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Wenn Weihnachten zehnmal klingelt: Wie Rappelkiste trotzdem entspannt bleibt
Selina Feddern9.9.2026
Weihnachtsgeschäft auf Vollgas: Rappelkiste skaliert den Lageroutput auf das Doppelte, ohne dabei das Team zu vergrößern
Inhalt
- Wenn im Lager plötzlich Weihnachten ausbricht
- So spart Rappelkiste Wege und Klicks
- Echtzeitdaten statt „Müsste eigentlich noch da sein“
- Mehr Output heißt nicht automatisch mehr Druck
- Gerade neue Kolleg*innen sollten nicht erst Lagerwissenschaften studieren müssen
- Und was passiert, wenn das Paket zurückkommt?
- Fazit: Der beste Peak ist der, der nicht wie einer aussieht
Bevor Santa bald wieder mit zahlreichen bunten Geschenken von Rappelkiste durch unsere Schornsteine krabbelt, beginnt beim Spielwarenhändler die intensivste Zeit des Jahres. Als eine der Anlaufstellen für die Geschenke des Weihnachtsmanns kann es im Dezember gut sein, dass sich das Bestellvolumen schnell einmal verzehnfacht. Klar: Mehr Bestellungen sind schön. Mehr Stress, Laufwege und Überstunden eher weniger.
Aus diesem Grund stellt der mittelständische Onlinehändler seine Lagerlogistik neu auf. Seit dem 31. März 2023 arbeitet Rappelkiste mit Descartes pixi WMS. Dadurch schafft das Team heute doppelt so viel Ausstoß bei gleicher Anzahl an Mitarbeitenden. Vor allem 1-Scan-Shipping, optimierte Picklisten und Echtzeitdaten verändern, wie Bestellungen durch Pick & Pack laufen.
Die spannendere Geschichte steckt aber nicht allein in mehr Paketen pro Tag zur Weihnachtszeit. Sie steckt vor allem darin, wie Rappelkiste Leistung steigert, ohne daraus Akkordarbeit zu machen.
Das Wichtigste in Kürze
- Durch den Einsatz von Descartes pixi WMS konnte Rappelkiste den Lagerausstoß bei gleichbleibender Mitarbeiteranzahl verdoppeln.
- Prozessoptimierungen wie 1-Scan-Shipping, geführte Picklisten und Echtzeitdaten reduzieren unnötige Laufwege und manuelle Klicks.
- Die Effizienzsteigerung erfolgt ohne Erhöhung des Leistungsdrucks auf das Team und vereinfacht die Einarbeitung in Peak-Zeiten.
- Eine zentrale Datenbasis verknüpft Wareneingang, Bestände, Versand und Retouren nahtlos miteinander.
Wer ist Rappelkiste?
Rappelkiste ist ein mittelständischer Onlinehändler für Spielwaren. Gerade im Weihnachtsgeschäft wird das Lager zum entscheidenden Teil des Geschäftsmodells: Innerhalb kurzer Zeit kann sich das Bestellvolumen verzehnfachen. Rappelkiste hat 2023 Descartes pixi WMS eingeführt, um die Lagerprozesse zu optimieren und diese Peaks mit dem bestehenden Team abzufangen. .
Rappelkiste ist ein mittelständischer Onlinehändler für Spielwaren. Gerade im Weihnachtsgeschäft wird das Lager zum entscheidenden Teil des Geschäftsmodells: Innerhalb kurzer Zeit kann sich das Bestellvolumen verzehnfachen. Rappelkiste hat 2023 Descartes pixi WMS eingeführt, um die Lagerprozesse zu optimieren und diese Peaks mit dem bestehenden Team abzufangen. .
Wenn im Lager plötzlich Weihnachten ausbricht
Wer Spielzeug verkauft, kann den Dezember schlecht aus dem Kalender streichen. Für Rappelkiste bedeutet die Vorweihnachtszeit deshalb jedes Jahr denselben Härtetest: Innerhalb weniger Wochen wächst das Bestellvolumen massiv, während Kund*innen natürlich trotzdem erwarten, dass ihr Paket pünktlich unter dem Weihnachtsbaum liegt.
Das Problem daran kennt vermutlich jedes wachsende E Commerce Unternehmen. Zehnmal mehr Bestellungen lassen sich nicht einfach dadurch lösen, dass das bestehende Team zehnmal schneller durch die Regale sprintet. Irgendwann werden Laufwege zu lang, Picklisten unübersichtlich und zusätzliche Handgriffe summieren sich zu ziemlich vielen verlorenen Minuten.
Genau an diesem Punkt wird aus Lagerlogistik eine Skalierungsfrage. Ein Warehouse Management System soll Bestände, Kommissionierung, Packprozesse und Versand nicht nur digital abbilden, sondern vor allem verhindern, dass steigendes Volumen automatisch mehr manuelle Arbeit erzeugt.
Bei Rappelkiste geht es deshalb nicht darum, möglichst viele Funktionen in ein Lager zu schieben. Entscheidend ist, was zwischen Bestellung und Versandlabel passiert.
So spart Rappelkiste Wege und Klicks
Bei Rappelkiste setzt die Optimierung genau dort an, wo sich kleine Umwege über viele Bestellungen hinweg summieren. Descartes pixi WMS strukturiert die Picklisten so, dass Mitarbeitende gezielter durchs Lager laufen. Am Packtisch reduziert 1 Scan Shipping wiederum manuelle Zwischenschritte im Versand.
Gerade im Weihnachtsgeschäft macht sich das bemerkbar: Was pro Bestellung nur ein paar Meter oder Klicks spart, wird bei einem bis zu zehnfachen Bestellvolumen schnell zum relevanten Zeitfaktor.
Zwei Hebel für maximale Lager-Effizienz
Wie Rappelkiste mit pixi WMS unnötige Arbeitsschritte im Weihnachtsgeschäft reduziert
Hebel 1: Pickliste
Weniger Zickzack durchs Lager
Statt zwischen Regalen hin und her zu springen, folgen Mitarbeitende einer festgelegten, wegoptimierten Route durch die Lagerplätze.
Ohne WMS: Unstrukturierte Wege
Zickzack
Mit WMS: Festgelegte Route
Optimiert
Effekt im Peak
Multipliziert sich bei Hunderten Bestellungen zu enormer Zeitersparnis.
Hebel 2: Packtisch
Ein Scan statt Klickmarathon
Durch das 1-Scan-Shipping starten alle Folgeprozesse automatisch. Der Prozess dient als klare Leitplanke für Mitarbeitende.
1
Auftrag einmalig scannen
2
Versandlabel & Verarbeitung automatisch
3
Paket sofort versandbereit
Effekt im Peak
Spart Sekunden pro Paket und reduziert Fehlentscheidungen am Packtisch.
Das Kern-Learning
Nicht jeder Produktivitätsgewinn entsteht durch schnelleres Arbeiten. Manchmal reicht es, weniger unnötige Arbeit zu produzieren.
Echtzeitdaten statt „Müsste eigentlich noch da sein“
Ein Paket schnell zu packen bringt allerdings wenig, wenn der Artikel laut System im Regal liegen müsste, dort aber partout nicht auftaucht. Bestandsdaten gehören deshalb zu den weniger glamourösen Themen im E Commerce, bis sie einmal nicht stimmen.
Mit dem WMS werden Warenbewegungen bei Rappelkiste direkt im System erfasst. Das Team sieht dadurch aktueller, welche Produkte verfügbar sind und wo sich die Ware befindet. Gerade bei starkem Bestellaufkommen verhindert das, dass unterschiedliche Informationsstände parallel durch das Lager geistern.
Das betrifft nicht nur Pick & Pack. Auch Wareneingang, Bestandsführung, Lagerverwaltung, Inventur und Retouren hängen am selben Datenbestand.
Für ein Unternehmen mit saisonalen Peaks ist das besonders wichtig. Schließlich bleibt im Dezember wenig Zeit, erst herauszufinden, warum Systembestand und Regalbestand verschiedene Geschichten erzählen.
Mehr Output heißt nicht automatisch mehr Druck
An diesem Punkt wird der Case von Rappelkiste interessanter als die übliche Gleichung aus „Software rein, Effizienz hoch“.
Denn natürlich könnte ein Unternehmen eine Verdopplung des Outputs auch erreichen, indem es Mitarbeitende schneller arbeiten lässt, Taktzeiten verkürzt und den Druck erhöht. Nachhaltig wäre das gerade in einer ohnehin arbeitsintensiven Peak Season eher nicht.
Rappelkiste verfolgt einen anderen Ansatz: Die Produktivität soll vor allem dadurch steigen, dass unnötige Laufwege, Klicks und manuelle Zwischenschritte verschwinden. Das Team soll seine Energie also möglichst in Arbeit investieren, die tatsächlich notwendig ist.
So entsteht die Verdopplung des Ausstoßes nicht dadurch, dass plötzlich doppelt so viele Menschen im Lager stehen. Die Anzahl der Mitarbeitenden bleibt gleich, während die Prozesse mehr Bestellungen auffangen können.
Und damit verändert sich auch die Perspektive auf Automatisierung. Sie ersetzt in diesem Fall nicht die Menschen im Lager, sondern nimmt ihnen Teile der Prozessarbeit ab.
Gerade neue Kolleg*innen sollten nicht erst Lagerwissenschaften studieren müssen
Ein gutes Lager funktioniert nicht nur mit den Menschen, die seit Jahren jeden Regalplatz im Schlaf finden. Spätestens in Peak Phasen zeigt sich, wie skalierbar ein Prozess wirklich ist: Können auch neue oder weniger erfahrene Mitarbeitende schnell mitarbeiten oder hängt zu viel Wissen an einzelnen Personen?
Standardisierte Pickprozesse und scannergeführte Abläufe sollen genau diese Abhängigkeit reduzieren. Statt sich Wege, Reihenfolgen und Sonderfälle mühsam einzuprägen, werden Mitarbeitende stärker durch den Prozess geführt. Für Rappelkiste ist das besonders relevant, wenn das Bestellvolumen im Weihnachtsgeschäft kurzfristig stark steigt.
| Hebel | Was sich im Lager verändert | Warum das für Peaks wichtig ist |
|---|---|---|
| Pickprozesse | Mitarbeitende werden Schritt für Schritt durch den Pickprozess geführt und müssen weniger Abläufe auswendig kennen. | Neue Kolleg*innen können schneller produktiv mitarbeiten und erfahrene Mitarbeitende müssen weniger Wissen permanent weitergeben. |
| Standardisierte Abläufe | Pick, Pack und Versand folgen klareren Prozessschritten statt individuellen Routinen. | Das Lager bleibt weniger abhängig von einzelnen Personen und kann Ausfälle oder zusätzliche Kapazitäten besser auffangen. |
| Optimierte Picklisten | Wege und Reihenfolgen werden stärker über das System vorgegeben. | Produktivität hängt weniger davon ab, wer das Lager bereits in und auswendig kennt. |
| 1 Scan Shipping | Wiederkehrende Versandprozesse werden mit weniger manuellen Zwischenschritten angestoßen. | Weniger Klicks und Entscheidungen erleichtern die Einarbeitung und reduzieren Fehlerquellen im Peak. |
| Zentrale Datenbasis | Bestände und Warenbewegungen sind im System nachvollziehbar, statt nur in den Köpfen einzelner Mitarbeitender zu existieren. | Teams können flexibler arbeiten, weil Informationen nicht erst über erfahrene Kolleg*innen weitergegeben werden müssen. |
Und was passiert, wenn das Paket zurückkommt?
Mit dem Versand endet der Warenfluss bekanntermaßen nicht immer. Vor allem im E Commerce gehören Retouren zum Alltag und bringen Produkte wieder zurück in Lager, Bestand und gegebenenfalls Verkauf.
Auch dieser Prozess lässt sich in pixi WMS abbilden. Retouren können erfasst, der Ware zugeordnet und wieder in die entsprechenden Lagerprozesse überführt werden. Wer sich tiefer mit diesem Teil der Customer Journey beschäftigt, findet bei OMR Reviews außerdem einen aktuellen Vergleich von Retourenmanagement Software.
Für Rappelkiste ist dabei vor allem entscheidend, dass Hin und Rückweg nicht in voneinander getrennten Systemwelten stattfinden. Je mehr Volumen durch das Lager läuft, desto wichtiger wird eine gemeinsame Datenbasis für Bestand und Warenbewegungen.
Fazit: Der beste Peak ist der, der nicht wie einer aussieht
Natürlich wird aus dem Weihnachtsgeschäft bei Rappelkiste auch mit WMS kein gemütlicher Dezembervormittag bei Spekulatius und Last Christmas. Ein Bestellvolumen, das sich zeitweise verzehnfacht, bleibt ein Peak.
Aber die entscheidende Frage lautet eben nicht, ob im Dezember mehr los ist. Die Frage lautet, wie stark das Lager unter diesem Mehr an Bestellungen leiden muss.
Rappelkiste hat dafür nicht zuerst am Personalhebel gezogen, sondern an den Abläufen: Pickwege verkürzen, wiederkehrende Schritte automatisieren, Bestände aktuell halten und den Versand mit einem Scan anstoßen. Das Ergebnis ist messbar: Bei gleicher Anzahl an Mitarbeitenden schafft das Unternehmen heute doppelt so viel Ausstoß.
Damit liefert der Case auch eine ziemlich brauchbare Antwort für andere wachsende E Commerce Unternehmen. Wenn das Lager an seine Grenzen kommt, muss die erste Frage nicht zwangsläufig lauten: Wie viele zusätzliche Leute brauchen wir?
Vielleicht lautet die bessere zunächst: Warum laufen unsere Leute überhaupt so viel?
Wer überprüfen will, welche Lösungen solche Prozesse abbilden können, findet auf OMR Reviews einen Überblick über Lagerverwaltungssoftware und Warehouse Management Systeme sowie Reviews und weitere Informationen zu Descartes pixi WMS.