Quote-to-Cash mit HubSpot: Drei Wege zum Revenue-Flow

Can Arslan11.8.2026

Wie du Angebote, Vertragsstatus, Rechnungen und Zahlungen mit der passenden HubSpot-Architektur verbindest

Inhalt
  1. Was Quote-to-Cash mit HubSpot bedeutet
  2. Wo Revenue-Prozesse in der Praxis brechen
  3. Angebote und Freigaben in HubSpot
  4. Verträge, Rechnungen und Zahlungen
  5. Nativ, erweitert oder integriert?
  6. Ein typisches Beispiel aus dem B2B-SaaS
  7. Fünf Fragen vor der Umsetzung
  8. Fazit: HubSpot als Revenue-Steuerung
In vielen B2B-Unternehmen funktioniert jeder einzelne Schritt des Quote-to-Cash-Prozesses für sich. Ein Angebot wird erstellt, ein Vertrag unterschrieben, eine Rechnung verschickt und eine Zahlung verbucht. Die Probleme entstehen an den Übergaben. Preise liegen in Tabellen, Freigaben laufen per E-Mail, Vertragsdetails stecken in PDFs und der Rechnungsstatus ist im CRM nicht sichtbar.
Genau hier entscheidet sich, ob Quote-to-Cash mit HubSpot skalierbar wird. Die Plattform kann große Teile des Prozesses nativ abbilden und zugleich als operative Ebene für angebundene Fachsysteme dienen. Dafür gibt es drei Architekturmodelle: HubSpot nativ, HubSpot erweitert und HubSpot integriert.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob HubSpot Quote-to-Cash kann. Entscheidend ist, welche HubSpot-zentrierte Architektur zu deinem Geschäftsmodell, deiner Preislogik und deinen finanziellen Anforderungen passt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Quote-to-Cash verbindet Angebot, Vertragsstatus, Rechnung und Zahlung zu einem transparenten Revenue-Prozess.
  • HubSpot kann standardisierte Prozesse weitgehend nativ steuern und komplexere Modelle gezielt erweitern.
  • ERP, Buchhaltung, CLM oder Billing-Systeme können führende Fachsysteme bleiben, während HubSpot Status und Folgeprozesse verbindet.
  • Die richtige Architektur beginnt mit Systemführerschaft und Datenmodell, nicht mit einzelnen Workflows.

Was Quote-to-Cash mit HubSpot bedeutet

Die Quote-to-Cash-Definition umfasst den kaufmännischen Prozess vom konkreten Angebot bis zum Zahlungseingang. Bei wiederkehrenden Geschäftsmodellen gehören auch Vertragsänderungen, Verlängerungen und der operative Blick auf laufende Umsätze dazu.
Verwandte Begriffe werden je nach Unternehmen unterschiedlich abgegrenzt. Lead-to-Cash beginnt meist früher und schließt Marketing, Lead-Qualifizierung und Vertrieb ein. Der Sales-to-Cash-Prozess oder Deal-to-Cash-Prozess setzt häufig rund um die konkrete Verkaufschance an. Order-to-Cash startet vielfach mit dem Auftrag und reicht stärker in Auftragsabwicklung, Lieferung und Debitorenbuchhaltung hinein. Quote-to-Cash fokussiert den kaufmännischen Prozess ab dem konkreten Angebot.
HubSpot ist dafür relevant, weil Deals, Produkte, Angebote, Vertragsdatensätze, Rechnungen, Subscriptions und Zahlungen auf einer gemeinsamen CRM-Datenbasis zusammenlaufen können. Der frühere HubSpot Commerce Hub wurde zum HubSpot Revenue Hub weiterentwickelt, der Quotes, Verträge, Billing und Zahlungen in einer verbundenen Revenue-Plattform zusammenführt. Der Vertriebs- und Deal-Kontext entsteht im HubSpot Sales Hub, während Quotes und CPQ-Funktionen heute Teil des Revenue Hub sind.
Der HubSpot-Test und die Übersicht der wichtigsten HubSpot-Funktionen helfen dabei, die Plattform einzuordnen. Für die Quote-to-Cash-Architektur ist anschließend entscheidend, wie eine CRM-Integration relevante Statusdaten aus den Fachsystemen zurückführt. Auch andere CRM-Systeme können Teil der Architektur sein, wenn ihre Rolle klar definiert ist.

Wo Revenue-Prozesse in der Praxis brechen

In unseren Projekten sehen wir häufig, dass nicht die Rechnungserstellung selbst das Problem ist. Der eigentliche Bruch liegt darin, dass Sales, Customer Success, Operations und Finance unterschiedliche Ausschnitte derselben Kundenbeziehung sehen.
Angebote entstehen außerhalb des CRM. Freigaben werden per E-Mail eingeholt. Vertragslaufzeiten liegen nur im PDF. Das Billing-System kennt den Rechnungsstatus, Customer Success jedoch nicht. Renewals werden in Tabellen oder persönlichen Kalendern verwaltet.
Dadurch entstehen widersprüchliche Datenstände. Ein Deal gilt als abgeschlossen, obwohl die Freigabe fehlt. Eine Vertragsänderung ist juristisch dokumentiert, aber nicht im operativen Prozess angekommen. Eine bezahlte Rechnung steht im CRM weiterhin auf offen.
Für CRM im Vertrieb und die Aufgabe, Vertriebsprozesse zu optimieren, reicht deshalb keine lokale Tool-Verbesserung. Revenue Operations braucht eine durchgängige Sicht auf Status, Verantwortlichkeiten und Folgeprozesse. RevOps mit HubSpot wird erst belastbar, wenn die Quote-to-Cash-Automation auf klaren Datenrollen aufbaut.
„Wir beginnen Quote-to-Cash-Projekte nicht mit Workflows. Zuerst klären wir, welches System welche Daten verbindlich führt.“
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Das Diagramm veranschaulicht, wie HubSpot Funktionen für Produktpreisgestaltung, Geschäftsabwicklung, Rechnungsbearbeitung, operatives Berichtswesen und CRM miteinander verknüpft, um einen nahtlosen Umsatzfluss zu schaffen.

Angebote und Freigaben in HubSpot

Ein belastbarer Quote-to-Cash-Prozess beginnt mit strukturierten Produkt- und Preisdaten. Produkte, Preise, Laufzeiten und Abrechnungsintervalle sollten bereits als nutzbare Daten im CRM vorliegen.
Line Items verbinden diese Informationen mit dem Deal. Quotes übernehmen daraus das konkrete Angebot. Price Books können unterschiedliche Preislisten abbilden. Freigaben greifen dort, wo Rabatte, Zahlungsbedingungen oder Vertragswerte definierte Grenzen überschreiten.
HubSpot CPQ übernimmt damit Aufgaben, die sonst häufig in einer separaten CPQ-Software oder Angebotsmanagement-Software liegen. Entscheidend ist, dass ein Angebot aus dem Deal-Kontext entsteht, nachvollziehbar geprüft wird und nach der Annahme Folgeprozesse auslösen kann. Click-to-Accept oder elektronische Signaturen reduzieren Medienbrüche. Eine B2B-Angebotsautomatisierung zeigt zudem, wer zugestimmt hat und wo ein Angebot blockiert ist.
Die HubSpot-KI kann einzelne Inhalte unterstützen, ersetzt aber weder Preislogik noch Freigaberegeln oder die fachliche Angebotsprüfung.
Eine native Umsetzung passt besonders zu standardisierten Produkten, klaren Preisen und wenigen Vertragsvarianten. Sind Preisfindung, Produktkonfiguration oder Rabattlogik stark individuell, wird HubSpot erweitert oder mit einem spezialisierten System verbunden.
Welche Funktionen konkret zur Verfügung stehen, hängt vom HubSpot-Tarif, den zugewiesenen Seats und der Account-Konfiguration ab.

Verträge, Rechnungen und Zahlungen

Nach der Angebotsannahme muss der Prozess operativ weiterlaufen. HubSpot Contracts sind operative Vertragsdatensätze, die Laufzeiten, Positionen sowie Start- und Enddaten nutzbar machen. Der Begriff HubSpot-Verträge darf deshalb nicht mit vollständigen juristischen Vertragsdokumenten gleichgesetzt werden.
Juristische Dokumente, Klauselbibliotheken und Verhandlungsversionen können weiterhin in einem CLM oder Dokumentenmanagementsystem liegen. HubSpot übernimmt die operative Sicht. Teams erkennen Vertragsstatus, Änderungen und Renewals, ohne jedes Dokument manuell zu prüfen. Fachliche Ansätze zur Vertragserstellung, zum digitalen Vertragsmanagement oder zur KI im Vertragsmanagement helfen, juristische und operative Aufgaben zu trennen.
HubSpot-Rechnungen und Subscriptions können Teile der Abrechnung unterstützen. Wer die Rechnungsstellung automatisieren möchte, kann Rechnungen mit Deals, Unternehmen und Verträgen verbinden. Die unter dem Begriff HubSpot Billing zusammengefassten Funktionen schaffen die operative Verbindung, ersetzen aber keine Finanzbuchhaltung. Operatives Revenue Reporting ist nicht dasselbe wie buchhalterische Umsatzrealisierung. Steuerlogik, offene Posten und Bankabgleich können im ERP oder Buchhaltungssystem liegen.
Auch bei Zahlungen ist eine klare Unterscheidung nötig. HubSpot Payments ist die native Zahlungsabwicklung von HubSpot und steht derzeit nur Unternehmen in den USA, Großbritannien und Kanada zur Verfügung. Für deutsche Unternehmen ist deshalb in der Regel die direkte Stripe-Anbindung relevant. Stripe wird als externer Zahlungsprozessor angebunden. Die HubSpot-Zahlungsabwicklung macht den Zahlungsstatus operativ nutzbar und kann Onboarding, Aufgaben, Mahnprozesse oder Eskalationen auslösen.
Bei der E-Rechnung kommt zusätzliche Fachlogik hinzu. Ein normales PDF ist keine strukturierte E-Rechnung. Relevante Formate sind insbesondere XRechnung und geeignete ZUGFeRD-Versionen. Die Übergangsregelungen betreffen vor allem die Ausstellung und gelten grundsätzlich bis Ende 2026. Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz von höchstens 800.000 Euro können unter bestimmten Voraussetzungen noch bis Ende 2027 sonstige Rechnungen ausstellen. Die steuerliche und technische Fachlogik kann in ERP, Buchhaltung oder einem E-Rechnungssystem liegen, während HubSpot den operativen Rechnungsstatus erhält. Dieser Artikel ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.
Der HubSpot Marketing Hub sowie E-Mail-Marketing-Tools wie EASY2 oder rapidmail können die begleitende Kommunikation unterstützen, ersetzen aber weder CPQ, Rechnungsprogramme noch die eigentliche Quote-to-Cash-Integration.
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Das Diagramm veranschaulicht einen Vergleich dreier HubSpot-Architekturen für „Quote-to-Cash“-Prozesse und hebt deren Eignung für verschiedene Geschäftsmodelle hervor, darunter B2B-Dienstleistungen, Unternehmen mit mehreren Niederlassungen und unterschiedliche Komplexitätsgrade der Prozesse.

Nativ, erweitert oder integriert?

Die passende Architektur richtet sich nach dem Geschäftsmodell.
HubSpot nativ passt zu standardisierten Produkten, klaren Preisen, wenigen Vertragsvarianten und einfachen Freigaben. Produktbibliothek, Line Items, Quotes, Approvals, Contracts, Invoices, Subscriptions und Zahlungsstatus bilden den Kern. Der wichtigste Vorteil ist ein kompakter Prozess mit wenigen Systemwechseln.
HubSpot erweitert eignet sich, wenn zusätzliche Geschäftsregeln, individuelle Freigaben, ein erweitertes Datenmodell oder spezifisches Reporting nötig sind. Workflows, benutzerdefinierte Eigenschaften, Custom Objects, Apps und APIs ergänzen den nativen Prozess. HubSpot bleibt das primäre Arbeitsumfeld.
HubSpot integriert ist sinnvoll, wenn ERP, Finanzbuchhaltung, komplexes Vertragsmanagement, E-Rechnung, internationale Steuerlogik, Usage-based Billing, mehrere Gesellschaften oder Warenwirtschaft relevant werden. Fachsysteme führen ihre jeweiligen Daten und Prozesse. HubSpot bleibt die zentrale operative Steuerungs-, Automatisierungs- und Transparenzebene.
Für Strategie, Implementierung und Integration können Unternehmen spezialisierte CRM-Beratungen vergleichen, darunter SMARTTEC, Cremanski & Company und cube vision .
LeistungenServices
Prozess DigitalisierungProcess digitalization
Strategie & BeratungStrategy & Consulting
Software ImplementierungSoftware implementation
Sales, Marketing & Service AutomatisierungSales, Marketing & Service Automation
CRM-Strategie & BeratungCRM Strategy & Consulting
Datenmigration & SystemintegrationData Migration & System Integration
Zertifikate & USPsCertificates & USPs
HubSpot Diamond Solutions PartnerDiamond Solutions Partner
HubSpot-Expertise für anspruchsvolle CRM- und Integrationsprojekte.HubSpot expertise for complex CRM and integration projects.
Beratung & UmsetzungConsulting & Delivery
Strategie, Prozesse und technische Umsetzung aus einem Team.Strategy, processes and technical delivery from one team.
Starke IntegrationenPowerful Integrations
Individuelle Schnittstellen für ERP, Shops und weitere Systeme.Custom integrations for ERP, shops and other business systems.
Saubere DatenmigrationClean Data Migration
Strukturierte Migration, Bereinigung und Prüfung deiner CRM-Daten.Structured migration, cleansing and validation of your CRM data.
Bei SMARTTEC betrachten wir solche Projekte in drei Ebenen: Zuerst klären wir die Systemführerschaft. Anschließend definieren wir das Datenmodell. Darauf bauen Automatisierungen und Integrationen auf.

Ein typisches Beispiel aus dem B2B-SaaS

Das folgende Beispiel ist aus mehreren typischen Projektsituationen abgeleitet.
Ein B2B-SaaS-Unternehmen verkauft Jahresverträge mit Onboarding, Zusatzmodulen und Erweiterungen während der Laufzeit. Angebote entstehen im CRM, Vertragsdokumente liegen in einem separaten System, Rechnungen kommen aus einer Billing-Lösung und Zahlungseingänge werden in der Buchhaltung geprüft.
Sales sieht den gewonnenen Deal, aber nicht zuverlässig den finalen Vertragsstatus. Customer Success kennt die Laufzeit, jedoch nicht immer den Rechnungs- oder Zahlungsstatus. Finance arbeitet mit korrekten Finanzdaten, muss operative Rückfragen aber manuell beantworten.
In der Zielarchitektur führt HubSpot Deals, Produktpositionen, Angebotsstatus, operative Vertragsdaten, Renewal-Daten und teamrelevantes Revenue Reporting. Das Billing-System bleibt führend für Rechnungen, Steuerlogik und Forderungsmanagement. Ein CLM führt juristische Vertragsversionen.
Vertragsänderungen, Rechnungsstatus und Zahlungsstatus werden nach HubSpot zurückgespielt und den passenden Datensätzen zugeordnet. Customer Success erhält Aufgaben für das Onboarding. Account Management wird vor Renewals aktiv. Finance-relevante Eskalationen werden sichtbar, ohne dass alle Teams im Buchhaltungssystem arbeiten müssen.
So entsteht keine künstliche Ein-System-Lösung. HubSpot verbindet spezialisierte Systeme zu einem gemeinsamen operativen Revenue-Flow.
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Die Abbildung ist eine Vergleichstabelle, in der verschiedene Systeme (HubSpot, CLM, DMS, ERP, FiBu) und ihre Funktionen bei der Bearbeitung verschiedener Datenaspekte wie Produktinformationen, Angebote und Genehmigungen, Verträge, Rechnungsnummern und Kontenabstimmung aufgeführt sind.

Fünf Fragen vor der Umsetzung

1. Wie standardisiert sind Produkte, Preise und Vertragsvarianten?
Je klarer das Angebot strukturiert ist, desto mehr lässt sich nativ abbilden. Individuelle Konfigurationen und komplexe Laufzeiten erhöhen den Bedarf an Regeln oder Integrationen.
2. Welches System führt welche Daten verbindlich?
Für Produkte, Verträge, Rechnungen, Zahlungen und Buchungsdaten braucht es jeweils ein führendes System. Sonst entstehen Dubletten und widersprüchliche Statuswerte.
3. Welche Statusinformationen benötigen die Teams?
Sales, Customer Success, Operations und Finance brauchen nicht dieselben Detaildaten. Entscheidend ist, welche Informationen jedes Team für den nächsten Schritt benötigt.
4. Welche rechtlichen und finanziellen Anforderungen gelten?
E-Rechnung, Steuerlogik, Aufbewahrung, Bankabgleich und Umsatzrealisierung müssen früh berücksichtigt werden. Sie lassen sich nicht nachträglich durch einen weiteren Workflow lösen.
5. Was sollte nativ, erweitert oder integriert laufen?
Native Funktionen sind dort sinnvoll, wo sie stabil zur Prozesslogik passen. Fachsysteme gehören dorthin, wo Spezialisierung notwendig ist.
Diese Fragen helfen, Vertriebsoptimierung nicht als Sammlung einzelner Maßnahmen, sondern als Teil einer konsistenten Revenue-Architektur zu behandeln.

Fazit: HubSpot als Revenue-Steuerung

HubSpot muss nicht jedes Fachsystem ersetzen, um Quote-to-Cash durchgängig zu steuern. Die Plattform verbindet Daten, Status und Folgeprozesse dort, wo Revenue-Teams täglich arbeiten.
Standardisierte Geschäftsmodelle lassen sich weitgehend nativ abbilden. Individuelle Anforderungen können über Datenmodell, Workflows, Apps und APIs erweitert werden. Komplexe Finanz-, Vertrags- oder Billing-Prozesse bleiben in spezialisierten Systemen, ohne aus der operativen Sicht zu verschwinden.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob HubSpot Quote-to-Cash kann. Sie lautet, welche HubSpot-zentrierte Architektur zum Geschäftsmodell passt. SMARTTEC plant solche Architekturen von Systemführerschaft und Datenmodell bis zu Automatisierungen und Integrationen.
Can Arslan
Autor*In
Can Arslan

Can ist Gründer und CEO von SMARTTEC und unterstützt Unternehmen dabei, HubSpot als zentrale Plattform für CRM-, Revenue-Operations- und Quote-to-Cash-Prozesse aufzubauen. Der Schwerpunkt liegt auf skalierbaren Prozessen, klaren Datenmodellen, Automatisierung und der Integration angrenzender Systeme.

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Im Artikel erwähnte Softwares

Im Artikel erwähnte Software- oder Service-Kategorien

Email Marketing
Marketer:innen verwenden E-Mail-Marketing Software, um werbliche E-Mails oder Newsletter zu designen, zu personalisieren und an entsprechende Zielgruppen zu versenden. Während sich E-Mails mit Werbeinhalten meist an einzelne Personen und kleine Personengruppen richten, werden regelmäßige Newsletter oft an alle Kontakte oder bestimmte Kundensegmente geschickt. Da viele Kontakte sehr kostengünstig erreicht werden können, ist E-Mail Marketing ein sehr spannender Kanal, der weiterhin große Beliebtheit genießt. Welche Funktionen E-Mail-Marketing-Softwares beinhalten, ist je nach Anbieter unterschiedlich. Grundsätzlich können Marketer:innen mithilfe von Newsletter-Softwares maßgeschneiderte E-Mails mittels HTML und CSS entwerfen und erstellen. In der Regel stellen die Anbieter der E-Mail-Marketing-Softwares aber auch einfach zu bedienende, visuelle Editoren bereit, mit denen E-Mails und Newsletter ohne weitere Vorkenntnisse im Scripting umgesetzt werden können. Beim Versand von Newslettern ist neben der Sicherheit auch die Rechtskonformität zu beachten. Daher ist es enorm wichtig, dass die E-Mail-Marketing-Tools über Funktionen verfügen, die die weitreichenden Datenschutzgesetze in bestimmten Ländern, wie die DSGVO in Deutschland, erfüllen. Dazu zählt beispielsweise, dass alle Empfänger:innen mit einem Double Opt-in dem Erhalt der E-Mails zugestimmt haben müssen. Neben der Erstellung und dem Versand der zielgerichteten Marketing-E-Mails, können über E-Mail-Marketing-Tools Empfänger:innen segmentiert, Newsletter-Abbestellungen verwaltet sowie Öffnungsraten, Verweildauer und Link-Klicks getrackt werden. Oft werden E-Mail-Marketing-Tools mit CRM-Software integriert oder die Tools fungieren selbst als CRM-Systeme. So werden die meist ohnehin in E-Mail-Marketing-Softwares vorhandenen Funktionen zur Segmentierung erweitert und Adressat:innen können noch zielgerichteter angesprochen werden. Außerdem ist E-Mail-Marketing häufig eine entscheidende Komponente von Marketing-Automation-Software, weshalb eine Software ab und zu in beiden Kategorien auftaucht. Um sich als E-Mail-Marketing-Software zu qualifizieren, muss die Lösung: * die Erstellung und den Versand von E-Mails bzw. Newslettern über einen HTML- oder WYSIWYG-Editor ermöglichen * eine Auswahl an E-Mail-Vorlagen bieten * Nutzer:innen die Möglichkeit geben, eine Vorschau der E-Mail anzusehen und diese als Test-E-Mails zu versenden * E-Mail-Kontaktlisten speichern, verwalten, segmentieren und tracken * Kampagnenbasierte Berichte und Analysen bereitstellen Wenn Ihr Euch im E-Mail-Marketing fortbilden und von Expert:innen lernen möchtet, dann ist der OMR Professionals Guide to E-Mail-Marketing genau das richtige für Euch! Darin erwarten Euch 107 Seiten geballtes Expertenwissen zum Thema E-Mail-Marketing. Und falls Ihr lieber in einem flexiblen E-Learning Format lernt, schaut doch mal im OMR E-Mail-Marketing Deep Dive Webinar und im OMR Academy E-Mail-Marketing Fundamentals E-Learning Kurs vorbei.
CRM
Ein CRM-System unterstützt Mitarbeiter:innen in großen, mittelständischen und kleinen Unternehmen beim Customer Relationship Management (CRM). Dafür erfasst es alle relevanten Informationen zu Leads, Kund:innen sowie Unternehmen und sammelt sie übersichtlich an einem Ort. Zu den erfassten Kundendaten im CRM gehören unter anderem Stammdaten, Kontaktdaten, Touchpoints, die Kundenhistorie, Transaktionsdaten und weitere Informationen. Des Weiteren können CRM-Lösungen persönliche Präferenzen der Kund:innen und Leads speichern. Diese sind essentiell für die Analyse der Kundenbindung sowie zur Lead- und Bestandskundenpflege und können von Mitarbeiter:innen aus dem Vertrieb und Marketing genutzt werden. Welche Funktionen ein CRM-System beinhaltet, hängt von den Anforderungen des Unternehmens ab, in dem die Software eingesetzt werden soll. CRM-Systeme können sowohl für B2C als auch B2B eingesetzt werden, es gibt cloudbasierte Software oder serverbasierte on-premise Tools sowie Best-of-Breed- oder Komplettlösungen. Doch nicht nur die Eigenschaften, auch Kosten unterscheiden sich bei den CRM-Systemen stark. CRM-Softwares werden häufig separat von anderen Software-Lösungen wie ERP-Systemen, Marketing-Automation-Software, E-Mail-Marketing-Software oder Account-Management-Software angeboten, bieten aber häufig Schnittstellen und Integrationen zu diesen Anwendungen, um eine plattformübergreifende und verbesserte Customer Experience zu ermöglichen. Die CRM-Software-Reviews und -Erfahrungen ermöglichen es Euch die Stärken und Schwächen der jeweiligen Software-Anbieter zu erkennen und das geeignete CRM-System für Euer Unternehmen zu finden. Ihr wollt echte CRM-Profis werden? Im OMR Professional Guide to CRM für B2C und B2B warten 124 Seiten geballtes Expertenwissen auf Euch.
CPQ
Mit CPQ-Software (Configure=Konfiguration, Price=Preis, Quote=Angebot) automatisieren Unternehmen den Lebenszyklus des Angebots- und Ausschreibungsprozesses, welcher vom Kunden, der seine Anforderungen an das Angebot eines Unternehmens spezifiziert, beginnt über die Angebotserstellung bis zum Versand eines detaillierten Angebots an den:die Kund:in oder Interessent:in reicht. Sales-Abteilungen setzen die CPQ-Lösungen ein, um Verkaufsprozesse zu beschleunigen und gleichzeitig passgenaue Angebote zu erstellen und die Kundenbeziehungen zu verbessern. CPQ-Systeme bieten daher Funktionen zum Ermitteln von Kundenbedürfnissen und zur Erstellung von maßgeschneiderten Angeboten, die den Kundenanforderungen bestmöglich entsprechen. Meist bauen die Lösungen auf einem CRM-System auf oder eignen sich für die Integration mit einem oder mehreren CRM-Softwares.  CPQ-Lösungen beinhalten alle Funktionen, um grundlegende Aktivitäten des Configure-Price-Quote-Lebenszyklus abzubilden. Dazu zählen eine Konfigurationslogik für Angebote, Standardpreise und benutzerdefinierte Preise sowie das Angebots-Tracking. Zusätzlich sollten CPQ-Systeme alle Informationen bereitstellen, die Vertriebsmitarbeiter:innen nutzen, um Angebote zu erstellen, die Vorteile für Kund:innen und das Unternehmen bieten und Workflows für Benutzer:innen zum Erstellen, Anpassen, Versenden und Tracken von Angebotsdokumenten in verschiedenen Formaten bereitstellen. CPQ-Tools ermöglichen auch die Nutzung von CRM-Software, ERP-Systemen und anderen Daten aus Business-Softwares wie PIM-Systemen zur Definition und Verwaltung von Produktkatalogen, der Preisgestaltung und dem Bundling von Produkten. Des Weiteren kann die Profitabilität von Angeboten mithilfe von Finanzregeln, Preisen, Kosten und externen Faktoren wie Wettbewerbern, Marktveränderungen und Gesetzen und Vorschriften evaluiert werden. Die CPQ-Lösungen lassen sich auch Downstream (Erfassung und Analyse von Daten zu Angebotserstellung) und Upstream (Weitergabe von z. B.  Preisen an andere Lösungen) mit anderen Anwendungen integrieren. Schließlich unterstützen sie Nutzer:innen darin, Analysen und Berichte während des gesamten Angebotsprozesses zu erstellen und stellen Daten und Vorschläge zur Verbesserung des Prozesses bereit.
Rechnungsprogramme
Fakturierungs- und Rechnungsprogramme werden in Unternehmen eingesetzt, um Rechnungen zu erstellen und sie an Kund:innen zu senden, um diese zur Zahlung der gelieferten Produkte oder Dienstleistungen aufzufordern. Mithilfe dieser Softwarelösungen können Unternehmen Zeit einsparen und den Arbeitsaufwand für die Rechnungsverwaltung verringern sowie die Genauigkeit ihrer Abrechnungsprozesse erhöhen.  Meist setzen Buchhaltungsabteilungen Rechnungssoftwares ein. Aber auch Vertriebsmitarbeiter:innen oder Projektmanager:innen können die Tools nutzen, um Kostenvoranschläge oder Pro-Forma-Rechnungen für ihre Kund:innen zu erstellen. Fakturierungssoftware hilft Unternehmen, die Fakturierung für verschiedene Arte von Dienstleistungen und Produkten zu managen. So gibt es beispielsweise Rechnungstools für Dienstleister:innen zur Projektfakturierung oder für Versorgungsunternehmen zur wiederkehrenden Fakturierung. Ein Rechnungsprogramm lässt sich in Buchhaltungssoftware und ERP-Systeme oder CRM-Software integrieren, in denen alle Kundeninformationen sowie die von ihnen gekauften Produkte und Dienstleistungen gespeichert sind. Die letzte Phase des Abrechnungsprozesses, der Zahlungseingang, wird in der Regel in einer Buchhaltungssoftware oder in einem Modul einer umfangreicheren Software, wie einem ERP, abgewickelt. Um sich als Rechnungsprogramm zu qualifizieren, muss die Lösung: * dazu fähig sein, mehrere Arten von Rechnungen erstellen zu können * mehrere Rechnungen zu einer einzigen konsolidieren oder eine Rechnung aufteilen können * Rechnungs- und Dokumentenvorlagen enthalten * Funktionen zum Versand von Rechnungen in verschiedenen Dateiformaten, wie PDF und Microsoft Word, über verschiedene Kommunikationskanäle, wie E-Mail und Fax, bieten * über Reports und Analysen über den Status jeder einzelnen Rechnung verfügen * Benachrichtigungen über Zahlungseingänge versenden * Integrationsmöglichkeiten zu Softwarelösungen wie ERP-Software, CRM-Systemen oder Buchhaltungsprogrammen bieten

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