Wenn Weihnachten zehnmal klingelt: Wie Rappelkiste trotzdem entspannt bleibt

Weihnachtsgeschäft auf Vollgas: Rappelkiste skaliert den Lageroutput auf das Doppelte, ohne dabei das Team zu vergrößern

Inhalt
  1. Wenn im Lager plötzlich Weihnachten ausbricht
  2. So spart Rappelkiste Wege und Klicks
  3. Echtzeitdaten statt „Müsste eigentlich noch da sein“
  4. Mehr Output heißt nicht automatisch mehr Druck
  5. Gerade neue Kolleg*innen sollten nicht erst Lagerwissenschaften studieren müssen
  6. Und was passiert, wenn das Paket zurückkommt?
  7. Fazit: Der beste Peak ist der, der nicht wie einer aussieht
Bevor Santa bald wieder mit zahlreichen bunten Geschenken von Rappelkiste durch unsere Schornsteine krabbelt, beginnt beim Spielwarenhändler die intensivste Zeit des Jahres. Als eine der Anlaufstellen für die Geschenke des Weihnachtsmanns kann es im Dezember gut sein, dass sich das Bestellvolumen schnell einmal verzehnfacht. Klar: Mehr Bestellungen sind schön. Mehr Stress, Laufwege und Überstunden eher weniger.
Aus diesem Grund stellt der mittelständische Onlinehändler seine Lagerlogistik neu auf. Seit dem 31. März 2023 arbeitet Rappelkiste mit Descartes pixi WMS. Dadurch schafft das Team heute doppelt so viel Ausstoß bei gleicher Anzahl an Mitarbeitenden. Vor allem 1-Scan-Shipping, optimierte Picklisten und Echtzeitdaten verändern, wie Bestellungen durch Pick & Pack laufen.
Die spannendere Geschichte steckt aber nicht allein in mehr Paketen pro Tag zur Weihnachtszeit. Sie steckt vor allem darin, wie Rappelkiste Leistung steigert, ohne daraus Akkordarbeit zu machen.
Das Wichtigste in Kürze
  • Durch den Einsatz von Descartes pixi WMS konnte Rappelkiste den Lagerausstoß bei gleichbleibender Mitarbeiteranzahl verdoppeln.
  • Prozessoptimierungen wie 1-Scan-Shipping, geführte Picklisten und Echtzeitdaten reduzieren unnötige Laufwege und manuelle Klicks.
  • Die Effizienzsteigerung erfolgt ohne Erhöhung des Leistungsdrucks auf das Team und vereinfacht die Einarbeitung in Peak-Zeiten.
  • Eine zentrale Datenbasis verknüpft Wareneingang, Bestände, Versand und Retouren nahtlos miteinander.
Wer ist Rappelkiste?
Rappelkiste ist ein mittelständischer Onlinehändler für Spielwaren. Gerade im Weihnachtsgeschäft wird das Lager zum entscheidenden Teil des Geschäftsmodells: Innerhalb kurzer Zeit kann sich das Bestellvolumen verzehnfachen. Rappelkiste hat 2023 Descartes pixi WMS eingeführt, um die Lagerprozesse zu optimieren und diese Peaks mit dem bestehenden Team abzufangen. .

Wenn im Lager plötzlich Weihnachten ausbricht

Für alle, die Spielzeug verkaufen, bedeutet die Vorweihnachtszeit jedes Jahr denselben Härtetest: Innerhalb weniger Wochen wächst das Bestellvolumen massiv, während Kund*innen natürlich trotzdem erwarten, dass ihr Paket pünktlich unter dem Weihnachtsbaum liegt.
Das Problem daran kennt vermutlich jedes wachsende E-Commerce-Unternehmen. Zehnmal mehr Bestellungen lassen sich nicht einfach dadurch bewältigen, dass das bestehende Team zehnmal schneller durch die Regale sprintet. Irgendwann werden Laufwege zu lang, Picklisten unübersichtlich und zusätzliche Handgriffe summieren sich zu ziemlich vielen verlorenen Minuten.
Genau an diesem Punkt wird aus Lagerlogistik eine Skalierungsfrage. Ein Warehouse Management System soll Bestände, Kommissionierung, Packprozesse und Versand digital abbilden und vor allem verhindern, dass steigendes Volumen automatisch mehr manuelle Arbeit erzeugt.
Bei Rappelkiste ist entscheidend, was zwischen Bestellung und Versandlabel passiert.
 
 

So spart Rappelkiste Wege und Klicks

Bei Rappelkiste setzt die Optimierung genau dort an, wo sich kleine Umwege über viele Bestellungen hinweg summieren. Descartes pixi WMS strukturiert die Picklisten so, dass Mitarbeitende gezielter durchs Lager laufen. Am Packtisch reduziert 1-Scan Shipping wiederum manuelle Zwischenschritte im Versand.
Gerade im Weihnachtsgeschäft macht sich das bemerkbar: Was pro Bestellung nur ein paar Meter oder Klicks spart, wird bei einem bis zu zehnfachen Bestellvolumen schnell zum relevanten Zeitfaktor.
Zwei Hebel für maximale Lager-Effizienz
Wie Rappelkiste mit pixi WMS unnötige Arbeitsschritte im Weihnachtsgeschäft reduziert
Hebel 1: Pickliste
Weniger Zickzack durchs Lager
Statt zwischen Regalen hin und her zu springen, folgen Mitarbeitende einer festgelegten, wegoptimierten Route durch die Lagerplätze.
Ohne WMS: Unstrukturierte Wege Zickzack
Mit WMS: Festgelegte Route Optimiert
Effekt im Peak
Multipliziert sich bei Hunderten Bestellungen zu enormer Zeitersparnis.
Hebel 2: Packtisch
Ein Scan statt Klickmarathon
Durch das 1-Scan-Shipping starten alle Folgeprozesse automatisch. Der Prozess dient als klare Leitplanke für Mitarbeitende.
1 Auftrag einmalig scannen
2 Versandlabel & Verarbeitung automatisch
3 Paket sofort versandbereit
Effekt im Peak
Spart Sekunden pro Paket und reduziert Fehlentscheidungen am Packtisch.
Das Kern-Learning
Nicht jeder Produktivitätsgewinn entsteht durch schnelleres Arbeiten. Manchmal reicht es, weniger unnötige Arbeit zu produzieren.
 
 

Echtzeitdaten statt „Müsste eigentlich noch da sein“

Ein Paket schnell zu packen bringt allerdings wenig, wenn der Artikel laut System im Regal liegen müsste, dort aber partout nicht auftaucht. Bestandsdaten gehören deshalb zu den weniger glamourösen Themen im E Commerce, bis sie einmal nicht stimmen.
Mit dem WMS werden Warenbewegungen bei Rappelkiste direkt im System erfasst. Das Team sieht dadurch aktueller, welche Produkte verfügbar sind und wo sich die Ware befindet. Gerade bei starkem Bestellaufkommen verhindert das, dass unterschiedliche Informationsstände parallel durch das Lager geistern.
Das betrifft nicht nur Pick & Pack. Auch Wareneingang, Bestandsführung, Lagerverwaltung, Inventur und Retouren hängen am selben Datenbestand.
Für ein Unternehmen mit saisonalen Peaks ist das besonders wichtig. Schließlich bleibt im Dezember wenig Zeit, erst herauszufinden, warum Systembestand und Regalbestand verschiedene Geschichten erzählen.
 
 

Mehr Output heißt nicht automatisch mehr Druck

An diesem Punkt wird der Case von Rappelkiste interessanter als die übliche Gleichung aus „Software rein, Effizienz hoch“.
Denn natürlich könnte ein Unternehmen eine Verdopplung des Outputs auch erreichen, indem es Mitarbeitende schneller arbeiten lässt, Taktzeiten verkürzt und den Druck erhöht. Nachhaltig wäre das gerade in einer ohnehin arbeitsintensiven Peak Season eher nicht.
Rappelkiste verfolgt einen anderen Ansatz: Die Produktivität soll vor allem dadurch steigen, dass unnötige Laufwege, Klicks und manuelle Zwischenschritte verschwinden. Das Team soll seine Energie also möglichst in Arbeit investieren, die tatsächlich notwendig ist.
So entsteht die Verdopplung des Ausstoßes nicht dadurch, dass plötzlich doppelt so viele Menschen im Lager stehen. Die Anzahl der Mitarbeitenden bleibt gleich, während die Prozesse mehr Bestellungen auffangen können.
Und damit verändert sich auch die Perspektive auf Automatisierung. Sie ersetzt in diesem Fall nicht die Menschen im Lager, sondern nimmt ihnen Teile der Prozessarbeit ab.
 
 

Gerade neue Kolleg*innen sollten nicht erst Lagerwissenschaften studieren müssen

Ein gutes Lager funktioniert nicht nur mit den Menschen, die seit Jahren jeden Regalplatz im Schlaf finden. Spätestens in Peak Phasen zeigt sich, wie skalierbar ein Prozess wirklich ist: Können auch neue oder weniger erfahrene Mitarbeitende schnell mitarbeiten oder hängt zu viel Wissen an einzelnen Personen?
Standardisierte Pickprozesse und scannergeführte Abläufe sollen genau diese Abhängigkeit reduzieren. Statt sich Wege, Reihenfolgen und Sonderfälle mühsam einzuprägen, werden Mitarbeitende stärker durch den Prozess geführt. Für Rappelkiste ist das besonders relevant, wenn das Bestellvolumen im Weihnachtsgeschäft kurzfristig stark steigt.
HebelWas sich im Lager verändertWarum das für Peaks wichtig ist
PickprozesseMitarbeitende werden Schritt für Schritt durch den Pickprozess geführt und müssen weniger Abläufe auswendig kennen.Neue Kolleg*innen können schneller produktiv mitarbeiten und erfahrene Mitarbeitende müssen weniger Wissen permanent weitergeben.
Standardisierte AbläufePick, Pack und Versand folgen klareren Prozessschritten statt individuellen Routinen.Das Lager bleibt weniger abhängig von einzelnen Personen und kann Ausfälle oder zusätzliche Kapazitäten besser auffangen.
Optimierte PicklistenWege und Reihenfolgen werden stärker über das System vorgegeben.Produktivität hängt weniger davon ab, wer das Lager bereits in und auswendig kennt.
1-Scan-ShippingWiederkehrende Versandprozesse werden mit weniger manuellen Zwischenschritten angestoßen.Weniger Klicks und Entscheidungen erleichtern die Einarbeitung und reduzieren Fehlerquellen im Peak.
Zentrale DatenbasisBestände und Warenbewegungen sind im System nachvollziehbar, statt nur in den Köpfen einzelner Mitarbeitender zu existieren.Teams können flexibler arbeiten, weil Informationen nicht erst über erfahrene Kolleg*innen weitergegeben werden müssen.
 
 

Und was passiert, wenn das Paket zurückkommt?

Mit dem Versand endet der Warenfluss bekanntermaßen nicht immer. Vor allem im E Commerce gehören Retouren zum Alltag und bringen Produkte wieder zurück in Lager, Bestand und gegebenenfalls Verkauf.
Auch dieser Prozess lässt sich in pixi WMS abbilden. Retouren können erfasst, der Ware zugeordnet und wieder in die entsprechenden Lagerprozesse überführt werden. Wer sich tiefer mit diesem Teil der Customer Journey beschäftigt, findet bei OMR Reviews außerdem einen aktuellen Vergleich von Retourenmanagement Software.
Für Rappelkiste ist dabei vor allem entscheidend, dass Hin und Rückweg nicht in voneinander getrennten Systemwelten stattfinden. Je mehr Volumen durch das Lager läuft, desto wichtiger wird eine gemeinsame Datenbasis für Bestand und Warenbewegungen.
 
 

Fazit: Der beste Peak ist der, der nicht wie einer aussieht

Im Weihnachtsgeschäft steigt das Bestellvolumen bei Rappelkiste zeitweise auf das Zehnfache. Der Peak bleibt, entscheidend ist jedoch, wie gut das Lager darauf vorbereitet ist. Mit dem passenden WMS kann Rappelkiste deutlich mehr Bestellungen abwickeln, ohne das Team zu vergrößern. So wird der saisonale Ansturm nicht zum Engpass im Lager.
Rappelkiste hat dafür zuerst bei den Abläufen angesetzt: Pickwege verkürzen, wiederkehrende Schritte automatisieren, Bestände aktuell halten und den Versand mit einem Scan anstoßen. Das Ergebnis ist messbar: Bei gleicher Anzahl an Mitarbeitenden erzielt das Unternehmen heute einen doppelt so hohen Durchsatz.
Für andere wachsende E-Commerce-Unternehmen zeigt der Case: Wenn das Lager an seine Grenzen kommt, muss die erste Frage nicht zwangsläufig lauten: Wie viele zusätzliche Mitarbeitende brauchen wir? Oft lohnt es sich, zuerst die Abläufe genauer anzusehen und zu prüfen, wie ein WMS sie verbessern kann.
Vielleicht lautet die bessere Frage: Warum laufen unsere Leute überhaupt so viel?
Wer überprüfen will, welche Lösungen solche Prozesse abbilden können, findet auf OMR Reviews einen Überblick über Lagerverwaltungssoftware und Warehouse Management Systeme sowie Reviews und weitere Informationen zu Descartes pixi WMS.
Selina Feddern

Selina ist Redakteurin bei OMR Reviews. Sie schreibt alles, was ihr in die Hände fällt. Im Job entstehen Reviews, unterwegs werden Gedanken zu Notizen in der Bahn und zu Hause zu eigenen Texten für die Schublade. Als Poetry Slammerin nimmt sie ihre Worte außerdem gerne mit auf die Bühne. Selina ist gebürtig aus Lübeck und feilt so lange an einem Satz, bis er sich richtig anfühlt. Schreiben ist für sie daher nicht nur Job, sondern Herzenssache.

Dieser Artikel erscheint auf OMR Reviews – der führenden DACH-Plattform für B2B-Software-Bewertungen, Software-Vergleiche, Agenturen, Business Services und B2B-Tech-Content. Mit mehr als 80.000 verifizierten Bewertungen und 12.000+ gelisteten Tools hilft OMR Reviews Unternehmen dabei, passende Software-Lösungen und Dienstleister fundiert zu recherchieren, zu vergleichen und bessere Entscheidungen zu treffen.

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Lagerverwaltungssysteme
Lagerverwaltungssysteme (LVS), auch Warehouse-Management-Systeme (WMS) genannt, helfen Unternehmen dabei, alle Prozesse und Warenbewegungen in und zwischen einem oder mehreren Lagern zu kontrollieren, koordinieren und zu optimieren. Zu den wichtigsten Funktionen von Lagerverwaltungssoftwares gehören daher die Eingangsverwaltung, Platzierungsverwaltung, Bestandskontrollenverwaltung und die Ausgangsverwaltung. Zu diesen Bereichen zählen die Lagerung und Sortierung von Produkten und anderem Inventar, die Überwachung von Bewegungen der Güter innerhalb oder zwischen verschiedenen Standorten, die Bestandsverfolgung sowie die Bestandsanpassung. Sowohl Lagerfachkräfte und weitere Lagerpersonal als auch Büro- und Außendienstmitarbeiter:innen profitieren von Lagerverwaltungssystemen. Die Softwares werden in einer Vielzahl von Branchen, darunter der Einzelhandel, die Fertigungsindustrie und die Technologiebranche, eingesetzt. Lagersoftwares können mit Inventory-Management-Softwares sowie Versandsoftwares und separat oder als Teil einer Supply-Chain-Suite-Lösung angeboten werden. Einige Anbieter stellen Softwares bereit, die sowohl Lager als auch Inventar verwalten können.  Um sich als Lagerverwaltungssystem zu qualifizieren, muss eine Lösung: * physische und virtuelle Lagerstandorte definieren * Bestandsbewegungen zwischen Standorten überwachen * Funktionen zum Management des Lagerpersonals und seiner Produktivität bieten * den Wareneingang und Warenausgang bzw. Empfang und Versand von Lagern koordinieren * Funktionen für Kitting (Zusammenstellung von Sets/Kits) oder leichte Fertigung enthalten * die Kommissionierung und Verpackung an mehreren Standorten ermöglichen * ein- und ausgehende Bestände überwachen

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