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FP Sign vs. Docusign: Wie wichtig ist „Made in Germany“ bei der elektronischen Signatur?

Nils Knäpper30.10.2026

Deutscher Anbieter gegen US-Unternehmen: Wir vergleichen Datenschutz und Anbieterstandort, Signaturniveaus nach eIDAS und Preisstruktur.

Inhalt
  1. Die Kontrahenten im Überblick
  2. Der Detailvergleich: Wo die Unterschiede wirklich liegen
  3. Anwendungsfälle aus der Praxis
  4. Stärken und Schwächen laut OMR-Reviews-Nutzenden
  5. Der E-Signatur-Markt in Deutschland: Besonderheiten und Trends
  6. Weitere Alternativen im Überblick
  7. Fazit: Welches E-Signatur-Tool ist die bessere Wahl?
Personalabteilungen haben täglich mit unterschiedlichen Signaturformen zu tun. Für interne Bestätigungen reicht oft die einfache elektronische Signatur (EES). Zielvereinbarungen laufen dagegen meist über die fortgeschrittene elektronische Signatur (FES), und ein befristeter Arbeitsvertrag braucht die qualifizierte elektronische Signatur (QES), sonst gilt er als unbefristet.
Bei der Wahl eines Signatur-Tools zählt daher nicht nur, welche Signaturniveaus es abdeckt und wie viel es kostet. Auch der Sitz der jeweiligen Anbieter*innen ist entscheidend. Dieser Vergleich zeigt, wie FP Sign und Docusign das lösen und wie die OMR-Reviews-Community beide Tools bewertet.
Das Wichtigste in Kürze
  • Als deutscher Anbieter entwickelt und hostet FP Sign seine Lösung in Deutschland und besitzt ein C5-Testat (Cloud Computing Compliance Criteria Catalogue) des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
  • Docusign unterliegt als US-Unternehmen dem US CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act), und zwar auch bei einer Datenhaltung in einer anderen Region wie der EU, die es nur in den erweiterten Abos gibt.
  • FP Sign enthält alle drei Signaturniveaus in jedem Tarif und berechnet für die QES 1,50 EUR Fremdkosten, während Docusign die QES in den Einstiegstarifen als Add-on ab 10 EUR pro Empfänger*in anbietet.
  • Docusign begrenzt in Standard und Business Pro die Zahl der Umschläge auf 100 pro Nutzer*in und Jahr, alle Tarife von FP Sign enthalten dagegen unbegrenzt viele Dokumente.
  • Docusign punktet mit über 1.000 Integrationen wie Salesforce und Microsoft 365, FP Sign mit einem eigenen DATEV-Connector und Bundles für Kanzleien.
Made in Germany
Mit unserem Format „Made in Germany“ stellen wir deutsche Softwarelösungen vor, die nicht nur mit internationalen Größen mithalten können, sondern in entscheidenden Bereichen sogar überlegen sind.

Die Kontrahenten im Überblick

FP Sign: Die Signaturlösung aus Berlin

FP Sign stammt von der FP Digital Business Solutions GmbH mit Hauptsitz in Berlin. Nach eigenen Angaben nutzen mehr als 4.000 Kund*innen die Lösung, vor allem aus dem Gesundheitswesen, der Finanzbranche und der Industrie sowie dem öffentlichen Sektor. Gleichzeitig richtet sich das Angebot an Steuerberatungen und Anwaltskanzleien, die Immobilienwirtschaft, HR-Dienstleister und die Logistik. Die Zielgruppe reicht vom Mittelstand bis zum Konzern.
So schätzen User das Tool einThis is how users rate the tool
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BenutzerfreundlichkeitEase of use
Kategorie-Durchschnitt: 92 %Category average: 92 %
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Erfüllung der AnforderungenMeets requirements
Kategorie-Durchschnitt: 94 %Category average: 94 %
0 %7 %15 %22 %30 %37 %45 %53 %60 %68 %75 %83 %91 %
KundensupportCustomer support
Kategorie-Durchschnitt: 93 %Category average: 93 %
0 %7 %15 %23 %31 %38 %46 %54 %62 %69 %77 %85 %93 %
Einfache EinrichtungEase of setup
Kategorie-Durchschnitt: 91 %Category average: 91 %
Im Kern bildet FP Sign den Unterschriftenprozess von der Einzelsignatur bis zur mehrstufigen Freigabe ab, mit allen drei Signaturniveaus und elektronischen Siegeln nach eIDAS. Mit dem FP Sign Sequencer kann man jedem Dokument einer Anfrage eigene Empfänger*innen, Rollen, Reihenfolgen und Signaturniveaus zuweisen. Dadurch lassen sich auch Vorgänge mit mehreren Dokumenten und Beteiligten in einer einzigen Anfrage abbilden. Ein Dashboard zeigt den Status jedes Vorgangs, der Audit-Trail dokumentiert jede Station revisionssicher.
MockUp-IPhone_FPSign2.0_Neue Anfrage_3.1_Dokument.png
Seit dem Relaunch im November 2026 hat FP Sign eine neue benutzerfreundliche Oberfläche, die sich viele Anwender*innen gewünscht hatten. Sie ist zudem für Mobilgeräte optimiert. Unternehmen können Abteilungen mit beliebig vielen Unterebenen anlegen und Vorlagen über Abteilungen hinweg teilen. Entwickelt und gehostet wird FP Sign in Deutschland. Seit Mai 2025 verfügt die Signatursoftware über ein C5-Testat nach dem Kriterienkatalog des BSI.

Docusign: Der E-Signatur-Anbieter aus den USA

Docusign wurde 2003 gegründet und hat seinen Hauptsitz in San Francisco. In Deutschland ist der Anbieter mit der Docusign Germany GmbH vertreten. Nach eigenen Angaben hat Docusign mehr als eine Million zahlende Kund*innen und über eine Milliarde Nutzer*innen in über 180 Ländern.
So schätzen User das Produkt einWhat users think about this product
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BenutzerfreundlichkeitEase of Use
Kategorie-Durchschnitt: 92%Category Average: 92%
0 %7 %15 %23 %30 %38 %46 %53 %61 %69 %76 %84 %92 %
Erfüllt die AnforderungenMeets Requirements
Kategorie-Durchschnitt: 94%Category Average: 94%
0 %6 %13 %20 %27 %34 %41 %47 %54 %61 %68 %75 %82 %
KundensupportCustomer Support
Kategorie-Durchschnitt: 93%Category Average: 93%
0 %7 %14 %22 %29 %36 %44 %51 %58 %66 %73 %80 %88 %
Einfache EinrichtungEase of Setup
Kategorie-Durchschnitt: 91%Category Average: 91%
Neben der elektronischen Signatur (eSignature) bietet Docusign mit Intelligent Agreement Management (IAM) eine KI-gestützte Plattform für den gesamten Vertragsprozess. Für international aufgestellte Unternehmen spricht dabei die Verbreitung. Über 1.000 Integrationen und eine ausgereifte Anbindung an Salesforce und Microsoft 365 erleichtern den Einsatz dort, wo Vertrieb und Verwaltung bereits in diesen Systemen arbeiten.
 
 

Der Detailvergleich: Wo die Unterschiede wirklich liegen

Auf dem Papier bringen FP Sign und Docusign alles mit, was eine Signaturlösung braucht:
  • Funktionen, um Dokumente hochzuladen,
  • Empfänger*innen festzulegen,
  • Unterschriften einzuholen und den Status jedes Vorgangs zu verfolgen.
Die Unterschiede liegen, wie so häufig, im Detail: bei der Frage, wer die Daten verarbeitet, welche Signaturniveaus im Tarif enthalten sind und wie sich die Kosten bei steigendem Volumen entwickeln.

Datenschutz und Anbieterstandort

FP Sign wird von einer deutschen Gesellschaft betrieben, in Deutschland entwickelt und gehostet, ist nach ISO 27001 zertifiziert und arbeitet eIDAS-konform. Seit Mai 2025 hat die Lösung zudem ein C5-Testat. C5 ist der Kriterienkatalog des BSI für Cloud-Dienste und umfasst 125 Kriterien in 17 Themengebieten. Nach Angaben des Anbieters hat keine US-Gesellschaft der Unternehmensgruppe Zugriff auf Daten oder Infrastruktur von FP Sign.
Das US-Unternehmen Docusign weist ebenfalls ISO 27001 und eIDAS-Konformität aus, dazu SOC 2 Type II. Eine Datenhaltung in einer festgelegten Region (Datenresidenz) gibt es hier erst in den erweiterten Abos. Sie entbindet Docusign allerdings nicht vom US CLOUD Act, dem das Unternehmen als US-Anbieter unterliegt. Er verpflichtet Anbieter, Daten auf behördliche Anordnung herauszugeben, die sich in ihrem Besitz oder unter ihrer Kontrolle befinden, unabhängig davon, ob sie in den USA oder in Europa gespeichert sind. Der Serverstandort allein beantwortet die Datenschutzfrage deshalb nicht vollständig, es kommt auch auf den Sitz des Anbieters an.
Für Unternehmen, deren Tätigkeiten unter das Berufsgeheimnis fallen, wiegt dieser Punkt meist schwerer als für Teams, die vor allem Angebote oder interne Freigaben signieren. Das betrifft beispielsweise Kanzleien, Arztpraxen und Steuerberatungen, aber auch Unternehmen in regulierten Branchen wie dem Gesundheits- oder Finanzwesen. Beide Anbieter schließen mit ihrer Kundschaft EU-Standardvertragsklauseln ab.
Kriterium
FP Sign
Docusign
Sitz des Anbieters
Deutschland
USA
Serverstandort Deutschland
ja
keine Angabe
Serverstandort EU
ja
ja, Datenresidenz in den erweiterten Abos
EU-Standardvertragsklauseln
ja
ja
Unterliegt dem US CLOUD Act
nein
ja
Quelle: Profile von FP Sign und Docusign auf OMR Reviews, Herstellerangaben.

Signaturniveaus und Rechtssicherheit

Die eIDAS-Verordnung, mit der die EU elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste wie elektronische Signaturen einheitlich regelt, unterscheidet drei Stufen der elektronischen Signatur. Die EES ist für Dokumente ohne Formvorschrift zulässig, weist aber weder die Identität der unterzeichnenden Person nach, noch sichert sie das Dokument gegen spätere Änderungen. Die fortgeschrittene elektronische Signatur (FES) leistet beides und eignet sich für den Großteil der Geschäftsdokumente, etwa Angebote, Bestellungen oder Urlaubsanträge. Nur die QES ersetzt die gesetzliche Schriftform und ist damit für Dokumente wie befristete Arbeitsverträge Pflicht.
FP Sign bietet alle drei Niveaus und elektronische Siegel in einem Konto, und zwar in jedem Tarif einschließlich der kostenlosen Testphase. Die QES läuft über die qualifizierten Vertrauensdienste der Bundesdruckerei (sign-me) oder der Swisscom und kostet 1,50 EUR Fremdkosten pro Signatur. Hinzu kommt eine einmalige Gebühr für die Identifizierung beim jeweiligen Vertrauensdiensteanbieter, die bei Docusign genauso anfällt. Wer sich mit der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises identifiziert, zahlt die Identifizierungsgebühr laut FP Sign nicht.
MockUp-Macbook_FPSign2.0_Neue Anfrage_4_Signieren.png
Bei Docusign enthalten die Tarife Personal, Standard und Business Pro nur die EES. Die FES gibt es dort über den Vertrieb, die QES als Add-on ab 10 EUR pro Empfänger*in. In den erweiterten Abos sind FES und QES enthalten. Für geschäftliche Verträge, Freigaben und Entscheidungen ohne Formvorschrift empfiehlt sich die FES, weil diese im Vergleich zur einfachen elektronischen Signatur die unterzeichnende Person nachweist und das Dokument gegen spätere Änderungen sichert. Verlangt das Gesetz die Schriftform, braucht es die QES. Wenn du regelmäßig Verträge mit Schriftformerfordernis abschließt, solltest du deshalb die QES-Kosten beider Anbieter pro Monat hochrechnen.

Bereitstellung und Testphase

FP Sign läuft als Cloud-Lösung mit Hosting in Deutschland. Für Spezialfälle gibt es On-Premise-Software zur Massensignatur und Signaturprüfung. Ein eigener Dokumentenspeicher lässt sich ebenfalls an die Cloud anbinden. Eine vollständige On-Premise-Installation ist nur als größeres Kundenprojekt möglich. Docusign ist ebenfalls als Cloud-Dienst ausgelegt, das OMR-Profil weist zusätzlich eine On-Premise-Option aus.
Beide Anbieter lassen sich 30 Tage kostenlos testen. Der Testzugang von FP Sign umfasst eine*n Nutzer*in, unbegrenzt viele Dokumente und Empfänger*innen sowie FES und QES, und er erlischt nach 30 Tagen automatisch. Damit lässt sich auch der QES-Prozess samt Identifizierung vor dem Kauf testen.

Kundenservice und Support

Bei FP Sign ist deutschsprachiger Support über Helpcenter, E-Mail und ein Ticketsystem in jedem Tarif enthalten. Individuelle Service-Level-Vereinbarungen (SLAs), Projektbetreuung und Schulungen mit persönlicher Ansprechperson und Remote-Support lassen sich zubuchen. Persönlichen Support per E-Mail und Ticketsystem gibt es zu Geschäftszeiten, außerhalb davon steht das Supportcenter zur Verfügung. Auch Docusign bietet deutschsprachigen Support. Technischen Live-Support rund um die Uhr gibt es aber erst in den erweiterten Abos.

Preisstruktur

Docusign und FP Sign setzen auf unterschiedliche Preismodelle: Docusign rechnet pro Nutzer*in und begrenzt in den Standardtarifen die Zahl der Umschläge, also der Versandvorgänge, zur Signatur. FP Sign rechnet in allen Tarifen ebenfalls pro Nutzer*in, aber ohne Limits für Dokumente und Empfänger*innen. Alle Preise sind in EUR angegeben.
FP Sign Preise
Plan
Preis
Enthalten
Free
30 Tage lang kostenlos nutzbar
1 Nutzer*in, unbegrenzte Dokumente und Empfänger*innen, FES und QES
Essential
24 EUR pro Monat und Nutzer*in
unbegrenzt viele Dokumente und Empfänger*innen, Dokumentenmappe, Web- und Mobile-App, FES und QES
Advanced
23 EUR pro Monat und Nutzer*in
ab 4 Nutzer*innen, unbegrenzte Dokumente und Empfänger*innen, automatische Erinnerungen, automatische Löschfunktion
Pro
19 EUR pro Monat und Nutzer*in
ab 10 Nutzer*innen, unbegrenzte Dokumente und Empfänger*innen, Mailserver-Anbindung
Enterprise
auf Anfrage
individuelle Nutzerzahl, dokumentenbasiertes Abrechnungsmodell
QES
1,50 EUR pro Signatur
Fremdkosten, in allen Tarifen
Für Steuerberatungen und Wirtschaftsprüfungen bietet FP Sign eigene Kanzlei-Bundles mit DATEV-Connector an. Sie reichen von Basic für 36 EUR pro Monat mit zwei Nutzer*innen über Starter (115 EUR, mit eigener Mailserver-Anbindung) und Pro (165 EUR, mit Whitelabel-Funktionen) bis Ultimate für 235 EUR pro Monat.
Docusign Preise
Plan
Preis
Enthalten
Personal
9 EUR pro Monat
1 Nutzer*in, 5 Umschläge pro Monat, EES
Standard
23 EUR pro Monat und Nutzer*in
100 Umschläge pro Nutzer*in und Jahr, EES, eigenes Branding
Business Pro
38 EUR pro Monat und Nutzer*in
100 Umschläge pro Nutzer*in und Jahr, EES, Massenversand, Webformulare, Zahlungen
Erweiterte Abos
auf Anfrage
individuelle Umschlag-Limits, FES, QES, Single Sign-on (SSO), Live-Support rund um die Uhr
QES-Add-on
ab 10 EUR pro Empfänger*in
für Personal, Standard und Business Pro
Bei monatlicher Zahlung liegen die Docusign-Preise höher, laut Anbieter spart der Jahresplan bis zu 44 Prozent. Für Einzelpersonen mit wenigen Dokumenten ohne Formvorschrift ist der Personal-Tarif von Docusign der günstigere Einstieg, er ist allerdings auf 5 Umschläge im Monat begrenzt und enthält nur die EES. Bei hohem Volumen oder regelmäßigen QES verschiebt sich die Rechnung, weil Docusign Umschläge begrenzt und die QES pro Empfänger*in berechnet.

Integrationen

FP Sign setzt auf Anbindungen an Systeme, die im deutschsprachigen Mittelstand weit verbreitet sind, beispielsweise DATEV, die ELO-ECM-Suite für Enterprise-Content-Management, enaio, nscale, Microsoft SharePoint und Microsoft Dynamics 365. Über den FP Sign DATEV Connector gehen Dokumente und Stammdaten direkt aus dem DATEV DMS an FP Sign und nach der Signatur wieder zurück. Für eigene Anbindungen an ERP- und CRM-Systeme stellt FP Sign eine REST-Programmierschnittstelle (API) und ein Developer-Center bereit.
Docusign kommt nach eigenen Angaben auf über 1.000 Integrationen, darunter Salesforce und Microsoft 365, und ergänzt sie über das App-Center und eigene APIs. Für Unternehmen, deren Vertrieb in Salesforce arbeitet, ist diese Anbindung ein etablierter Standard. Bei FP Sign ist die Auswahl fertiger Integrationen kleiner, dafür auf deutsche Fachsoftware wie DATEV ausgerichtet.
 
 

Anwendungsfälle aus der Praxis

Wie sich die Unterschiede im Arbeitsalltag auswirken, zeigt sich an vier typischen Szenarien, für die Unternehmen eine Signaturlösung einsetzen.
FP Sign
VS
Docusign
Typische Einsatzszenarien im Vergleich
Steuerberatung & Kanzleien
FP Sign
Über den FP Sign DATEV Connector übergeben Kanzleien Dokumente und Stammdaten direkt aus dem DATEV DMS an FP Sign und erhalten sie nach der Signatur dorthin zurück. Vorlagen und die Unterschrift auf jedem Endgerät gehören seit dem Relaunch zum Standard, automatische Erinnerungen sind in Essential zubuchbar und ab Advanced enthalten. Für Steuerberatungen und Wirtschaftsprüfungen gibt es eigene Bundles ab 36 EUR pro Monat, ab dem Pro-Bundle mit Whitelabel-Funktionen. Eine Prokuristin einer Steuerberatungsgesellschaft schreibt auf OMR Reviews: „Die intuitive Bedienung, die rechtssichere Umsetzung und die schnelle Abwicklung sparen im Arbeitsalltag wertvolle Zeit.“
Docusign
Docusign deckt Mandantenunterschriften über seine Standardfunktionen ab: wiederverwendbare Vorlagen, automatische Erinnerungen und die Unterschrift auf jedem Endgerät. Für Dokumente mit Schriftformerfordernis brauchen Kanzleien in den Tarifen Personal, Standard und Business Pro das QES-Add-on ab 10 EUR pro Empfänger*in. Ein Co-Founder der vchfy GmbH schreibt auf OMR Reviews: „Man kann eine Standardvorlage erstellen und für alle Cases einsetzen. Der Kunde trägt dann einfach nur noch seine Adressdaten ein.“
HR & Verträge mit Schriftform
FP Sign
Im Onboarding lassen sich Arbeitsvertrag, Datenschutzvereinbarung und IT-Richtlinien in einer einzigen Anfrage bündeln. Mit dem FP Sign Sequencer erhält jedes Dokument eigene Empfänger*innen und ein eigenes Signaturniveau: Der befristete Arbeitsvertrag läuft über die QES für 1,50 EUR Fremdkosten, unbefristete Arbeitsverträge und interne Richtlinien über die FES. Die IT-Abteilung sieht nur die Dokumente, die sie betreffen.
Docusign
Im HR-Alltag schätzen Nutzer*innen vor allem, wie schnell Dokumente unterschrieben zurückkommen. Eine Nutzerin aus der IT-Beratung schreibt auf OMR Reviews: „Am besten an Docusign gefällt mir die einfache Abwicklung mit neuen Mitarbeitern und Kunden.“ Für befristete Arbeitsverträge reicht die in den Einstiegstarifen enthaltene EES allerdings nicht aus, dafür ist das QES-Add-on oder ein erweitertes Abo nötig.
Vertrieb & internationale Teams
FP Sign
FP Sign verschickt Signaturanfragen auf Wunsch über den eigenen Mailserver, sodass sie von der Unternehmensdomain kommen. Ein Nutzer der FEV-Gruppe beschreibt das auf OMR Reviews so: „In Zeiten von Spam und Phishing erleben wir die Anbindung von FP Sign an unser Mailsystem als sehr förderlich, so kommen Signatureinladungen direkt aus unserem Unternehmen.“ Whitelabeling und Massenversand sind zubuchbar.
Docusign
Docusign ist dort stark, wo Geschäftspartner*innen das Tool bereits kennen und der Vertrieb in Salesforce arbeitet. Ein Agency Manager von Mollie schreibt auf OMR Reviews: „Die einfache Handhabung des Tools ist super, es lassen sich problemlos mehrere Unterschreiber in beliebiger oder fester Reihenfolge auswählen.“ Massenversand ist ab dem Tarif Business Pro enthalten.
Mehrstufige Freigaben in Konzernen & Verbänden
FP Sign
Mit dem FP Sign Sequencer laufen parallele und sequenzielle Schritte, unterschiedliche Rollen und Signaturniveaus in einer Anfrage zusammen. Abteilungen mit beliebig vielen Unterebenen können selbst Empfänger von Anfragen sein und Vorlagen untereinander teilen. Ein IT-Manager der Stiftung Mercator schreibt auf OMR Reviews: „Klare Transparenz über die Unterschriftenworkflows, wer, wann, wo und wer muss noch.“
Docusign
Docusign bietet feste Signaturreihenfolgen, Kopie-Empfänger*innen, automatische Erinnerungen und eine Statusübersicht für jeden Umschlag. Komplexere Abläufe erfordern nach Erfahrung der Community etwas Einarbeitung. Eine Nutzerin von Roche Diabetes Care schreibt auf OMR Reviews: „Man braucht bei der Erstellung von Signiervorgängen eigentlich eine Einarbeitung von Arbeitskolleg*innen.“
Quellen: Bewertungen auf OMR Reviews, Herstellerangaben, Stand Oktober 2026.
 
 

Stärken und Schwächen laut OMR-Reviews-Nutzenden

Die folgende Einschätzung basiert ausschließlich auf den Bewertungen beider Tools auf OMR Reviews, nicht auf einer Wertung der Redaktion. Bei FP Sign liegen 14 Bewertungen vor, bei Docusign 92. Die Aussagen zu FP Sign beruhen damit auf einer deutlich kleineren Basis.

FP Sign

Stärken
Schwächen
Einfache, intuitive Bedienung, auch für Nutzer*innen mit wenig IT-Erfahrung
Kosten höher als bei anderen Signaturplattformen
Schneller, lösungsorientierter Support
Support reagiert laut einer Bewertung gelegentlich nicht
Datenhaltung in Deutschland, konform mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
Auto-Delegation erlaubt nur eine hinterlegte Person
Schnelle Einrichtung ohne großen Aufwand
Wenige Optionen, die eigene Unterschrift zu gestalten
Transparenz über laufende Workflows und Erinnerungen
Hintergrund hochgeladener Unterschriften wird nicht immer sauber erkannt
Signaturanfragen über das eigene Mailsystem
„Besonders gut gefällt mir die einfache und intuitive Bedienung. Man findet sich sehr schnell zurecht und kann das Tool ohne großen Schulungsaufwand nutzen.“ – Cedric, Sales Manager bei GBS Europa GmbH
Hinweis: Ein Teil der Kritik bezieht sich auf die Version vor dem Relaunch im November 2026. Laut FP Sign lassen sich Aufgaben seitdem an ganze Abteilungen delegieren, und Unterschriften sind per Touchpen, Maus oder Finger frei gestaltbar. Sobald neue Reviews eintreffen, werden wir die Tabelle entsprechend aktualisieren, um dem aktuellen Stand der Nutzerzufriedenheit Rechnung zu tragen.

Docusign

Stärken
Schwächen
Viele fertige Integrationen, etwa mit Salesforce, Microsoft 365 und Dropbox“
Hohe, teils als intransparent empfundene Preise
Hohe Verbreitung und Akzeptanz, vor allem international
Einarbeitung beim Erstellen von Signiervorgängen nötig
Mehrere Unterzeichner*innen in fester oder beliebiger Reihenfolge
Einstellungsoptionen teils unübersichtlich
Signatur auf allen Endgeräten
Kundensupport nicht immer hilfreich
Wiederverwendbare Vorlagen und automatische Erinnerungen
Empfänger*innen werden zur Anlage eines Docusign-Kontos aufgefordert
„Docusign ist super intuitiv zu benutzen und ermöglicht es, Verträge in unterschiedlichen Formaten in das System zu laden und dort sehr einfach in den Unterschriftsumlauf zu geben.“ – Oliver, Managing Director bei valantic
 
 

Schriftform und QES: Welches Dokument welche Signatur braucht

Ob eine einfache Signatur genügt oder eine QES nötig ist, regelt in Deutschland das Formrecht. Schreibt ein Gesetz die Schriftform vor, lässt sie sich nach § 126 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) durch die elektronische Form ersetzen, und die setzt eine QES voraus. Diese Regel hat allerdings Ausnahmen.
Einige Dokumente lassen sich auch mit einer QES nicht elektronisch unterschreiben, weil das Gesetz die elektronische Form ausdrücklich ausschließt. Dazu zählen die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses und der Auflösungsvertrag sowie die Bürgschaftserklärung. Der Gesetzgeber hat Formvorschriften in den vergangenen Jahren allerdings schrittweise gelockert, deshalb lohnt sich vor der Einführung immer ein Blick auf die aktuelle Rechtslage.

C5 als Einkaufskriterium: prüfbare Nachweise für Datensouveränität

Neben dem Sitz des Anbieters gewinnen prüfbare Nachweise an Gewicht, vor allem in regulierten Branchen. Im Gesundheitswesen dürfen Leistungserbringer sowie Kranken- und Pflegekassen Gesundheitsdaten nach § 393 des Fünften Buchs Sozialgesetzbuch (SGB V) nur dann in der Cloud verarbeiten, wenn unter anderem ein aktuelles C5-Testat vorliegt. Auch die Ergänzenden Vertragsbedingungen für die Beschaffung von IT-Leistungen (EVB-IT) Cloud, nach denen die öffentliche Hand Cloud-Dienste einkauft, knüpfen an den C5-Kriterienkatalog an. In diesen Bereichen gehört ein C5-Testat deshalb häufig zu den Anforderungen bei der Anbieterauswahl.
Jonas Zweyrohn

„Gerade für Unternehmen in regulierten Branchen und für Berufsgeheimnisträger, die mit sensiblen Dokumenten arbeiten, spielt die Frage nach dem Anbieterstandort eine zentrale Rolle im Auswahlprozess. Der Anspruch unserer Kundinnen und Kunden ist daher nicht nur ‚Hosted in Germany‘, sondern ‚Made in Germany‘.“

– Jonas Zweyrohn, Geschäftsführer FP Digital Business Solutions

Digitale Signatur im Mittelstand: Wo Unternehmen stehen

Laut dem Digital Office Index 2024 des Bitkom setzen 32 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten digitale Signaturlösungen ein, weitere 14 Prozent planen den Einsatz. Zwei Jahre zuvor lag der Anteil noch bei 22 Prozent. Die Nutzung steigt also, gleichzeitig arbeitet die Mehrheit der Unternehmen noch ohne eine solche Lösung. Für sie stellt sich die Frage nach Signaturniveau, Kosten und Anbieterstandort zum ersten Mal.
 
 

Weitere Alternativen im Überblick

Neben FP Sign und Docusign gibt es weitere Anbieter, die sich in Preismodell, Signaturniveau und Integrationen unterscheiden. Einen Überblick mit Bewertungen der Community bietet die Kategorie E-Signature auf OMR Reviews.
 
 

Fazit: Welches E-Signatur-Tool ist die bessere Wahl?

Bei den Kernfunktionen liegen FP Sign und Docusign nah beieinander. Den Ausschlag geben die Rahmenbedingungen: welche Signaturniveaus regelmäßig gebraucht werden, wie wichtig der Sitz des Anbieters ist und in welche Systeme die Signatur eingebunden werden soll.
FP Sign ist eine gute Wahl, wenn du …
  • regelmäßig Dokumente mit Schriftformerfordernis per QES unterschreiben lässt und die Kosten pro Signatur planbar halten willst,
  • in einer regulierten Branche arbeitest und eine Lösung mit C5-Testat suchst,
  • mit DATEV oder deutscher DMS- und ECM-Software wie ELO, enaio oder nscale arbeitest,
  • mehrstufige Freigaben mit mehreren Dokumenten, Rollen und Signaturniveaus in einem Vorgang abbilden willst,
  • Wert auf eine einfach gehaltene Oberfläche legst, die mit dem Relaunch im November 2026 neu gestaltet wurde,
  • neben dem Serverstandort auch den Sitz des Anbieters in Deutschland voraussetzt.
Screenshot_HG_FPSign2.0_Dashboard.jpg
Docusign ist eine gute Wahl, wenn du …
  • international mit Geschäftspartner*innen arbeitest, die Docusign bereits kennen,
  • deine Vertriebsprozesse in Salesforce abbildest,
  • viele fertige Integrationen brauchst,
  • überwiegend Dokumente ohne Formvorschrift unterschreiben lässt,
  • als Einzelperson nur wenige Dokumente im Monat verschickst.
Beide Anbieter lassen sich 30 Tage kostenlos testen. So lässt sich vor der Entscheidung prüfen, wie gut der Signaturprozess zu den eigenen Dokumenten und Abläufen passt.
Nils Knäpper

Nils ist Senior SEO-Texter bei OMR Reviews und im Content-Team die erste Adresse für KI-Themen. Er testet, wo sich Recherche, Analyse und Textproduktion automatisieren lassen, und baut die Workflows dafür selbst. Programmieren hat er nie gelernt. Das hält ihn nicht davon ab: Dank Vibe-Coding entsteht das meiste in Eigenbau. Abschalten geht trotzdem ohne KI, dann produziert er nämlich in Ableton Live Techno.

Dieser Artikel erscheint auf OMR Reviews – der führenden DACH-Plattform für B2B-Software-Bewertungen, Software-Vergleiche, Agenturen, Business Services und B2B-Tech-Content. Mit mehr als 80.000 verifizierten Bewertungen und 12.000+ gelisteten Tools hilft OMR Reviews Unternehmen dabei, passende Software-Lösungen und Dienstleister fundiert zu recherchieren, zu vergleichen und bessere Entscheidungen zu treffen.

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Im Artikel erwähnte Softwares

Im Artikel erwähnte Software- oder Service-Kategorien

E-Signature
Software für digitale Unterschriften und E-Signaturen lässt sich relativ einfach erklären, denn E-Signature-Tools dienen in ihrer Kernfunktion dazu, Dokumente elektronisch und verschlüsselt mit anderen Personen zu teilen, um, z.B. für Verträge oder andere sensible Dokumente, digital und datenschutzkonform Unterschriften von beteiligten Personen einzusammeln. E-Signature-Software ersetzt also den Bedarf von physischen Dokumenten und händischen Unterschriften. Darüber hinaus beinhalten einige der gelisteten Lösungen Features, die über die reine Unterschriftsfunktion hinausgehen. Beispiele dafür sind Design-Templates für verschiedene Dokumente, modulare Baukastensysteme für die einfache Erstellung von Inhalten oder auch weiterführende Vertragsmanagement-Funktionen. Außerdem lassen sich Tools für digitale Unterschriften häufig mit anderer Software integrieren, allen voran mit CRM-Systemen, mit ERP-Systemen und mit HR-Software. E-Signature-Software kann also überall dort verwendet werden, wo Dokumente unterschrieben werden und findet dementsprechend in verschiedenen Unternehmensbereichen ihre Anwendung. Typische Anwendungsfälle: Das digitale Unterschreiben von Kauf- oder Arbeitsverträgen.

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