Die häufigsten Fehler bei der Implementierung von HubSpot und wie du sie vermeidest

Stefan Wendt18.8.2026

Warum die erfolgreiche HubSpot-Einführung weit mehr als ein reines Softwareprojekt ist und worauf es wirklich ankommt

Cixon Sponsored Gastartikel
Inhalt
  1. Was ist HubSpot?
  2. Die häufigsten HubSpot Fehler
  3. In fünf Schritten zum HubSpot-Start
  4. Fazit: HubSpot braucht klare Verantwortung

Das Wichtigste in Kürze

  • HubSpot-Fehler entstehen selten durch technische Hürden, sondern meist durch überstürzte Systemauswahlen, unklare Prozesse und mangelnde Mitarbeiterakzeptanz.
  • Ein überladener Projektumfang verzögert den Rollout, weshalb sich ein schrittweises Vorgehen von der Planung bis zur Nutzung bewährt.
  • Aktives Change Management ist entscheidend, da der Erfolg der Plattform direkt von der konsequenten Datenpflege durch die Teams abhängt.
  • Die Datenmigration muss frühzeitig und strategisch geplant werden, um bestehende Datenprobleme nicht einfach in das neue System zu verschieben.
  • Eine erfolgreiche Implementierung endet nicht mit dem Go-live, sondern erfordert kontinuierliche Weiterentwicklung und eine klare interne Verantwortung.
HubSpot Marketing Hub Fehler entstehen nach meiner Erfahrung selten deshalb, weil Unternehmen die Plattform technisch nicht bedienen können. Die Ursachen liegen meist früher: in einer zu schnellen Systemauswahl, unklaren Prozessen, unterschätzten Datenproblemen oder fehlender Akzeptanz bei den Mitarbeitenden. HubSpot gehört heute zu den bekanntesten Plattformen für Marketing, Vertrieb und Kundenservice. Eine erfolgreiche Einführung ist jedoch weit mehr als ein Softwareprojekt.
Als HubSpot Diamond Partner begleiten wir bei CIXON seit über sieben Jahren Unternehmen bei der Einführung und Weiterentwicklung der Plattform. In mehr als 400 HubSpot Implementierungen haben wir zahlreiche  sehr erfolgreiche Einführungen durchgeführt, aber auch zahlreiche Projekte gehabt, in denen vermeidbare Entscheidungen den Rollout verzögerten. In diesem Artikel teile ich die aus meiner Sicht häufigsten Fehler bei der HubSpot-Einführung und zeige, wie Unternehmen sie vermeiden können.

Was ist HubSpot?

HubSpot ist eine CRM-Plattform, mit der Unternehmen kundenbezogene Prozesse zentral abbilden können. CRM steht für Customer Relationship Management, also die systematische Verwaltung und Weiterentwicklung von Kundenbeziehungen.
Zur Plattform gehören verschiedene Bereiche, sogenannte Hubs. Dazu zählen unter anderem Funktionen für Marketing, Vertrieb, Kundenservice, Content Management, Datenverwaltung und Automatisierung. Unternehmen können beispielsweise Leads erfassen, Marketingkampagnen auswerten, Vertriebschancen in Pipelines verwalten, Angebote erstellen oder Serviceanfragen in einem Ticket-System bearbeiten.
Einen Überblick über die wichtigsten Möglichkeiten bietet der OMR-Reviews-Artikel zu den HubSpot Funktionen. Auch künstliche Intelligenz spielt innerhalb der Plattform eine wachsende Rolle. Welche Möglichkeiten es dabei gibt, zeigt die Übersicht der HubSpot AI Tools.
Entscheidend ist für mich jedoch nicht die Anzahl verfügbarer Funktionen. Der Nutzen entsteht erst, wenn Prozesse, Daten, Verantwortlichkeiten und Technologie sinnvoll zusammenspielen.

Die häufigsten HubSpot Fehler

Die häufigsten Fehler bei einer HubSpot-Implementierung lassen sich aus meiner Sicht auf acht zentrale Bereiche zurückführen:
  1. Die CRM-Auswahl erfolgt unter Zeitdruck.
  2. HubSpot wird nur für einzelne Funktionen genutzt.
  3. Change Management wird unterschätzt.
  4. Der Projektumfang ist zu groß.
  5. Die langfristige CRM-Strategie fehlt.
  6. HubSpot soll zu viele andere Systeme ersetzen.
  7. Die Datenmigration wird zu spät geplant.
  8. Es gibt keine klare Verantwortung für die Plattform.
Diese Fehler treten selten isoliert auf. Häufig verstärken sie sich gegenseitig. Eine unklare Strategie führt beispielsweise zu einem zu großen Projektumfang. Dieser erhöht wiederum den Zeitdruck und erschwert Schulungen sowie Datenmigration.
„Eine erfolgreiche HubSpot-Einführung beginnt nicht mit der Konfiguration des Portals, sondern mit Klarheit über Prozesse, Ziele und Verantwortlichkeiten.“

1. Die CRM-Evaluierung ist zu oberflächlich

Einer der häufigsten HubSpot Fehler entsteht bereits vor dem eigentlichen Projekt. Viele Unternehmen entscheiden sich unter hohem Zeitdruck für ein neues CRM-System. Das bestehende Tool soll kurzfristig ersetzt werden, das Marketing möchte schneller Kampagnen umsetzen oder der Vertrieb benötigt dringend eine neue Sales Pipeline.
Dieser Handlungsdruck ist nachvollziehbar. Trotzdem halte ich es für riskant, direkt mit der technischen Implementierung zu beginnen. Ohne strukturierte Evaluierung bleiben zentrale Fragen unbeantwortet:
  • Welche Systeme sind bereits im Einsatz?
  • Welche Daten sollen übernommen werden?
  • Welche Anforderungen haben Marketing, Vertrieb und Service?
  • Welche Integrationen werden benötigt?
  • Wie soll sich die Plattform in den nächsten Jahren entwickeln?
Ich empfehle, die aktuelle Systemlandschaft zunächst vollständig zu erfassen und daraus fachliche sowie technische Anforderungen abzuleiten. Dabei sollte das Projektteam nicht nur aktuelle Probleme betrachten, sondern auch zukünftige Szenarien.
Hilfreich kann außerdem ein strukturierter Vergleich verschiedener CRM-Lösungen sein. Das OMR-Reviews-Whitepaper zu CRM-Systemen bietet dafür eine zusätzliche Orientierung.

2. HubSpot wird nur teilweise genutzt

Ein typisches Szenario ist die Einführung von HubSpot für einen einzelnen Anwendungsfall. Das Marketing nutzt beispielsweise Landingpages, Blogfunktionen oder Newsletter, während der Vertrieb weiterhin in Excel arbeitet und der Kundenservice ein separates Ticket-System verwendet.
Dieser Ansatz kann für einen ersten Einstieg sinnvoll sein. Problematisch wird er, wenn daraus dauerhaft isolierte Prozesse entstehen. Dann fehlen gemeinsame Daten, einheitliche Reports und automatisierte Übergaben zwischen den Teams.
HubSpot bietet unter anderem Funktionen für:
  • Marketing Automation
  • Lead Scoring
  • Kampagnenmanagement
  • Sales Pipelines
  • Angebotsmanagement
  • Kundenservice und Tickets
  • Reporting und Dashboards
Ich plädiere nicht dafür, sofort jede verfügbare Funktion zu aktivieren. Ich empfehle jedoch, HubSpot von Beginn an als potenzielle Plattform für zusammenhängende Kundenprozesse zu betrachten.
Das Marketing kann Leads gewinnen und qualifizieren. Der Vertrieb kann diese Leads innerhalb einer definierten Pipeline weiterbearbeiten. Der Kundenservice kann später auf dieselben Kontakt- und Unternehmensinformationen zugreifen. So entsteht eine konsistente Customer Journey statt mehrerer voneinander getrennter Einzellösungen.
Beim E-Mail-Marketing lohnt sich trotzdem ein differenzierter Blick. Neben dem HubSpot Marketing Hub können abhängig vom Anwendungsfall auch Lösungen wie rapidmail oder EASY2 infrage kommen. Eine Übersicht verschiedener Optionen bietet der Artikel über die besten Newsletter-Tools. Entscheidend ist nicht, zwangsläufig alles in HubSpot abzubilden, sondern die Systemarchitektur bewusst zu planen.

3. Change Management wird unterschätzt

Die größte Herausforderung einer HubSpot-Einführung ist nach meiner Erfahrung selten die Technik. Deutlich schwieriger ist es, neue Arbeitsweisen im Unternehmen zu etablieren.
Ich sehe in Projekten regelmäßig ähnliche Muster: Vertriebsmitarbeitende pflegen weiterhin eigene Excel-Listen, Angebote werden außerhalb des CRM-Systems erstellt oder Kundenaktivitäten werden nicht dokumentiert. Das führt zu unvollständigen Datensätzen, unzuverlässigen Reports und fehlerhaften Automationen.
Eine Plattform kann nur die Daten verarbeiten, die Teams konsequent erfassen. Deshalb gehört Change Management für mich von Beginn an in den Projektplan.
Wichtige Erfolgsfaktoren sind:
  • eine verständliche Kommunikation des Nutzens
  • rollenbezogene Schulungen
  • ein interner HubSpot Champion
  • verbindliche Prozesse
  • aktive Unterstützung durch das Management
Schulungen sollten nicht nur zeigen, welche Schaltflächen Mitarbeitende anklicken müssen. Sie sollten erklären, warum ein Prozess verändert wird und welchen konkreten Vorteil die neue Arbeitsweise bietet.
Vertriebsmitarbeitende profitieren beispielsweise von besser vorbereiteten Gesprächen, automatischen Erinnerungen und transparenteren Verkaufschancen. Führungskräfte erhalten zuverlässigere Forecasts. Das Marketing kann nachvollziehen, welche Kampagnen tatsächlich zu Umsatz beitragen.
„Akzeptanz entsteht nicht durch eine verpflichtende Schulung, sondern durch einen erkennbaren Nutzen im Arbeitsalltag.“ - Autor*in des Zitates

4. Das Projekt wird zu groß geplant

Ein weiterer häufiger Fehler bei der HubSpot-Implementierung ist ein überladener Projektumfang. Unternehmen versuchen, sämtliche Prozesse, Integrationen, Automationen und Reports gleichzeitig umzusetzen.
Dadurch verlängert sich die Einführungsphase. Anforderungen verändern sich während des Projekts, Abhängigkeiten nehmen zu und erste sichtbare Ergebnisse lassen auf sich warten.
Ich bevorzuge einen schrittweisen Rollout mit klaren Meilensteinen. Ein bewährtes Vorgehen besteht aus vier Phasen:
Plan: Anforderungen, Ziele und Prozesse definieren.
Build: Prozesse und Datenstrukturen im HubSpot Portal konfigurieren.
Test: Key User prüfen die Umsetzung anhand realistischer Szenarien.
Use: Die Lösung wird ausgerollt, geschult und im Arbeitsalltag genutzt.
Anschließend hat sich für Unternehmen unser erprobter Managed Service bezahlt gemacht, in dem wir Unternehmen permanent bei der Weiterentwicklung der HubSpot Plattform als ausgelagerter HubSpot-Champion unterstützen. So können auch große Systemintegrationen kontinuierlich vorangebracht und Schritt für Schritt umgesetzt werden.
Für das erste Teilprojekt reichen häufig wenige konkrete Ziele. Dazu können eine einheitliche Sales Pipeline, ein strukturierter Lead-Management-Prozess oder ein zuverlässiges Kampagnen-Reporting gehören.
Solche Quick Wins schaffen früh sichtbaren Nutzen. Gleichzeitig sammelt das Projektteam Erfahrungen, bevor komplexere Anwendungsfälle umgesetzt werden.

5. Die langfristige Perspektive fehlt

Die Einführung einer CRM-Plattform ist eine langfristige Entscheidung. In vielen Unternehmen bleibt das ausgewählte System fünf bis zehn Jahre oder länger im Einsatz. Deshalb sollte die Entscheidung nicht ausschließlich auf dem aktuellen Funktionsbedarf basieren.
Ich empfehle, bereits bei der Evaluierung Fragen zur zukünftigen Entwicklung zu beantworten:
  • Wie werden sich Marketing und Vertrieb verändern?
  • Welche Teams sollen später mit der Plattform arbeiten?
  • Sind internationale Märkte geplant?
  • Welche Datenmengen werden erwartet?
  • Welche Integrationen könnten zukünftig relevant werden?
  • Welche Anforderungen entstehen durch neue Geschäftsmodelle?
Ein heute ausreichendes Sales-Tool kann in wenigen Jahren an Grenzen stoßen, wenn Marketing, Service oder internationale Tochtergesellschaften integriert werden sollen. Ein späterer Plattformwechsel ist oft deutlich aufwendiger als eine vorausschauende Auswahl.

6. HubSpot soll jede Software ersetzen

HubSpot ist eine umfangreiche Plattform, ersetzt aber nicht automatisch jedes andere System. Viele Unternehmen nutzen eine dreistellige Anzahl verschiedener SaaS-Lösungen. Dazu gehören ERP-Systeme, Rechnungsprogramme, Projektmanagement, HR oder branchenspezifische Anwendungen.
Ich halte es deshalb für falsch, den Erfolg einer HubSpot-Einführung daran zu messen, wie viele Systeme abgeschaltet werden können. Wichtiger ist eine klare Aufgabenverteilung innerhalb der Systemlandschaft.
HubSpot kann beispielsweise das führende System für Marketing-, Vertriebs- und Serviceprozesse sein. Ein ERP-Systeme bleibt dagegen für Aufträge, Bestände oder Rechnungen verantwortlich. Über Schnittstellen werden relevante Informationen zwischen beiden Plattformen synchronisiert.
Gerade bei komplexen Integrationen kann externe CRM-Beratung sinnvoll sein. Auf dem Markt finden Unternehmen unterschiedliche Anbieter, darunter CIXON, Cremanski & Company, DES WAHNSINNS FETTE BEUTE und SMARTTEC. Bei der Auswahl würde ich vor allem auf nachweisbare Projekterfahrung, technisches Verständnis und eine saubere Methodik achten.

7. Die Datenmigration wird unterschätzt

Eine saubere Datenmigration ist einer der wichtigsten Bestandteile jeder HubSpot-Implementierung. Gleichzeitig wird sie regelmäßig zu spät geplant.
Typische Herausforderungen sind:
  • doppelte Kontakte oder Unternehmen
  • widersprüchliche Feldwerte
  • unterschiedliche Datenstrukturen
  • fehlende Pflichtangaben
  • unklare Eigentümer*innen von Datensätzen
  • veraltete oder unstrukturierte historische Daten
Wer sämtliche vorhandenen Daten ungeprüft übernimmt, verschiebt bestehende Probleme lediglich in das neue System. Deshalb empfehle ich vor der Migration ein verbindliches Datenkonzept.
Das Projektteam sollte definieren, welche Daten übernommen, bereinigt, zusammengeführt oder archiviert werden. Außerdem müssen Felder, Zuordnungen und Abhängigkeiten dokumentiert werden. Testmigrationen helfen dabei, Fehler zu erkennen, bevor produktive Daten importiert werden.
Gute Daten bilden die Grundlage für Automationen, Segmentierungen, Reports und datenbasierte Entscheidungen. Eine technisch korrekte Migration reicht daher nicht aus. Die Daten müssen auch fachlich verständlich und im späteren Prozess nutzbar sein.

In fünf Schritten zum HubSpot-Start

Aus den beschriebenen Learnings ergibt sich für mich ein praxistaugliches Vorgehen in fünf Schritten.

Schritt 1: Ziele und Prozesse definieren

Zunächst werden messbare Ziele festgelegt. Statt „Wir führen HubSpot ein“ sollte das Ziel beispielsweise lauten: „Wir bilden alle Vertriebschancen ab dem kommenden Quartal in einer einheitlichen Pipeline ab.“

Schritt 2: Systeme und Daten analysieren

Im zweiten Schritt werden bestehende Tools, Schnittstellen, Datenquellen und Verantwortlichkeiten dokumentiert. Dadurch wird sichtbar, welche Systeme ersetzt, integriert oder weiterhin separat genutzt werden.

Schritt 3: Ein erstes nutzbares Setup bauen

Das Projektteam setzt einen klar abgegrenzten Funktionsumfang um. Dieser sollte einen vollständigen Prozess unterstützen, ohne bereits sämtliche Sonderfälle abzubilden.

Schritt 4: Mit Key Usern testen

Ausgewählte Nutzer*innen prüfen das Setup anhand realer Anwendungsfälle. Ihr Feedback hilft, Prozesse zu vereinfachen und Schulungsbedarf frühzeitig zu erkennen.

Schritt 5: Nutzung und Entwicklung absichern

Nach dem Rollout beginnt die eigentliche Weiterentwicklung. Ein HubSpot Champion, CRM Manager oder Implementierungspartner sollte regelmäßig Prozesse, Datenqualität, neue Funktionen und Schulungsbedarf überprüfen.
 
 

Fazit: HubSpot braucht klare Verantwortung

Die häufigsten Fehler bei der HubSpot-Einführung entstehen nicht durch fehlende Funktionen. Sie entstehen durch Zeitdruck, unklare Ziele, schlechte Daten, zu große Projektumfänge und fehlende Verantwortung.
Aus meiner Projekterfahrung sind fünf Faktoren besonders entscheidend: strukturierte Planung, eine realistische Roadmap, saubere Datenmigration, aktives Change Management und kontinuierliche Weiterentwicklung.
HubSpot sollte dabei weder als isoliertes Marketing-Tool noch als universeller Ersatz für jede Unternehmenssoftware verstanden werden. Die Plattform entfaltet ihren Nutzen, wenn sie sinnvoll in die bestehende Systemlandschaft integriert wird und Marketing, Vertrieb sowie Kundenservice auf gemeinsame Prozesse und Daten zugreifen.
Mein wichtigstes Learning aus sieben Jahren HubSpot-Projekten lautet deshalb: Eine erfolgreiche Implementierung endet nicht mit dem Go-live. Der Go-live ist der Moment, in dem die langfristige Arbeit an Prozessen, Datenqualität und Akzeptanz erst beginnt.
Stefan Wendt
Autor*In
Stefan Wendt

Stefan Wendt ist Gründer und Geschäftsführer der CIXON GmbH, einer HubSpot-Diamant-Partneragentur. Seit über sieben Jahren begleitet er mittelständische Unternehmen bei der Entwicklung erfolgreicher CRM-Strategien und der Umsetzung moderner HubSpot-Lösungen. Gemeinsam mit seinem Team aus CRM-Strategen und Entwicklern hilft er Unternehmen, Prozesse zu vereinfachen, Kundenbeziehungen zu stärken und nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen.

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Im Artikel erwähnte Softwares

Im Artikel erwähnte Software- oder Service-Kategorien

CRM
Ein CRM-System unterstützt Mitarbeiter:innen in großen, mittelständischen und kleinen Unternehmen beim Customer Relationship Management (CRM). Dafür erfasst es alle relevanten Informationen zu Leads, Kund:innen sowie Unternehmen und sammelt sie übersichtlich an einem Ort. Zu den erfassten Kundendaten im CRM gehören unter anderem Stammdaten, Kontaktdaten, Touchpoints, die Kundenhistorie, Transaktionsdaten und weitere Informationen. Des Weiteren können CRM-Lösungen persönliche Präferenzen der Kund:innen und Leads speichern. Diese sind essentiell für die Analyse der Kundenbindung sowie zur Lead- und Bestandskundenpflege und können von Mitarbeiter:innen aus dem Vertrieb und Marketing genutzt werden. Welche Funktionen ein CRM-System beinhaltet, hängt von den Anforderungen des Unternehmens ab, in dem die Software eingesetzt werden soll. CRM-Systeme können sowohl für B2C als auch B2B eingesetzt werden, es gibt cloudbasierte Software oder serverbasierte on-premise Tools sowie Best-of-Breed- oder Komplettlösungen. Doch nicht nur die Eigenschaften, auch Kosten unterscheiden sich bei den CRM-Systemen stark. CRM-Softwares werden häufig separat von anderen Software-Lösungen wie ERP-Systemen, Marketing-Automation-Software, E-Mail-Marketing-Software oder Account-Management-Software angeboten, bieten aber häufig Schnittstellen und Integrationen zu diesen Anwendungen, um eine plattformübergreifende und verbesserte Customer Experience zu ermöglichen. Die CRM-Software-Reviews und -Erfahrungen ermöglichen es Euch die Stärken und Schwächen der jeweiligen Software-Anbieter zu erkennen und das geeignete CRM-System für Euer Unternehmen zu finden. Ihr wollt echte CRM-Profis werden? Im OMR Professional Guide to CRM für B2C und B2B warten 124 Seiten geballtes Expertenwissen auf Euch.
Email Marketing
Marketer:innen verwenden E-Mail-Marketing Software, um werbliche E-Mails oder Newsletter zu designen, zu personalisieren und an entsprechende Zielgruppen zu versenden. Während sich E-Mails mit Werbeinhalten meist an einzelne Personen und kleine Personengruppen richten, werden regelmäßige Newsletter oft an alle Kontakte oder bestimmte Kundensegmente geschickt. Da viele Kontakte sehr kostengünstig erreicht werden können, ist E-Mail Marketing ein sehr spannender Kanal, der weiterhin große Beliebtheit genießt. Welche Funktionen E-Mail-Marketing-Softwares beinhalten, ist je nach Anbieter unterschiedlich. Grundsätzlich können Marketer:innen mithilfe von Newsletter-Softwares maßgeschneiderte E-Mails mittels HTML und CSS entwerfen und erstellen. In der Regel stellen die Anbieter der E-Mail-Marketing-Softwares aber auch einfach zu bedienende, visuelle Editoren bereit, mit denen E-Mails und Newsletter ohne weitere Vorkenntnisse im Scripting umgesetzt werden können. Beim Versand von Newslettern ist neben der Sicherheit auch die Rechtskonformität zu beachten. Daher ist es enorm wichtig, dass die E-Mail-Marketing-Tools über Funktionen verfügen, die die weitreichenden Datenschutzgesetze in bestimmten Ländern, wie die DSGVO in Deutschland, erfüllen. Dazu zählt beispielsweise, dass alle Empfänger:innen mit einem Double Opt-in dem Erhalt der E-Mails zugestimmt haben müssen. Neben der Erstellung und dem Versand der zielgerichteten Marketing-E-Mails, können über E-Mail-Marketing-Tools Empfänger:innen segmentiert, Newsletter-Abbestellungen verwaltet sowie Öffnungsraten, Verweildauer und Link-Klicks getrackt werden. Oft werden E-Mail-Marketing-Tools mit CRM-Software integriert oder die Tools fungieren selbst als CRM-Systeme. So werden die meist ohnehin in E-Mail-Marketing-Softwares vorhandenen Funktionen zur Segmentierung erweitert und Adressat:innen können noch zielgerichteter angesprochen werden. Außerdem ist E-Mail-Marketing häufig eine entscheidende Komponente von Marketing-Automation-Software, weshalb eine Software ab und zu in beiden Kategorien auftaucht. Um sich als E-Mail-Marketing-Software zu qualifizieren, muss die Lösung: * die Erstellung und den Versand von E-Mails bzw. Newslettern über einen HTML- oder WYSIWYG-Editor ermöglichen * eine Auswahl an E-Mail-Vorlagen bieten * Nutzer:innen die Möglichkeit geben, eine Vorschau der E-Mail anzusehen und diese als Test-E-Mails zu versenden * E-Mail-Kontaktlisten speichern, verwalten, segmentieren und tracken * Kampagnenbasierte Berichte und Analysen bereitstellen Wenn Ihr Euch im E-Mail-Marketing fortbilden und von Expert:innen lernen möchtet, dann ist der OMR Professionals Guide to E-Mail-Marketing genau das richtige für Euch! Darin erwarten Euch 107 Seiten geballtes Expertenwissen zum Thema E-Mail-Marketing. Und falls Ihr lieber in einem flexiblen E-Learning Format lernt, schaut doch mal im OMR E-Mail-Marketing Deep Dive Webinar und im OMR Academy E-Mail-Marketing Fundamentals E-Learning Kurs vorbei.
ERP-Systeme
ERP-Systeme (ausgeschrieben Enterprise-Resource-Planning-Systeme) wurden, wie der Name schon sagt, ursprünglich dafür entwickelt, alle betriebliche Ressourcen von Enterprise-Unternehmen in einem zentralen System zu verwalten, zu planen und zu steuern, vom Kapital über das Personal bis hin zur Warenwirtschaft. Mittlerweile sind ERP-Lösungen nicht mehr einzig und allein Großunternehmen vorbehalten und so finden sich bei der gelisteten Software auch ERP-Systeme für den Mittelstand oder Kleinunternehmen. Darüber lassen sich hier auch branchenspezifische ERP-Systeme finden sowie ERP-Software, die sich nur auf einen oder mehrere, aber nicht auf alle, Unternehmensbereiche spezialisiert hat. Dies sind im Einzelnen ERP-Systeme für Warenwirtschaft, Einkauf und Logistik, ERP-Systeme für Finanzen, Buchhaltung und Budgetierung, ERP-Software für Personalplanung, -beschaffung, -entwicklung, -controlling und Gehaltsabrechnungen sowie ERP-Lösungen für das Vertriebswesen inklusive Angebots- und Rechnungsabwicklung sowie Preismanagement. Ein ERP-System wird meist von Unternehmen aus Produktion und Handel genutzt. Obwohl die Geschlossenheit und das reibungslose Zusammenspiel der einzelnen Funktionen einer der Hauptgründe ist sich für ein ERP-System zu entscheiden, lassen sich einige ERP-Systeme auch mit anderen Software-Lösungen, wie z.B. CRM-Software, integrieren.
Rechnungsprogramme
Fakturierungs- und Rechnungsprogramme werden in Unternehmen eingesetzt, um Rechnungen zu erstellen und sie an Kund:innen zu senden, um diese zur Zahlung der gelieferten Produkte oder Dienstleistungen aufzufordern. Mithilfe dieser Softwarelösungen können Unternehmen Zeit einsparen und den Arbeitsaufwand für die Rechnungsverwaltung verringern sowie die Genauigkeit ihrer Abrechnungsprozesse erhöhen.  Meist setzen Buchhaltungsabteilungen Rechnungssoftwares ein. Aber auch Vertriebsmitarbeiter:innen oder Projektmanager:innen können die Tools nutzen, um Kostenvoranschläge oder Pro-Forma-Rechnungen für ihre Kund:innen zu erstellen. Fakturierungssoftware hilft Unternehmen, die Fakturierung für verschiedene Arte von Dienstleistungen und Produkten zu managen. So gibt es beispielsweise Rechnungstools für Dienstleister:innen zur Projektfakturierung oder für Versorgungsunternehmen zur wiederkehrenden Fakturierung. Ein Rechnungsprogramm lässt sich in Buchhaltungssoftware und ERP-Systeme oder CRM-Software integrieren, in denen alle Kundeninformationen sowie die von ihnen gekauften Produkte und Dienstleistungen gespeichert sind. Die letzte Phase des Abrechnungsprozesses, der Zahlungseingang, wird in der Regel in einer Buchhaltungssoftware oder in einem Modul einer umfangreicheren Software, wie einem ERP, abgewickelt. Um sich als Rechnungsprogramm zu qualifizieren, muss die Lösung: * dazu fähig sein, mehrere Arten von Rechnungen erstellen zu können * mehrere Rechnungen zu einer einzigen konsolidieren oder eine Rechnung aufteilen können * Rechnungs- und Dokumentenvorlagen enthalten * Funktionen zum Versand von Rechnungen in verschiedenen Dateiformaten, wie PDF und Microsoft Word, über verschiedene Kommunikationskanäle, wie E-Mail und Fax, bieten * über Reports und Analysen über den Status jeder einzelnen Rechnung verfügen * Benachrichtigungen über Zahlungseingänge versenden * Integrationsmöglichkeiten zu Softwarelösungen wie ERP-Software, CRM-Systemen oder Buchhaltungsprogrammen bieten
Projektmanagement
Projektmanagement-Lösungen unterstützen Nutzer:innen bei der Verwaltung von Teamzielen und langfristigen Projekten sowie bei der Koordination einzelner Aufgaben. Kurz gesagt: Sie unterstützen Projektmanager:innen bei der Planung und Durchführung ihrer Projekte. Damit lässt sich u.a. die eigene sowie die Team-Produktivität steigern, Aufgaben können übersichtlich unterteilt und individuell zugeteilt, Fortschritte gemessen werden. Darüber hinaus können Zeitpläne erstellt und jederzeit eingesehen werden. Dank integrierter Chat-Funktionen bleiben Teams laufend in Kontakt. Gerade bei größeren Projekten können Projektmanagement-Lösungen dazu beitragen, Aufgaben ideal zu koordinieren. Einsetzen lassen sie sich grundsätzlich in jeder Branche. Manche Lösungen sind mehr auf den Bereich Planung (Kalender, To-Do-Listen, Milestones etc.), andere mehr auf den Bereich Kollaboration (Foren, Chats, Whiteboards etc.) fokussiert. Inzwischen gibt es aber auch so manche Hybrid-Lösung. Entscheidend ist hier, welche Lösung am besten zu den eigenen bzw. (Unternehmens-)Bedürfnissen passt. Oftmals macht es vielleicht auch Sinn, mehrere Lösungen miteinander zu kombinieren. Gut zu wissen: Projektmanagement-Lösungen sind eng mit Aufgabenverwaltungs-Lösungen verwandt, unterscheiden sich jedoch in Größe und Umfang. Während erstere dafür sorgen, dass Benutzer:innen Teams von Einzelpersonen verwalten, Ressourcen sinnvoll planen und die Effektivität messen können, zeigen zweitere lediglich die individuellen Anstrengungen und Deadlines und sorgen dafür, dass sich Projekte selbstständig verwalten lassen.
HR
HR-Management, auch bekannt als Human Resource Management, bezeichnet den strategischen und kohärenten Ansatz zur Verwaltung des wertvollsten Assets eines Unternehmens: der Mitarbeitenden. In diesem Rahmen fungiert HR-Management als Schnittstelle zwischen der Organisation und ihren Mitarbeiter*innen und umfasst eine Vielzahl an Aufgaben und Verantwortungsbereichen, die darauf abzielen, die Arbeitsbeziehungen zu optimieren und eine produktive Arbeitsumgebung zu schaffen. Im Zuge der Digitalisierung haben sich diverse Software-Lösungen etabliert, die Unternehmen dabei unterstützen, HR-Aufgaben effizienter und strukturierter zu bewältigen. Diese reichen von ganzheitlichen HR-Management-Systemen bis hin zu spezialisierten Tools, die sich auf Teilbereiche des HR-Managements konzentrieren. Hierbei lassen sich verschiedene Software-Typen und Unterkategorien unterscheiden: * HR-Management-Systeme (HRMS): Komplexe, modulare Systeme, die eine Vielzahl von HR-Aufgaben abdecken können, darunter die Verwaltung von Mitarbeiterdaten, Gehaltsabrechnungen und Rekrutierung. * Talent Management Software: Lösungen, die darauf abzielen, das Beste aus den Mitarbeitern herauszuholen, indem sie bei der Entwicklung von Fähigkeiten helfen und Karrierepfade aufzeigen. * Rekrutierungssoftware: Tools, die den gesamten Rekrutierungsprozess, von der Ausschreibung bis zur Einstellung, digitalisieren und somit effizienter gestalten. * Software für die Zeiterfassung und Urlaubsverwaltung: Diese ermöglichen eine unkomplizierte Dokumentation und Verwaltung von Arbeitszeiten, Abwesenheiten und Urlaubstagen. * Lern- und Entwicklungsplattformen: Systeme, die die Weiterbildung von Mitarbeiter*innen fördern, indem sie zum Beispiel E-Learning-Angebote zur Verfügung stellen.

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