informationen am besten in Eurem CRM-System ab, damit auch Eure Kolleg:innen den Überblick über den aktuellen Stand der Kund:innen-Beziehung behalten.
  • Legt Eure Vorgehensweise fest: Als Nächstes entscheidet Ihr Euch dafür, welchen Kontaktpunkt Ihr für Eure Neukundenakquise wählt. Beachtet bei Eurer Entscheidung die folgenden Fragen:
    • Gibt es rechtliche Rahmenbedingungen, die Ihr beachten müsst?
    • Wie erreicht Ihr Eure Buyer Persona am besten?
    • Welche Maßnahmen der Kund:innen-Ansprache werden üblicherweise in Eurer Branche getroffen?
    • Welche Akquiseform könnt Ihr mit den Euch zur Verfügung stehenden Ressourcen umsetzen?
  • Schult Eure Mitarbeiter:innen: Um die vorherigen Überlegungen nun in die Tat umzusetzen, ist es notwendig, Eure Mitarbeiter:innen entsprechend zu schulen. Ihr könnt ihnen verschiedene Gesprächstechniken und Argumente an die Hand geben, um sie optimal auf die Gespräche mit Neukund:innen vorzubereiten. Dieser Schritt ist besonders wichtig, da Eure Vertriebsmitarbeiter:innen Euer Sprachrohr zu Euren Kund:innen darstellen.
  • Setzt das Geplante in die Tat um: Last but not least – ran an die Kund:innen. Sammelt Erfahrungen, dokumentiert diese und passt Eure Strategie an, falls dies notwendig ist.

3. Diese Tipps solltet Ihr bei der Neukundengewinnung im B2B-Bereich beachten

Die Neukundenakquise im B2B-Bereich klingt erst einmal gar nicht so kompliziert. Das muss sie auch nicht sein. Allerdings gibt es ein paar Tipps, durch deren Einhaltung Ihr noch erfolgreicher bei der Neukundengewinnung sein werdet.
  • Analysiert das Verhalten Eurer Zielgruppe: Der eigentliche Verkaufsprozess kann bereits starten, wenn Ihr noch gar nichts davon mitbekommt. Interessent:innen können über Suchanfragen oder in den sozialen Medien auf Euer Unternehmen aufmerksam werden. Daher ist es sinnvoll, regelmäßig Eure Marketingmaßnahmen über Analysetools zu kontrollieren, um so Rückschlüsse auf das Kaufverhalten Eurer Kund:innen ziehen zu können.
  • Seid online präsent: Um den vorher genannten Punkt umsetzen zu können, müsst Ihr im World Wide Web präsent sein. Eine Unternehmenswebsite gehört heute zum guten Ton und immer mehr Privatkund:innen und auch Geschäftskund:innen nutzen Social-Media-Plattformen zur Recherche und zur Sammlung von Informationen. Legt daher besonderen Wert auf Eure Außenwirkung, den von Euch produzierten Content und die Bedienerfreundlichkeit Eures Shop-Systems. Alle diese Punkte wirken sich auf die Erfahrungen Eurer potenziellen Kund:innen mit Eurem Unternehmen aus.
  • Motiviert Eure Mitarbeiter:innen: Die Akquise von neuen Kund:innen kann anstrengend und teilweise frustrierend sein. Um Eure Mitarbeiter:innen trotzdem bei Laune zu halten, könnt Ihr ein Prämiensystem einführen. Bei diesem kann beispielsweise die Person, die die meisten B2B-Neukund:innen in einem bestimmten Zeitraum angeworben hat, einen Preis bekommen. Dies kann sich positiv auf die Servicementalität Eurer Verkäufer:innen und somit auf das Kund:innen-Erlebnis auswirken.
  • Arbeitet mit Testimonials: Die Empfehlung durch andere Personen kann Euch dabei helfen, zweifelnde Neukund:innen zu überzeugen. Solche Empfehlungen sorgen nämlich dafür, dass Eure Gesprächspartner:innen Vertrauen zu Euch aufbauen, da sie erleben, welche Vorteile Euer Unternehmen bereits anderen Kund:innen beschert hat. Bittet Eure Bestandskund:innen daher regelmäßig um Feedback und fragt dabei, ob Ihr dieses z.B. auf Eurer Website veröffentlichen dürft.
  • Vergesst Eure Bestandskund:innen nicht: Die Akquise von Neukund:innen ist wichtig, aber bestehende Kundenbeziehungen machen einen gewichtigen Anteil am Umsatz Eures Unternehmens aus. Behaltet daher auch diese im Blick, kümmert Euch um ihre Bedürfnisse und steht ihnen engagiert zur Seite. Hierdurch fühlen sie sich wertgeschätzt und Ihr erhaltet regelmäßige Updates über die aktuellen Probleme. Vielleicht ergeben sich auf diesem Weg wiederum neue Chancen, die Ihr ergreifen könnt.

4. Softwares können Euch bei der Akquise von B2B-Neukunden unterstützen

Wie Ihr gemerkt habt, ist das Feld der Neukund:innen-Akquise umfangreich und kann von verschiedenen Seiten angegangen werden. Hierzu eignen sich unterschiedliche Tools, deren Bewertungen und ausführliche Beschreibungen wir auf OMR Reviews für Euch zusammengestellt haben. Nachfolgend erhaltet Ihr einen Überblick über die Kategorien von Software, die Euch bei der Akquise Eurer B2B-Neukunden unterstützen können:

5. Akquise ist ein Aufwand, der sich für Euch lohnt

Um Eure potenziellen Neukund:innen von Eurem Unternehmen und Euren Produkten oder Dienstleistungen zu überzeugen, ist oft ein großes Stück Arbeit notwendig. Aber steckt nicht den Kopf in den Sand, wenn Ihr am Anfang nicht direkt erfolgreich sein solltet.
Mit der Zeit werdet Ihr die Bedürfnisse Eurer Zielgruppe immer besser verstehen, Eure Buyer-Persona nachschärfen und Eure strategischen Ziele hierauf anpassen können. Und für diesen Aufwand werden Euch Eure B2B-Kund:innen mit Loyalität und mit der Empfehlung an weitere Unternehmen aus derselben oder einer anderen Branche honorieren.
Carolin Puls

Carolin ist freie Texterin und Pressereferentin mit einer Leidenschaft für das geschriebene Wort. Als ehemalige Brand Managerin in der FMCG-Branche hat sie umfangreiche Marketing-Erfahrung gesammelt und währenddessen berufsbegleitend ihren Abschluss als Marketing-Betriebswirtin gemacht. Heute erstellt sie PR-Texte, Pressemitteilungen und Social-Media-Inhalte, immer mit viel Kreativität und Herzblut.

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Im Artikel erwähnte Software- oder Service-Kategorien

SEO
Search Engine Optimization (SEO)-Software dient dazu, die sogenannte natürliche oder organische Sichtbarkeit einer Website auf der Ergebnisseite einer Suchmaschine (also meistens Google) zu verbessern bzw. Anhaltspunkte und Verbesserungsvorschläge dafür zu liefern. Anders formuliert: Um eine Website bei den Suchresultaten, einen Ort bei Maps oder ein Foto bei der Bildersuche besser auffindbar zu machen, ohne dafür zu bezahlen, braucht es Optimierungsarbeit, Insights, Kennzahlen und Orientierung. Die aufgelisteten Tools ermöglichen diese SEO-Einblicke und -Analysen indem sie z.B. die Sichtbarkeitsentwicklung einer Website über die Zeit, Wettbewerbsdaten, wichtige Suchbegriffe, Trend-Daten oder Hinweise auf technische Ansatzpunkte für eine Verbesserung aufzeigen. Unter den SEO-Tools gibt es sowohl Spezial-Tools für einzelne Funktionen als auch All-in-One Lösungen, die (fast) alle SEO-Funktionen abbilden und zum Teil sogar Lösungen für andere Bereiche bieten. So gibt es z.B. bei (fast) allen SEO-Tools, die ihren Schwerpunkt bei der Identifikation relevanter Keywords haben, Überschneidungen mit Search Advertising Software. Alle Produkte, die in der SEO-Kategorie gelistet sind, müssen mindestens einen der folgenden Bereiche abdecken: SEO Monitoring & Tracking, Keyword-Recherche, Content- bzw. Onpage-Optimierung, Crawling und/oder Offpage-SEO. Mit SEO Monitoring & Tracking-Tools können Keywords getrackt und somit die SEO-Performance überwacht werden. Mithilfe von Keyword-Recherche-Tools können Content-Lücken identifiziert werden. SEO-Content-Tools helfen bei der Content-Erstellung und -Optimierung. Crawler- und Log-File-Tools testen die eigene Website hinsichtlich technischem SEO und erstellen Log-File-Analysen. Für die Überprüfung, das Monitoring und die Identifizierung von (potentiellen) Backlinks gibt es Backlink-Tools. Ihr möchtet Euch im SEO fortbilden und von Expert:innen lernen? Dann sind der OMR Beginners Guide to SEO und der OMR Professional Guide to SEO genau das richtige für Euch! In den Reports warten mehr als 100 Seiten geballtes Expertenwissen auf Euch und selbst echte SEO-Profis lernen noch etwas dazu! Für alle, die lieber in einem flexiblen E-Learning Format lernen möchten, bieten wir auch ein OMR SEO Pro Deep Dive Webinar und einen OMR Academy SEO Fundamentals E-Learning Kurs an.
Marketing Automation
Marketing Automation bedeutet, die verschiedensten Workflows rund um Marketing und Vertrieb sichtbar zu machen und bestmöglich automatisch zu regeln und zu messen. Entsprechende Software-Produkte bilden häufig eine zentrale Marketingdatenbank und helfen dabei, segmentierte, personalisierte und zeitpunktbezogene Kundenkontakte (z.B. den Versand einer E-Mail) herzustellen. Viele Plattformen bieten übergreifende Automatisierungsfunktionen für verschiedene Aspekte des Marketings - von E-Mail, sozialen Medien, Lead-Verwaltung bis zum Postversand oder sogar telefonischen Kontakt. Eine Schlüsselkomponente von Marketing-Automatisierungswerkzeugen ist die Bereitstellung von Analysefunktionen zur Bestimmung des Erfolgs einer gesamten Kampagne über Segmente und Kanäle hinweg. Hier werden Marketing-Kampagnen bewertet und verschiedenste Resultate von Kontakten bis zu direkt zuordenbaren Umsätzen gemessen. Produkte zur Marketing-Automatisierung sind häufig mit CRM-Software, Social-Media-Software und Content-Management-Systemen verknüpft. Außerdem verfügen viele Marketing Automation Tools über eine E-Mail-Marketing Funktion.
Email Marketing
Marketer:innen verwenden E-Mail-Marketing Software, um werbliche E-Mails oder Newsletter zu designen, zu personalisieren und an entsprechende Zielgruppen zu versenden. Während sich E-Mails mit Werbeinhalten meist an einzelne Personen und kleine Personengruppen richten, werden regelmäßige Newsletter oft an alle Kontakte oder bestimmte Kundensegmente geschickt. Da viele Kontakte sehr kostengünstig erreicht werden können, ist E-Mail Marketing ein sehr spannender Kanal, der weiterhin große Beliebtheit genießt. Welche Funktionen E-Mail-Marketing-Softwares beinhalten, ist je nach Anbieter unterschiedlich. Grundsätzlich können Marketer:innen mithilfe von Newsletter-Softwares maßgeschneiderte E-Mails mittels HTML und CSS entwerfen und erstellen. In der Regel stellen die Anbieter der E-Mail-Marketing-Softwares aber auch einfach zu bedienende, visuelle Editoren bereit, mit denen E-Mails und Newsletter ohne weitere Vorkenntnisse im Scripting umgesetzt werden können. Beim Versand von Newslettern ist neben der Sicherheit auch die Rechtskonformität zu beachten. Daher ist es enorm wichtig, dass die E-Mail-Marketing-Tools über Funktionen verfügen, die die weitreichenden Datenschutzgesetze in bestimmten Ländern, wie die DSGVO in Deutschland, erfüllen. Dazu zählt beispielsweise, dass alle Empfänger:innen mit einem Double Opt-in dem Erhalt der E-Mails zugestimmt haben müssen. Neben der Erstellung und dem Versand der zielgerichteten Marketing-E-Mails, können über E-Mail-Marketing-Tools Empfänger:innen segmentiert, Newsletter-Abbestellungen verwaltet sowie Öffnungsraten, Verweildauer und Link-Klicks getrackt werden. Oft werden E-Mail-Marketing-Tools mit CRM-Software integriert oder die Tools fungieren selbst als CRM-Systeme. So werden die meist ohnehin in E-Mail-Marketing-Softwares vorhandenen Funktionen zur Segmentierung erweitert und Adressat:innen können noch zielgerichteter angesprochen werden. Außerdem ist E-Mail-Marketing häufig eine entscheidende Komponente von Marketing-Automation-Software, weshalb eine Software ab und zu in beiden Kategorien auftaucht. Um sich als E-Mail-Marketing-Software zu qualifizieren, muss die Lösung: * die Erstellung und den Versand von E-Mails bzw. Newslettern über einen HTML- oder WYSIWYG-Editor ermöglichen * eine Auswahl an E-Mail-Vorlagen bieten * Nutzer:innen die Möglichkeit geben, eine Vorschau der E-Mail anzusehen und diese als Test-E-Mails zu versenden * E-Mail-Kontaktlisten speichern, verwalten, segmentieren und tracken * Kampagnenbasierte Berichte und Analysen bereitstellen Wenn Ihr Euch im E-Mail-Marketing fortbilden und von Expert:innen lernen möchtet, dann ist der OMR Professionals Guide to E-Mail-Marketing genau das richtige für Euch! Darin erwarten Euch 107 Seiten geballtes Expertenwissen zum Thema E-Mail-Marketing. Und falls Ihr lieber in einem flexiblen E-Learning Format lernt, schaut doch mal im OMR E-Mail-Marketing Deep Dive Webinar und im OMR Academy E-Mail-Marketing Fundamentals E-Learning Kurs vorbei.
E-Commerce-Plattformen & Shopsysteme
Shopsysteme und E-Commerce-Plattformen sind Softwares, die zur Eröffnung und zum Betrieb eines eigenen Webshops gebraucht werden und es ermöglichen E-Commerce zu betreiben. Von den üblichen und erwarteten Funktionalitäten eines Internet-Shops bis zu Kund*innen- und Produktdaten, Inhalt und Layout bis hin zur Optimierung und Anpassung gibt es viele verschiedene Features, bei denen sich Online-Shops unterscheiden. Während die Mehrzahl der Lösungen in erster Linie auf den Online-Verkauf von B2C-Produkten ausgerichtet ist, gibt es auch auf B2B zugeschnittene Lösungen. B2C-Lösungen waren traditionell eher auf den physischen Handel ausgerichtet. Mittlerweile bieten eine Reihe von Lösungen auch die Möglichkeit, digitale Produkte zu verkaufen. Von dem Moment an, in dem ein:e Kund:in in dem Online-Shop landet, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Bestellung bearbeitet und versandt wird, schaffen E-Commerce-Plattformen ein nahtloses Erlebnis, das sowohl auf der Grundlage vorhandener Daten optimiert wird als auch neue Erkenntnisse für eine laufende Kundenkommunikation erfasst. E-Commerce-Plattformen lassen sich in der Regel mit Lagerverwaltungssoftware und Dropshipping-Software integrieren. Außerdem bieten Shopsysteme auch Schnittstellen und Integrationen zu CRM-Softwares, ERP-Systemen, Supply-Chain- und Logistik-Softwares und Zahlungsdienstleistern. Zu einigen Webshop-Softwares gehören zudem integrierte SEO-Tools. Bei der Bewertung von E-Commerce-Plattformen sind unter anderem folgende Punkte zu berücksichtigen: Kompatibilität mit vorhandener Software, wie z.B. Bestandsmanagement und CRM, erforderliches technisches Know-How des Teams für die Implementierung und Verwaltung der Software-Lösung, möglicher Grad der Anpassung der Plattform und natürlich das Preis-Leistungs-Verhältnis bzw. Return on Investment. Ihr möchtet Eure E-Commerce-Strategie verbessern und von Expert*innen lernen? Dann ist der OMR Strategy Guide to E-Commerce genau das richtige für Euch! Darin erwarten Euch über 100 Seiten Praxiswissen für den E-Commerce-Einstieg.
CRM
Ein CRM-System unterstützt Mitarbeiter:innen in großen, mittelständischen und kleinen Unternehmen beim Customer Relationship Management (CRM). Dafür erfasst es alle relevanten Informationen zu Leads, Kund:innen sowie Unternehmen und sammelt sie übersichtlich an einem Ort. Zu den erfassten Kundendaten im CRM gehören unter anderem Stammdaten, Kontaktdaten, Touchpoints, die Kundenhistorie, Transaktionsdaten und weitere Informationen. Des Weiteren können CRM-Lösungen persönliche Präferenzen der Kund:innen und Leads speichern. Diese sind essentiell für die Analyse der Kundenbindung sowie zur Lead- und Bestandskundenpflege und können von Mitarbeiter:innen aus dem Vertrieb und Marketing genutzt werden. Welche Funktionen ein CRM-System beinhaltet, hängt von den Anforderungen des Unternehmens ab, in dem die Software eingesetzt werden soll. CRM-Systeme können sowohl für B2C als auch B2B eingesetzt werden, es gibt cloudbasierte Software oder serverbasierte on-premise Tools sowie Best-of-Breed- oder Komplettlösungen. Doch nicht nur die Eigenschaften, auch Kosten unterscheiden sich bei den CRM-Systemen stark. CRM-Softwares werden häufig separat von anderen Software-Lösungen wie ERP-Systemen, Marketing-Automation-Software, E-Mail-Marketing-Software oder Account-Management-Software angeboten, bieten aber häufig Schnittstellen und Integrationen zu diesen Anwendungen, um eine plattformübergreifende und verbesserte Customer Experience zu ermöglichen. Die CRM-Software-Reviews und -Erfahrungen ermöglichen es Euch die Stärken und Schwächen der jeweiligen Software-Anbieter zu erkennen und das geeignete CRM-System für Euer Unternehmen zu finden. Ihr wollt echte CRM-Profis werden? Im OMR Professional Guide to CRM für B2C und B2B warten 124 Seiten geballtes Expertenwissen auf Euch.
Social Media Suites
Social Media Suites sind umfassende Softwarelösungen, die darauf ausgelegt sind, Unternehmen, Organisationen und Fachleuten im Marketingbereich bei der Verwaltung und Optimierung ihrer Social-Media-Aktivitäten zu unterstützen. Sie richten sich an Nutzer*innen, die verschiedene Social-Media-Plattformen gleichzeitig betreuen, überwachen und analysieren müssen, und sind besonders nützlich für Marken, Agenturen und Unternehmen jeder Größe. Diese Lösungen werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Dazu gehören das Social Media Management, wo sie helfen, Inhalte zu planen, zu veröffentlichen und deren Performance zu überwachen. Im Bereich des Community-Managements unterstützen sie die Interaktion mit der Community und die Beantwortung von Anfragen. Ebenso spielen sie eine Rolle im Monitoring, wo sie das Tracking von Markennennungen und relevanter Keywords ermöglichen, um Markttrends und Kundenmeinungen zu analysieren. Weiterhin sind sie hilfreich im Bereich der Analytik und des Reportings, indem sie detaillierte Einblicke in die Leistung der Social-Media-Aktivitäten geben. Um in der Kategorie Social Media Suites aufgenommen zu werden, sollte eine Lösung folgende Features und Eigenschaften aufweisen: * Content-Management-Funktionen: Planung und Veröffentlichung von Inhalten über verschiedene Plattformen hinweg. * Community-Management-Tools: Möglichkeiten zur Interaktion und Kommunikation mit Follower*innen, inklusive schneller Antworten auf Anfragen und Kommentare. * Überwachung und Analysefunktionen: Überwachung von Markennennungen, Keywords und Trends, sowie detaillierte Analyse der Nutzerinteraktionen und Kampagnenleistung. * Berichterstattung und Datenvisualisierung: Erstellung von übersichtlichen Berichten und grafischen Darstellungen zur Leistungsmessung und Strategieanpassung. * Integration mit anderen Plattformen und Tools: Möglichkeit, die Suite mit anderen Marketing- und Analysewerkzeugen sowie CRM-Systemen zu verbinden.
Search Engine Advertising (SEA)
Search Engine Advertising (SEA) bildet neben Search Engine Optimization (SEO) den zweiten Bestandteil des Search Engine Marketings (SEM). Während SEO-Software dabei hilft, die organische Sichtbarkeit einer Website bei den gängigen Suchmaschinen zu optimieren, ist Search Advertising Bestandteil des kostenpflichtigen Kampagnenmanagements von Werbetreibenden und wird deswegen auch als Paid Search bezeichnet. Search Advertising Software unterstützt also dabei, bezahlte Werbung für bestimmte Keywords und Keyword-Kombinationen in Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo! zu schalten und so mit der eigenen Website unter den mit „Anzeigen“ oder „Ads“ gekennzeichneten Suchergebnissen aufzutauchen, wenn Browsende nach den entsprechenden Keywords suchen. Die Funktionen von Search Advertising Software sind vielseitig und unterstützen unter anderem bei der Identifikation und beim Targeting relevanter Keywords, beim Bieten auf die identifizierten Keywords, beim Optimieren von Anzeigen und Anzeigegruppen, beim Tracking relevanter KPIs, wie der Conversion oder dem Return on Ad Spend (ROAS) oder ganz einfach beim Management der Search Advertising Kampagnen. Einige Softwares enthalten Funktionen zur Schaltung von Werbeanzeigen auf Display-, Video-, Mobile- oder Social-Media-Kanälen. Ihr wollt Euch im Search Engine Advertising fortbilden und weiterentwickeln? Der OMR Fundamental SEA Guide – Google Ads bietet Euch auf 98 Seiten Google-Expertenwissen sowie jede Menge Tricks, Hacks und Tools für die erfolgreiche Anzeigenschaltung in Google Ads. Wenn Ihr doch lieber ein flexibles E-Learning Format bevorzugt, sind das OMR Google Ads Pro Deep Dive Webinar und der OMR Academy SEA & Google Ads Fundamentals E-Learning Kurs genau das richtige für Euch.
Conversion Optimierung
Conversion Optimization bzw. Conversion Rate Optimization (CRO) Software hilft Website-Betreibenden dabei, die Conversion, also die Umwandlungen von Besucher:innen zu Kund:innen, registrierten Nutzer:innen, Review-Abgeber:innen usw. zu erhöhen und damit die Conversion Rate, also den prozentualen Anteil der Nutzer:innen, die konvertieren, zu optimieren. Als übergeordnetes Ziel gilt es dabei die Erfahrung, die Nutzer:innen mit der Website oder App einer Organisation machen, zu verbessern. Damit dies gelingt stellen die gelisteten Softwares zur Conversion Optimierung verschiedene Tools bereit, die Unternehmen bei der Erstellung, dem Testen, der Visualisierung und/oder der Auswertung einzelner Website-Versionen oder -Elemente sowie den Interaktionen von Nutzer:innen mit eben diesen helfen. Eine besonders häufig vorkommende Funktion von CRO Software beschäftigt sich mit sogenanntem AB Testing. Die entsprechenden Tools werden genutzt, um verschiedene Versionen von digitalem Content, also z.B. verschiedene Visuals, Call-to-Actions (CTAs) oder auch ganze Landingpages, aufzusetzen und gegeneinander auf Nutzer:innen-Interaktionen damit – oder eben auch auf Konvertierungen der Nutzer:innen – zu testen. Weitere Funktionen von Tools, die in den Bereich fallen sind auch das Aufsetzen von Landingpages, das Erstellen von Heat Maps, Analysen, die über die klassischer Analytics Tools hinausgehen oder das Aufzeichnen einzelner Website-Sitzungen. Conversion Optimierungs Software wird häufig an Content Management Systeme angedockt und mit anderen Tools, wie Web Analytics Software, integriert.
Content Recommendation
Content Recommendation Software ist eine sowohl von Websites als auch von Publisher-Advertiser-Konstrukten genutzte Software, die dafür sorgt, dass Nutzer:innen die Inhalte ausgespielt werden, die zu ihnen passen. Auf der eigenen Website können das beispielsweise personalisierte Produktempfehlungen sein, die Kund:innen abhängig vom User-Profil und/oder Kontext (z.B. beim Ansehen eines ähnlichen Produkts) angezeigt werden. Werbetreibende, die auf Websites von Publishern werben, nutzen Content Recommendation Software im Rahmen des sogenannten Native Advertising. Hier wird der Content vom Advertiser als Empfehlung in direkter Umgebung vom Content des Publishers eingebunden, um so die eigene Message nahtlos und natürlich an (potenzielle) Kund:innen oder Nutzer:innen zu kommunizieren. Ein Beispiel dafür wäre z.B. die Anzeige für den Artikel eines Corporate Blogs unterhalb des dazu inhaltlich passenden Artikels aus dem Web-Angebot eines großen deutschen Medienhauses. Software aus dem Bereich Content Recommendation ist Teil des Content Marketings, eignet sich sowohl für große als auch für kleinere Unternehmen und richtet ihr Angebot sowohl an Agenturen als auch an Werbetreibende direkt.
Content Marketing
Content Marketing Software unterstützt Unternehmen bei der Erstellung und/oder bei der Distribution von Inhalten für unternehmenseigene sowie externe Kanäle und Plattformen. Darüber hinaus dienen einige Content Marketing Tools dazu, Inhalte in einem ersten Schritt zu organisieren, um diese in einem zweiten Schritt dafür zu nutzen, die sogenannte Content Experience individueller Nutzer:innen zu steigern. Dabei werden Usern oder User-Segmenten genau die Inhalte ausgespielt, die sich – abgeleitet aus ihren Profilen und/oder ihrem Verhalten – anbieten. Auch hinsichtlich externer Inhalte können Content Marketing Tools in Unternehmen Mehrwerte schaffen. So dienen einige der gelisteten Tools der Identifikation geeigneter Inhalte, die dann so oder in aufbereiteter Form über die eigenen Kanäle geteilt werden können. Eine weitere Gruppe von Content Marketing Software dient der Content Analyse. Diese misst die Performance von Inhalten und generiert User Insights. Zusammenfassend werden in der Content Marketing Software Kategorie also alle Software-Lösungen gelistet, die im Marketing eingesetzt werden und ihren Schwerpunkt in der Erstellung, Analyse, Optimierung, Distribution, oder Kuration von Inhalten setzen. Eine besondere Form des Content Marketing: Content Recommendation Software.

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