Wie erstelle ich einen Newsletter? Tools Tipps für erfolgreiches E-Mail Marketing

Eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie Euch der nächste Newsletter ganz sicher gelingt

Newsletter liest heutzutage eh keiner mehr? Stimmt nicht. Ganz im Gegenteil, ein gut gemachter Newsletter ist super effektiv und hilft Eurem Unternehmen mit Bestandskunden*innen im Dialog zu bleiben sowie mit neuen Kunden*innen in Kontakt zu treten. Auch wir bei der OMR haben unseren Daily Newsletter vor wenigen Monaten umgebaut und um exklusiven Content angereichert. Wir erklären Euch in zehn Schritten, wie Ihr selbst einen Newsletter aufbaut, was ihr beachten müsst und welche E-Mail-Marketing-Tools Euch helfen können, damit der nächste Newsletter ein voller Erfolg wird.

1. Mit der richtigen E-Mail-Marketing Strategie zum Erfolg

Auch bei einem Newsletter gilt: Strategie ist alles. Als erstes solltet Ihr Euch also überlegen, was Ihr mit dem Newsletter erreichen wollt. Wollt Ihr als Online-Shop neue Produkte vorstellen und dadurch den Umsatz steigern oder seid Ihr ein SaaS-Unternehmen, das die Engagement-Parameter in die Höhe treiben will? Möchtet Ihr Neukunden gewinnen oder die Beziehungen zu Bestandskunden und das Vertrauen derer in Eure Marke stärken? Diese Fragen solltet Ihr eindeutig beantworten können, bevor Ihr in den nächsten Schritt übergeht.

2. Eine Zielgruppe definieren

Als nächstes solltet Ihr Euch Gedanken zu Eurer Zielgruppe machen. Wie sehen die Profile der Kunden aus mit denen Ihr die oben definierten Ziele erreichen könnt? Und wofür interessiert sich diese Zielgruppe? Hierbei hilft eine klar strukturierte Zielgruppenanalyse, beispielsweise mit dem Erstellen von Buyer Personas, wie wir sie auch aus anderen Marketing Bereichen kennen.

3. Eine E-Mail-Liste aufbauen und erweitern

Weiter geht’s: Habt Ihr Eure Kontakte schon in einer E-Mail-Liste oder muss der Empfänger Pool erst aufgebaut werden? Für jede neue Anmeldung ist es wichtig, dass Ihr eine nachweisliche und explizite Einwilligung des Adressaten erhaltet. Dies lässt sich am besten über ein Double-Opt-in Verfahren steuern. Ob Ihr den Empfänger Pool von Null aufbaut, ihn vergrößert oder lediglich verwalten wollt: In jedem Fall lohnt sich spätestens an dieser Stelle die Einbindung einer passenden Software.

Tools wie Cleverreach, GetResponse, Sendinblue, Inxmail, Klick-Tipp oder RapidMail können Euer Subscriber Management übernehmen. Die genannten Softwares werden alle in Deutschland gehostet, was einen großen Teil dazu beiträgt, dass DSGVO-Anforderungen erfüllt werden können. Aber auch nicht-europäische E-Mail-Marketing Anbieter tun einiges dafür, dass die entsprechenden Tools in Deutschland und Europa eingesetzt werden können. Je nach Poolgröße können sich über die Zeit hinweg auch unterschiedliche Tools für Euch anbieten. Wir haben beispielsweise gerade von Mailchimp zu ActiveCampaign gewechselt, da unsere Datenmengen immer größer wurden und ActiveCampaign sich deshalb nun besser für uns eignet. Mehr Infos zu verschiedenen Newsletter Tools, sowie deren Vor- und Nachteile findet Ihr übrigens auf unserer neuen Reviews Plattform.

4. Eure Newsletter Anzahl und Versandzeitpunkte wählen

Überlegt Euch, wie oft Ihr Euren Newsletter versenden wollt. Dabei gilt: Qualität über Quantität. Die Frequenz hängt auf jeden Fall stark von der Aktualität Eurer Newsletter-Themen ab. Eine pauschale Antwort für die richtige Frequenz gibt es nicht. Überlegt Euch am besten, was Ihr für Inhalte in Euren Newslettern habt und wie oft diese sich aktualisieren. Anhand dessen könnt Ihr eine Newsletter-Frequenz bestimmen, die Eure Leser nicht verärgert und mit der Ihr gleichzeitig auch nicht in Vergessenheit geratet.

Wir haben bei der OMR bspw. einen Daily Newsletter, in dem wir unseren täglichen Daily Artikel vorstellen und weitere kleine „Newsbites“ präsentieren, die den Mehrwert des Newsletters verstärken sollen. Außerdem gibt es einen Weekly Newsletter der ein „Best of“ des Daily Newsletters beinhaltet und damit Kunden*innen anspricht, denen ein tägliches Mailing zu viel ist. Und dann haben wir noch einen Monthly Newsletter, der einen Rundumblick über unsere Aktivitäten gibt. Somit sprechen wir unterschiedliche Kunden*innen mit unterschiedlichen Frequenzpräferenzen an.

5. Einen spannenden Newsletter Betreff wählen

Nun mal Butter bei die Fische: Nicht nur das ganze Drumherum, sondern auch spannende Newsletter Inhalte sind natürlich maßgeblich entscheidend für den Erfolg des Newsletters. Und das fängt schon beim Betreff an, denn der erste Eindruck zählt wie bekanntlich immer. Ist dieser nicht catchy genug, werden die meisten Empfänger*innen den Newsletter erst gar nicht öffnen. Es lohnt sich also einen guten Betreff zu verwenden. Überlegt Euch dazu am besten, was Eure Abonnenten*innen dazu bewegen könnte – im besten Falle sofort – auf Euren Newsletter zu klicken. Versucht die Leser*innen neugierig zu machen, indem Ihr sie beispielsweise mit Ihrem Vornamen ansprecht oder eine Frage stellt, die Ihr später im Newsletter beantwortet. Oder nutzt einen Call-to-Action, also eine Handlungsaufforderung wie zum Beispiel „Jetzt 10% Rabatt sichern“.

Neben der Betreffzeile solltet Ihr zusätzlich auf den Preheader sowie Euren Absendernamen achten, denn auch deren Inhalt kann dazu beitragen, die Öffnungsraten des Newsletters signifikant zu steigern.

6. Spannung im Newslettertext aufbauen

Weiter geht’s mit dem Content Eures Newslettertextes. Auch hier sind die ersten Wörter und Sätze entscheidend. Denn sie die Leser*innen zu Beginn gelangweilt, werden sie Euren Newsletter wahrscheinlich nicht zu Ende lesen. Hier gilt wieder: Überlegt Euch, was Eure Zielgruppe interessiert, wie Ihr einen Mehrwert bieten könnt oder wie Ihr Spannung aufbaut. Wie wäre es zum Beispiel mit Bildern, die die Empfänger*innen emotional ansprechen? Oder Themen, die sie zum Nachdenken anregen?

In unserem Daily Newsletter haben wir uns dafür entschieden, unsere Leser*innen möglichst persönlich anzusprechen. Deshalb gestalten unsere Redakteur*innen die Intro ganz persönlich, und stellen sich inklusive Foto vor. Außerdem bauen wir sogenannte Newsbites, kurze spannende aktuelle News, in unseren Daily Newsletter ein. Das hat dazu geführt, dass wir deutlich mehr Feedback auf unseren Newsletter erhalten und die Abmelderate gesunken ist.

7. Eine Zielgruppen Segmentierung vornehmen

Spannender Content ist natürlich nicht für alle Leser*innen der gleiche. Um dennoch allen Abonnenten*innen relevante Inhalte liefern zu können, empfiehlt es sich Eure Zielgruppe in verschiedene Gruppen aufzuteilen. Das nennt man im E-Mail-Marketing Segmentierung.

Auch hier kann eine passende Software super hilfreich sein! Sendinblue, Mailchimp oder Mailjet bieten beispielsweise die Möglichkeit zur Segmentierung. Auf unserer Reviews Plattform schreibt Gesine von dem BTN Versandhandel GmbH zu Sendinblue, dass die Zielgruppen sich mittels selbsterklärender Filter oder Datei-Uploads aus dem Shopsystem gut selektieren lassen. Probiert es doch direkt mal aus oder holt Euch weitere Meinungen zu einem Tool Eurer Wahl. Auf unserer Bewertungsplattform findest du Informationen und Bewertungen zu 400+ Business Softwares.

8. Ein stimmiges Newsletter Design finden

Das Auge isst nicht nur mit, sondern es liest auch mit. Achtet also in Eurem Newsletter auf ein stimmiges Design, das mit Eurem Corporate Design übereinstimmt. Dazu gehört auch, dass Euer Newsletter übersichtlich ist und dem Empfänger*in Orientierung bietet. Zwischenüberschriften können dazu zum Beispiel nützlich sein.

9. Zur Optimierung A/B-Tests durchführen

Wir nähern uns dem Ende, und doch haben wir noch ein paar nützliche Tipps & Tricks auf Lager. Wenn Ihr Euch zum Beispiel nicht sicher seid, welcher Inhalt, welche Betreffzeile oder welcher Call-to-Action besser bei Eurer Zielgruppe ankommt, könnt Ihr einen A/B Test integrieren und verschiedene Versionen testen. Das bedeutet, dass Ihr zwei verschiedene Inhalte an jeweils zwei verschiedene Gruppen schickt und hinterher den Erfolg der beiden Varianten miteinander vergleicht. So wisst Ihr für den nächsten Newsletter, was bei Euren Lesern*innen ankommt und was nicht.

10. Ein Newsletter KPI Reporting erstellen

Last but not least. Um Euren Newsletter kontinuierlich zu optimieren, solltet Ihr ein regelmäßiges Tracking und ein dazugehöriges Reporting relevanter Kennzahlen implementieren. Nutzt dafür am besten KPIs wie Öffnungsrate, Klickrate, Abmelderate etc., und interpretiert aus diesen, wie gut Euer Newsletter ankommt und optimiert ihn gegebenenfalls. Auch hier gibt es zahlreiche Tools, von Acy Mailing über Yesware bis Zoho Campaigns, die Euch dabei unterstützen können. Messen, messen, messen und nie aufhören, besser zu werden.

Wir hoffen, unser kleiner Newsletter-Guide unterstützt Euch bei der Erstellung Eures nächsten Newsletters. Wenn Ihr Lust habt, lasst uns auf unserer Reviews Plattform gerne eine Bewertung für ein Tool da, das Ihr bereits genutzt habt – ob aus dem E-Mail-Marketing, CRM, Influencer Marketing oder einer anderen Kategorie unserer Reviews Plattform. Wir freuen uns darüber und schenken Euch als Dankeschön einen Zehn-Euro-Gutschein von Amazon. Cheers!

Jetzt diese Artikel lesen