Endpoint Management Software: Die 5 besten Tools im Vergleich

Fünf Lösungen für die zentrale Verwaltung und Absicherung von Endgeräten, mit echten Preisen und Bewertungen

Inhalt
  1. Endpoint-Management-Tools im Vergleich
  2. Das sind die besten Endpoint-Management-Tools
  3. Was ist Endpoint Management Software?
  4. Wie funktioniert eine Endpoint-Management-Software?
  5. Welche Vorteile bietet Endpoint Management Software?
  6. Endpoint Management, Endpoint Security, MDM oder RMM: welche Kategorie brauchst du?
  7. War ist Endpoint Management 2026 so relevant?
  8. Die richtige Endpoint-Management-Software auswählen
  9. Alternativen zu den vorgestellten Tools
  10. Fazit: So findest du die passende Software
Jeder Laptop, jedes Smartphone und jeder Server in deinem Unternehmen ist ein Endpunkt. Und jeder davon will inventarisiert, konfiguriert, gepatcht und abgesichert werden. Sobald mehr als eine Handvoll Geräte zusammenkommen, funktioniert das nicht mehr manuell. Endpoint Management löst das Problem, indem du alle Endgeräte über eine Konsole verwaltest, statt jedes Gerät einzeln anzufassen.
Der Markt ist unübersichtlich, weil sich Verwaltung und Sicherheit überlappen: Manche Anbieter kommen von der IT-Verwaltung, andere vom Virenschutz, wieder andere vom Backup. Dieser Artikel zeigt dir die fünf am besten bewerteten Tools aus der Kategorie Endpoint Management auf OMR Reviews, erklärt die Grundlagen und grenzt die Software-Kategorien voneinander ab, damit du das richtige Tool wählst.
Das Wichtigste in Kürze
  • Endpoint Management Software verwaltet alle Endgeräte eines Unternehmens zentral: Inventar, Konfiguration, Patches, Softwareverteilung und Monitoring.
  • Die fünf bestbewerteten Tools der Kategorie auf OMR Reviews sind Atera, NinjaOne, Avast Ultimate Business Security, Acronis Cyber Protect Cloud und Malwarebytes Endpoint Protection 1.2.
  • Die Preismodelle unterscheiden sich grundlegend. Atera rechnet pro Techniker*in ab, Malwarebytes pro Gerät, NinjaOne und Acronis nennen keine öffentlichen Preise.
  • Endpoint Management und Endpoint Security sind zwei verschiedene Dinge. Verwaltung sorgt für Ordnung und aktuelle Systeme, Security erkennt und blockt Angriffe.
  • Zwei Entwicklungen erhöhen 2026 den Druck: Windows 10 ist seit Oktober 2025 ohne regulären Suppchland seit Dezember 2025geltendes Recht.

Endpoint-Management-Tools im Vergleich

Tool
OMR-Bewertung
Preis (Einstieg)
Fokus
Ideal für
 
Atera
4,5 von 5 (1 Bewertung)
ab 129,00 EUR pro Techniker*in und Monat
RMM, Helpdesk und Patch-Management in einer Konsole
interne IT-Abteilungen und MSPs
NinjaOne
4,7 von 5 (13 Bewertungen)
auf Anfrage
Unified IT Operations, Endgeräteverwaltung und Automatisierung
IT-Teams mit vielen verteilten Endgeräten
Avast Ultimate Business Security
4,6 von 5 (4 Bewertungen)
ab 54,43 EUR pro Nutzer*in und Jahr
Endpoint Security mit automatisiertem Patch-Management
kleine Unternehmen und Agenturen ohne eigene IT
Acronis Cyber Protect Cloud
4,8 von 5 (2 Bewertungen)
auf Anfrage
Backup und Disaster Recovery, ergänzt um Security und Patching
MSPs und Unternehmen mit hohem Backup-Bedarf
Malwarebytes Endpoint Protection 1.2
5,0 von 5 (1 Bewertung)
ab 3,33 EUR pro Monat und Gerät
Erkennung und Entfernung von Malware und Ransomware
kleine Teams, die vor allem Schutz brauchen
Highlight Box

Die Auswahl der Tools basiert auf unserem OMR Score. Das Ranking wird anhand der durchschnittlichen Bewertung und deren Anzahl bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ermittelt. Je mehr positive Stimmen, desto besser spiegelt das Ergebnis die allgemeine Zufriedenheit wider. Dieser Score soll dir bei der Entscheidungsfindung helfen.

 
 

Das sind die besten Endpoint-Management-Tools

Die Reihenfolge folgt dem aktuellen Ranking der Kategorie Endpoint Management auf OMR Reviews. Auffällig ist die Mischung: Die Plätze eins und zwei sind klassische Verwaltungsplattformen, die Plätze drei bis fünf kommen aus der Security- und Backup-Ecke. Das spiegelt den Markt gut, weil viele Unternehmen ihre Endgeräte über mehrere Werkzeuge hinweg im Griff behalten.

1. Atera

Atera ist eine KI-gestützte IT-Management-Plattform, die Remote Monitoring und Management (RMM), Helpdesk und Ticketing, Patching und Automatisierung in einem Dashboard bündelt. Für Endpoint Management ist Atera deshalb interessant, weil Verwaltung und Support nicht in getrennten Systemen liegen. Bearbeitest du ein Ticket, siehst du den Zustand des Endgeräts direkt daneben.
So schätzen User das Produkt einWhat users think about this product
0 %8 %16 %25 %33 %41 %50 %58 %66 %75 %83 %91 %100 %
BenutzerfreundlichkeitEase of Use
Kategorie-Durchschnitt: 89%Category Average: 89%
0 %8 %16 %25 %33 %41 %50 %58 %66 %75 %83 %91 %100 %
Erfüllt die AnforderungenMeets Requirements
Kategorie-Durchschnitt: 86%Category Average: 86%
0 %7 %14 %21 %28 %35 %43 %50 %57 %64 %71 %78 %86 %
Einfache EinrichtungEase of Setup
Kategorie-Durchschnitt: 84%Category Average: 84%
Wichtigste Funktionen:
  • Fernverwaltung, Automatisierung und Skripting
  • Fernüberwachung und Warnungen in Echtzeit
  • Patch-Management für Betriebssystem und Anwendungen
  • Helpdesk- und Ticket-Automatisierung inklusive SLA und Zeiterfassung
  • Fernzugriff über Splashtop, Berichte, API und Azure-AD-Integration
Geeignet für: interne IT-Abteilungen und Managed Service Provider, die Verwaltung, Monitoring und Support in einer Konsole zusammenziehen wollen.
Preise: Der Pro-Tarif startet bei 129,00 EUR pro Techniker*in und Monat bei jährlicher Abrechnung. Growth kostet 179,00 EUR, Power 209,00 EUR, jeweils pro Techniker*in und Monat. Mac und Linux sind erst ab Growth dabei. Eine 30-tägige Testversion ist ohne Kreditkarte verfügbar.
Das sagen Nutzer*innen auf OMR Reviews:
Stärken
Potenziale
 
Preismodell auf kleinere Unternehmen zugeschnitten
Patch-Management wirkt am Anfang unübersichtlich
Tickets lassen sich in Zeitintervallen automatisch erstellen
Chocolatey-Integration ist komplex im Einstieg
Übersichtliche Oberfläche, neue Clients per Skript einspielbar
„Mir gefällt die Ausrichtung auf kleinere Unternehmen was das Pricing angeht. Besonders gefallen hat mir auch die Funktion dass Tickets in bestimmten Zeitintervallen automatisch erstellt werden können um Beispielsweise (sic) tägliche Checks abzubilden. Generell gestaltet sich die Oberfläche sehr übersichtlich und intuitiv.“ – Benjamin, IT-Koordinator bei WSS
 
 

2. NinjaOne

NinjaOne, früher NinjaRMM, ist eine Unified-IT-Operations-Lösung. Die Plattform verbindet Endgeräteverwaltung mit Endnutzer*innen-Support und deckt damit den Kern des Endpoint Managements ab: Sichtbarkeit über alle Geräte, automatisiertes Patchen und Fernzugriff, wenn es klemmt.
So schätzen User das Produkt einWhat users think about this product
0 %7 %14 %22 %29 %36 %44 %51 %58 %66 %73 %80 %88 %
BenutzerfreundlichkeitEase of Use
Kategorie-Durchschnitt: 89%Category Average: 89%
0 %7 %15 %22 %30 %37 %45 %52 %60 %67 %75 %82 %90 %
Erfüllt die AnforderungenMeets Requirements
Kategorie-Durchschnitt: 86%Category Average: 86%
0 %8 %16 %24 %32 %40 %48 %56 %64 %72 %80 %88 %97 %
KundensupportCustomer Support
Kategorie-Durchschnitt: 90%Category Average: 90%
0 %6 %13 %20 %27 %34 %41 %47 %54 %61 %68 %75 %82 %
Einfache EinrichtungEase of Setup
Kategorie-Durchschnitt: 84%Category Average: 84%
Wichtigste Funktionen:
  • Proaktive Endpunktüberwachung und Remote-Management
  • Automatisiertes Patch-Management und Softwareverteilung
  • IT-Asset-Management und IT-Dokumentation
  • Fernsteuerung und integrierter IT-Service-Desk
  • Backup-Funktionen für Endgeräte
Geeignet für: IT-Teams und Dienstleister, die viele verteilte Endgeräte zentral überwachen und Routineaufgaben per Skript automatisieren wollen.
Preise: NinjaOne kommuniziert keine öffentlichen Preise, das Angebot kommt auf Anfrage. Eine kostenlose Testversion ist verfügbar. Für den Kostenvergleich heißt das: Angebot einholen und auf die Lizenzierung von Zusatzmodulen wie Fernwartung achten, denn genau die nennen einige Bewertungen als Kostentreiber.
Das sagen Nutzer*innen auf OMR Reviews:
Stärken
Potenziale
 
Einfache Bedienung, viel funktioniert direkt out of the box
Unter Linux stehen weniger Funktionen bereit als unter Windows
Automatisiertes Patch-Management und einfaches Scripting
Wartezeit auf angekündigte Funktionen
Deutschsprachiger Support, der als reaktionsschnell beschrieben wird
Lizenzierung der Fernwartung gilt als teuer
„Einfache Fernwartung, automatisiertes Patchmanagement, einfaches Scripting. Sehr sehr viele Details der Systeme werden angezeigt die bei anderen RMM Systemen kostenpflichtig sind.“ – Sascha, Angestellter bei Compfair GmbH
 
 

3. Avast Ultimate Business Security

Avast Ultimate Business Security schützt Nutzer*innen, Geräte und Anwendungen vor Malware, Phishing, Ransomware und weiteren Angriffen. In dieser Liste steht das Tool für die Sicherheitsebene mit Verwaltungsfunktionen. Es bringt ein automatisiertes Patch-Management und eine Remote-Verwaltung mit, zwei Bausteine, die klassisch zum Endpoint Management gehören.
So schätzen User das Produkt einWhat users think about this product
0 %7 %14 %21 %28 %35 %43 %50 %57 %64 %71 %78 %86 %
BenutzerfreundlichkeitEase of Use
Kategorie-Durchschnitt: 90%Category Average: 90%
0 %7 %14 %22 %29 %37 %44 %51 %59 %66 %74 %81 %89 %
Erfüllt die AnforderungenMeets Requirements
Kategorie-Durchschnitt: 99%Category Average: 99%
0 %7 %15 %22 %30 %37 %45 %52 %60 %67 %75 %82 %90 %
KundensupportCustomer Support
Kategorie-Durchschnitt: 94%Category Average: 94%
0 %7 %14 %21 %28 %35 %43 %50 %57 %64 %71 %78 %86 %
Einfache EinrichtungEase of Setup
Kategorie-Durchschnitt: 80%Category Average: 80%
Wichtigste Funktionen:
  • Schutz vor Malware, Phishing und Ransomware
  • Automatisiertes Patch-Management
  • Remote-Verwaltung der geschützten Geräte
  • Verfügbar für Windows, iOS und Android
  • 30 Tage Geld-zurück-Garantie
Geeignet für: kleine Unternehmen und Agenturen ohne eigene IT-Abteilung, die Schutz und Updates mit wenig Aufwand zentral steuern wollen.
Preise: Laut Produktprofil auf OMR Reviews (Stand Januar 2023) liegt Ultimate Business Security bei 54,43 EUR pro Nutzer*in und Jahr, für fünf Geräte starten die Kosten bei 255,75 EUR pro Jahr. Der Preis steigt mit der Anzahl der Geräte und der Laufzeit. Weil der Stand älter ist, lohnt eine Gegenprüfung beim Anbieter.
Das sagen Nutzer*innen auf OMR Reviews:
Stärken
Potenziale
 
Läuft unauffällig im Hintergrund, ohne ständige Benachrichtigungen
Scan-Ergebnisse sind erst nach Öffnen der Oberfläche sichtbar
Warnt bei Phishing-Versuchen direkt per Pop-up
Lizenzverteilung wird als unübersichtlich beschrieben
Gut gestaltetes Dashboard, auch für Nicht-Profis bedienbar
Screen-Sharing im Netzwerk erfordert Eingriff in die Firewall
„Es gibt viele Virenscanner, welche man aufwendig einrichten muss. Avast läuft gut im Hintergrund des Tagesgeschehen und gibt einem dennoch genau an den richtigen Stellen Rückmeldungen, sodass man weiß, auf welcher Webseite Daten abgegriffen werden können oder wo es sich um eine potenzielle Gefahr handelt.“ – Jan, Marketing Manager bei ISEO Online Marketing GmbH
 
 

4. Acronis Cyber Protect Cloud

Acronis Cyber Protect Cloud kommt aus dem Backup und der Disaster Recovery und hat sich in Richtung Endpoint-Schutz erweitert. Für das Endpoint Management ist das relevant, weil ein Endgerät auch ausfallen oder verloren gehen kann. Dann entscheidet das Backup darüber, wie teuer der Vorfall wird.
So schätzen User das Produkt einWhat users think about this product
0 %4 %9 %14 %19 %23 %28 %33 %38 %42 %47 %52 %57 %
BenutzerfreundlichkeitEase of Use
Kategorie-Durchschnitt: 87%Category Average: 87%
0 %7 %14 %21 %28 %35 %43 %50 %57 %64 %71 %78 %86 %
Erfüllt die AnforderungenMeets Requirements
Kategorie-Durchschnitt: 93%Category Average: 93%
0 %4 %9 %14 %19 %23 %28 %33 %38 %42 %47 %52 %57 %
KundensupportCustomer Support
Kategorie-Durchschnitt: 89%Category Average: 89%
0 %7 %14 %21 %28 %35 %43 %50 %57 %64 %71 %78 %86 %
Einfache EinrichtungEase of Setup
Kategorie-Durchschnitt: 91%Category Average: 91%
Wichtigste Funktionen:
  • Backup und Wiederherstellung von Unternehmensdaten über verschiedene Plattformen
  • Disaster-Recovery-Pläne inklusive Testwiederherstellung
  • Security- und Patch-Management-Funktionen, laut Bewertungen zuletzt ausgebaut
  • Partnerportal für Managed Service Provider
Geeignet für: MSPs und Unternehmen, die Datensicherung als Kern brauchen und Endpoint-Schutz aus derselben Konsole steuern wollen.
Preise: Acronis kommuniziert für Cyber Protect Cloud keine öffentlichen Preise. Eine kostenlose Testversion und eine Demo sind verfügbar, das Angebot läuft über den Anbieter oder Partner.
Das sagen Nutzer*innen auf OMR Reviews:
Stärken
Potenziale
 
Zuverlässige Sicherung und getestete Wiederherstellung
Erstkonfiguration ist aufwendig
Security- und Patch-Management ergänzen das Backup
Zuständigkeiten müssen manuell aktualisiert werden
Partnerportal und Support werden für MSPs gelobt
„Wir sind seit fast 4 Jahren bei Acronis und sind sehr zufrieden. Anfangs war es nur eine Backup-/Disaster-Recovery-Lösung, aber in den letzten Monaten hat Acronis echte Sicherheits- und Patch-Management-Funktionen eingeführt. Das Partnerportal ist perfekt für MSP.“ – Christina, General Manager
 
 

5. Malwarebytes Endpoint Protection 1.2

Malwarebytes Endpoint Protection erkennt und entfernt Schadsoftware in Echtzeit, blockt Ransomware und sperrt den Zugriff auf bekannte bösartige Websites. Das Tool ist die schmalste Lösung im Vergleich und deckt nur die Schutzebene ab, keine Geräteverwaltung. Wenn du eine Verwaltungsplattform brauchst, kombinierst du Malwarebytes sinnvoll mit einem der beiden erstplatzierten Tools. Vertiefend dazu passt unsere Übersicht zu Antivirus-Software für Unternehmen.
So schätzen User das Produkt einWhat users think about this product
0 %8 %16 %25 %33 %41 %50 %58 %66 %75 %83 %91 %100 %
BenutzerfreundlichkeitEase of Use
Kategorie-Durchschnitt: 81%Category Average: 81%
0 %7 %14 %21 %28 %35 %43 %50 %57 %64 %71 %78 %86 %
Erfüllt die AnforderungenMeets Requirements
Kategorie-Durchschnitt: 90%Category Average: 90%
0 %8 %16 %25 %33 %41 %50 %58 %66 %75 %83 %91 %100 %
KundensupportCustomer Support
Kategorie-Durchschnitt: 76%Category Average: 76%
0 %8 %16 %25 %33 %41 %50 %58 %66 %75 %83 %91 %100 %
Einfache EinrichtungEase of Setup
Kategorie-Durchschnitt: 81%Category Average: 81%
Wichtigste Funktionen:
  • Echtzeit-Erkennung und Entfernung von Malware und Trojanern
  • Schutz anfälliger Systeme vor Exploit-Angriffen
  • Blockieren von Ransomware und bekannten bösartigen Websites
  • Browser Guard für sichereres Surfen
  • Verfügbar für Windows, Mac, Android und Chromebook
Geeignet für: kleine Teams, die eine schlanke, schnell eingerichtete Schutzlösung suchen und keine vollständige Verwaltungsplattform brauchen.
Preise: Der Premium-Tarif startet bei 3,33 EUR pro Monat für ein Gerät, das entspricht 39,99 EUR im Jahr. Fünf Geräte kosten 6,67 EUR pro Monat, mit Privacy VPN 7,08 EUR pro Monat. Eine 14-tägige Testversion ist verfügbar.
Das sagen Nutzer*innen auf OMR Reviews:
Stärken
Potenziale
 
Findet Schadsoftware, die andere Scanner übersehen haben
Tarife passen schlecht für mittelgroße Unternehmen
Kaum Konfigurationsaufwand bei der Einrichtung
Keine Geräteverwaltung im engeren Sinn
Schnelle Scans, planbar im Voraus
„Wir haben Malwarebytes im Unternehmen eingeführt, da wir viele Spam Mails und Backdoor-Viren auf den Rechnern hatten. Unser vorheriges Avira Antivir hat die Viren nicht erkannt, Malwarebytes schon. Es gibt nicht viel zu konfigurieren oder einzurichten, um die Software zum Laufen zu bringen.“ – Kevin, Senior Consultant bei Excubate GmbH
 
 

Was ist Endpoint Management Software?

Endpoint Management Software ist eine zentrale Plattform, über die IT-Teams alle Endgeräte eines Unternehmens verwalten. Endpunkte sind alle Geräte, die sich mit dem Firmennetz verbinden: Laptops und Desktops, Smartphones und Tablets, Server, Drucker und zunehmend IoT-Geräte wie Sensoren oder Kassensysteme.
Die Software beantwortet drei Fragen dauerhaft und automatisiert: Welche Geräte gibt es, in welchem Zustand sind sie, und was muss passieren, damit sie sicher und aktuell bleiben? Ohne ein solches System liegt diese Information verteilt in Tabellen, Ticketsystemen und Köpfen, und niemand kann verlässlich sagen, ob auf allen Rechnern der letzte Sicherheitspatch installiert ist. Wenn du tiefer in das Thema einsteigen willst, lohnt unser Grundlagenartikel dazu, wie du mit Endpoint Management die Kontrolle über deine IT-Infrastruktur behältst.
 
 

Wie funktioniert eine Endpoint-Management-Software?

Technisch läuft auf jedem verwalteten Gerät ein kleiner Agent. Dieser Agent meldet Hardware, installierte Software, Patch-Stand und Konfiguration an eine zentrale Konsole und führt von dort ausgelöste Aufgaben aus.
Aus diesem Rückkanal entstehen die vier typischen Arbeitsschritte: Die Software inventarisiert zunächst automatisch alle Geräte und legt damit die Datenbasis. Anschließend verteilt sie Konfigurationen und Richtlinien, etwa Verschlüsselung oder Passwortregeln, an definierte Gerätegruppen. Im laufenden Betrieb prüft sie Updates, testet sie in Ringen und rollt Patches nach Zeitplan aus. Parallel überwacht sie Zustand und Auffälligkeiten und schlägt Alarm, wenn ein Gerät abweicht oder offline geht.
Der praktische Gewinn liegt in der Skalierung. Ein Patch für 400 Geräte ist derselbe Aufwand wie ein Patch für vier, und eine neue Person bekommt ihren Laptop mit Standardkonfiguration ausgerollt, ohne dass jemand daneben sitzt.
 
 

Welche Vorteile bietet Endpoint Management Software?

  • Vollständiges Inventar: Du weißt, welche Geräte und Softwareversionen im Einsatz sind. Ohne diese Übersicht lässt sich kein Sicherheitsrisiko bewerten.
  • Kürzere Reaktionszeit bei Schwachstellen: Patches lassen sich zentral priorisieren und ausrollen, statt Gerät für Gerät nachzuziehen.
  • Weniger manuelle Routine: Onboarding, Softwareverteilung und wiederkehrende Prüfungen laufen automatisiert.
  • Nachweisbare Sicherheitsstandards: Richtlinien wie Verschlüsselung oder Zwei-Faktor-Authentifizierung lassen sich flächig durchsetzen und dokumentieren.
  • Support ohne Vor-Ort-Termin: Fernzugriff und Monitoring lösen viele Probleme, bevor Nutzer*innen sie melden.
 
 

Endpoint Management, Endpoint Security, MDM oder RMM: welche Kategorie brauchst du?

Die Begriffe werden im Marketing oft synonym benutzt, meinen aber unterschiedliche Aufgaben. Diese Abgrenzung entscheidet darüber, ob eine Anschaffung dein Problem löst.
Kategorie
Aufgabe
Typischer Einsatz
 
Endpoint Management, oft Unified Endpoint Management (UEM)
Geräte inventarisieren, konfigurieren, patchen, Software verteilen
zentrale Verwaltung aller Endgeräte über Betriebssysteme hinweg
Endpoint Security oder Endpoint Protection
Angriffe auf Endgeräte verhindern und blocken
Malware-, Ransomware- und Phishing-Schutz
Mobile Device Management (MDM)
Smartphones und Tablets verwalten und absichern
mobile Flotte, private Geräte im Firmeneinsatz
Remote Monitoring and Management (RMM)
Endgeräte aus der Ferne überwachen und warten
Dienstleister und verteilte Standorte
Endpoint Detection and Response (EDR)
verdächtiges Verhalten analysieren und darauf reagieren
Security-Teams mit eigener Incident Response
In der Praxis komibinieren viele Tools die oben genannten Bereiche: Ein Unternehmen mit 150 Notebooks und 80 Diensthandys braucht eine Verwaltungsebene, eine Schutzebene und für die Mobilgeräte oft eine eigene Verwaltung. Wenn dein Schwerpunkt auf der Fernwartung von Kundensystemen liegt, führt der Weg eher über RMM-Software für IT-Dienstleister. Geht es überwiegend um Smartphones und Tablets, ist eine Lösung für Mobile Device Management die passendere Wahl.
 
 

War ist Endpoint Management 2026 so relevant?

Zwei Entwicklungen haben Endpoint Management in Deutschland von einer Effizienzfrage zu einer Pflichtaufgabe gemacht.

Windows 10 ist seit Oktober 2025 ohne regulären Support

Microsoft hat den Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 beendet. Betroffene Geräte laufen in vielen Unternehmen trotzdem weiter, bekommen aber keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr. Neu entdeckte Lücken bleiben damit dauerhaft offen.
Als Übergang gibt es das Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (Extended Security Updates, ESU). Das erste Jahr läuft von Oktober 2025 bis Oktober 2026, eine Verlängerung ist bis Oktober 2028 möglich. Für dein Endpoint Management heißt das drei Dinge: Du brauchst eine verlässliche Liste aller Geräte mit Betriebssystemversion, eine Bewertung der Windows-11-Fähigkeit der Hardware und einen Rollout-Plan mit Zeitachse. Diese drei Punkte liefert eine Verwaltungsplattform ohne Handarbeit. An einem lückenhaften Inventar scheitern Migrationen dagegen regelmäßig.

NIS2 verlangt Asset-Inventar und feste Patch-Fristen

Das deutsche NIS2-Umsetzungsgesetz ist am 6. Dezember 2025 in Kraft getreten. Betroffen sind rund 29.500 Unternehmen, deutlich mehr als unter der Vorgängerregelung. Die Registrierungspflicht beim BSI lief nach einer Verlängerung bis zum 31. Juli 2026.
Für die Endgeräteverwaltung sind vor allem drei Pflichten relevant. Erstens ein aktuelles Inventar der Hard- und Software samt Versionen, denn nur erfasste Systeme lassen sich gegen bekannte Schwachstellen abgleichen. Zweitens ein Patch-Management mit definierten Fristen je nach Kritikalität, mit vorher getesteten Updates aus verifizierten Quellen. Drittens Mehr-Faktor-Authentifizierung für privilegierte und externe Zugänge.
Damit wird aus dem, was vorher gute Praxis war, eine dokumentationspflichtige Aufgabe. Kannst du Inventar und Patch-Stand aus einem System heraus belegen, hast du den Nachweis fast automatisch. Mit Tabellen baust du ihn jedes Mal neu. Ergänzend lohnt ein Blick auf das Konzept der Zero-Trust-Architektur, das dieselbe Grundannahme verfolgt: kein Gerät ist per se vertrauenswürdig.
 
 

Die richtige Endpoint-Management-Software auswählen

Prüfe vor der Auswahl diese Punkte:
  • Betriebssysteme: Deckt das Tool alle im Einsatz befindlichen Plattformen gleichwertig ab? Mehrere Anbieter unterstützen Linux und macOS schwächer als Windows oder erst in höheren Tarifen.
  • Preislogik: Pro Gerät, pro Nutzer*in oder pro Techniker*in? Bei kleinen Teams mit vielen Geräten ist eine Abrechnung pro Techniker*in günstig, bei vielen Nutzer*innen mit je einem Gerät ist es umgekehrt.
  • Funktionstiefe beim Patchen: Kannst du Gerätegruppen, Zeitfenster und Test-Ringe definieren, oder gibt es nur einen globalen Schalter?
  • Integrationen: Passt das Tool zu Verzeichnisdienst, Ticketsystem und, falls vorhanden, deinem IT-Service-Management?
  • Reporting: Lassen sich Inventar und Patch-Stand exportieren? Das brauchst du für Nachweise gegenüber Prüfer*innen und Versicherungen.
  • Zusatzmodule: Was kostet extra? Fernwartungslizenzen und Backup werden häufig separat berechnet.
Ein pragmatischer Test: Lass dir im Trial das Ausrollen eines Patches auf eine Testgruppe zeigen und einen Inventarbericht exportieren. Wenn beides in wenigen Minuten klappt, ist das Tool potenziell geeignet für deinen Alltag.
 
 

Alternativen zu den vorgestellten Tools

Direkt hinter den Top 5 folgen in der Kategorie Scalefusion Veltar, Versio.io, die HP Workforce Experience Platform, Cynet All-in-One und Cortex XDR. Scalefusion Veltar ist besonders für Teams interessant, deren Schwerpunkt auf mobilen Geräten liegt.
Bekannte Alternativen aus dem Umfeld sind Microsoft Intune als Verwaltungsplattform im Microsoft-Ökosystem, N-central RMM und SuperOps für Dienstleister sowie Sophos Intercept X, CrowdStrike Falcon und Microsoft Defender for Business auf der Security-Seite. Brauchst du vor allem Fernüberwachung, findest du in unserem Überblick zu Remote Monitoring and Management die passenden Ansätze.
 
 

Fazit: So findest du die passende Software

Die Wahl hängt weniger am Funktionsumfang als am Ausgangspunkt. Brauchst du eine echte Verwaltungsplattform für eine gemischte Geräteflotte, kommen NinjaOne oder Atera in Frage. NinjaOne hat mit 13 Bewertungen die belastbarste Rückmeldung der Community und punktet bei Bedienung und Automatisierung, verlangt aber ein individuelles Angebot. Atera ist transparent bepreist und rechnet pro Techniker*in ab, was kleine IT-Teams mit vielen Geräten deutlich entlastet.
Steht der Schutz im Vordergrund und ist die IT klein, ist Avast Ultimate Business Security die pragmatische Wahl, weil automatisiertes Patch-Management und Remote-Verwaltung mitkommen. Acronis Cyber Protect Cloud passt, wenn Backup und Wiederherstellung das Kernrisiko sind, besonders für MSPs. Malwarebytes Endpoint Protection ist die schlanke Ergänzung für Teams, die reine Erkennungsleistung suchen und die Verwaltung anders lösen.
Unabhängig vom Tool gilt für 2026: Zuerst das Inventar, dann Patch-Fristen, dann Automatisierung. Windows-10-Migration und NIS2-Nachweise brauchen beides ohnehin.
Disclaimer: Alle Preise und Features basieren auf öffentlich verfügbaren Informationen aus den jeweiligen Produktseiten (Stand: August 2026). Änderungen durch die Anbieter*innen sind möglich.
Nils Knäpper

Nils ist Senior SEO-Texter bei OMR Reviews und darüber hinaus ein echter KI-Enthusiast. Und als solcher ist er immer auf der Suche nach Anwendungsfällen und Workflows, die sich mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (teil-)automatisieren lassen – egal, ob im Alltag oder auf der Arbeit. Nur bei einer Sache lässt er sich nicht von KI unter die Arme greifen: nämlich dann, wenn er in Ableton Live seinem liebsten Hobby nachgeht und Techno produziert.

Dieser Artikel erscheint auf OMR Reviews – der führenden DACH-Plattform für B2B-Software-Bewertungen, Software-Vergleiche, Agenturen, Business Services und B2B-Tech-Content. Mit mehr als 80.000 verifizierten Bewertungen und 12.000+ gelisteten Tools hilft OMR Reviews Unternehmen dabei, passende Software-Lösungen und Dienstleister fundiert zu recherchieren, zu vergleichen und bessere Entscheidungen zu treffen.

Alle Artikel von Nils Knäpper

Im Artikel erwähnte Softwares

Im Artikel erwähnte Software- oder Service-Kategorien

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