Inhalt
- Die 6 besten Digital Experience Platforms im Vergleich
- Welche Digital Experience Platform passt zu dir?
- Alternativen: Weitere Digital Experience Platforms für deine Shortlist
- Fazit: Eine Marke, viele Touchpoints, eine Plattform
Wie viel Plattform brauchst du? Diese Frage solltest du klären, bevor du eine Digital Experience Platform (DXP) auswählst. Eine DXP verbindet Inhalte, Daten und Anwendungen, damit du digitale Erlebnisse über mehrere Kanäle steuern kannst. Möchtest du vor allem Inhalte für Websites, Shops und Portale zentral verwalten? Angebote für unterschiedliche Zielgruppen personalisieren? Oder möglichst viele dieser Aufgaben in einer Plattform bündeln? Deine Anforderungen bestimmen, welche Funktionen du brauchst und welche bestehenden Systeme du anbinden möchtest.
Der Begriff DXP allein verrät deshalb noch wenig darüber, ob ein Tool zu deinem Unternehmen passt. Wir vergleichen die Schwerpunkte, Funktionen und Preise der sechs Tools und zeigen dir, für welche Anforderungen sie infrage kommen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Wahl der richtigen Digital Experience Platform (DXP) hängt primär davon ab, welche Teams im Alltag damit arbeiten und welcher Schwerpunkt (Content, Produktdaten oder Portale) im Fokus steht.
- Magnolia und Pimcore eignen sich ideal als zentrale Plattformen für umfangreiches Multi-Site-Content-Management beziehungsweise komplexe Produktdatenarchitekturen.
- Liferay und CoreMedia punkten bei spezifischen Zielgruppen-Portalen mit feingranularen Rollenrechten sowie bei internationalen Enterprise-Szenarien unter extremen Lastanforderungen.
- Webflow ermöglicht Marketing-Teams schnelles Arbeiten ohne Entwickleraufwand, während Contentsquare als reine Analytics-Schicht gezielt Conversion-Hürden sichtbar macht.
Best-of
Auf der Suche nach einem Tool, das die User wirklich lieben? Im „Best-of“ erstellen wir basierend auf dem OMR Score eine Bestenliste und vergleichen Top-Tools einer Kategorie für dich.
Tool | Preis | Testversion | Geeignet für | Besonderheit |
|---|
| Self-hosted DXP ab 3.000 € pro Monat (kostenlose Community Edition verfügbar) | Ja, plus Demo | Enterprises mit Multi-Site- und Mehrsprachen-Auftritten | Composable DXP mit Hybrid-Headless-Ansatz |
| Ab 8.400 € pro Jahr | Ja (1 Woche), plus Demo | Händler*innen und Hersteller mit komplexen Produktdaten | PIM, MDM, DAM, CMS und Commerce auf einer Plattform |
| Auf Anfrage | Keine Angabe | UX-, CRO- und E-Commerce-Teams | Zoning-Analyse, Journey-Analyse und Session Replays |
| Auf Anfrage | Ja (30 Tage), plus Demo | Unternehmen mit Kunden-, Partner- und Mitarbeiterportalen | Feingranulare Rollen und Rechte, Low-Code mit Objects |
| Enterprise auf Anfrage (kostenloser Starter-Plan verfügbar) | Kostenloser Plan | Marketing-Teams in Mittelstand und Enterprise | Visueller Editor, A/B-Tests und AEO-Funktionen |
| Auf Anfrage | Keine eindeutige Angabe auf der Produktseite gefunden | Konzerne mit Hochlast- und Multi-Site-Bedarf | KI-Assistent KIO, EU-Hosting, Sitz in Hamburg |
Highlight Box
Die Auswahl der Tools basiert auf unserem OMR Score. Das Ranking wird anhand der durchschnittlichen Bewertung und deren Anzahl bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ermittelt. Je mehr positive Stimmen, desto besser spiegelt das Ergebnis die allgemeine Zufriedenheit wider. Dieser Score soll dir bei der Entscheidungsfindung helfen.
1. Magnolia
Magnolia ist eine Composable Digital Experience Platform aus der Schweiz, die seit 1997 am Markt ist und dabei über 480 Enterprise-Kund*innen zählt, darunter die Deutsche Bahn, OBI und R+V. Statt alles in ein geschlossenes System zu packen, verbindet Magnolia bestehende Systeme vom Legacy-Backend bis zum aktuellen Martech-Tool und spielt Inhalte über eine zentrale Content-Schicht aus.
Warum dieses Tool?
Magnolia verbindet einen klassischen Seitenbaum und einen visuellen Editor mit der Content-Auslieferung über APIs. Redaktionen pflegen Inhalte im CMS. Entwicklungsteams binden sie in Websites und Apps ein.
Features
- Hybrid-Headless-CMS, in dem Redakteur*innen Inhalte im visuellen Editor pflegen, während Entwickler*innen sie per REST-API an React- oder Next.js-Frontends ausspielen
- Multi-Site- und Mehrsprachen-Management, mit dem du die Hauptseite zentral pflegst und Inhalte an Länder- und Sprachversionen vererbst
- Composable-Ansatz mit Integrationen in E-Commerce, CRM und Marketing-Automation, damit du bestehende Systeme weiter nutzen kannst
- Personalisierung, um Inhalte gezielt für einzelne Kundengruppen auszuspielen, etwa eigene Angebote für Kund*innen aus dem Gesundheitssektor oder der Logistik
- Freigabe-Workflows, Versionierung und Content-Planung für Teams mit mehreren Redaktionsstufen
Geeignet für: Enterprises und große Mittelständler, die mehrere Websites, Sprachen und Kanäle aus einer Content-Plattform steuern und dabei ihren bestehenden Tech-Stack behalten wollen.
Magnolia Preise: Die Community Edition ist als Open-Source-CMS kostenlos. Die Self-hosted DXP startet ab 3.000 € pro Monat, die Cloud DXP gibt es als individuelles Angebot.
Das sagen OMR Reviews Bewertungen
Stärken | Potenziale |
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Hohe Flexibilität und Integrationsfähigkeit im Baukasten-Prinzip | Komplexes Setup mit steiler Lernkurve |
Intuitive Oberfläche für Redakteur*innen ohne Programmierkenntnisse | Teils lange Ladezeiten im Backend |
Starke Multi-Site- und Mehrsprachen-Funktionen | Java-lastiger Kern, für Frontend-Teams teils sperrig |
Große Partner-Community und schnelle Projektstarts | Hohe Kosten, für kleine Projekte überdimensioniert |
„So können wir Inhalte in einer vertrauten WYSIWYG-Umgebung erstellen, während Content-Pflege und Auslieferung getrennt bleiben.“ – Melina, Leiterin Product Owner bei Toto-Lotto Niedersachsen GmbH
2. Pimcore
Pimcore ist eine Datenplattform aus Salzburg, die Produktinformationen (PIM), Stammdaten (MDM), digitale Assets (DAM), Kundendaten (CDP) sowie CMS und Commerce in einem System zusammenführt.
Warum dieses Tool?
Während Magnolia vom Content aus denkt, startet Pimcore bei den Daten: Wenn deine Digital Experience vor allem von Produktinformationen lebt, bekommst du hier eine Single Source of Truth, aus der Shop, App, Print und Marktplätze gespeist werden.
Features
- Frei modellierbare Datenmodelle, mit denen du Varianten, Zubehör und abhängige Attribute so abbildest, wie dein Sortiment tatsächlich aufgebaut ist
- PIM und DAM in einem Kontext, sodass du Produktbilder per Drag-and-Drop direkt ins Produkt und von dort auf die Landingpage ziehst
- Workflows und Validierungen, die verhindern, dass unvollständige Produktdaten in Shop oder ERP landen
- API-first-Architektur für die Anbindung von ERP-Systemen wie SAP, Onlineshops und Marktplätzen
- KI-Assistent Pimcore Copilot und Experience Portals für interne und externe Teams (im Enterprise-Paket)
Geeignet für: Händler*innen, Hersteller und Marken mit großen, komplexen Sortimenten, die Produktdaten zentral pflegen und über viele Kanäle ausspielen wollen.
Pimcore Preise: Die Professional Edition startet bei
8.400 € pro Jahr. Das sagen OMR Reviews Bewertungen
Stärken | Potenziale |
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Freie Datenmodellierung auch für sehr komplexe Sortimente | Steile Lernkurve für neue Teammitglieder |
Single Source of Truth für Produkte, Assets und Content | Klassische Oberfläche wirkt veraltet |
Tiefe Integration in ERP, Shop und Logistik über APIs | Performance hängt stark vom Aufbau des Datenmodells ab |
Große, aktive Community | Verbesserungsbedarf bei Suche und Massenbearbeitung |
„Es ist unser zentraler Ort für alle produktbezogenen Daten. Das System stellt sicher, dass jede Information nur einmal gepflegt, aber mehrfach genutzt wird.“ – Jacob, Product Information Manager bei flaschenpost SE
3. Contentsquare
Contentsquare ergänzt die Content- und Portalplattformen um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die Plattform baut keine Websites und verwaltet keine Inhalte, dafür misst sie, wie deine digitalen Erlebnisse bei Nutzer*innen ankommen.
Warum dieses Tool?
Contentsquare ist die Analytics-Schicht im DXP-Stack: Mit der Zoning-Analyse siehst du für jedes Seitenelement, wie viel Umsatz es bringt.
Features
- Zoning-Analyse, die zeigt, welche Elemente einer Seite Conversions fördern und welche sie bremsen
- Journey-Analyse, mit der du nachvollziehst, zwischen welchen Seiten sich Nutzer*innen bewegen und wo sie aussteigen
- Session Replays, um Fehler im Checkout oder Buchungsprozess zu reproduzieren und zu beheben
- Auswertung von A/B-Tests auf Element-Ebene, damit du schwache Varianten früh erkennst
- Alerts bei Anomalien, die anschlagen, sobald eine wichtige KPI einbricht
Geeignet für: UX-, CRO- und E-Commerce-Teams, die ihre Website datenbasiert optimieren und Conversion-Hürden im Detail verstehen wollen.
Contentsquare Preise: Kostenloser Experience-Analytics-Tarif verfügbar. Pro und Enterprise auf Anfrage.“ In der Tabelle den kostenlosen Tarif ausdrücklich nennen.
Das sagen OMR Reviews Bewertungen
Stärken | Potenziale |
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Anschauliche Visualisierung von User Journeys | Aufwendiges Mapping beim Setup |
Tracking-Code wird einmal implementiert, Events müssen nicht vorab definiert werden | Komplexes Onboarding mit Schulungen und Zertifikat |
Viele Segmentierungsmöglichkeiten für tiefe Analysen | Teils lange Ladezeiten im Backend |
Sehr starker Customer-Success-Support | Daten überwiegend sessionbasiert statt nutzerbasiert |
„Der Code muss nur einmal implementiert werden und ab dann lässt sich alles manuell clustern, segmentieren und auswerten.“ – Björn, UX Design Manager bei HARTING Technologiegruppe
4. Liferay
Liferay ist eine Open-Source-DXP, mit der Unternehmen Kunden-, Partner- und Lieferantenportale, Intranets, Websites und B2B-Shops auf einer gemeinsamen Plattform aufbauen. Über 1.200 Unternehmen setzen Liferay bereits ein, darunter Airbus, Douglas und Putzmeister. Betreiben kannst du die Plattform als SaaS, als PaaS oder selbst gehostet, je nachdem, wie viel Infrastruktur du selbst verantworten willst.
Warum dieses Tool?
Liferay denkt die Digital Experience von den Nutzergruppen her: Wenn Kund*innen, Partner und Mitarbeitende auf derselben Plattform unterschiedliche Inhalte, Prozesse und Rechte brauchen, spielt Liferay mit seinem Rollen- und Rechtemodell die größte Stärke dieser Liste aus.
Features
- Feingranulares Rollen- und Rechtemodell, mit dem jede Nutzergruppe nur die Inhalte und Funktionen sieht, die für sie relevant sind
- Portale mit Self-Service, über die Kund*innen Bestellungen, Dokumente, Tickets oder Stammdaten selbst verwalten
- Low-Code mit Liferay Objects und Fragments, um eigene Business-Apps ohne Eingriff in den Core zu bauen
- Headless-APIs (REST und GraphQL) sowie SSO-Anbindung für ERP, CRM und externe IAM-Systeme
- B2B-Commerce und KI-Funktionen im AI Hub, etwa für Content-Erstellung und Personalisierung
Geeignet für: Mittelstand und Konzerne aus Industrie, Handel, Versicherungen oder öffentlicher Verwaltung, die mehrere Zielgruppen über ein zentrales Portal bedienen wollen.
Liferay Preise: Liferay SaaS, Liferay PaaS und Liferay Self-Hosted gibt es jeweils auf Anfrage.
Das sagen OMR Reviews Bewertungen
Stärken | Potenziale |
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Sehr flexibel und erweiterbar für komplexe Portale | Hohe Einstiegshürde und steile Lernkurve |
Ausgereifte Rollen-, Rechte- und Multi-Site-Funktionen | Major-Upgrades bedeuten viel Planungs- und Testaufwand |
Gute Anbindung an SAP, CRM und IAM über Headless-APIs | Dokumentation teils unklar oder veraltet |
Schnelle Erweiterungen über Client Extensions und Objects | Für kleine Projekte überdimensioniert |
„Wir nutzen Liferay als zentrales Kundenportal, das Informationen und Services über verschiedene Kanäle bündelt. Vom Benutzerkonto mit Bestellübersicht und Bonuspunkten bis hin zu personalisierten Angeboten bietet die Plattform eine intuitive Oberfläche für unsere Kunden.“ – Yael, Team Lead Digital Analytics, Marketing Technologies bei Parfümerie Douglas GmbH
5. Webflow
Mit
Webflow gestalten und verwalten Marketing-Teams in Mittelstand und Enterprise ihre Websites. Der visuelle Editor setzt Designs pixelgenau um, das CMS trennt Gestaltung und Inhalte, und mit Webflow Optimize bringt die Plattform A/B-Tests und Personalisierung direkt mit. Bei der Einrichtung erreicht Webflow 86 % Zufriedenheit. Der Kategorieschnitt liegt bei 78 %.
Warum dieses Tool?
Webflow hat die niedrigste Einstiegshürde dieser Liste und gibt dem Marketing die Website zurück, sodass Landingpages und Kampagnen ohne Dev-Ticket live gehen. Dazu kommen AEO-Funktionen wie Schema-Markup und llms.txt, damit deine Marke auch in ChatGPT, Gemini und Perplexity korrekt auftaucht.
Features
- Visueller Designer auf Basis von HTML, CSS und JavaScript für individuelle Layouts ohne Template-Grenzen
- CMS mit Komponenten, aus denen Marketing-Teams neue Landingpages selbst zusammenbauen
- Webflow Optimize für KI-gestützte A/B-Tests und 1:1-Personalisierung
- Answer Engine Optimization mit automatisch erzeugtem Schema-Markup und llms.txt-Dateien
- Lokalisierung, Rollen, Freigabe-Workflows und SSO für Teams, die mehrere Märkte betreuen (Enterprise)
Geeignet für: Marketing- und Growth-Teams, die ihre Website eigenständig pflegen, Kampagnen schnell launchen und Optimierung direkt im CMS steuern wollen.
Das sagen OMR Reviews Bewertungen
Stärken | Potenziale |
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Pixelgenaue Umsetzung individueller Designs | Lernkurve, HTML- und CSS-Grundlagen sind hilfreich |
Klare Trennung von Design und Content im CMS | Preisstruktur unübersichtlich und vergleichsweise teuer |
Animationen und Interaktionen ohne Plugins | Standard-Hosting in den USA, EU-Hosting nur im Enterprise-Plan |
Schnelles Hosting und kurze Ladezeiten | Rollen und Rechte im Designer ausbaufähig |
„Da ich Landingpages und Marketing-Seiten ohne tiefgreifende Coding-Ressourcen umsetzen kann, entlaste ich mein Engineering-Team und verkürze meine Time-to-Market massiv.“ – Dorian, Product Manager bei elvah GmbH
6. CoreMedia
CoreMedia ist ein Enterprise-CMS und eine DXP aus Hamburg, die Content, Daten und KI auf einer Plattform verbindet. Konzerne wie die Deutsche Telekom, die Deutsche Bahn und CLAAS setzen seit über zehn Jahren auf CoreMedia. Der Fokus liegt auf personalisierten, mehrsprachigen Omnichannel-Auftritten mit hohen Lastanforderungen, beim Support liegt CoreMedia mit 93 % Zufriedenheit klar über dem Kategorieschnitt.
Warum dieses Tool?
CoreMedia ist die DXP für Hochlast und regulierte Branchen: Wer Datensouveränität, EU-Hosting und Auftritte mit über 30 Sprachen in mehr als 50 Ländern stemmen muss, findet hier eine Plattform, die auf solche Szenarien ausgelegt ist.
Features
- KI-Assistent KIO für markenkonforme Content-Erstellung, SEO und Verschlagwortung direkt im CoreMedia Studio
- Multi-Site- und Mandantenfähigkeit für internationale Konzernauftritte mit zentraler und lokaler Redaktion
- Inhalte über klassische Seitenvorlagen oder headless über APIs ausliefern
- Engagement Cloud für datengesteuerte Personalisierung
- Integrationen in Commerce-Plattformen und Salesforce sowie eine DAM-Komponente für konzernweite Medien
Geeignet für: Konzerne und regulierte Branchen mit internationalen Multi-Site-Auftritten, hohen Lastanforderungen und Anspruch an Datensouveränität.
Das sagen OMR Reviews Bewertungen
Stärken | Potenziale |
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Sehr hohe Performance und Skalierbarkeit | Hohe Lizenzkosten, auch für Zusatzmodule |
Starke Multi-Site- und Mandantenfähigkeit | Hohe Komplexität schon bei kleinen Erweiterungen |
KI-Assistent KIO entlastet Redaktionen | Aufwendige Major-Updates |
Kompetenter, schnell reagierender Support | Entwickler-Dokumentation teils veraltet |
„Die DXP CoreMedia bietet eine extrem stabile Plattform für komplexe Internet Auftritte. Gerade die Multimandantenfähigkeit und die sehr gute Integration von anderen Softwareprodukten hilft enorm bei der Verbesserung der Internetpräsenz.“ – Jörg, People Lead Digital Experience Platforms bei Deutsche Telekom MMS GmbH
Sechs Tools, sechs unterschiedliche Startpunkte. Bei einer DXP entscheidet weniger die Frage, welche Plattform am meisten kann, als die Frage, wer im Alltag mit ihr arbeitet. Ist es die Redaktion, die Inhalte für zehn Länder pflegt? Das Produktdatenteam, das 100.000 Artikel konsistent halten muss? Das Marketing, das Kampagnen ohne Dev-Ticket live bringen will? Oder die IT, die Kund*innen, Partner und Mitarbeitende über ein Portal zusammenbringen soll?
Wenn Content dein Ausgangspunkt ist und du viele Websites, Sprachen und Kanäle aus einer Plattform steuern willst, ohne deinen bestehenden Stack über Bord zu werfen, ist Magnolia die naheliegende Wahl. Lebt deine Digital Experience dagegen von Produktdaten, spielt Pimcore seine Stärken aus, weil Shop, App, Print und Marktplätze aus einer gemeinsamen Datenbasis gespeist werden. Contentsquare passt in jedes dieser Setups als Ergänzung, sobald du verstehen willst, wie die Erlebnisse bei deinen Nutzer*innen ankommen und an welchen Stellen Umsatz verloren geht.
Liferay wird interessant, wenn du mehrere Zielgruppen über ein Portal bedienen willst und Rollen, Rechte und Self-Service-Prozesse im Mittelpunkt stehen. Webflow ist die richtige Wahl, wenn das Marketing die Website selbst in die Hand nehmen soll und Tempo, Design und Sichtbarkeit in KI-Suchen wichtiger sind als ein komplexes Enterprise-Setup. CoreMedia empfiehlt sich, sobald Hochlast, internationale Multi-Site-Auftritte und Datensouveränität zusammenkommen und das Budget zu einem Enterprise-Projekt passt.
Schnell-Check nach Szenario
Unternehmensgröße | Szenario | Empfehlung |
|---|
Mittelstand / Enterprise | Viele Websites, Sprachen und Kanäle aus einer Content-Plattform steuern | Magnolia |
Handel / Hersteller | Komplexe Produktdaten zentral pflegen und auf allen Kanälen ausspielen | Pimcore |
E-Commerce / CRO-Teams | Nutzerverhalten analysieren und Conversion-Hürden finden | Contentsquare |
Mittelstand / Konzern | Kunden-, Partner- und Mitarbeiterportale auf einer Plattform | Liferay |
Start-up / Mittelstand | Marketing pflegt die Website selbst, schnelle Kampagnen und AEO | Webflow |
Konzern / regulierte Branche | Hochlast, Multi-Site und EU-Datensouveränität | CoreMedia |
Inhalte visuell bearbeiten oder Daten aus mehreren Quellen zusammenführen? Bei den Headless-CMS Storyblok und Hygraph lohnt sich dieser Vergleich. Storyblok bietet Redakteur*innen einen visuellen Editor mit Seitenvorschau. Hygraph kann eigene Inhalte mit Daten aus angebundenen Systemen über eine gemeinsame GraphQL-API bereitstellen, beispielsweise redaktionelle Produktbeschreibungen mit Preisen aus dem Shopsystem.
Für die gezielte Weiterentwicklung deiner Angebote ergänzen Optimizely und DYMATRIX die Auswahl. Mit Optimizely kannst du Seitenvarianten in A/B-Tests vergleichen und Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen personalisieren. Die DYMATRIX Customer Experience Platform verbindet dagegen Kundendaten, Segmentierung und Marketing-Automation: Aus Informationen über Käufe oder Interessen lassen sich beispielsweise personalisierte Kampagnen über E-Mail, App und weitere Kanäle steuern.
Beim Adobe Experience Manager ist besonders das Zusammenspiel mit anderen Adobe-Produkten einen Blick wert. Nutzt dein Unternehmen bereits Adobe Analytics oder Adobe Target, kannst du prüfen, wie sich Content-Management, Analyse und Personalisierung über die vorhandenen Integrationen verbinden lassen.
Last but not least: Wie viel Plattform du brauchst, hängt davon ab, welche Aufgaben sie übernehmen soll. Die vorgestellten Tools setzen dafür unterschiedliche Schwerpunkte: Magnolia und CoreMedia beim Content-Management, Pimcore bei der Verbindung von Produktdaten und Inhalten und Liferay bei Portalen. Webflow stellt die Gestaltung und Pflege von Websites in den Vordergrund. Contentsquare hilft dir zu verstehen, wie Nutzer*innen deine digitalen Angebote tatsächlich nutzen.
Für deine Auswahl lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Zusammenarbeit im Team: Wer soll Inhalte veröffentlichen können? Welche Daten müssen dafür verfügbar sein? Und welche Aufgaben übernimmt die Entwicklung? Prüfe anschließend, wie die Tools diese Anforderungen abdecken und welcher Aufwand für Einführung und Betrieb entsteht. Eine Demo mit konkreten Aufgaben aus deinem Unternehmen zeigt dir dabei, wie gut eine Lösung zu deinen Abläufen passt.
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