SAP-Roadmap zum Autonomous Enterprise: Dein 3-Phasen-Fahrplan

Andreas Krieg7.10.2026

Ein SAP-Berater zeigt, wie du deine Systemlandschaft in drei Etappen fit für KI-Agenten machst

Inhalt
  1. Was ist das SAP Autonomous Enterprise?
  2. Warum ein Phasen-Ansatz statt Big Bang?
  3. Welche Voraussetzungen brauchst du zum Start?
  4. Welche Tools helfen dir auf dem Weg dahin?
  5. Wo liegen die größten Stolpersteine?
  6. Fazit
Das Wichtigste in Kürze
  • Das SAP Autonomous Enterprise integriert KI-Agenten in Geschäftsprozesse, erfordert jedoch zwingend saubere Stammdaten und eine funktionierende Governance als Fundament.
  • Für eine risikoarme Transformation empfiehlt sich anstelle eines „Big Bangs“ ein dreiphasiger Ansatz aus Grundlagenbeschaffung, gezielter Pilotierung und abschließender unternehmensweiter Skalierung.
  • Entscheidend für den langfristigen Projekterfolg sind neben der technischen Umsetzung vor allem eine ehrliche Ist-Analyse der Systemlandschaft und ein konsequentes Change Management.
 
 
Best-of
Wissen von den Besten: Dieser Artikel stammt von sorgfältig ausgewählten Branchen-Expert*innen. Unser Anspruch: fundierte Insights und praxiserprobte Tipps, die dich und dein Projekt wirklich weiterbringen. Erfahre hier mehr über die Autor*innen.
Bei fast jedem Gespräch mit Kund*innen über ihre SAP-Roadmap taucht dieselbe Frage auf: Wie kommt die heutige Systemlandschaft zu autonomen, KI-gesteuerten Prozessen, ohne alles auf einmal umzustellen?
Ich begleite SAP-Transformationen seit über 20 Jahren, aktuell als unabhängiger Navigator zwischen Unternehmen und Implementierungspartner*innen. Statt über eine ferne KI-Zukunft zu spekulieren, zeige ich dir hier einen konkreten Fahrplan in Etappen, mit den Voraussetzungen und Meilensteinen, die in der Praxis wirklich zählen.

Was ist das SAP Autonomous Enterprise?

Das SAP Autonomous Enterprise ist SAPs auf der Sapphire 2026 vorgestellte Vision eines Unternehmens, in dem KI-Assistenten und Agenten gemeinsam mit Menschen Geschäftsprozesse ausführen, und zwar rollenspezifisch und direkt in der Cloud eingebettet. Sie beruht auf drei Bausteinen: der SAP Business AI Platform als KI-Fundament, der SAP Autonomous Suite, die bestehende SAP-Anwendungen für durchgängige Prozesse um Agenten erweitert, und Joule Work als neue Bedienoberfläche. Statt einzelne Anwendungen zu bedienen, beschreiben Nutzer*innen dort ihr Ziel.
Bausteine SAP
Ich meine damit bewusst eine Vision, keine Revolution aus dem Nichts. Ein Blick auf die letzten Sapphire-Konferenzen zeigt, dass SAP hier vor allem seine Cloud-first-Strategie und den Ausbau der SAP Business Data Cloud konsequent weiterdenkt. Die Vision wirkt dadurch glaubwürdiger, weil sie auf einer über Jahre gewachsenen Datenbasis aufsetzt und nicht auf einem Marketingversprechen ohne Unterbau. Fehlt dir noch der Überblick über die aktuelle SAP-Systemlandschaft, startest du genau dort, bevor Agenten ein Thema werden.
Kurz zusammengefasst, anschließend geht es ins Detail:
  • Das SAP Autonomous Enterprise besteht aus SAP Business AI Platform, SAP Autonomous Suite und Joule Work.
  • Der sichere Weg dorthin führt über drei Phasen: Grundlagen schaffen (Bereitschaft herstellen), Use Cases pilotieren, unternehmensweit skalieren.
  • Ohne saubere Daten, Governance und Change Management trägt keine dieser Phasen.

Warum ein Phasen-Ansatz statt Big Bang?

Ein Big Bang, also der Versuch, ein ganzes Unternehmen an einem Wochenende komplett umzustellen, passt nicht zum Autonomous Enterprise. Das Autonomous Enterprise ist nicht einfach ein Produkt, das du einmal einrichtest und das dann läuft. Es ist vielmehr ein Betriebsmodell (Operating Model), dem dein Unternehmen künftig folgt und das du vorbereiten, einführen und skalieren musst.
Ein gestaffeltes Vorgehen bedeutet auch, dass ich Prozessautomatisierung zuerst dort einführe, wo der Effekt am schnellsten sichtbar wird. Das schafft intern Vertrauen für die größeren, folgenden Schritte. Möchtest du die grundsätzlichen Vorteile der Prozessautomatisierung zuerst einordnen, ist das ein guter Einstieg, bevor es an die Priorisierung im eigenen Betrieb geht.

Welche Voraussetzungen brauchst du zum Start?

Ehe ich überhaupt über Agentic AI spreche, prüfe ich zwei Dinge: die Qualität der Daten und die Governance dahinter. Ohne saubere Stammdaten und eine funktionierende KI-Governance liefert dir jeder Agent nur schnellere Fehler statt besserer Entscheidungen.
In der Praxis begegnet mir in diesem Zusammenhang immer wieder derselbe typische Fall. Derselbe Kundendatensatz existiert fünfmal im System, weil ein Prozess fehlt, der genau das verhindert. Im Alltag fällt das kaum auf. Sobald aber ein Agent auf Basis dieser Daten autonome Entscheidungen trifft, wird jede Dublette zum Risiko.
Zu jeder seriösen SAP-Roadmap gehört deshalb eine gründliche Ist-Analyse der SAP-Systemlandschaft. Dazu zählen die Zahl der parallel laufenden Systeme, bei Zukäufen nur angebundene statt integrierte ERP-Systeme, ferner die Unterschiede in den Prozessen zwischen den Standorten. Erst mit diesen Antworten ergibt eine Diskussion über den SAP Knowledge Graph als Wissensfundament für Agenten Sinn.
Für eine entsprechende Vorbereitung arbeite ich mit Kundinnen häufig entlang fester Kriterien. Einen praktischen Leitfaden dafür liefert die Checkliste für die ERP-Systemauswahl, und zwar auch dann, wenn du dein bestehendes SAP-System weiterentwickelst. Ein weiterer Punkt zur Organisation: Ich komme aus der Logistik- und Vertriebsseite der SAP-Welt. Aus diesem Grund überlasse ich finanz- und controllingnahe Voraussetzungen bewusst spezialisierten Kolleginnen, statt Themen außerhalb meiner Kompetenz zu bewerten.

Phase 1: Wie schaffst du die Grundlagen?

In der ersten Phase lege ich das technische und organisatorische Fundament. Das ist die wichtigste und meist unterschätzte Phase. Dazu gehört der Umstieg auf SAP S/4HANA beziehungsweise SAP Cloud ERP (ehemals S/4HANA Cloud), üblicherweise über Risewith SAP oder GROW with SAP. Parallel entsteht die SAP Business Data Cloud als gemeinsame Datenbasis für spätere Agenten.
Kurz ein Wort zu den vieldiskutierten Wartungsfristen. SAP beendet die reguläre Wartung für die klassische Business Suite planmäßig 2027. Gegen Aufpreis lässt sich der Support bis 2030 verlängern. Bei ausschließlicher Nutzung von RISE with SAP bleibt aktuell sogar bis 2033 Zeit. Diese Fristen sind aber nur der Anlass, nicht der Grund für eine Transformation. Das eigentliche Motiv liegt in einer anderen Frage: Tragen deine Kernprozesse in fünf bis zehn Jahren noch?
Genauso wichtig wie die Technik ist in dieser Phase die Partnerwahl. Ich selbst setze keine Projekte um. Ich helfe Unternehmen, das fachlich wie kulturell passende Partnerunternehmen zu finden. Die sachbezogen stärksten Berater*innen bringen wenig, wenn ihr Auftreten nicht zum Unternehmen passt und von Anfang an eine Mauer zwischen den Teams entsteht. Eine solide Orientierung bieten die Best-Practice-Partneragenturen für SAP S/4HANA. Trotzdem ersetzt keine Liste das eigene, kritische Nachfragen. Hast du diese Methodik schon einmal angewendet, oder ist das noch Theorie?
Die Planungsphase dauert bei mir üblicherweise drei bis sechs Monate. Am Ende steht eine klare Roadmap mit der ersten Transformationsstufe, dem passenden Partnerunternehmen und dem Budget dahinter.

Phase 2: Wie pilotierst du die ersten Prozesse?

Sobald das Fundament steht, wähle ich für die nächste Phase gezielt einzelne, klar abgegrenzte Prozesse für einen Piloten aus, ausdrücklich nicht für das ganze Unternehmen auf einmal. Das können erste KI-Agenten in der Beschaffung oder im Kundenservice sein, unterstützt durch Joule Work. Nutzer*innen beschreiben dort ein Ziel, und Joule Work kombiniert die passenden Daten und Workflows. Einzelne Anwendungen musst du dafür nicht mehr bedienen.
In dieser Phase bin ich meist täglich in Workshops und Steuerkreisen dabei und hinterfrage die Vorschläge der Implementierungspartner*innen. Ist die Methodik erprobt oder nur Theorie? Hast du das schon einmal so umgesetzt? Genau hier entscheidet sich, ob autonome Prozesse später im großen Stil funktionieren oder als teures Pilotprojekt enden. Willst du heute in Agentic AI im ERP einsteigen, plane diesen Pilotcharakter bewusst ein. Miss den Erfolg immer an der Übertragbarkeit auf andere Bereiche.
Ein einfacher, aber wirkungsvoller Einstieg ist oft ein ERP-Chatbot-Szenario im Kundenservice oder in der internen Anwenderunterstützung. Nutzen und Grenzen zeigen sich dort schnell und mit überschaubarem Risiko. Möchtest du vorab verstehen, wie sich ein ERP-Chatbot von einem vollwertigen Agenten unterscheidet, mach diesen Unterschied im Pilotprojekt explizit. Ein Chatbot beantwortet Fragen. Ein Agent trifft im Rahmen definierter Regeln eigenständig Entscheidungen und stößt Prozessschritte an. Diese Klarheit hilft später auch der eigenen Organisation, Erwartungen richtig einzuordnen.
Kriterien SAP Roadmap

Phase 3: Wie skalierst du unternehmensweit?

Erst wenn der Pilot belastbare Resultate liefert, gehe ich in die unternehmensweite Skalierung. Der größte Hebel ist dabei die Prozessharmonisierung, mehr als jede Technologie. Fertigen zwei Werke dasselbe Produkt, gibt es kaum einen guten Grund für unterschiedliche Prozesse, außer du willst diese Heterogenität bewusst weiterschleppen.
Besonders bei Konzernen mit stark eigenständigen Landesgesellschaften erfordert die Skalierung eine klare Entscheidungsstruktur. Notwendig sind ein Gremium, das Abweichungen vom Standardprozess genehmigt oder ablehnt, und eine Governance, die neuen Wildwuchs in fünf Jahren verhindert. Ohne begleitendes Change Management scheitert die Skalierung fast immer an den Menschen. Wie du Change Management fest in eine laufende Einführung einbaust, zeigt der Beitrag Change Management bei der ERP-Einführung ausführlicher.
Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet an dieser Stelle vor allem die Kommunikation. Investierst du dafür genauso viel Zeit wie in die Technik, oder bleibt sie auf der Strecke? In allen kritischen Projekten, die ich erlebt habe, war genau das die Schwachstelle. Am Anfang lief die Kommunikation nebenher, und das Team musste sie später mühsam nachholen.

Welche Tools helfen dir auf dem Weg dahin?

Neben SAPs eigenem Werkzeugkasten lohnt sich ein Blick auf die Softwarelandschaft rund um ERP und KI-Agenten, insbesondere für kleinere Ausgangslagen oder Speziallösungen, die eine große SAP-Transformation ergänzen. Auf OMR Reviews findest du dazu einen laufend aktualisierten Überblick in der Kategorie ERP-Systeme sowie einen wachsenden Bereich zu KI-Agenten. Speziell für kleinere Warenwirtschafts- und E-Commerce-nahe Szenarien sind dort unter anderem microtech , Billbee, Pickware, Lime Connect (ehemals Userlike) oder agorum core gelistet. Ich bewerte diese bewusst nicht inhaltlich, weil mein Fokus auf größeren Mittelstands- und Konzerntransformationen liegt. Sie zeigen aber, wie breit das Feld jenseits der klassischen SAP-Welt mittlerweile ist.
Innerhalb der SAP-Welt selbst lohnt sich ein genauer Blick auf die KI-Agenten, die SAP über die Autonomous Suite für Finanzen, Supply Chain, Personalwesen, Beschaffung und Kundenservice bereitstellt. Möchtest du verstehen, wie sich diese Agenten von klassischer, regelbasierter Prozessautomatisierung unterscheiden, findest du eine gute Einordnung unter KI-Prozessautomatisierung. Mein Rat: Bewerte jedes Tool und jeden Agenten daran, ob er ein konkretes, heute existierendes Problem löst. Wie beeindruckend die Demo wirkt, spielt keine Rolle.

Wo liegen die größten Stolpersteine?

Die häufigste Barriere ist fehlendes Change Management. Verstehen Mitarbeiter*innen nicht, warum eine Transformation nötig ist, verlieren sie die Motivation. Spätestens dann, wenn es schwierig wird.
Der zweite Klassiker ist unterschätzte Komplexität. Dazu zählen Prozesse, die niemand mehr vollständig überblickt, IT-Landschaften mit unklarem Zusammenspiel oder eine Länderharmonisierung, die statt eines halben Jahres am Ende doppelt so lange dauert. Stellst du das erst mitten im Projekt fest, sprengst du Budget und Zeitplan gleichermaßen. Auch das Partnerunternehmen bleibt dann länger und mit mehr Ressourcen im Projekt.
Ein dritter, oft übersehener Punkt ist die Priorisierung innerhalb der Organisation. Welche Schlüsselpersonen, also diejenigen, die das Tagesgeschäft und seine Schwachstellen am besten kennen, brauchst du im Projekt? Oftmals sind genau diese Personen auch operativ unverzichtbar. Statt sie über Monate freizustellen, arbeite ich lieber in kompakten Workshop-Blöcken. Intensiv ein bis zwei Wochen, dann eine Auswertung, dann die nächste Runde. So bleibt der laufende Betrieb stabil, und die Transformation gerät trotzdem nicht ins Stocken. Beide Punkte, Change Management und realistische Ressourcenplanung, lassen sich mit einer sauberen Planungsphase und einem in Etappen gedachten Vorgehen deutlich abfedern.
Stolpersteine bei der Transformation

Fazit

Mein Fazit: Das SAP Autonomous Enterprise ist eine starke Vision. Sie beginnt aber nicht bei Agenten und Automatisierung, sondern bei sauberer Datenqualität, klarer Governance und einer nüchternen Ist-Analyse deiner heutigen Systemlandschaft. Schaffst du diese Grundlagen in Phase 1, pilotierst in Phase 2 gezielt und skalierst erst danach in Phase 3, kommst du mit deutlich geringerem Risiko ans Ziel als mit einem Big Bang. Als Navigator begleite ich genau diesen Weg zwischen technischer Möglichkeit und dem, was dein Unternehmen stemmen kann. Rechne dabei mit einer Reise von mehreren Jahren. Je nach Unternehmensgröße und Ausgangslage liegen zwischen dem ersten Assessment und einem vollständig skalierten Autonomous Enterprise in der Regel achtzehn Monate bis ein paar Jahre. Warten solltest du trotzdem nicht. Die lange Dauer spricht für einen frühen Start mit einer realistischen Bestandsaufnahme, denn die Betriebe, die zeitig in Phase 1 investieren, gewinnen aus meiner Erfahrung in Phase 2 und 3 spürbar an Tempo. Schätzt du deine Systemlandschaft ehrlich ein, bevor du die erste Entscheidung triffst, sparst du dir teure Korrekturen mitten im Projekt.
 
 

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Andreas Krieg

Andreas Krieg ist Gründer und Inhaber von SaphirACon, einer auf SAP-Transformationen spezialisierten Beratungsgesellschaft mit Sitz in Stuttgart. Seit 2005 begleitet er SAP-Projekte in unterschiedlichen Rollen, unter anderem bei LAPP, MHP und Porsche. Heute unterstützt er Unternehmen als unabhängiger Navigator zwischen Fachbereich, IT und Implementierungspartnern über alle Phasen einer SAP-Transformation hinweg, von der klassischen S/4HANA-Migration bis zu aktuellen Themen wie dem SAP Autonomous Enterprise und dem Einsatz von KI-Agenten im ERP.

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ERP Beratung
ERP Consultancies spezialisieren sich darauf, Unternehmen bei der Auswahl, Implementierung und Optimierung von Enterprise-Resource-Planning-Systemen (ERP) zu unterstützen. Diese Agenturen richten sich an Unternehmen jeder Größe und Branche, die ihre Geschäftsprozesse digitalisieren und optimieren möchten. Der Schwerpunkt von ERP Consultancies liegt in der Analyse bestehender Prozesse, der Identifikation passender ERP-Lösungen sowie der Anpassung und Integration der Software in die Unternehmensstruktur. Darüber hinaus bieten sie oft Schulungen für Anwender*innen und langfristige Unterstützung bei der Systemnutzung an. Die Beratung umfasst typischerweise Bereiche wie Supply Chain Management, Finanzbuchhaltung, Produktionsplanung, Personalmanagement und Kundenbeziehungsmanagement. Um in der Kategorie ERP Consultancies aufgenommen zu werden, sollte eine Agentur die folgenden Bereiche und Services abdecken: - Bedarfsanalyse und Prozessberatung: Identifikation der Anforderungen und Optimierung von Geschäftsprozessen. - ERP-Implementierung und -Integration: Einführung und Anpassung der Software an spezifische Unternehmensbedürfnisse. - Schulungen und Change Management: Unterstützung bei der Einführung neuer Systeme durch gezielte Mitarbeiterschulungen. - Support und Wartung: Langfristige technische Unterstützung und Systempflege. - Datenmigration und Schnittstellenmanagement: Sicherstellung einer reibungslosen Übertragung und Verknüpfung von Datenquellen.
ERP-Systeme
ERP-Systeme (ausgeschrieben Enterprise-Resource-Planning-Systeme) wurden, wie der Name schon sagt, ursprünglich dafür entwickelt, alle betriebliche Ressourcen von Enterprise-Unternehmen in einem zentralen System zu verwalten, zu planen und zu steuern, vom Kapital über das Personal bis hin zur Warenwirtschaft. Mittlerweile sind ERP-Lösungen nicht mehr einzig und allein Großunternehmen vorbehalten und so finden sich bei der gelisteten Software auch ERP-Systeme für den Mittelstand oder Kleinunternehmen. Darüber lassen sich hier auch branchenspezifische ERP-Systeme finden sowie ERP-Software, die sich nur auf einen oder mehrere, aber nicht auf alle, Unternehmensbereiche spezialisiert hat. Dies sind im Einzelnen ERP-Systeme für Warenwirtschaft, Einkauf und Logistik, ERP-Systeme für Finanzen, Buchhaltung und Budgetierung, ERP-Software für Personalplanung, -beschaffung, -entwicklung, -controlling und Gehaltsabrechnungen sowie ERP-Lösungen für das Vertriebswesen inklusive Angebots- und Rechnungsabwicklung sowie Preismanagement. Ein ERP-System wird meist von Unternehmen aus Produktion und Handel genutzt. Obwohl die Geschlossenheit und das reibungslose Zusammenspiel der einzelnen Funktionen einer der Hauptgründe ist sich für ein ERP-System zu entscheiden, lassen sich einige ERP-Systeme auch mit anderen Software-Lösungen, wie z.B. CRM-Software, integrieren.
Künstliche Intelligenz
KI Tools sind Software-Programme, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren und Unternehmen dabei helfen, Daten zu analysieren und zu interpretieren. Diese Tools nutzen Algorithmen und Machine-Learning-Modelle, um aus großen Datenmengen Muster und Zusammenhänge zu erkennen und Vorhersagen zu treffen. Dadurch können Unternehmen Entscheidungen schneller und effizienter treffen, da sie auf fundierte und datengestützte Informationen zurückgreifen können. KI Tools finden Anwendung in verschiedenen Bereichen, wie beispielsweise im Marketing, in der Finanzanalyse, im Gesundheitswesen oder in der Produktionsoptimierung.

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