Brand Mentions aufbauen: So wirst du zur Marke, die KI erwähnt

David Hahn4.8.2026

Warum Erwähnungen für ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews wichtiger werden als Backlinks

Inhalt
  1. Was sind Brand Mentions und warum sind sie wichtig?
  2. Wie unterscheiden sich Mentions von Citations?
  3. Welche Rolle spielt GEO für Brand Mentions?
  4. Wie baue ich gezielt Brand Mentions auf?
  5. Welche Tools messen KI-Sichtbarkeit und Mentions?
  6. Fazit und Ausblick
Das Wichtigste in Kürze
  • Brand Mentions entwickeln sich in KI-Suchmaschinen wie ChatGPT zur zentralen Währung für digitale Sichtbarkeit.
  • Generative Engine Optimization (GEO) ergänzt klassisches SEO und erfordert eine starke Präsenz auf KI-Lieblingsquellen wie Reddit.
  • Datenbasierte Inhalte und klare Definitionen sorgen dafür, dass KI-Modelle deine Marke verlässlich aufgreifen und empfehlen.
  • Der Erfolg misst sich künftig primär am Share of Voice in generierten KI-Antworten statt an blauen Google-Links.
 
 
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Zehn Jahre lang habe ich OffPage-SEO vor allem auf eines optimiert: Backlinks. Heute sage ich unseren Kund*innen etwas anderes. Als Gründer von GetMentioned (ehem. SEO Galaxy) sehe ich in über 3.000 Kundenprojekten, dass Brand Mentions die wichtigere Währung geworden sind: Erwähnungen deiner Marke im Netz, mit oder ohne Link. Der Grund ist ein Verhaltenswandel. Ein wachsender Teil der Recherche findet nicht mehr bei Google statt, sondern in KI-Suchmaschinen wie OpenAI ChatGPT, Perplexity oder Gemini. Diese Systeme antworten direkt, ohne zehn blaue Links aufzulisten. Darin tauchen die Marken auf, die häufig, konsistent und im richtigen Kontext genannt werden. Wer dort nicht vorkommt, existiert für diese Nutzer*innen schlicht nicht.

Was sind Brand Mentions und warum sind sie wichtig?

Brand Mentions (deutsch: Markenerwähnungen) sind alle öffentlichen Nennungen deiner Marke, deines Produkts oder deines Unternehmens: in Fachartikeln, Podcasts, Foren, auf Social Media oder Bewertungsplattformen. Es gibt zwei Formen:
  • Verlinkte Mentions: Erwähnung plus Backlink.
  • Unverlinkte Mentions: nur der Name, ohne Link.
Beide zählen zu Earned Media, also zu Reichweite, die du dir nicht kaufst, sondern durch Relevanz verdienst. Beispiele: der Marktüberblick eines Fachmagazins, die Empfehlung in einem Podcast oder ein Reddit-Vergleich mit dem Wettbewerb.
Für das klassische Google-Ranking sind unverlinkte Erwähnungen umstritten. Googles John Mueller stellte 2021 klar, dass sie nicht wie Links in den Linkgraphen einfließen. In der Suchmaschinenoptimierung galten Mentions lange als weicher Faktor: gut für Markenbekanntheit, Markenwahrnehmung und Online-Reputation-Management, aber kein direkter Ranking-Hebel.
In der KI-Suche dreht sich dieses Bild. Ahrefs hat 2025 die Sichtbarkeit von 75.000 Marken in Google AI Overviews untersucht. Das Ergebnis ordnet die Faktoren neu:
FaktorKorrelation mit KI-Sichtbarkeit
Web-Mentions (Markenerwähnungen)0,664
Branded Anchor-Texte0,527
Branded Suchvolumen0,392
Domain Rating0,326
Backlinks0,218
Quelle: Ahrefs, Analyse von 75.000 Marken in Google AI Overviews, 2025.
Domain Rating misst hier die SEO-Autorität einer Domain auf einer Skala von 0 bis 100, Branded Anchor-Texte sind Linktexte, die den Markennamen enthalten.
Was korreliert mit KI-Sichtbarkeit? Balkendiagramm zeigt: Web-Mentions korrelieren mit 0,664 am stärksten mit KI-Sichtbarkeit, vor Branded Anchor-Texten (0,527), Branded Suchvolumen (0,392), Domain Rating (0,326) und Backlinks (0,218). Quelle: Ahrefs, 2025.
Was korreliert mit KI-Sichtbarkeit? Quelle: Ahrefs, 2025
Ryan Law von Ahrefs bringt es auf den Punkt: „Unverlinkte Erwähnungen haben sehr wenig Einfluss auf SEO, aber einen deutlich größeren auf GEO."
Meine Erfahrung aus der Praxis deckt sich mit diesen Zahlen:
„Der Link war zwanzig Jahre lang der Beleg dafür, dass eine Marke relevant ist. Für KI-Systeme ist es die Erwähnung selbst" - David Hahn

Wie unterscheiden sich Mentions von Citations?

Beide Begriffe werden oft synonym benutzt, meinen aber zwei verschiedene Dinge:
Brand MentionCitation
Was ist es?Namentliche Nennung im Antworttext der KIVerlinkte Quelle, auf die sich die Antwort stützt
BeispielChatGPT empfiehlt dein Produkt beim NamenEin Vergleichsartikel, in dem deine Marke vorkommt
WirkungZahlt direkt auf Brand Awareness einDer Weg, über den die KI dich überhaupt findet
Brand Mention vs. Citation im Vergleich: Schema zu einer KI-Antwort auf die Frage nach einem WhatsApp-Marketing-Tool: Die Markennennung im Text ist die Mention, die verlinkten Quellen (z. B. omr.com, reddit.com, g2.com) sind die Citations.
Brand Mention vs. Citation im Vergleich
Die Mention ist also die Empfehlung, die Citation der Weg dorthin. Denn KI-Systeme übernehmen Marken bevorzugt aus Quellen, die sie ohnehin zitieren. Dieser Quellenmarkt ist stark konzentriert. Laut Profound stellt Wikipedia bei ChatGPT fast die Hälfte der Top-Zitate, bei Perplexity ist es Reddit. Deine Aufgabe ist damit doppelt: in diesen Quellen vorkommen und dort so eindeutig beschrieben sein, dass die Maschine dich namentlich übernimmt. Wie groß dein Anteil an den Antworten in deiner Produktkategorie ist, misst du am besten als Share of Voice, also als Anteil deiner Marke an allen relevanten KI-Antworten.

Welche Rolle spielt GEO für Brand Mentions?

GEO steht für Generative Engine Optimization, also die Disziplin, Inhalte und Marke so zu optimieren, dass generative KI-Systeme sie aufgreifen und empfehlen. Manche nennen es ChatGPT SEO, LLMO oder AIO. Gemeint ist dasselbe.
Wichtig, damit kein Missverständnis entsteht: GEO-Optimierung ersetzt SEO nicht, sie baut darauf auf. Google beantwortet weiterhin rund 90 Prozent aller Suchanfragen, und dort bleiben Backlinks ein zentraler Rankingfaktor.
An Linkbuilding führt weiterhin kein Weg vorbei. Saubere SEO-Optimierung bleibt das Fundament, denn Seite-1-Rankings und KI-Erwähnungen hängen eng zusammen. Wie genau sich die Spielregeln zwischen GEO und SEO unterscheiden, zeigt ein Artikel auf OMR Reviews.
Für deinen SEO-Content zählt vor allem eines: Belege statt Keyword-Dichte. Ein Forschungsteam u. a. der Princeton University hat 2024 gezeigt: Quellenangaben, wörtliche Zitate und Statistiken steigern die Sichtbarkeit in KI-Antworten um 30 bis 40 Prozent. Klassisches Keyword-Stuffing fiel dagegen unter die Baseline. Daraus folgt eine einfache Regel:
  • Beantworte jede wichtige Frage früh im Absatz, nicht erst nach drei Einleitungssätzen.
  • Belege Aussagen mit Daten und Quellen.
  • Definiere zentrale Begriffe klar und eindeutig.
Der größere Teil der Arbeit liegt außerhalb der eigenen Website. Sichtbarkeit in LLMs entsteht vor allem dort, wo Dritte über dich schreiben. Aus der Arbeit mit unseren Kund*innen weiß ich, dass GEO zu zwei Dritteln OffPage-Arbeit ist. Oder zugespitzt: Brand Authority ist das neue Ranking.

Wie baue ich gezielt Brand Mentions auf?

Fünf Hebel haben sich in unseren Kundenprojekten am meisten bewährt.

1. Digitale PR und Earned Media

Public Relations ist vom Image-Thema zum Sichtbarkeitskanal geworden. Gastbeiträge, Expertenzitate und Studien-PR in Fachmedien erzeugen die redaktionellen Erwähnungen, denen KI-Systeme vertrauen. Entscheidend ist Thought Leadership statt Produktwerbung: Besetze die zwei, drei Themen, zu denen du wirklich etwas zu sagen hast. Eine gute Platzierung bringt oft Erwähnung und Link zugleich. Der Aufbau von Mentions und eine solide Backlink-Strategie sind kein Widerspruch, sondern zwei Ergebnisse derselben Arbeit. Mit PR-Monitoring verfolgst du, welche Platzierungen erscheinen und in welchem Ton über dich geschrieben wird.

2. Content Marketing mit zitierbaren Assets

Eine Content-Marketing-Strategie für die KI-Suche produziert Inhalte, die andere zitieren wollen: eigene Studien, Benchmarks, Originaldaten. Solche Assets sind Mention-Magneten, weil jede Berichterstattung deinen Markennamen transportiert. Dass sich dieser Effekt über Jahre aufsummiert, zeigt auch die Studie zum langfristigen Markenaufbau von Frontify.
Denk die Content-Distribution von Anfang an mit. Owned Media wie Blog und Newsletter sind der Ausgangspunkt, Earned Media ist das Ziel. Der Kern jeder KI-Content-Strategie bleibt dabei simpel: jede wichtige Frage deiner Zielgruppe früh, präzise und belegt beantworten.
„Wichtig ist, dass SEO-, Content-, Social-Media- und PR-Team über alle Plattformen hinweg gemeinsam arbeiten, damit auch hochwertige Mentions systematisch verdient werden und alle Abteilungen davon profitieren" - Sascha Blank, Director Inbound Marketing bei mydealz (Atolls GmbH).

3. Präsenz auf Plattformen, die KI zitiert

KI-Systeme haben klare Lieblingsquellen. Laut Profound ist Reddit mit knapp 17 Prozent die meistzitierte Domain bei ChatGPT. In Google AI Overviews stellt YouTube über 20 Prozent der Quellen. Bei Software-Fragen wiegen Bewertungsplattformen besonders schwer. Von den Review-Portalen, die ChatGPT zitiert, entfallen fast 80 Prozent auf G2 und Gartner Peer Insights. Im DACH-Raum gehört OMR Reviews als Nummer eins dazu. Auch Influencer Marketing zahlt ein, weil Creator-Inhalte oft als Quelle dienen. Einen Fahrplan zur Priorisierung bietet die AI-Visibility-Checkliste.

4. Konsistente Markenpositionierung

Sprachmodelle arbeiten mit Entitäten: Sie müssen verstehen, wer du bist, was du anbietest und für wen. Je einheitlicher deine Markenkommunikation über alle Kanäle ist, desto sicherer ordnet dich ein Modell richtig ein. Wichtig sind vor allem eine einheitliche Beschreibung, Kategorie und ein gleiches Leistungsversprechen. Eine klare Markenpositionierung ist damit technisches Fundament deiner digitalen Sichtbarkeit, nicht nur eine Branding-Übung. Brand Building und GEO sind zwei Seiten derselben Markenstrategie.
Mach den Selbsttest: Frag ChatGPT, was dein Unternehmen macht. Ist die Antwort veraltet oder widersprüchlich, weißt du, wo du ansetzen musst.

5. Brand Mentions kaufen: Agenturen, Tools und Marktplätze

Nicht jede Erwähnung muss organisch entstehen. Du kannst Mentions und Platzierungen auch gezielt einkaufen. Das ist genauso legitim wie ein Sponsored Post oder ein Advertorial: bezahlte, transparent gekennzeichnete Sichtbarkeit ist im Marketing seit Langem etabliert. Zwei Wege haben sich bewährt:
  • Spezialisierte Agenturen: SEO- und Digital-PR-Agenturen vermitteln Platzierungen in passenden Fach- und Branchenmedien. Du buchst Reichweite und redaktionelle Einbettung, ähnlich wie bei klassischer Media-Planung.
  • Marktplätze: Plattformen bringen Publisher und Marken direkt zusammen und machen Platzierungen buchbar und skalierbar. GetMentioned, das ich selbst gegründet habe, ist ein solcher Marktplatz für Mentions, Backlinks und digitale PR (Transparenzhinweis in eigener Sache).
Entscheidend ist die Transparenz. So wie ein Advertorial als Anzeige gekennzeichnet wird, gehören gekaufte Links als rel="sponsored" ausgezeichnet. Reine Mentions ohne Link sind davon nicht betroffen. Achte auf thematische Passung und Qualität der Quelle statt auf Masse. Dann zahlt eingekaufte Sichtbarkeit genauso auf deine Markenautorität ein wie eine verdiente Platzierung.
Die fünf Hebel für Brand Mentions: Übersicht der fünf Hebel: digitale PR und Earned Media, zitierbare Content-Assets, Präsenz auf zitierten Plattformen, konsistente Markenpositionierung und der Einkauf von Brand Mentions.
Die fünf Hebel für Brand Mentions

Welche Tools messen KI-Sichtbarkeit und Mentions?

Klassisches SEO- und Social Media Monitoring bleiben die Basis. Sie tracken, wo andere auf Social Media, in News und auf Websites über deine Marke schreiben, und ergänzen dein laufendes Brand Tracking. Eine Auswahl findest du in den Kategorien SEO-Tools und KI-Tools auf OMR Reviews.
Für die KI-Suche gibt es inzwischen eine eigene Tool-Klasse. GEO-Tools simulieren typische Prompts und messen, ob und wie oft deine Marke in den Antworten auftaucht:
GEO-ToolWofür es gut ist
Otterly.AIPrompt-Monitoring über ChatGPT, Perplexity und AI Overviews
Rankscale.aiKI-Sichtbarkeit und Wettbewerbsvergleich im Zeitverlauf
Peec AIShare of Voice, Sentiment und zitierte Quellen im Blick
Wie OMR Reviews sein AI-Search-Analytics-Tool ausgewählt hat, zeigt dieser Erfahrungsbericht. Und welche Kennzahlen wirklich Aussagekraft haben, erklärt der Beitrag darüber, wie du KI-Sichtbarkeit richtig misst.
Mein Vorgehen: erst zwei bis vier Wochen Baseline messen, dann Mentions aufbauen, dann monatlich nachhalten, denn die Quellenlandschaft verschiebt sich schnell. Fehlt intern die Kapazität, lohnt der Blick auf spezialisierte GEO-Agenturen wie Claneo , Suchhelden oder auch HECHT INS GEFECHT.

Fazit und Ausblick

Brand Mentions sind kein neuer Marketing-Hype, sondern die Rückkehr zu einer alten Wahrheit: Es zählt, dass über dich gesprochen wird. Neu ist nur, dass jetzt Maschinen mitlesen und aus diesem Gespräch Empfehlungen bauen.
Meine Einschätzung: In den nächsten Jahren verschiebt sich die Leitfrage. Statt „Wie ranke ich bei Google?" heißt es künftig „Wird meine Marke empfohlen, egal ob von einer Suchmaschine, einem Chatbot oder einem KI-Agenten?" Backlinks und Linkbuilding bleiben dabei wichtig, gerade weil Google weiter den Großteil der Suche bestimmt. Zusätzlich kommen Brand Mentions als zweite Währung dazu und nehmen aktuell eine noch größere Rolle ein, als es Backlinks in der Vergangenheit getan haben. Wer heute anfängt, Erwähnungen systematisch aufzubauen und zu messen, legt das Fundament für die digitale Sichtbarkeit von morgen.
 
 
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DH

David Hahn ist Gründer und Geschäftsführer von GetMentioned (SEO Galaxy GmbH), einer Plattform für skalierbaren Authority-Aufbau durch Brand Mentions, Backlinks und digitale PR. Seit 2016 hat er mit seinem Team mehr als 3.000 Kund*innen betreut und ein Netzwerk von über 100.000 Publishern aufgebaut. Sein Fokus: Marken so sichtbar machen, dass Suchmaschinen und KI-Systeme sie von selbst empfehlen. Seine Erfahrungen aus der Praxis teilt er regelmäßig auf getmentioned.com, in Webinaren und auf LinkedIn.

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