Keyword Recherche: So findet Ihr die passenden Suchbegriffe für Eure SEO-Strategie

Wir zeigen, wie Ihr relevante Keywords für Eure Google Ads- und SEO-Strategie recherchiert

Ihr wollt Eure Sichtbarkeit und Euren Traffic bei Google steigern? Ohne eine Keyword Recherche geht das nicht. Keywords sind die Vokabeln, die in Verbindung mit Google Ads und organischer Reichweite über SEO immer wieder fallen. Denn nur wer die passenden Suchbegriffe strategisch besetzt, wird von seiner Zielgruppe gefunden. Wir zeigen Euch die wichtigsten Tipps und Tools, mit denen ihr auf relevante Suchbegriffe stoßt.

Direkt zum Abschnitt springen: Tools, Grundlagen, Anleitung

Darum ist eine Keyword Recherche wichtig

Nicht jeder auf dem ersten Blick passende Suchbegriff ist auch wirklich sinnvoll. Daher ist die Keyword Analyse extrem wichtig. Gute Suchbegriffe zeichnen sich dadurch aus, dass sie relevant sind und das Suchvolumen (SUV) zur Stärke der Konkurrenz sowie zum erwarteten Traffic passt. Im Klartext heißt das: Wird ein Schlagwort zwar gut gesucht, der Wettbewerb auf diesem Begriff ist aber sehr stark, gibt es womöglich bessere Begriffe.

Über eine Keyword Recherche könnt ihr herausfinden, welche Schlagwörter und Phrasen wirklich sinnvoll sind. Das lohnt sich für Euch gleich doppelt. Zum einen rankt Eure Domain bei den organischen und bezahlten Suchtreffern besser und bei der passenden Zielgruppe. Zum anderen steigt dadurch Euer Traffic.

Die strategische Ausrichtung einer Webseite sollte daher immer mit der Auswahl eines passenden Keyword-Sets starten. Danach richtet sich der Content, den Ihr zur Verfügung stellt, um das Suchbedürfnis der Kunden zu befriedigen. Für die Onpage- und Offpage-Optimierungen bilden die Keywords und der Content die Grundlage. In diesem Artikel zeigen wir Euch, was ihr darüber hinaus wissen solltet.

Übrigens: In unserem OMR Report zum Thema SEO warten noch viele weitere Tipps auf Euch. Ihr lernt, wie ihr Eure SEO-Strategie professionalisiert und welche Keyword- und Content-Strategie zum Erfolg führt. Den Report gibt es auch für Profis.

Tools für die Keyword Analyse

Vorneweg: Niemand erwartet, dass Euch alle Suchbegriffe und Synonyme zu eurem Produkt einfallen, die Eure Kunden*innen in den Suchschlitz schreiben könnten. Dafür gibt es SEO-Tools, die Euch die Keyword Recherche nach neuen und relevanten Schlagwörtern erleichtern.

In unserer OMR Reviews Community findet ihr die besten Tools dafür. Die dort gelisteten Werkzeuge ermöglichen tiefe Einblicke und -Analysen. Beispielsweise indem sie die Sichtbarkeitsentwicklung einer Website, Wettbewerbsdaten, Suchbegriffe, Trend-Daten oder technische Hinweise aufzeigen. Dazu aber später mehr.

Diese Keyword-Typen solltet ihr kennen

Bevor es losgeht, solltet ihr Euch die möglichen Typen der Suchbegriffe anschauen. Die Suchintention Eurer Kunden*innen kann ganz unterschiedlicher Art sein. Sie können zum Beispiel ein Problem haben, bei dem sie Unterstützung benötigen (Suchanfrage „Paket nicht angekommen“), nach einem Produkt mit bestimmten Eigenschaften suchen (Suchanfrage „Edle Schuhe rot“) oder nur eine kurze Information erfragen (Suchanfrage „Wie groß ist Tom Cruise“).

Deshalb unterscheidet man verschiedene Typen, die in der Keyword Analyse gefunden werden können:

  1. Transaktionale Begriffe: Bei der transaktionalen Suche möchten Nutzer*innen gezielt eine Transaktion ausführen. Das kann ein Kauf, ein Download oder der Abschluss eines Abos sein. Transaktionale Suchanfragen sind sehr spezifisch, weil der Suchende sich bereits im Lower Funnel des AIDA-Funnels befindet (Desire & Action) – also kurz vor dem Kaufabschluss. Beispiele für transaktionale Suchen sind: „Fernseher kaufen”, „Fußball-App Download” oder „Handy Rabatt”.
  2. Informationelle Begriffe: Bei einer informationalen Suche erwarten Nutzer*innen eine Antwort oder Informationen. Der Suchende befindet sich demnach noch in den mittleren Bereichen des AIDA-Funnels (Interest, Desire). Er benötigt also weitere Infos für eine Entscheidung. Neben dem bloßen Konsumieren des Contents sind vorerst keine anderen Interaktionen der Nutzer*innen zu erwarten. Der Beratungsfaktor steht bei den informationalen Suchanfragen klar im Fokus der Keyword Recherche. Dennoch sind sie für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) interessant. Beispiele sind: „Wo gibt es die beste Pizza in Neapel“, „Wie Drucker reinigen“ oder auch „Auto springt nicht an“.
  3. Navigationale Begriffe: Bei der navigationalen Suche suchen Nutzer*innen gezielt nach einer Webseite oder einer Unterseite. Sie erwarten nur ein einziges passendes Ergebnis. Beispiele für eine navigationale Suche sind: „Bäckerei Ostermann Öffnungszeiten“, „Hotel New Berlin Anfahrt“ und „About You AGB“.

Je größer das Kaufinteresse, desto länger der Suchbegriff

Neben diesen Typen lässt sich auch zwischen Long- und Short-Tail-Begriffen unterscheiden. Längere Suchbegriffe deuten auf ein konkreteres Bedürfnis hin. Sie sind häufig transaktional und deshalb bereits im unteren Ende des Funnels angesiedelt. Bei kürzeren Suchphrasen (Short-Teil) wollen sich Suchende erstmal informieren. Diese Wörter setzt ihr strategisch also eher im oberen Funnel ein.

Long-Teil Keywords sind näher am Kaufabschluss als Short-Tail-Keawords

Suchanfragen entwickeln sich im Laufe der Customer Journey zu Long-Tail-Keywords und entfernen sich von allgemeineren Suchbegriffen.

Das AIDA-Modell verdeutlicht, wie wichtig eine Analyse in Verbindung mit dem Angebot auf der Website ist. Die Ziele, die ihr erreichen wollt, müssen sich mit den recherchierten Keywords decken. Andernfalls kommen User auf die Website, die nicht gemäß ihrer Bedürfnisse bedient werden. Außerdem verursachen sie nur Kosten, bringen Euch aber keinen Umsatz.

Welcher Keyword-Typ eignet sich für mein Geschäftsmodell?

Nicht jeder Typ ist für alle Geschäftsmodelle gleich wichtig. Lediglich die Abdeckung der navigationalen Suchanfragen gilt für alle Geschäftsmodelle als Pflicht, da es sich um Defend-Keywords der eigenen Brand, Produkte oder Slogans handelt. Ihr solltet also sicherstellen, dass ihr für alle navigationalen Suchanfragen passenden Content auf der Webseite habt.

Transaktionale Suchanfragen haben für alle Geschäftsmodelle eine hohe Relevanz, bei denen Transaktionen durchgeführt werden. Ganz vorne mit dabei sind natürlich Online Shops, Marktplätze und Lead-Gen- und Abo-Modelle. Traffic, der über transaktionale Suchanfragen auf die Webseiten kommt, ist in der Regel sehr conversion-stark. Suchenden wissen schließlich bereits, dass sie eine Transaktion durchführen wollen.

Aber auch für Brands oder Hersteller und Geschäftsmodelle mit B2B-Fokus können transaktionale Suchanfragen von hoher Relevanz sein. Voraussetzung ist allerdings immer, dass zum Beispiel ein Online Shop an die Webseiten angebunden ist oder Conversion-Möglichkeiten bestehen.

Für reichweiteorientierte Geschäftsmodelle wie Publisher und Communities haben informationale Suchanfragen die höchste Priorität. Die Wissensvermittlung steht bei ihnen im Fokus. Für Websitebetreiber*innen, deren Geschäftsmodell auf Transaktionen basiert, mag das auf den ersten Blick nicht schlüssig erscheinen. Doch auch die sollten informationale Keywords recherchieren: So positionierten sie sich als Experte in einem Themenbereich. Diese Verbesserung der Markenwahrnehmung ist der Grundstein für spätere Transaktionen.

Nehmen wir das Beispiel eines Nutzers mit der Suchanfrage „Wie binde ich eine Krawatte?“. Ganz ohne Zweifel ist dies eine informationale Suchanfrage. Doch beantwortet ihr dem Suchenden diese Frage, ist es gut möglich, dass er zu einem späteren Zeitpunkt – wenn er eine Krawatte kaufen möchte – auf die Website zurückkehrt, die ihm damals bei der Lösung seines Problems geholfen hat.

Recherche und Analyse relevanter Keywords: So geht’s

Nachdem ihr nun gut darauf vorbereitet seid, welche Typen es gibt, geht es darum, die für Eure Webseite relevanten Keywords zu recherchieren. Dazu gibt es drei entscheidende Schritte.

1. Status Quo für die Keyword Recherche ermitteln

Damit ihr nicht „einfach irgendwie“ mit Eurer Strategie startet, solltet ihr im ersten Schritt den Status Quo Eurer Website ermitteln. Das bedeutet auch, dass ihr in der Keyword Recherche zunächst mit Tools analysieren musst, wie die momentanen Rankings auf Euren Suchbegriffe ausfallen. Mit der Status-Quo-Analyse solltet ihr diese Fragen beantworten:

  1. Für welche Suchbegriffe wird die Webseite bereits gefunden?
  2. Auf welchen Positionen ranken die Schlagwörter in den organischen Suchergebnissen?

Um das herauszufinden eignen sich SEO-Tools wie SISTRIX oder die Google Search Console. Über diese Tools könnt ihr die Platzierung und Rankings ganz einfach ablesen.

2. Keywords für vorhandene Inhalte recherchieren

Der nächste Schritt der Strategie ist die Recherche nach Begriffen und Themen, für die Eure Webseite aktuell zwar noch keine Rankings generiert, für die ihr aber trotzdem gute Inhalte zur Verfügung stellt oder stellen könnt. Für eine ausführliche Themen- und Keyword Recherche stehen Euch mehrere Vorgehensweisen zur Verfügung. So ist es beispielsweise möglich, dass ihr durch Brainstorming auf neue Ideen für die Keyword Analyse kommt. Oder aber ihr verwendet Synonyme sowie Kombinationen und analysierst diese.

Was auch nie verkehrt sein kann, ist, wenn ihr Eure Wettbewerber analysiert und herausfindet, auf welche Texte sie ihre Seiten optimieren. Dazu könnt ihr ebenfalls mit Tools wie SISTRIX oder Ahrefs eine Status-Quo-Analyse des Wettbewerbs machen.

Im Zuge der Themen-Recherche solltet ihr Euch folgende Fragen beantworten:

  1. Für welche Themen rankt Eure Webseite aktuell noch nicht, trotz vorhandenem Content?
  2. Für welche Themen könnt Ihr neuen Content erstellen, um damit Rankings generieren zu können?
  3. Zu welchen Themen/Begriffen ranken Wettbewerber, aber Eure Webseite nicht?

3. Potenzial der Suchbegriffe analysieren

Die genannte Strategie zeigt Euch zum einen, für welche Begriffe ihr aktuell bereits Rankings generiert und wie viel organischen Traffic ihr dadurch bekommt. Zum anderen erhaltet ihr Potenziale für Themen, für die ihr aktuell noch keine Rankings erzielen könnt.

Was ihr aus der Keyword Recherche bislang aber noch nicht ablesen könnt, ist das Traffic- und Umsatzpotenzial. Aber kein Problem: Dieses Potenzial lässt sich relativ einfach mit einer Potenzialanalyse errechnen. Dazu müsst ihr Eure bisherige Strategie lediglich um einen weiteren Datensatz ergänzen: die durchschnittliche Click-Through-Rate (CTR) pro Rankingposition.

Konkret bedeutet das, dass ihr wissen wollt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Suchender auf Euer Ergebnis in den organischen Suchergebnissen klickt (bei Paid-Anzeigen sagt die CTR pro Suchbegriff etwas über die Qualität der Ad aus). Je höher die Webseite rankt, desto größer die Wahrscheinlichkeit. Die durchschnittliche CTR könnt ihr z. B. bei der Google Search Console sehen.

Die Auswahl der SEO-Keywords hängt vom Wettbewerb, dem Informationsspektrum und dem Suchvolumen ab.

Je spezifischer der Suchbegriff, desto kleiner der Wettbewerb. Allerdings ist bei Longtail-Keywords auch das Suchvolumen klein.

Bei Keywords, auf denen ihr noch nicht rankt, schaut ihr Euch das Suchvolumen und den Wettbewerb an. Auch hier könnt ihr wieder Tools wie Mangools oder Searchmetrics hinzuziehen. Je höher das Suchvolumen und je geringer die Konkurrenz, desto besser. Im Endeffekt kann es intelligenter sein, eher auf Long-Tail-Phrasen mit moderatem Suchvolumen zu gehen, als auf Short-Tail, zu denen die Konkurrenz hoch ist.

Fazit

Ihr seht: Eine Keyword Recherche kommt kaum ohne Tools aus. Aber auch das nötige Wissen für die Strategie ist nötig. Mit den oben genannten Tipps findet ihr die passenden Keywords, die Euer Ranking verbessern können. Wenn ihr noch mehr über SEO wissen wollt, schaut am besten in unseren OMR Report zum Thema herein. Er zeigt euch praxisnah und leicht erklärt, wie ihr Eure SEO-Strategie aufbauen könnt. Es gibt übrigens auch einen SEO-Guide für Profis.

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