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Vor mehr als 12 Monaten
Die perfekte Wahl für Händler die Ihre Waren digital über eine Vielzahl an Touchpoints vertreiben wollen.
Video-Transkript
Hallo und herzlich willkommen bei den OMR Reviews. Mein Name ist Tobias und ich bin Director Operations bei Valantic. Wer ist Valantic? Wir sind euer Partner für digitale Transformation.
Wir kreieren Kundenerlebnisse, die begeistern. Mit euch zusammen, von der strategischen Beratung bis zur technischen Implementierung. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, schaut vorbei auf valantic.com. Heute soll es um das Tool Spryker gehen.
Wobei, Tool trifft es eigentlich gar nicht so richtig, denn Spryker versteht sich selbst als modulare, cloudbasierte Commerce-Plattform. Was das genau bedeutet, da gehe ich nachher drauf ein. Zunächst die Fragestellung, wie viele Punkte kriegt Spryker von mir? In ganz vielen Anwendungsfällen würde ich Spryker die beste Note geben.
Aber es gibt einige wenige Anwendungsfälle und welche das sind, das schauen wir uns am Ende des Reviews gemeinsam an, in denen Spryker noch nicht unbedingt die beste Wahl ist. Darum und, weil man sich natürlich immer auch ein bisschen... ein bisschen Luft nach oben lassen möchte, gebe ich Spryker neun von zehn möglichen Punkten. Ja, welches Business-Problem löst Spryker? Spryker, wenn man es am Ende des Tages runter bricht, wie gesagt, ist eine Commerce-Plattform.
Das heißt, wenn ihr als Händler eure Waren, eure Produkte, Dienstleistungen online digital vertreiben wollt, über verschiedene Touchpoints, Desktop, Mobile, aber auch moderne Touchpoints wie Smartwatches, Alexa und Co. Dann ist Spryker die richtige Wahl für euch. Spryker unterstützt dabei verschiedene Geschäftsmodelle. Das heißt, ihr könnt B2C verkaufen mit Spryker, ihr könnt B2B verkaufen mit den B2B-typischen Feature-Sets, wie beispielsweise Kunden, individuellen Preisen und Ähnlichem.
Ihr könnt aber auch Marktplatz-Modelle mit Spryker umsetzen. Das heißt, wenn ihr es Dritten ermöglichen wollt, auf eurer Plattform zu verkaufen, könnt ihr Spryker dafür problemlos einsetzen. Das können ganz viele andere Tools am Markt natürlich auch, aber Spryker unterscheidet sich, fundamental, von diesen ganzen traditionellen, wie wir sie nennen, monolithischen Shop-Systemen. Und worin diese Unterschiede bestehen, darauf gehe ich jetzt in den Vorteilen kurz ein.
Ja, was gefällt mir an Spryker? Ich habe es gerade schon gesagt, die traditionellen Shop-Systeme, die waren monolithisch gebaut. Was heißt das eigentlich? Monolithische Shop-Systeme bringen meistens ganz große Funktionsumfänge mit, von denen man fairerweise gar nicht so viel nutzt, den Code aber natürlich trotzdem.
An anderen Stellen, wenn man zum Beispiel ganz individuelle Retourenprozesse abbilden möchte oder Ähnliches, dann musste man diese monolithischen Systeme individual weiterentwickeln. Das heißt, über Eigenentwickler, über Agenturpartner hat man über Jahre hinweg diese Monolithen immer weiter verbastelt. Das bedeutet, man war irgendwann gar nicht mehr so richtig update-fähig. Man musste eigentlich immer höhere Aufwände, immer höhere Zeiten und damit auch Kosten investieren, um solche monolithischen Systeme überhaupt performant, auch am Laufen zu halten.
An genau der Stelle hat Spryker vor sechs, sieben Jahren angesetzt und sich einen anderen Ansatz überlegt, nämlich einen modularen Ansatz. Das heißt, Spryker ermöglicht es mir, aus einer Anzahl von mittlerweile über 900 Modulen genau die herauszupicken, die für mein Geschäftsmodell, für meine Business-Prozesse die richtigen sind. Gleichzeitig bietet Spryker aber konsequent die Möglichkeit, Individualisierungen vorzunehmen. Dadurch, dass das ganze modulbasiert ist, bleiben wir trotzdem über Jahre hinweg auch bei höchsten Individualisierungen update-fähig.
Das ist ein Riesenvorteil. Der zweite große Vorteil von Spryker ist, dass sie headless sind und dass sie auch konsequent einen API-First-Ansatz verfolgen. Das bedeutet, auf die Business-Perspektive transformiert, dass ich einen sogenannten Best-of-Breed-Ansatz mit Spryker fahren kann. Das heißt, ich kann in den verschiedenen Teildisziplinen des E-Commerce mir die, von meinem Geschäftsmodell auf meine Business-Prozesse, auf mein Unternehmen, auf meine Situation am besten passendsten Tools aussuchen und sie mit Spryker über die APIs kommunizieren lassen.
Also beispielsweise Personalisierungs-Engines, Frontends, ich kann das Beste für meine Redaktion passende CMS-Systeme auswählen und so weiter und so fort. Das ist der zweite große Vorteil dieser API-First-Ansatz. Der dritte große Vorteil von Spryker, und es gibt sicherlich deutlich mehr, ich möchte nur auf drei eingehen, liegt in der ungeheuren Entwicklungsgeschwindigkeit begründet, die Spryker in den letzten Jahren einfach immer wieder bewiesen hat. Das ist sicherlich getrieben auch durch das Top-Management-Team von Spryker, das aus ganz erfahrenen E-Commerce-Experten besteht, die wirklich als Vorreiter in dieser Industrie bezeichnet werden dürfen.
Das sind die drei Vorteile von Spryker in meinen Augen. Ja, da wo Licht ist, ist auch Schatten. Das heißt, wenn es Vorteile gibt, gibt es natürlich auch Dinge, die einem nicht so gut gefallen. Und da muss man ganz klar sagen, Spryker ist im Moment noch nicht die richtige Wahl für Unternehmen, die einfach mal nur so einen allerersten Fuß in die Türe Digitalisierung stecken wollen.
Die vielleicht mal nur 1, 5, 10 Produkte irgendwie online stellen wollen und mal gucken wollen, wie reagiert der Markt denn da drauf. Auch Startups, die vielleicht ein einziges Produkt bis jetzt nur haben und erstmal so ein Product-Market-Fit ausprobieren, möchten. Für die ist ein Spryker-Projekt sicherlich nicht das Richtige. Da gibt es andere Tools am Markt, die kosten dann irgendwie 30 Dollar im Monat.
Da kann man sich einen Shop schnell aufbauen und einfach mal E-Commerce ausprobieren. Für Unternehmen, die die Technologie wirklich als Werttreiber verstehen, da ist Spryker das Richtige. Aber für Unternehmen, die einfach mal nur ausprobieren wollen, da gibt es sicherlich andere Tools, die besser geeignet sind. Ja, was rate ich anderen?
Die, die ein Spryker-Projekt in Betracht ziehen. Also ich glaube zunächst ist ein Rat, wenn man überhaupt E-Commerce betreiben will, wenn man digital transaktional unterwegs sein möchte. Macht eine ausgiebige Anforderungsphase, eine Anforderungsanalyse. Das heißt, werdet euch klar darüber, was wollt ihr denn überhaupt?
Welche Funktionen und daraus abgeleitet, welche Technologie ist denn die beste für euch? Vergleicht dabei immer zwei, drei mindestens E-Commerce-Systeme miteinander. Und entscheidet euch dann für das für euch und eure Situation passende System. Wenn ihr euch für Spryker entschieden habt, dann bekommen wir am Markt immer öfter mit, dass im Rahmen echter Technology Ownership auch eigene Entwickler in Spryker onboarded werden sollen.
Das ist total sinnvoll und wir ermutigen unsere Kunden, genau das zu tun. Aber stellt sicher, dass ihr einen Agenturpartner, einen erfahrenen Agenturpartner an Bord habt, der das schon ein paar Mal mitgemacht hat, sodass eure Entwickler im Prinzip vom ersten Tag an Bord sind. Das heißt, dass ihr den ganzen Tag an einen echten Mehrwert in einem Spryker-Projekt liefern könnt und ihr sicherstellt, dass die Kolleginnen und Kollegen perfekt onboarded werden. Der zweite Rat, den ich spezifisch für ein Spryker-Projekt euch mit auf den Weg geben möchte, ist, wenn ihr ein Spryker-Projekt macht, werdet euch früh am Anfang über die Vision klar.
Wo wollt ihr also in 12, in 24 Monaten von der Richtung her stehen? Wo soll die Reise hingehen? Setzt euch dann gemeinsam im Team Leitplanken. Organisatorischer Art, kaufmännischer Art, technischer Art.
Macht aber dann nicht den Fehler und geht in die klassische IT-Wasserfall-Denke rein und versucht irgendwie jetzt schon fest zu zurren, wo ihr in 24 oder 36 Monaten, denn dann auf die siebte Nachkommastelle betrachtet, stehen wollt. Denn da ist ja der riesen Vorteil von Spryker, dass ihr die Möglichkeit habt, Themen modular anzugehen, dass ihr die Möglichkeit habt, in MVPs zu denken. Kurzen Entwicklungszyklen, Dinge immer wieder auch bis zum Live-System zu deployen. Das ist ein riesen Vorteil von Spryker.
Nutzt den, indem ihr auch einen agilen Entwicklungsmodus beherzigt. Das war es von meiner Seite aus. Ich wünsche euch viel Spaß, wenn ihr euch für ein Spryker-Projekt entscheidet. Ich wünsche euch viel Spaß auf den OMR Reviews.
Bis dahin, auf Wiedersehen. Vielen Dank.
Tobias
Verifizierte Verfasser*in
Director Operations bei Valantic
1.001–5.000 Mitarbeitende
Use cases:E-Commerce-Plattformen & Shopsysteme