Inhalt
- Warum ist Telefonakquise trotz Digitalisierung weiterhin wichtig?
- Warum funktioniert Telefonakquise häufig nicht?
- Welche Informationen sollte man vor dem Anruf recherchieren?
- Die optimale Erreichbarkeit: Wann sollte man anrufen?
- Wie erhöht man die Erfolgsquote bei der Telefonakquise?
- Welche Tools helfen dabei, die Erreichbarkeit und Abschlussquote der Telefonakquise zu verbessern?
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Fazit und Ausblick
Das Wichtigste in Kürze
- Trotz Digitalisierung bleibt das Telefon das direkteste und effektivste B2B-Kommunikationsmittel, um Entscheider zu erreichen und Tonalität zu transportieren.
- Häufige Fehler wie schlechte Datenqualität, fehlende Konsequenz und starre Skripte verhindern den Erfolg bei der Kaltakquise.
- Eine gezielte Vorbereitung basiert auf konkreten Triggern, einem klaren Ideal Customer Profile (ICP) sowie dem passenden Persona-Profil.
- Die Erreichbarkeit lässt sich durch Anrufe außerhalb von Meeting-Kernzeiten (z. B. 8:00–9:00 Uhr oder 16:00–18:00 Uhr) und den Fokus auf Handynummern drastisch steigern.
- Höhere Erfolgs- und Show-Up-Quoten entstehen durch authentische Opener, eine Vorqualifizierung im Gespräch und ein konsequentes Multi-Channel-Follow-up.
Best-of
Wissen von den Besten: Dieser Artikel stammt von sorgfältig ausgewählten Branchen-Expert*innen. Unser Anspruch: fundierte Insights und praxiserprobte Tipps, die dich und dein Projekt wirklich weiterbringen.
Erfahre hier mehr über die Autor*innen.
Ich mache Telefonische Kaltakquise seit meinem Studium. Versicherungen, Personalberatung, SaaS: drei Branchen, tausende Gespräche, unzählige Erkenntnisse. Und eine Wahrheit, die sich durch alles zieht: Wer die Grundlagen nicht beherrscht, kann das beste Skript der Welt haben. Und trotzdem keinen einzigen Termin buchen.
In diesem Artikel zeige ich dir, warum Telefonakquise heute wichtiger ist denn je, welche Fehler man vermeiden sollte und wie du deine Erreichbarkeit und Erfolgsquoten konkret verbesserst. Dieser Artikel ist nicht theoretisch, sondern Ich zeige dir, was ich selbst in der Praxis umsetze.
Warum ist Telefonakquise trotz Digitalisierung weiterhin wichtig?
LinkedIn-Nachrichten werden ignoriert. E-Mails verschwinden im Postfach. Und irgendwo dazwischen fragt sich manch eine*r im Vertrieb: Brauche ich das Telefon eigentlich noch? Meine Antwort: Ja. Mehr denn je.
Die B2B-Neukundengewinnung hat sich verändert. Aber das Telefon bleibt der direkteste Kommunikationsweg zu Entscheider*innen. Kein anderer Kanal bringt dich so schnell in ein echtes Gespräch. Was E-Mail nicht kann: Tonalität transportieren. Spontan auf Einwände eingehen. Eine menschliche Verbindung aufbauen. Was das Telefon kann: Genau das.
Ich habe selbst Phasen gehabt, in denen ich stark auf E-Mail und LinkedIn gesetzt habe. Die Ergebnisse waren mäßig. Als ich konsequent zurück zum Telefon gegangen bin, haben sich meine Erfolgsquoten deutlich verbessert. Das war kein Zufall.
Laut einer aktuellen Auswertung von Cognism bevorzugen 57% der C-Level-Entscheider*innen und VPs das Telefon gegenüber allen anderen Kommunikationskanälen. Wer es richtig macht, sieht das im Vertriebserfolg.
Hinzu kommt: Die meisten Vertriebler*innen sind nicht konsequent genug dran. Das bedeutet für dich, wenn du es richtig machst, einen echten Wettbewerbsvorteil. Telefonakquise ist kein Relikt. Sie ist eine Chance.
Warum funktioniert Telefonakquise häufig nicht?
Ich sehe immer wieder dieselben Fehler. Als Anfänger habe ich sie selbst auch gemacht. Deshalb kein Finger Pointing hier. Die häufigsten Gründe, warum Akquise nicht funktioniert:
- Falscher Zeitpunkt: Die meisten rufen an, wenn es ihnen gerade passt. Vergessen aber, dass der Prospect gerade erreichbar sein muss. Dem ganzen habe ich ein komplettes Kapitel gewidmet. Mehr dazu später.
- Kein klarer Anrufgrund: "Ich rufe an, um mich vorzustellen" ist kein Grund. Ruf erst an, wenn du dir selbst drei Fragen beantworten kannst: Warum die? Warum wir? Warum jetzt?
- Schlechte Datenqualität: 1.000 Anrufe mit falschen Nummern bringen nichts. Das ist verschwendete Zeit und Energie. Bevor du anrufst, musst du eine saubere Liste mit den richtigen Ansprechpartner*innen und passenden Telefonnummern haben.
- Starres Festhalten am Skript: Ein Skript ist ein Leitfaden und kein Text zum Auswendiglernen. Wenn die Worte herunter gebetet werden, klingt man wie ein Roboter – und Roboter buchen keine Termine.
- Fehlende Konsequenz: Verkaufstraining für Telefonakquise bringt nur etwas, wenn das Gelernte auch umgesetzt wird. Theorie ohne Praxis ist dabei Zeitverschwendung. Laut dem Highspot State of Sales Enablement Report 2025 sind Teams mit KI-gestütztem Coaching 36 % häufiger in der Lage, ihre Win-Rate zu steigern. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wer in sich investiert, sieht das direkt in seinen eigenen Zahlen.
Kurzum: Die besten Cold Calls, die ich je hatte, kamen nicht nach zwei Stunden Vorbereitung. Sie kamen, weil ich einfach gewählt habe.
Vorbereitung ist wichtig. Übervorbereitung ist Prokrastination. Das ist der feine Unterschied, den nicht viele verstehen. Viele verstecken sich hinter der Recherche, weil ihnen das Telefon Angst macht. Das ist menschlich. Aber es kostet dich Termine.
Für ein gutes Akquisegespräch brauchst du drei Dinge:
Einen Trigger
Ein Trigger ist ein konkretes Ereignis oder Signal, das dir einen klaren Anrufgrund liefert und wenn du einen klaren Anrufgrund hast, erhöhst du deine Chance, einen Termin zu buchen.Er zeigt deinem Gegenüber: "Ich rufe nicht wahllos an, sondern habe mir wirklich Gedanken gemacht." In meiner Infografik findest du die drei wichtigsten Trigger für die Telefonakquise mit dem passenden Opener dazu, den du direkt nutzen kannst.
Ideal Customer Profile
Das Ideal Customer Profile (ICP) beschreibt das Unternehmen, das du ansprechen möchtest. Das ICP teilt sich auf in quantitative und qualitative Merkmale. Diese findest du in der Infografik anhand eines Beispiels von einer HR-Software.
Ideal Persona Profile
Das Ideal Persona Profile (IPP) beschreibt die konkrete Person im Unternehmen, die du erreichen willst. Welche Position hat sie? Welche Verantwortlichkeiten? Und vor allem: Nach welchen KPIs wird sie gemessen
Denn selbst innerhalb einer Abteilung gibt es große Unterschiede. Im HR zum Beispiel: Ein Recruiter wird an Time-to-hire und an besetzten Stellen gemessen. Ein HR Business Partner an Mitarbeiterfluktuation und eNPS. Und ein Head of HR an den Gesamtkosten pro Mitarbeiter*in und der strategischen Workforce-Planung.Gesamtperformance seines Teams. Wer das nicht unterscheidet, findet nicht die richtigen Argumente.
Die optimale Erreichbarkeit: Wann sollte man anrufen?
Das ist der Punkt, über den erstaunlich wenig geredet wird. Dabei macht er einen enormen Unterschied. Auch wenn sich die telefonische Erreichbarkeit von Branche zu Branche und von Zielgruppe zu Zielgruppe unterscheiden kann: Hier ist eine grobe Richtung, die ich aus aus meiner eigenen Akquise-Erfahrungen mitgeben kann.
Gute Anrufzeiten für Entscheider*innen:
- 8:00 bis 9:00 Uhr morgens, bevor der Meetingmarathon beginnt
- 16:00 bis 18:00 Uhr, wenn der der Meetingmarathon vorbei ist
- Generell freitags bis 16:00 Uhr: weniger interner Stress, mehr Gesprächsbereitschaft
Eher schlechte Zeiten:
- Montag früh: alle kämpfen sich gerade in die Woche. (Das bedeutet aber nicht, dass man montags keine Termine legen kann. Wer das als Ausrede nutzt, nicht anzurufen, liegt falsch.)
- Freitags ab 16:00 Uhr: da hat der Wochenendmodus eingesetzt
Während meiner letzten Workation habe ich sieben Termine in einer Woche gelegt. Zwei davon vor 9:00 Uhr morgens. Weil ich weiß: Meine Zielpersonen sind früh erreichbar. Wer das nicht weiß, ruft ins Leere.
Ein weiterer Punkt, der stark unterschätzt wird: Mobile first. Moderne Unternehmen haben kaum noch Telefonanlagen und viele auch keine Firmenhandys mehr. Wer nur Büronummern hat, erreicht kaum noch jemanden. Handynummern sind heute der entscheidende Faktor für eine gute Connect-Rate.
Mein Tipp: Tracke deine Connect-Rate konsequent. Nur so erkennst du, ob deine Daten gut sind und ob deine Anrufzeiten stimmen. Was du nicht misst, kannst du nicht optimieren.
Wie erhöht man die Erfolgsquote bei der Telefonakquise?
Ich habe eine Show-Up-Rate von 93%. Das ist kein Zufall. Der Grund: Ich quatsche niemanden in einen Termin rein. Ich qualifiziere vorher. Das macht den Unterschied zwischen einem Termin, der stattfindet, und einem, bei dem der Prospect einfach nicht auftaucht. Hier ist mein Ansatz im Detail.
Authentischer Opener
Den einen perfekten Einstieg gibt es nicht. Es gibt viele Opener, die funktionieren. Entscheidend ist, dass er zu dir passt. Mein meistgenutzter Opener: "Herr Müller, freut mich, dass ich sie erreiche. Kann ich Ihnen kurz sagen, worum es geht und Sie entscheiden, ob es relevant ist." Diesen Opener kannst du natürlich auch wunderbar mit den Triggern verbinden.
Die richtigen Fragen stellen
Im Gesprächsverlauf stelle ich drei Fragen:
- "Wie gehen Sie mit [Problem] heute um?"
- "Wie funktioniert das für Sie?"
- "Was würde es für Sie bedeuten, wenn [Ergebnis]?"
Gibt es ein echtes Problem, das weh genug tut? Dann buche ich den Termin. Und dann, das ist entscheidend, stelle ich die erste Frage meiner Discovery noch im selben Anruf. Ich verlängere das Gespräch, baue Vertrauen auf und erhöhe die Show-Up-Rate.
Tonalität schlägt Wording
Wie du klingst, ist wichtiger als was du sagst. Wer klingt wie ein Roboter, wird abgewimmelt. Wer klingt wie ein Mensch mit echtem Interesse, bekommt Gehör.
Follow-up über alle Kommunikationswege nutzen
Termine buche ich selten direkt beim ersten Call. Laut dem HubSpot State of Cold Calling Report 2025 geben rund 55% aller Vertriebler*innen nach nur drei bis fünf Versuchen auf.
Dabei liegt genau hier die Chance: Wer länger dran bleibt, bucht mehr Termine. Ich nutze alle Kanäle: Telefon, E-Mail, LinkedIn.
B2B-Lead-Scoring hilft dabei, Prioritäten zu setzen und die richtigen Prospects zum richtigen Zeitpunkt anzugehen, ohne den Überblick zu verlieren.
Gute Tools sparen Zeit und verbessern Ergebnisse. Schlechte Tools geben dir das Gefühl, produktiv zu sein. Ohne dass sich etwas verändert.
- calltime: Hilft dabei, den optimalen Zeitpunkt für Anrufe zu identifizieren, basierend auf Branchen- und Zielgruppendaten. Weniger Frust, mehr Connects pro Stunde.
- salesviewer: Zeigt dir, welche Unternehmen deine Website besuchen. Das ist ein starkes Signal für warme Akquise. Wer sich bereits für dich interessiert, ist leichter zu erreichen und leichter zu konvertieren.
- kickscale: Erfasst Meeting-Daten vollautomatisch, hält dein CRM ohne manuellen Aufwand synchron und zieht echte Erkenntnisse aus deinen Deals und Markttrends. Wer seine Daten nicht im Griff hat, verliert den Überblick und wer sie nutzt, gewinnt die Abschlüsse.
Fazit und Ausblick
Telefonakquise funktioniert. Aber nicht, wenn du blind drauf los callst. Was den Unterschied macht: die richtigen Anrufzeiten, saubere Daten, ein authentischer Stil und konsequentes Follow-up über alle Kommunikationswege. Wer das versteht und umsetzt, wird es im Vertriebserfolg sehen.
Meine persönliche Einschätzung: Der Markt wird anspruchsvoller. Entscheider*innen werden selektiver. Die Toleranz für schlechte Calls sinkt. Das bedeutet für dich: Wer es heute richtig macht, hat einen größeren Vorsprung als je zuvor.
Der Weg dorthin ist kein Geheimnis. Es ist Schlagzahl. Feedback. Iteration. Und die Bereitschaft, auch dann weiterzumachen, wenn es gerade nicht läuft. Für alle, die ihre Gespräche weiterentwickeln und in Richtung
Remote Closing denken: Das Fundament ist dasselbe. Wer am Telefon überzeugt, überzeugt auch remote.
Let's Dial & Deliver!! ☎️
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