Mit diesen Tools behaltet Ihr die Kontrolle über Euer E-Commerce im DTC-Business 

Philip Kehela11.2.2022

The Rise of DTC E-Commerce - und was Corona damit zu tun hat

DTC-E-Commerce
Inhalt
  1. Going solo: Wie schafft man es, als junges DTC-Unternehmen mit Bootstrapping erfolgreich zu sein?
  2. Das Tech-Stack als treibender Faktor
  3. Fazit
DTC (auch D2C) steht für „Direct to Consumer“ und beschreibt ein Geschäftsmodell, bei dem eine Marke oder Hersteller seine Waren direkt an Endkonsument:innen verkauft. Die direkte Beziehung von Unternehmen zu Kund:innen birgt vor allem einen zentralen Vorteil: Den Abbau von Abhängigkeiten von (Zwischen-)Händlern, die als Gatekeeper Einfluss auf dein Geschäft nehmen. Der direkte Kund:innenkontakt ermöglicht zudem bessere Einblicke über deine Kundschaft und verschafft dir auf dieser Datenbasis einen Wissensvorsprung zur Konkurrenz. Mit der vollen Kontrolle über Verkaufskanäle und Preisgestaltung können DTC-Unternehmen ihre Produkte außerdem bestmöglich für die Zielgruppe in Szene setzen. Und obendrein spart der DTC-Ansatz perspektivisch Budget, weil Bestandskund:innen über eigene Kanäle langfristig günstiger angesprochen werden können, keine Margen an Mittelsmänner fällig werden und die Kundenbeziehung über die gesamte Lebenszeit monetarisiert werden kann. Klingt gut? Ist es auch! Kein Wunder also, dass DTC-E-Commerce boomt und in den letzten Jahren zum Hot Topic im Handel geworden ist. Nicht nur Start-ups, auch viele größere Marken konzentrieren sich zunehmend auf direkte Absatzkanäle.
Die Corona-Pandemie hat diesen Wandel nur bestärkt. Harte Lockdowns des gesamten Stationärhandels führten zu Veränderungen des Konsumentenverhaltens und waren Brandbeschleuniger für den Onlinehandel. Auch Anlieferstopps in Lagern großer Gatekeeper wie Amazon, die ausgerufen wurden, um mit eigenen Logistikketten lieferfähig zu bleiben, festigten das DTC-Business weiter. In diesem Zusammenhang ist es übrigens wichtig, die verschiedenen Verkaufsmöglichkeiten über Marktplätze wie Amazon oder Otto klar zu unterscheiden: Der Verkauf von Waren an den Marktplatz selber, der dann als Händler fungiert und die Ware vertreibt fällt nicht in den Bereich DTC, während der Vertrieb eigener Produkte als Handelsmarke über Marktplätze als Hybrid-DTC eingestuft wird.

Going solo: Wie schafft man es, als junges DTC-Unternehmen mit Bootstrapping erfolgreich zu sein?

Insbesondere junge Unternehmen und Start-ups nutzen den DTC-Approach, um mit ihrer Geschäftsidee durchzustarten. Im Zuge der Unternehmensgründung stellt sich dann die zentrale Frage: “Fremdfinanziert oder bootstrapped loslegen?” Bootstrapping bezeichnet eine Finanzierungsart der Unternehmensgründung, die gänzlich ohne externe Geldgeber funktioniert. Auch wenn dieses Vorgehen erst einmal eine deutlich strenge Budgetierung und langsameres Wachstum bedeutet, hat Bootstrapping auch klare Vorteile: Ohne Investor:innen und VC habt Ihr als Gründer:innen die volle Kontrolle über Euer Unternehmen und die damit verbundenen Ziele. Desto länger Gründer:innen die Kontrolle über ihr Unternehmen behalten, desto stärker wird die DNA des Unternehmens von ihnen getrieben. Dies kann bspw. in Punkto Brand Building Vorteile haben.
Falls Ihr Euch wie wir mit mokebo entschlossen haben solltet, Eure Unternehmung eigenfinanziert durchzuziehen, ist es extrem wichtig, clevere Entscheidungen in Bezug auf Euer Tech-Stack und Eure Prozesse zu legen. Überlegt Euch gut, wie Ihr Euer begrenztes Kapital verwendet und wie nachhaltig Ihr diese bindet. Ein eigenes Lager ist bspw. mit hohen Kosten verbunden. Deshalb haben wir uns gegen eine eigene Logistik und stattdessen für ein hybrides Dropshipping in Verbindung mit einem leistungsstarken ERP entschieden, das uns viel Flexibilität in Hinblick auf Schnittstellen zu unseren Herstellern bietet. So nutzen wir die Kernkompetenz unserer exklusiven Lieferanten in punkto Produktion & Logistik und wickeln alle mit dem Produkt und Kauf verbundenen Prozesse über das ERP ab. 
Für die Distribution Eurer Produkte solltet Ihr überlegen, welche Verkaufskanäle für Eure Produkte relevant sind und welche Vor- & Nachteile diese bergen. Ein eigener Onlineshop, erstellt über Shopsysteme wie Shopify oder Shopware bietet viele Vorzüge, da Ihr Inhalte dort bis ins kleinste Detail steuern könnt und im Gegensatz zu Marktplätzen, die über Marktplatz-Anbindungen wie Tradebyte an Eure ERP angebunden werden können, keine Provision an die Plattform zahlen müsst. Dennoch können auch Marktplätze sinnvoll sein, um die Exposure als Marke zu erhöhen und weniger abhängig von der eigenen Shop Performance zu sein. Profitiert von ihren extremen Traffic Reichweiten und hebelt die Marktplätze als “verlängerte Investoren” für Euer Business.
Da Kosteneffizienz beim Bootstrapping von zentraler Wichtigkeit ist, ist der “Umsatz pro Mitarbeiter:in” einer der wichtigsten KPIs. Unsere Mitarbeiter:innen sollen unternehmerisch denken & handeln und als CFOs agieren. Um diese Kennzahl so hoch wie möglich zu treiben, benötigt es dafür aber einen ebenso hohen Fokus auf Technologie, Automatisierung und die richtigen Tools.

Das Tech-Stack als treibender Faktor

Die Gestaltung des Tech-Stacks prägt Eure Strukturen & Prozesse maßgeblich. Mit den richtigen digitalen Tools kannst du sämtliche Geschäftsaktivitäten reibungslos ausführen und viel schneller skalieren. Um die passenden Instrumente zu bestimmen, ist es zunächst wichtig, sich die Ansprüche von DTC an verschiedene Tools bewusst zu machen. Nur mit dieser Grundlage kannst du dir dann im nächsten Schritt einen eigenen Werkzeugkasten zusammenstellen, der diese Anforderungen bedient. Wichtig zu verstehen ist an dieser Stelle, dass die Ansprüche von DTC an Tools hoch, aber die Ansprüche von Bootstrapped DTC noch höher sind.
Workflows, Automatisierung und Technologie sind die Schlüssel zum Erfolg als DTC-Start-up im E-Commerce, denn viele repetitive Arbeiten und Zeitfresser können mit automatisierten Prozessen auf Basis von Technologie gelöst werden. Bei der Auswahl unserer Tools habe ich vor allem die folgenden 3 Faktoren berücksichtigt: Agilität, Skalierbarkeit und E-Commerce-Orientierung. Agile, browserbasierte SaaS-Tools sind für mokebo elementar, damit unsere Mitarbeiter:innen remote von überall auf der Welt in Echtzeit Zugriff haben. Um Skalierbarkeit für unser Geschäftsmodell zu realisieren, ist es außerdem wichtig, dass unsere Tools datenliberal, also anpassbar in Bezug auf individuelle Entwicklungen sind, Plug-Ins unterstützen und API-Schnittstellen bieten. Letztlich kann dein Tech-Stack heute uneingeschränkt jeden Geschäftsprozess des Unternehmens mit den genannten Faktoren abbilden. Es gilt nur die richtigen Entscheidungen zu treffen. 
Welche Tools die besten für Euer DTC Unternehmen sind, könnt Ihr nur in einem Vergleich der Angebote verschiedenster Anbieter für Euch herausfinden. Hier einige der wichtigsten Kategorien im Überblick:

ERP-System

Das Herzstück jedes DTC E-Commerce Unternehmens ist das Warenwirtschaftssystem. Warenwirtschaftssysteme sind oft teile eines ERP-Systems . Manchmal werden die Begriffe auch als Synonym verwendet. Hier laufen Informationen und Work-Outcomes aus den verschiedenen Abteilungen an einer Stelle zusammen. Das ERP spielt für Produktkonfiguration und Vertrieb eine zentrale Rolle, andererseits aber auch zur Steuerung der Kundenkommunikation durch das Customer Success-Team. Zusätzlich kann die Datenbasis des ERP-Systems genutzt werden, um Daten auszuwerten und Reportings zu erstellen. Aufgrund ihrer Flexibilität ersetzen cloudbasierte ERPs wie plentymarkets, Xentral ERP (Kostenlos Testen), Billbee (Direkt zum Anbieter) oder JTL (Direkt zum Anbieter) immer öfter Desktop-Applikations-ERPs, sogenannte On-Premise Lösungen. 

Empfehlenswerte ERP-Systeme

Auf unserer Vergleichsplattform OMR Reviews findest du weitere empfehlenswerte ERP-Systeme. Wir stellen über 300 Lösungen vor, die speziell auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen, Start-ups sowie Großkonzernen zugeschnitten sind. Diese ERP-Systeme bieten umfassende Unterstützung in allen Unternehmensprozessen. Nutze diese Gelegenheit, die verschiedenen ERP-Lösungen zu vergleichen und dabei auf authentische und verifizierte Nutzerbewertungen zurückzugreifen:

E-Commerce Plattformen und Shopsysteme

Möchte man seinen eigenen Onlineshop erstellen, braucht es für den ersten Schritt inzwischen keine großen Development-Teams mehr. Hier unterstützen Shopsysteme und treten mit dem No-Code Prinzip und ihren Shop-Buildern an die Stelle. In diesem Zusammenhang gilt es zu prüfen, ob benötigte Schnittstellen zur Warenwirtschaft und zu Online-Bezahlsystemen vorhanden sind und wie skalierbar die Systeme für die eigenen Geschäftsprozesse sind. Beliebte Anbieter für den Fokus auf DTC und E-Commerce sind hier Shopify, WooCommerce, Shopware und Spryker.

Collaboration & Communication

Um kollaboratives Arbeiten zu ermöglichen, lohnt es sich, statt physischen Servern auf Kollaborationstools wie Stackfield (Kostenlos Testen) oder Google Workspace zu setzen. Ganze Organisationen und einzelne Teams nutzen diese Softwares, um intern miteinander zu kommunizieren, gemeinsam an Dokumenten zusammenzuarbeiten, Kolleg:innen zu Terminen einzuladen und Wissen zu teilen. Um wichtige Dinge schnell zu kommunizieren und volle E-Mail-Postfächer zu vermeiden, bieten sich je nach Umfang der Kollaborationstools ergänzend Kommunikations Apps wie Slack und Microsoft Teams an.

Projektmanagement

Um die vielfältigen Schnittmengen der Geschäftsbereiche im DTC E-Commerce zu organisieren, ist ein funktionierendes Projektmanagement elementar, um den Überblick zu halten: Projektmanagement-Lösungen wie Asana, monday.com und Trello unterstützen bei der Koordination von Aufgaben, der Planung langfristiger Projekte und dem Erreichen von Teamzielen. Mit ihnen kannst du den Arbeitstag strukturieren, Fortschritte messen und die Produktivität zu steigern.

Empfehlenswerte Projektmanagement-Softwares

Auf unserer Vergleichsplattform OMR Reviews findest du weitere empfehlenswerte Projektmanagement-Software. Wir stellen über 300 Tools vor, die speziell für kleine und mittlere Unternehmen, Start-ups sowie Großkonzerne geeignet sind und Unterstützung in sämtlichen Bereichen des Projektmanagements bieten. Nutze die Gelegenheit, die verschiedenen Softwares zu vergleichen und dich dabei auf authentische und verifizierte Nutzerbewertungen zu stützen:

Customer Relationship Management

Ein Vorteil von DTC ist die Monetarisierung der Kundenbeziehung über die gesamte Customer Lifetime. Um diesen Trumpf gewinnbringend zu nutzen, spielen CRM-Systeme eine wesentliche Rolle. Sie erfassen alle relevanten Informationen zu Leads, Kund:innen sowie Unternehmen an einem Ort und werden für die Analyse der Kundenbindung, das Bearbeiten von Tickets und zur Lead- und Bestandskundenpflege genutzt. Cloudbasierte Lösungen wie Zendesk ermöglichen komplett mobiles Arbeiten und bieten Zugang zu einem Ökosystem maßgeschneiderter Apps und Social Media Plattformen. Aber auch CRM Systeme wie Hubspot Sales Hub und Salesforce CRM helfen, Kundendaten zu sichern und intelligent für eine gute Beziehung zu verbinden.
Du willst mehr über die Leistungen von Salesforce erfahren? Alle Tools und hilfreiche Artikel zu den Produkten findest du auf unserer Company-Overview-Seite von Salesforce.

Digitale Buchhaltung

Auch die Buchhaltung und Zusammenarbeit mit dem oder der Steuerberater:in kann längst digitalisiert werden. Denn DTC E-Commerce bedeutet gleichzeitig ein hohes Maß an Buchungssätzen, bei dem jeder Auftrag zu einer Ausgangsrechnung wird. Die richtige Buchhaltungssoftwares mit Schnittstellen zur Steuerberatung sind hier elementar: Tools wie SevDesk (Jetzt kostenlos testen!), TaxDoo oder Buchhaltungsbutler (Kostenlos Testen) haben genau diese Herausforderung erkannt und können mit Schnittstellen zu den wichtigsten ERPs und Verkaufskanälen automatisierte Buchungen erstellen.

Internationales E-Commerce Fullfillment

Wie oben ausgeführt, erleben wir mit DTC das Bestreben nach Unabhängigkeit von Gatekeepern, die den Kundenzugang erschweren. Ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung ist hierbei auch die Endkundenlogistik, die bestenfalls selber kontrolliert wird. Versand-Software-Anbieter wie byrd oder Sendcloud bieten skalierbares und digitales E-Commerce Fullfillment an und unterstützen das Wachstum deines Onlineshops mit einem internationalen Logistik-Netzwerk. Das System von byrd kann per Schnittstelle an die gängigen Marktplätze und an Shop-Lösungen angebunden werden und unterstützt den Versand mit international gängigen Paketdienstleistern. Eine extrem interessante Lösung, die auch wir bei mokebo aufmerksam beobachten.

Fazit

Als eigenfinanziertes DTC-Startup im E-Commerce ist die Wahl der richtigen Tools und Prozesse unglaublich wichtig. Um im DTC E-Commerce durchzustarten, solltet Ihr Euch also direkt zu Beginn ausführlich Gedanken über das richtige Tech-Stack für Euer Unternehmen machen: Welche Geschäftsprozesse lassen sich mit welchen Tools digitalisieren und welche Prozesse lassen sich damit optimieren und skalieren?
Der ausführliche Vergleich der Lösungen verschiedener Anbieter hilft Euch herauszufinden, welche Tools sich besonders gut zu Euren Anforderungen passen und wie sich unterschiedliche Werkzeuge kombinieren lassen. Besonderes Augenmerk solltet Ihr bei Euer Recherche auf No-Going-Back-Lösungen setzen, denn diese werden Euer Unternehmen langfristig prägen.
Philip Kehela

Philip Kehela ist Mitgründer von mokebo, einer deutschen Möbelmarke aus Köln. Für den Familienvater lief eigentlich alles nach Plan: Bei Amazon arbeitet er sich nach seinem Einstieg als Dualer Student schnell hoch und baute den Amazon Market Place als Account Manager mit auf. Es folgten weitere Stationen bei Amazon Music und im Silicon Valley. Doch trotz sicherer Position im Weltkonzern war Philip immer klar: Er möchte gemeinsam mit seinem besten Freund Moritz selbst gründen und ein Marktsegment Möbel mit frischen Ansätzen aus dem E-Commerce verbessern: 2018 wagten die beiden gemeinsam den Schritt in die Selbstständigkeit und gründeten die Möbelmarke mokebo, die über einen eignen Webshop sowie reichweitenstarke Plattformen wie otto.de oder Amazon vertrieben wird.

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Im Artikel erwähnte Softwares

Im Artikel erwähnte Software- oder Service-Kategorien

ERP-Systeme
ERP-Systeme (ausgeschrieben Enterprise-Resource-Planning-Systeme) wurden, wie der Name schon sagt, ursprünglich dafür entwickelt, alle betriebliche Ressourcen von Enterprise-Unternehmen in einem zentralen System zu verwalten, zu planen und zu steuern, vom Kapital über das Personal bis hin zur Warenwirtschaft. Mittlerweile sind ERP-Lösungen nicht mehr einzig und allein Großunternehmen vorbehalten und so finden sich bei der gelisteten Software auch ERP-Systeme für den Mittelstand oder Kleinunternehmen. Darüber lassen sich hier auch branchenspezifische ERP-Systeme finden sowie ERP-Software, die sich nur auf einen oder mehrere, aber nicht auf alle, Unternehmensbereiche spezialisiert hat. Dies sind im Einzelnen ERP-Systeme für Warenwirtschaft, Einkauf und Logistik, ERP-Systeme für Finanzen, Buchhaltung und Budgetierung, ERP-Software für Personalplanung, -beschaffung, -entwicklung, -controlling und Gehaltsabrechnungen sowie ERP-Lösungen für das Vertriebswesen inklusive Angebots- und Rechnungsabwicklung sowie Preismanagement. Ein ERP-System wird meist von Unternehmen aus Produktion und Handel genutzt. Obwohl die Geschlossenheit und das reibungslose Zusammenspiel der einzelnen Funktionen einer der Hauptgründe ist sich für ein ERP-System zu entscheiden, lassen sich einige ERP-Systeme auch mit anderen Software-Lösungen, wie z.B. CRM-Software, integrieren.
E-Commerce-Plattformen & Shopsysteme
Shopsysteme und E-Commerce-Plattformen sind Softwares, die zur Eröffnung und zum Betrieb eines eigenen Webshops gebraucht werden und es ermöglichen E-Commerce zu betreiben. Von den üblichen und erwarteten Funktionalitäten eines Internet-Shops bis zu Kund*innen- und Produktdaten, Inhalt und Layout bis hin zur Optimierung und Anpassung gibt es viele verschiedene Features, bei denen sich Online-Shops unterscheiden. Während die Mehrzahl der Lösungen in erster Linie auf den Online-Verkauf von B2C-Produkten ausgerichtet ist, gibt es auch auf B2B zugeschnittene Lösungen. B2C-Lösungen waren traditionell eher auf den physischen Handel ausgerichtet. Mittlerweile bieten eine Reihe von Lösungen auch die Möglichkeit, digitale Produkte zu verkaufen. Von dem Moment an, in dem ein:e Kund:in in dem Online-Shop landet, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Bestellung bearbeitet und versandt wird, schaffen E-Commerce-Plattformen ein nahtloses Erlebnis, das sowohl auf der Grundlage vorhandener Daten optimiert wird als auch neue Erkenntnisse für eine laufende Kundenkommunikation erfasst. E-Commerce-Plattformen lassen sich in der Regel mit Lagerverwaltungssoftware und Dropshipping-Software integrieren. Außerdem bieten Shopsysteme auch Schnittstellen und Integrationen zu CRM-Softwares, ERP-Systemen, Supply-Chain- und Logistik-Softwares und Zahlungsdienstleistern. Zu einigen Webshop-Softwares gehören zudem integrierte SEO-Tools. Bei der Bewertung von E-Commerce-Plattformen sind unter anderem folgende Punkte zu berücksichtigen: Kompatibilität mit vorhandener Software, wie z.B. Bestandsmanagement und CRM, erforderliches technisches Know-How des Teams für die Implementierung und Verwaltung der Software-Lösung, möglicher Grad der Anpassung der Plattform und natürlich das Preis-Leistungs-Verhältnis bzw. Return on Investment. Ihr möchtet Eure E-Commerce-Strategie verbessern und von Expert*innen lernen? Dann ist der OMR Strategy Guide to E-Commerce genau das richtige für Euch! Darin erwarten Euch über 100 Seiten Praxiswissen für den E-Commerce-Einstieg.
Collaboration
Collaboration-Tools, zu deutsch Kollaborationstools, beinhalten alle Softwares, die die Zusammenarbeit in Unternehmen effektiver machen sollen. Ganze Organisationen und einzelne Teams nutzen diese Softwares, um beispielsweise intern miteinander zu kommunizieren, Informationen und digitale Inhalte zu teilen, über Projektfortschritte zu informieren, Kolleg:innen zu Terminen einzuladen und Wissen zu teilen.  Die Funktionen der einzelnen Softwares zur Kollaboration unterscheiden sich teils stark. Jedoch verbindet die Tools, dass sie Teams Möglichkeiten zur Kommunikation und Kollaboration bieten. Außerdem weisen die meisten Tools eine hohe Nutzerfreundlichkeit auf und lassen sich dadurch in der Regel schnell implementieren. Unternehmen, die auf Kollaborationsoftwares setzen profitieren von diversen Vorteilen. Neben der zeitlich und örtlich unabhängigen Zusammenarbeit, ermöglichen Collaboration Tools im Idealfall eine Steigerung der Produktivität von Teams und ganzen Organisationen, da sie eine vollumfängliche Kommunikation und Kollaboration dieser Gruppen ermöglichen. Zu den Softwares zählen Instant-Messaging-Dienste, Cloud-Speicher-Dienste, Social Intranet Softwares, Projektmanagement Tools, Videokonferenz Softwares, Digital Asset Management Tools (DAM), IT Service Management Softwares (ITSM) sowie vollumfängliche Kollaborationsplattformen.
Projektmanagement
Projektmanagement-Lösungen unterstützen Nutzer:innen bei der Verwaltung von Teamzielen und langfristigen Projekten sowie bei der Koordination einzelner Aufgaben. Kurz gesagt: Sie unterstützen Projektmanager:innen bei der Planung und Durchführung ihrer Projekte. Damit lässt sich u.a. die eigene sowie die Team-Produktivität steigern, Aufgaben können übersichtlich unterteilt und individuell zugeteilt, Fortschritte gemessen werden. Darüber hinaus können Zeitpläne erstellt und jederzeit eingesehen werden. Dank integrierter Chat-Funktionen bleiben Teams laufend in Kontakt. Gerade bei größeren Projekten können Projektmanagement-Lösungen dazu beitragen, Aufgaben ideal zu koordinieren. Einsetzen lassen sie sich grundsätzlich in jeder Branche. Manche Lösungen sind mehr auf den Bereich Planung (Kalender, To-Do-Listen, Milestones etc.), andere mehr auf den Bereich Kollaboration (Foren, Chats, Whiteboards etc.) fokussiert. Inzwischen gibt es aber auch so manche Hybrid-Lösung. Entscheidend ist hier, welche Lösung am besten zu den eigenen bzw. (Unternehmens-)Bedürfnissen passt. Oftmals macht es vielleicht auch Sinn, mehrere Lösungen miteinander zu kombinieren. Gut zu wissen: Projektmanagement-Lösungen sind eng mit Aufgabenverwaltungs-Lösungen verwandt, unterscheiden sich jedoch in Größe und Umfang. Während erstere dafür sorgen, dass Benutzer:innen Teams von Einzelpersonen verwalten, Ressourcen sinnvoll planen und die Effektivität messen können, zeigen zweitere lediglich die individuellen Anstrengungen und Deadlines und sorgen dafür, dass sich Projekte selbstständig verwalten lassen.
CRM
Ein CRM-System unterstützt Mitarbeiter:innen in großen, mittelständischen und kleinen Unternehmen beim Customer Relationship Management (CRM). Dafür erfasst es alle relevanten Informationen zu Leads, Kund:innen sowie Unternehmen und sammelt sie übersichtlich an einem Ort. Zu den erfassten Kundendaten im CRM gehören unter anderem Stammdaten, Kontaktdaten, Touchpoints, die Kundenhistorie, Transaktionsdaten und weitere Informationen. Des Weiteren können CRM-Lösungen persönliche Präferenzen der Kund:innen und Leads speichern. Diese sind essentiell für die Analyse der Kundenbindung sowie zur Lead- und Bestandskundenpflege und können von Mitarbeiter:innen aus dem Vertrieb und Marketing genutzt werden. Welche Funktionen ein CRM-System beinhaltet, hängt von den Anforderungen des Unternehmens ab, in dem die Software eingesetzt werden soll. CRM-Systeme können sowohl für B2C als auch B2B eingesetzt werden, es gibt cloudbasierte Software oder serverbasierte on-premise Tools sowie Best-of-Breed- oder Komplettlösungen. Doch nicht nur die Eigenschaften, auch Kosten unterscheiden sich bei den CRM-Systemen stark. CRM-Softwares werden häufig separat von anderen Software-Lösungen wie ERP-Systemen, Marketing-Automation-Software, E-Mail-Marketing-Software oder Account-Management-Software angeboten, bieten aber häufig Schnittstellen und Integrationen zu diesen Anwendungen, um eine plattformübergreifende und verbesserte Customer Experience zu ermöglichen. Die CRM-Software-Reviews und -Erfahrungen ermöglichen es Euch die Stärken und Schwächen der jeweiligen Software-Anbieter zu erkennen und das geeignete CRM-System für Euer Unternehmen zu finden. Ihr wollt echte CRM-Profis werden? Im OMR Professional Guide to CRM für B2C und B2B warten 124 Seiten geballtes Expertenwissen auf Euch.

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