weclapp Integration in der Praxis: Die Reihenfolge entscheidet, nicht das Tool

Markus Wals21.9.2026

weclapp-Integrationen richtig aufsetzen und warum die Reihenfolge entscheidet

Markus Wals weclapp Integration
Inhalt
  1. Was Integration bei weclapp konkret bedeutet
  2. Was eine integrierte Systemlandschaft wirklich bringt
  3. Die Anbindungen, die sich in der Praxis lohnen
  4. So gehst du vor
  5. Drei Dinge, die ich in jedem Projekt anspreche
  6. Woran du Tools und Partner erkennst, die passen
  7. Fazit
Seit 2019 baue ich mit meinem Team in Wien Integrationen rund um weclapp. Shops, Marktplätze, Versanddienstleister, Buchhaltung, B2B-Bestellstrecken über EDI und XML, zuletzt KI-Agenten. Wir sind zertifizierter weclapp- und Exact-Partner und entwickeln eigene Konnektoren, weil sich manche Anforderungen mit Konfiguration allein nicht lösen lassen.
In dieser Zeit habe ich eine Sache gelernt, die ich anfangs nicht geglaubt hätte: Eine weclapp Integration scheitert fast nie an der Technik, sondern an der Reihenfolge. Teams starten mit „Welches Tool nehmen wir?“, obwohl die erste Frage lauten müsste „Welches System führt welchen Datensatz?“. Wer das umdreht, baut sechs Wochen und diskutiert danach ein halbes Jahr über falsche Bestände.
Dieser Artikel gibt dir diese Reihenfolge: Was Integration bei weclapp bedeutet, welche Anbindungen sich lohnen, wie du vorgehst und wo es schiefgeht. Am Ende steht eine Ebene, die es vor zwei Jahren so noch nicht gab und die wir selbst betreiben: KI-Assistenten, die direkt am ERP arbeiten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine weclapp Integration scheitert fast nie an der Technik. Die entscheidende erste Frage lautet: Welches System führt welchen Datensatz?
  • Für Standardprozesse reichen die mitgelieferten Anbindungen; abweichende Logik braucht die REST-API oder spezialisierte Konnektoren.
  • Beim Versand ist nicht der erste Carrier die Herausforderung, sondern der dritte. Multi-Carrier-Fähigkeit sollte Grundannahme sein, nicht Ausbaustufe.
  • Keine Geschäftslogik in die Schnittstelle auslagern: Rabattregeln, Preise und Freigaben gehören ins führende System, nicht ins Skript dazwischen.
  • KI-Assistenten am ERP via MCP ermöglichen sprachbasiertes Arbeiten direkt in weclapp. Der Einstieg gelingt am besten mit lesenden Anwendungsfällen ohne Risiko im Datenbestand.

Was Integration bei weclapp konkret bedeutet

Integration heißt: Zwei Systeme teilen sich Daten und einen Prozess, ohne dass jemand dazwischen abtippt. Bei weclapp läuft das über drei Wege, und die Wahl zwischen ihnen ist die zweitwichtigste Entscheidung im Projekt.
Standardanbindungen im Produkt. Für gängige Shopsysteme, Versanddienstleister und die Buchhaltungsübergabe gibt es fertige Anbindungen. Du konfigurierst statt zu entwickeln. Solange dein Prozess dem Standard entspricht, ist alles andere Verschwendung.
Die offene Plattform. weclapp stellt eine REST-API und Webhooks bereit. Darüber lässt sich praktisch jedes Drittsystem anbinden, direkt oder über eine Automatisierungsplattform wie n8n, Make oder Microsoft Power Automate. Diesen Weg brauchst du, sobald deine Logik vom Standard abweicht.
Spezialisierte Konnektoren. Dazwischen liegen fertige Erweiterungen von Partnerunternehmen, für Multi-Carrier-Versand, Marktplätze oder Retourenportale. Wir bauen selbst in dieser Kategorie, und der ehrliche Grund dafür ist: Es sind immer dieselben zwanzig Anforderungen, die der Standard nicht abdeckt.
Wichtiger als der Weg ist die Denkweise. Eine Integration ist kein Datentransport, sondern eine Vereinbarung: Welches System führt welchen Datensatz, in welche Richtung fließt er, und was passiert im Konfliktfall? Beantworte das für Artikel, Preise, Bestände, Kunden und Belege, dann ist der Rest Handwerk.
weclapp Integration: Drei Wege, ein System anzubinden
Welcher passt, entscheidet die Abweichung vom Standard, nicht der Preis.
01
Standard

Konfigurieren statt entwickeln: Für alle gängigen Anbindungsszenarien ohne eigene Entwicklungsressourcen.

02
Offene Plattform

REST-API und Webhooks für eigene Logik: Wenn Prozesse vom Standard abweichen und individuelle Steuerung gefragt ist.

03
Konnektor

Fertige Erweiterung für Sonderfälle: Vorkonfigurierte Lösung, wenn Standard und API-Integration nicht ausreichen.

Was eine integrierte Systemlandschaft wirklich bringt

Zeitersparnis ist das übliche Argument, unseres eingeschlossen. Sie ist real und fast immer der Anlass. Der größere Teil der Rechnung steht aber daneben.
Eine Wahrheit pro Datensatz. Sobald Bestand und Preis genau eine führende Quelle haben, hören die Diskussionen darüber auf, welche Zahl stimmt. Der Gewinn liegt in den Meetings, die danach ausfallen.
Fehler werden dort billiger, wo sie teuer sind. Ein falscher Steuersatz, eine falsche Versandadresse, ein nicht abgeglichener Zahlungseingang: Diese drei kosten mehr als jede manuelle Erfassung, weil sie erst später auffallen.
Wachstum ohne linearen Personalaufbau. Doppelte Bestellmenge bedeutet nicht doppelte Auftragserfassung. Das ist der Punkt, an dem die Investition über die Zeitersparnis hinauswächst.

Die Anbindungen, die sich in der Praxis lohnen

E-Commerce und Marktplätze

Der häufigste Einstieg. Hier ist weclapp gut aufgestellt: Shopware 5 und 6, Magento und Magento 2, Shopify, PrestaShop und WooCommerce sind als Shop-Integrationen im Standard verfügbar. Eine weclapp Shopify Integration und eine weclapp WooCommerce Integration folgen dabei demselben Muster: Artikel, Preise und Bestände fließen aus dem ERP in den Shop, Bestellungen und Kundendaten kommen zurück und werden zum Auftrag. Für Marktplätze wie Amazon, eBay oder Plattformen auf Mirakl-Basis kommen je nach Konstellation Standardanbindung oder spezialisierte Konnektoren infrage.
Der Aufwand steckt in denselben Details, die beim Planen zuletzt einfallen: Varianten, Steuersätze und OSS-Regeln im grenzüberschreitenden Verkauf, Gutscheine, Teillieferungen, Retouren. Leg die Preishoheit fest, bevor du irgendetwas verbindest, und plane für jeden weiteren Verkaufskanal eine eigene Abstimmungsrunde ein. Der zweite Kanal ist nie eine Kopie des ersten.
Zwei Fälle, die wir häufig bauen und die im Standard nicht vorkommen. Erstens Marktplätze, die auf der Software Mirakl betrieben werden, etwa im Apothekenumfeld: Angebunden wird dann nicht der Marktplatz selbst, sondern die Mirakl-Plattform dahinter. Die gibt vor, wie du Angebote pflegst, Bestellungen abrufst und Versandmeldungen zurückspielst, und zwar unabhängig davon, welcher Marktplatz vorne draufsteht. Zweitens Mehr-Mandanten-Szenarien, in denen ein führender weclapp-Mandant Artikelstammdaten an weitere Systeme verteilt. Spätestens bei der zweiten Verkaufsgesellschaft wird der Artikelsync zur eigenen Disziplin.

Versand und Logistik

Das ist die Kategorie, in der wir am tiefsten drinstecken. Unsere Versandlösung für weclapp bindet über 25 Dienstleister an, von Paketdiensten wie DHL, DPD und GLS über nationale Postgesellschaften bis zu Speditionen wie Dachser, Gebrüder Weiss und Kühne+Nagel.
Die Erfahrung, die ich am häufigsten weitergebe: Nicht der erste Carrier ist die Herausforderung, sondern der dritte. Wer die erste Anbindung als Einzelfall baut, baut die zweite noch einmal. Deshalb behandeln wir Multi-Carrier-Fähigkeit als Grundannahme, nicht als Ausbaustufe.
Standardpakete ins Inland kann fast jede Anbindung. Ob sie trägt, entscheidet sich an den Rändern, und die kommen früher, als die meisten planen:
  • Zoll. Sendungen in die Schweiz, nach UK oder in Drittländer brauchen Warenwert, Zolltarifnummer und Ursprungsland am Paket, nicht als Nachreichung. Fehlt eins davon, steht die Sendung.
  • Gefahrgut. ADR-Punkte, UN-Nummer und Verpackungsgruppe müssen aus dem Artikelstamm kommen und korrekt auf die Sendung gerechnet werden, inklusive der 1000-Punkte-Freistellung. Eine falsch berechnete Nettomenge ändert die rechtliche Einstufung der Sendung, das ist kein Schönheitsfehler.
  • Mehrpaket-Sendungen. Sobald eine Sendung aus mehreren Paketen besteht, ändern sich Datenmodell und Pflichtfelder. Wer das erst beim ersten Palettenversand merkt, baut um.
  • Batch Picking. Ab einem gewissen Volumen kommissionierst du nicht mehr pro Auftrag, sondern gebündelt über viele Aufträge hinweg, mit Konsolidierung vor dem Packtisch. Das ist eine Frage der Lagerorganisation, und das ERP muss sie mittragen.
  • Druck- und Abholslots. Manche Dienstleister arbeiten nicht mit spontanem Labeldruck, sondern mit vorab zugeteilten Zeitfenstern, die dein Prozess einhalten muss.
  • Verpackungsmaterial als Bestand. Seit dem 12. August 2026 gilt die EU-Verpackungsverordnung PPWR, und die Mengenmeldung braucht eine belastbare Zahl dazu, wie viel Karton, Klebeband und Füllmaterial tatsächlich in Verkehr gegangen ist. Am saubersten entsteht diese Zahl dort, wo das Material verbraucht wird: Sind Kartonagen im ERP bestandsgeführt und bucht der Packvorgang sie ab, fällt die Mengenbasis als Nebenprodukt des Versands an, statt am Jahresende rekonstruiert zu werden. Wir haben unsere Versandlösung genau dafür gebaut.
Versand & Logistik: Der Standardfall ist nie das Problem
Versandanbindungen entscheiden sich an den Rändern: Fünf Sonderfälle, die unsere Versandlösung für weclapp abdeckt.
ZOLL
Zoll

Warenwert und Tarifnummer werden direkt im Versandprozess übergeben, ohne manuelle Nacharbeit.

ADR
Gefahrgut

ADR-Punkte und UN-Nummern fließen korrekt in das Versandlabel und die Dokumentation ein.

SPLIT
Mehrpaket

Anderes Datenmodell: Sendungen mit mehreren Paketen werden als zusammengehörige Einheit verwaltet.

BATCH
Batch Picking

Aufträge werden gebündelt statt einzeln bearbeitet: Für deutlich höheren Durchsatz im Lager.

PPWR
Kartonage

Mengenbasis für die PPWR-Meldepflicht: Verpackungsdaten werden automatisch erfasst und weitergegeben.

Dazu die Retoure: Ob sie im Shop, im Retourenportal oder im ERP entsteht, entscheidet über die gesamte Rückabwicklung. Leg das vorher fest, denn hier hängt auch die Post-Purchase-Erfahrung deiner Kund:innen dran.

Payment und Buchhaltung

Zahlungsdienstleister und Banken liefern Zahlungen, die zu offenen Posten passen müssen. Für den automatischen Zahlungsabgleich haben wir einen eigenen Baustein gebaut, weil die Aufgabe in fast jedem Projekt auftaucht und weil sie sich lohnt wie kaum eine zweite: Sie ersetzt eine tägliche, ungeliebte und fehleranfällige Tätigkeit. Für die Übergabe an die Steuerberatung bringt weclapp Exporte mit: DATEV für Deutschland, BMD für Österreich, beides journalbasiert unter Buchhaltung und Export.
Zwei Dinge aus der Praxis. Den BMD-Export musst du beim weclapp-Support freischalten lassen, er ist nicht von Haus aus sichtbar. Und sprich mit deiner Steuerberatung, bevor du das Mapping festlegst: Deren Anforderungen an Kontenrahmen und Belegformate bestimmen das Format, nicht umgekehrt.

B2B-Bestellungen und Branchenstandards

Sobald du nicht nur an Endkund:innen verkaufst, kommt eine Anforderung dazu, die im Shop-Denken nicht vorgesehen ist: Dein Geschäftskunde will nicht in deinem Shop bestellen, sondern aus seinem eigenen System heraus, in einem festgelegten Format. Wir bauen dafür eine Zwischenschicht, die eingehende Bestelldokumente annimmt, prüft und als Auftrag in weclapp anlegt, mit Rückmeldung von Auftragsbestätigung, Lieferschein und Rechnung.
Manche Branchen haben dafür eigene Standards. Im Pharmahandel etwa läuft die Bestellung zwischen Apotheke und Großhandel über ein festgelegtes Protokoll, das Verfügbarkeitsabfrage und Bestellung in einem Zug abwickelt. Solche Standards verhandelst du nicht, du erfüllst sie. Plane das als eigenes Vorhaben, nicht als Variante deiner Shop-Anbindung: Fehlerbehandlung, Antwortzeiten und Protokollierung sind verbindlich vorgegeben.

Benachrichtigungen und Alerting

Die unscheinbarste Kategorie, und die mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung. Wenn eine Lieferung feststeckt, ein Import fehlschlägt oder ein Auftrag nicht durchläuft, soll das nicht jemand beim nächsten Blick ins System entdecken, sondern sofort in Microsoft Teams oder Slack stehen, mit Link auf den Vorgang. Wir haben das als eigenen Baustein gebaut, weil es fast jedes Projekt braucht.
Der Hebel liegt in der Auswahl: Melde die Ausnahme, nicht den Normalbetrieb. Ein Kanal, in dem jede erfolgreiche Buchung landet, wird nach zwei Wochen stummgeschaltet, und danach ist er wertlos.

Neu: KI-Assistent:innen am ERP

Die jüngste Kategorie verbindet nicht zwei Fachsysteme, sondern das ERP mit einem KI-Assistenten. Möglich macht das ein offener Standard, das Model Context Protocol, kurz MCP. Es beschreibt, wie ein Sprachmodell strukturiert auf ein Fremdsystem zugreift: welche Aktionen es kennt, welche Daten es lesen darf, wie ein Schreibvorgang aussieht. Assistenten wie Claude, ChatGPT oder Microsoft Copilot können darüber mit einem weclapp-Mandanten arbeiten.
Wir haben diese Ebene für weclapp selbst gebaut und betreiben sie im Produktivbetrieb, deshalb schreibe ich hier weniger über das Konzept und mehr über das, was wir dabei gelernt haben.
Der Unterschied zur klassischen Integration ist die Richtung. Nicht ein System schiebt Daten in ein anderes, sondern ein Mensch beschreibt ein Ergebnis, und der Assistent setzt es über die vorhandenen Schnittstellen um.
Die Frage, die in jedem unserer Kundenworkshops zuerst kommt, ist nie eine technische: Was darf die KI eigentlich, und wer behält die Kontrolle? Meine Antwort besteht aus drei Punkten, und ich würde jede Lösung in diesem Feld daran messen, auch unsere eigene.
  1. Der Mensch entscheidet, nicht das Modell. Bei schreibenden Vorgängen muss der Assistent vorschlagen und ein Mensch freigeben, mit Vorschau des Datensatzes, der tatsächlich geschrieben wird. In der Nutzung unserer Plattform sind rund vier von fünf Zugriffen ohnehin lesend. Das Freigabe-Thema betrifft also die Minderheit der Fälle, aber genau die teuren.
  2. Der KI-Zugang braucht dieselbe Rechtelogik wie ein Benutzerkonto. Lese- und Schreibrechte getrennt, auf Rollen begrenzt, jederzeit entziehbar. Ein Zugang mit Vollrechten „zum Testen“ ist der Moment, in dem das Projekt zum Risiko wird.
  3. Hosting und Protokoll sind keine Nebensache. Kläre die Verarbeitungsregion und prüfe, ob jede KI-Aktion in einem exportierbaren Protokoll landet. Ohne Nachvollziehbarkeit kommst du an keinem Compliance-Team vorbei, zu Recht.
Der Einstieg, den ich jedem empfehle: Fang mit lesenden Anwendungsfällen an, also Auswertungen, Recherche, Bestandsprüfung. Sie liefern sofort Nutzen ohne Risiko im Datenbestand, und du siehst in wenigen Tagen, welche schreibenden Vorgänge sich lohnen.

So gehst du vor

  1. Prozess vor Technik. Zeichne den Ablauf vom Auslöser bis zum Ergebnis auf, inklusive Sonderfälle. Wer die Retoure nicht mitdenkt, baut sie später ein zweites Mal.
  2. Führendes System je Datenobjekt festlegen. Artikel, Preise, Bestände, Kunden, Belege: für jedes Objekt genau eine Quelle.
  3. Richtung und Auslöser bestimmen. Beidseitige Synchronisation kostet ein Vielfaches und braucht eine explizite Konfliktregel. Nimm sie nur, wenn du sie wirklich brauchst.
  4. Anbindungsweg wählen. Standard, Partnerkonnektor oder Eigenbau über API. Entscheide anhand der Abweichung vom Standard, nicht anhand des Preisschilds.
  5. Felder mappen und Stammdaten bereinigen. Einheiten, Steuersätze, Währungen, Pflichtfelder. Eine Integration multipliziert deine Datenqualität, in beide Richtungen.
  6. Mit echten Fällen testen. Nicht mit Musterdaten, sondern mit deinen zehn kompliziertesten Aufträgen des letzten Jahres.
  7. Fehlerfälle definieren. Zeitüberschreitung, Doppelübertragung, abgelehnter Datensatz: Wer wird informiert, wie wird nachgefahren?
  8. Kontrolliert live gehen und dokumentieren. Ein Kanal, ein Zeitraum, eine Person, die zusieht. Die Doku zahlt sich spätestens beim ersten Personalwechsel aus.

Drei Dinge, die ich in jedem Projekt anspreche

Klein anfangen, aber vollständig. Ein durchgängiger Prozess von der Bestellung bis zur Rechnung ist mehr wert als fünf halbe Anbindungen.
Doppelte Übertragungen und stille Fehler einplanen. Jede Schnittstelle sendet irgendwann denselben Datensatz zweimal. Wenn dabei zwei Aufträge entstehen, ist das ein Konstruktionsfehler. Und eine fehlgeschlagene Übertragung, die niemand bemerkt, fällt in der Inventur auf. Baue die Fehlermeldung, bevor du das Feature baust.
Keine Logik in der Schnittstelle verstecken. Rabattregeln, Preislogik und Freigaben gehören in das führende System. Ein Skript zwischen zwei Systemen ist der schlechteste Ort für Geschäftsregeln, weil dort niemand nachsieht.

Woran du Tools und Partner erkennst, die passen

Für Standardfälle reichen die mitgelieferten Anbindungen. Sobald Marktplätze, Multi-Carrier-Versand, Gefahrgut oder mehrstufige Prozesse dazukommen, lohnt der Blick auf spezialisierte Erweiterungen und auf Partner mit weclapp-Erfahrung. Einen Überblick über den Markt geben die ERP-Systeme auf OMR Reviews, die Erfahrungsberichte zu weclapp selbst und die Übersicht der ERP-Beratungen. Wenn du wissen willst, wie andere Unternehmen ihren Stack tatsächlich zusammengesetzt haben, lohnen die Tech-Stack-Berichte zu weclapp bei PV Green und weclapp bei Eulenschitt.
Drei Fragen helfen mehr als jede Featureliste. Hat das Gegenüber deinen Prozess schon gebaut, nicht nur das System bedient? Bekommst du eine Referenz aus deiner Branche? Und wem gehört das Ergebnis, bekommst du also Dokumentation und Zugänge? Die letzte Frage ist die unbequemste und die wichtigste.
LeistungenServices
Bedarfsanalyse & SystemberatungNeeds analysis & system consulting
ImplementierungImplementation
SchnittstellenanbindungInterface connection
Workflows & AutomatisierungenWorkflows & Automations
Technischer SupportTechnical support
Analyse & ReportingAnalysis & Reporting
Zertifikate & USPsCertificates & USPs
weclapp Basicweclapp Basic
Das Basic Zertifikat von weclapp bezeugt essenzielle System-Grundkenntnisse.The Basic Certificate from weclapp certifies essential basic system knowledge.
weclapp Onboardingweclapp Onboarding
Das Onboarding Zertifikat bestätigt Expertise in der Einführung von weclapp. The onboarding certificate confirms expertise in the implementation of weclapp.
weclapp E-Commerceweclapp eCommerce
Das weclapp Zertifikat unterstreicht fundiertes Fachwissen im E-Commerce Sektor.The weclapp certificate emphasises sound expertise in the e-commerce sector.
weclapp Buchhaltung weclapp Accounting
Mit diesem Zertifikat wird umfassendes Know-how im weclapp Buchhaltungs-Tool besThis certificate confirms comprehensive expertise in the weclapp accounting tool
Für die KI-Ebene gelten dieselben Maßstäbe, ergänzt um Rechtekonzept, Freigabemechanik, Protokollierung und Verarbeitungsregion. Wir haben unsere eigene Plattform, wals.pro AI 4 weclapp, genau daran entlang gebaut, und ich halte diese vier Punkte für den fairen Prüfstandard, unabhängig davon, für welchen Anbieter du dich entscheidest.

Fazit

Eine weclapp Integration ist selten ein technisches Problem und fast immer eine Frage der Reihenfolge. Bestimme für jedes Datenobjekt ein führendes System, kenne die Sonderfälle vor dem Aufbau und teste mit echten Daten. Beginne dort, wo täglich Zeit verloren geht, meistens zwischen Shop, Versand und Zahlungsabgleich.
KI-Assistenten am ERP verändern nicht, welche Systeme du verbindest, sondern wie du mit dem verbundenen Ganzen arbeitest. Wer seine Integrationen sauber aufgesetzt hat, probiert das in wenigen Tagen aus. Wer nicht, merkt spätestens jetzt, warum sich die Arbeit lohnt.
Markus Wals

Markus Wals ist Gründer und Geschäftsführer von wals.pro (Wals Professional Services GmbH) in Wien und seit 2019 auf ERP-Integration und Prozessautomatisierung für Handel, E-Commerce und Produktion spezialisiert. Als zertifizierter weclapp- und Exact-Partner verbindet sein Team weclapp mit Shops, Marktplätzen, Versanddienstleistern und Buchhaltung und entwickelt eigene Konnektoren für Anforderungen, die der Standard nicht abdeckt. Mit wals.pro AI 4 weclapp hat er eine Plattform gebaut, die weclapp über das Model Context Protocol für KI-Assistenten zugänglich macht, mit Vorschau und Freigabe für jeden Schreibvorgang. Über 100 Unternehmen arbeiten mit KI-Lösungen von wals.pro.

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Im Artikel erwähnte Softwares

Im Artikel erwähnte Software- oder Service-Kategorien

ERP-Systeme
ERP-Systeme (ausgeschrieben Enterprise-Resource-Planning-Systeme) wurden, wie der Name schon sagt, ursprünglich dafür entwickelt, alle betriebliche Ressourcen von Enterprise-Unternehmen in einem zentralen System zu verwalten, zu planen und zu steuern, vom Kapital über das Personal bis hin zur Warenwirtschaft. Mittlerweile sind ERP-Lösungen nicht mehr einzig und allein Großunternehmen vorbehalten und so finden sich bei der gelisteten Software auch ERP-Systeme für den Mittelstand oder Kleinunternehmen. Darüber lassen sich hier auch branchenspezifische ERP-Systeme finden sowie ERP-Software, die sich nur auf einen oder mehrere, aber nicht auf alle, Unternehmensbereiche spezialisiert hat. Dies sind im Einzelnen ERP-Systeme für Warenwirtschaft, Einkauf und Logistik, ERP-Systeme für Finanzen, Buchhaltung und Budgetierung, ERP-Software für Personalplanung, -beschaffung, -entwicklung, -controlling und Gehaltsabrechnungen sowie ERP-Lösungen für das Vertriebswesen inklusive Angebots- und Rechnungsabwicklung sowie Preismanagement. Ein ERP-System wird meist von Unternehmen aus Produktion und Handel genutzt. Obwohl die Geschlossenheit und das reibungslose Zusammenspiel der einzelnen Funktionen einer der Hauptgründe ist sich für ein ERP-System zu entscheiden, lassen sich einige ERP-Systeme auch mit anderen Software-Lösungen, wie z.B. CRM-Software, integrieren.
Buchhaltung
Buchhaltungssoftware, auch Buchführungssoftware genannt, erleichtert das Alltagsgeschäft von Mitarbeiter:innen der Buchhaltungsabteilung, indem sie alle wichtigen Aufgaben und Prozesse der Buchhaltung bzw. Buchführung oder Teilbereiche dieser digital abbildet. Somit trägt sie auch zur Digitalisierung von Unternehmungen bei. Die Softwares werden in allen Teilbereichen der Buchhaltung wie beispielsweise der Finanzbuchhaltung, der Debitorenbuchhaltung oder auch der Lohnbuchhaltung eingesetzt und ermöglichen es, in kleinen, mittleren und großen Unternehmen, effiziente Buchhaltungsprozesse umzusetzen und die unternehmensinterne Kollaboration zu verbessern. Wichtige Funktionen von Buchhaltungssoftware sind beispielsweise die digitale Belegerfassung, die Anbindung zum Onlinebanking und Zahlungsdienstleistern, ein integriertes CRM oder eine Schnittstelle zu einem Customer-Relationship-Management-System, die Inventarverwaltung und die Auftragsübersicht sowie das Projektmanagement. Zur Buchhaltung gehört auch die Rechnungserstellung. Während einige Buchhaltungssoftwares diese integriert haben, gibt es auch spezialisierte Rechnungsprogramme. Buchhaltung kann auch ein Modul eines ERP-Systems sein oder in ein solches integriert sein. Da die Buchhaltung mitunter sehr aufwendig und komplex ist, unterstützen Buchhaltungsprogramme Unternehmen dabei, immer alle Finanzen im Blick zu haben, womit schwerwiegende Fehler wie falsche Buchungen schneller erkannt und behoben werden können. Dadurch können Probleme mit Finanzbehörden häufig abgewendet werden, bevor sie entstehen. Zu den größten Vorteilen der Softwares zählen außerdem mögliche Kosten- und Zeitersparnisse.
Rechnungsprogramme
Fakturierungs- und Rechnungsprogramme werden in Unternehmen eingesetzt, um Rechnungen zu erstellen und sie an Kund:innen zu senden, um diese zur Zahlung der gelieferten Produkte oder Dienstleistungen aufzufordern. Mithilfe dieser Softwarelösungen können Unternehmen Zeit einsparen und den Arbeitsaufwand für die Rechnungsverwaltung verringern sowie die Genauigkeit ihrer Abrechnungsprozesse erhöhen.  Meist setzen Buchhaltungsabteilungen Rechnungssoftwares ein. Aber auch Vertriebsmitarbeiter:innen oder Projektmanager:innen können die Tools nutzen, um Kostenvoranschläge oder Pro-Forma-Rechnungen für ihre Kund:innen zu erstellen. Fakturierungssoftware hilft Unternehmen, die Fakturierung für verschiedene Arte von Dienstleistungen und Produkten zu managen. So gibt es beispielsweise Rechnungstools für Dienstleister:innen zur Projektfakturierung oder für Versorgungsunternehmen zur wiederkehrenden Fakturierung. Ein Rechnungsprogramm lässt sich in Buchhaltungssoftware und ERP-Systeme oder CRM-Software integrieren, in denen alle Kundeninformationen sowie die von ihnen gekauften Produkte und Dienstleistungen gespeichert sind. Die letzte Phase des Abrechnungsprozesses, der Zahlungseingang, wird in der Regel in einer Buchhaltungssoftware oder in einem Modul einer umfangreicheren Software, wie einem ERP, abgewickelt. Um sich als Rechnungsprogramm zu qualifizieren, muss die Lösung: * dazu fähig sein, mehrere Arten von Rechnungen erstellen zu können * mehrere Rechnungen zu einer einzigen konsolidieren oder eine Rechnung aufteilen können * Rechnungs- und Dokumentenvorlagen enthalten * Funktionen zum Versand von Rechnungen in verschiedenen Dateiformaten, wie PDF und Microsoft Word, über verschiedene Kommunikationskanäle, wie E-Mail und Fax, bieten * über Reports und Analysen über den Status jeder einzelnen Rechnung verfügen * Benachrichtigungen über Zahlungseingänge versenden * Integrationsmöglichkeiten zu Softwarelösungen wie ERP-Software, CRM-Systemen oder Buchhaltungsprogrammen bieten
E-Commerce-Plattformen & Shopsysteme
Shopsysteme und E-Commerce-Plattformen sind Softwares, die zur Eröffnung und zum Betrieb eines eigenen Webshops gebraucht werden und es ermöglichen E-Commerce zu betreiben. Von den üblichen und erwarteten Funktionalitäten eines Internet-Shops bis zu Kund*innen- und Produktdaten, Inhalt und Layout bis hin zur Optimierung und Anpassung gibt es viele verschiedene Features, bei denen sich Online-Shops unterscheiden. Während die Mehrzahl der Lösungen in erster Linie auf den Online-Verkauf von B2C-Produkten ausgerichtet ist, gibt es auch auf B2B zugeschnittene Lösungen. B2C-Lösungen waren traditionell eher auf den physischen Handel ausgerichtet. Mittlerweile bieten eine Reihe von Lösungen auch die Möglichkeit, digitale Produkte zu verkaufen. Von dem Moment an, in dem ein:e Kund:in in dem Online-Shop landet, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Bestellung bearbeitet und versandt wird, schaffen E-Commerce-Plattformen ein nahtloses Erlebnis, das sowohl auf der Grundlage vorhandener Daten optimiert wird als auch neue Erkenntnisse für eine laufende Kundenkommunikation erfasst. E-Commerce-Plattformen lassen sich in der Regel mit Lagerverwaltungssoftware und Dropshipping-Software integrieren. Außerdem bieten Shopsysteme auch Schnittstellen und Integrationen zu CRM-Softwares, ERP-Systemen, Supply-Chain- und Logistik-Softwares und Zahlungsdienstleistern. Zu einigen Webshop-Softwares gehören zudem integrierte SEO-Tools. Bei der Bewertung von E-Commerce-Plattformen sind unter anderem folgende Punkte zu berücksichtigen: Kompatibilität mit vorhandener Software, wie z.B. Bestandsmanagement und CRM, erforderliches technisches Know-How des Teams für die Implementierung und Verwaltung der Software-Lösung, möglicher Grad der Anpassung der Plattform und natürlich das Preis-Leistungs-Verhältnis bzw. Return on Investment. Ihr möchtet Eure E-Commerce-Strategie verbessern und von Expert*innen lernen? Dann ist der OMR Strategy Guide to E-Commerce genau das richtige für Euch! Darin erwarten Euch über 100 Seiten Praxiswissen für den E-Commerce-Einstieg.

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