OMR Tech Stack: Diese Tools und Software nutzen wir für Podcasts und im Marketing

Unsere Tools für Podcast-Aufnahmen sowie -Hosting, Newsletter und Prozessautomatisierung

Seit ein paar Wochen fragen wir regelmäßig spannende Digitalunternehmen nach ihren Tech Stacks, also der Liste der für das tägliche Geschäft genutzten Technologie-Dienste. Weil auch wir immer mal wieder nach genau so einer Auflistung gefragt werden, sind wir jetzt selber dran. Mit welchen Tools nehmen wir Podcasts für unsere eigenen und Fremdproduktionen auf? Wo hosten wir die Formate? Und mit welcher Software verschicken wir eigentlich Newsletter? Die Antworten lest Ihr hier.

In unserer Serie „Tech Stack“ zeigen wir, welche Tools Unternehmen aus der Digitalbranche nutzen und lassen uns von ihnen erklären, warum sie sich gerade für diese Software-Lösungen entschieden haben. Ihr wollt mehr Infos zu passenden Tools? Dann schaut auf unserer Software-Bewertungs-Plattform OMR Reviews vorbei. Und das sind die bisherigen Tech Stacks: Snocks, Rose Bikes, Pepper.com, FREE NOW.

Was schon bei den ersten Überlegungen zum OMR Tech Stack ziemlich schnell deutlich wurde: Bei uns sind jede Menge Tools und Software-Lösungen im Einsatz. Viele Teams arbeiten auf verschiedenen Produkten; logisch, dass das Education-Team auf ganz andere Dienste zurückgreift, als beispielsweise die Podstars für die Produktion von derzeit insgesamt 65 unterschiedlichen Podcast-Formaten. Und logisch ist ebenfalls, dass wir auch bei OMR viele sehr gängige und bekannte Tools nutzen, um zu kommunizieren und gemeinsam und übergreifend an Projekten zu arbeiten.

Da wäre zum Beispiel Slack, das Tool, was täglich mit Sicherheit am häufigsten genutzt wird. Interne Mails sind relativ selten. Oder Google Drive, was kaum verzichtbar ist und vermutlich in der Vergangenheit mit am meisten Wert gestiftet hat. Und natürlich kommen auch zahlreiche Basics wie Google Analytics, Google Ads, Facebook Business, Asana und viele mehr durchgehend zum Einsatz. Weil diese Dienste aber inzwischen eh jeder kennen (und nutzen) dürfte, beschränken wir uns auf eine kleine Auswahl von Software, die von zwei Teams genutzt wird: Podstars und Marketing.

So funktioniert die Produktion von Podcasts

Constantin Buer

Seitdem wir im November 2015 einfach mal mit einem eigenen Podcast gestartet sind, hat sich einiges verändert. Die Podstars sind inzwischen als eigene Firma unterwegs, produzieren mit über 30 Mitarbeitenden 65 verschiedene Formate – und greifen auf entsprechend professionellere Tools zurück, als noch zu Anfangszeiten. „Unsere Hosting-Plattform der Wahl ist heute Podigee“, erklärt Constantin Buer, einer der Geschäftsführer. Gleich mehrere Faktoren spielten bei der Wahl eine wichtige Rolle. „Es geht natürlich um technische Zuverlässigkeit. Wir hatten keine einzige Ausfallminute in den ungefähr drei Jahren, in denen wir Podigee nutzen“, so Constantin weiter.

Auch der Kontakt zum deutschsprachigen Support funktioniere reibungslos. „Das gibt es anderswo in dieser Art nicht. Insgesamt ist es ein sehr persönliches Verhältnis. Es gibt zum Beispiel keine Basis-Pakete, sondern man bekommt sehr individuelle Lösungen angeboten.“ Weitere, eher technische Vorteile, die Podigee biete und die vor allem bei einer großen Menge an Produktionen immer relevanter werden, seien individualisierbare Landingpages und Webplayer sowie eine API-Schnittstelle und der „Passthrough“ zu Spotify. „Damit werden Inhalte direkt auch auf Spotify freigeschaltet. So ist auch Dynamic Ad Insertion problemlos möglich.“

Ein Link und die Aufnahme geht los

Bevor es ans Hosting geht, muss aber natürlich erst einmal aufgenommen werden. Und seit Corona läuft das vor allem remote ab; mit dem passenden Tool ist aber auch das kein Problem. „Dafür nutzen wir immer Cleanfeed. Das ist absolut verlässlich und bietet in der recht günstigen Premiumversion hohe Übertragungsraten“, erklärt Constantin. „Der Podcast-Gast muss nichts installieren. Wir verschicken einfach einen Link und das Tool öffnet sich im Browser. Das Recording läuft dann über uns.“ Das Interface sei extrem intuitiv und im Prinzip nicht misszuverstehen.

Die Voraussetzung für eine gute Aufnahme sei unabhängig von der Software natürlich trotzdem immer ein gutes Mikrofon, was im Optimalfall per USB an den Laptop oder den Rechner angeschlossen werden kann. „Man könnte auch Zoom Premium nutzen. Oder Zencastr, was aber ein bisschen instabiler ist. Eine Alternative – und als Backup eigentlich immer empfehlenswert –  ist natürlich auch, dass Gäste ihre eigene Tonspur selber aufnehmen und anschließend hochladen.“

Und wie sieht es mit Software-Programmen zum Bearbeiten der aufgenommenen Podcast-Folgen, sogenannten DAW (kurz für „Digital Audio Workstation“), aus? „Da nutzt unser Produktionsteam ein paar Tools, je nach speziellem Anwendungszweck“, erklärt Constantin. Hier komme unter anderem Software wie Adobe Audition, Ableton Live, Cubase, Reason, FL Studio, Logic Pro und Pro Tools regelmäßig zum Einsatz.

Der Backbone des Marketings

Eine Zielgruppe spricht man am besten da an, wo sie eh unterwegs ist und Content konsumiert. Das sind in unserem Fall wenig überraschend die großen Social-Media-Plattformen, die vermutlich sowieso jeder Publisher nutzt: Linkedin, Facebook, Twitter, Instagram; häufig planen wir Beiträge mit Hootsuite im Voraus. Um nicht von traditionell sinkenden organischen Reichweiten abhängig zu sein, bekommen viele Inhalte noch ein wenig Ad-Budget mit Hilfe der jeweiligen Werbemanagern der Plattformen spendiert.

Isabelle Meuth

Der übergreifend wichtigste Kanal dürften aber Newsletter sein. Als E-Mail-Marketing-Tool kommt zwar auch immer noch hin und wieder Mailchimp zum Einsatz, als Haupt-Tool hat sich aber inzwischen Active Campaign durchgesetzt. „Damit ist es ziemlich einfach, Subscriber zu segmentieren und Audiences zu erstellen. Bei der Menge an verschiedenen Inhalten für teilweise ganz unterschiedliche Zielgruppen ist das für uns sehr relevant“, erklärt Isabelle Meuth, Head of Digital Products & Marketing bei OMR. Auch ließen sich individuelle Landingpages für die einzelnen Produkte einfach per „Drag and Drop“ bauen; mit Active Campaign erstellte Formulare seien ohne großen Aufwand auf Webseiten integrierbar. Fast noch wichtiger seien für Isabelle aber zwei weitere, elementare Faktoren: „Die Reportings sind einfach gut und zeigen, was man wirklich über die Performance von Newsletter wissen möchte. Und mit vielen verschiedenen Automation-Möglichkeiten kann man echt Zeit sparen. Die Funktionen sind im Vergleich zu anderen E-Mail-Marketing-Tools unfassbar groß.“

Push it to the Browser

Ein im Vergleich zu Newslettern zwar deutlich kleinerer, dafür aber immer noch spannender Kanal, um Content zur Zielgruppe zu bringen, seien Push Notifications im Browser. „Heute haben extrem viele Webseiten entsprechende Tools eingebaut“, so Isabelle. „Wir wollten das Ende 2017 einfach mal ausprobieren und nutzen das bis heute. Wir verwenden dafür die Lösung von Accengage, die Anfang 2019 von Airship gekauft wurde.“ Den „First-Mover-Vorteil“ und entsprechende überdurchschnittlich starke Conversions gebe es auf Grund der starken Verbreitung von Push-Notification-Tools zwar nicht mehr, für den verhältnismäßig geringen Aufwand für das Schreiben der kurzen Nachrichten könne es aber immer noch ein hilfreicher Hebel sein.

Die Software, die für Isa und ihr Team inzwischen am unverzichtbarsten geworden sei, hat zwar nicht direkt etwas mit Marketing zu tun, könne als „Datenhub“ aber auf verschiedenste Themen einzahlen: Airtable. „Damit lassen sich alle möglichen Daten, beispielsweise auch Fotos und pdf-Dateien, übersichtlich erfassen und darstellen, mit denen dann wiederum APIs zum Beispiel für Landing Pages erstellt werden können“, erklärt Isabelle. „Wir haben da schon so einige manuelle und komplizierte Prozesse automatisiert, die vorher bei uns teilweise sogar Tech-Aufwand ausgelöst haben.

Apropos Automations: Als Jens Bohse, Kollege aus dem Business Development und aktuell bei OMR Reviews unterwegs, den Austausch über Tools bei Slack entdeckt hatte, schrieb er nur: „Dann müssen wir auf jeden Fall auch kurz Zapier nennen.“ Einige Kampagnen für OMR Reviews würden derzeit vor allem dank der Software gut funktionieren. „Zapier ist ein No-Code-Tool. Man kann Prozesse also komplett ohne Programmierkenntnisse automatisieren“, so Jens. „Der größte Mehrwert ist aber, dass es sich mit allen anderen gängigen Tools verknüpfen lässt – beispielsweise auch mit Active Campaign für unsere Newsletter.“ Alltägliche, häufig schlicht zeitfressende Aufgaben ließen sich so automatisieren und der Personalaufwand minimieren.

Unter anderem diese Tools nutzt OMR

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