„Die zehn besten Online-Marketing-Tools“

Mit Empfehlung von Danuta Florczyk und Florian Heinemann

Die zehn besten Online-Marketing-ToolsBei den Online Marketing Rockstars haben Euch Danuta Florczyk und Florian Heinemann von Project-A die aktuell ihrer Erfahrung nach besten Online-Marketing-Tools präsentiert. Für alle, die nicht schnell genug mitschreiben konnten, hier noch einmal die Liste aller Tools mit den jeweiligen Kommentaren der beiden.

Im Online Marketing ist der systematische Einsatz von Tools ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Auswahl der Tools fällt jedoch immer schwerer, da die Software-Landschaft immer größer und unübersichtlicher wird. Vor der Präsentation ihrer Favoriten haben Danuta Floczyk und Florian Heinemann noch einige generelle Ratschläge gegeben.

1. Die Gesamtkosten und -nutzen sehen
„Oftmals werden Tools nicht verwendet, weil sie auf den ersten Blick zu teuer erscheinen. Unserer Ansatz ist ein anderer. Wir fragen: Um wie viel Prozent kann ein Tool den Umsatz steigern?“

2. Das Team entscheiden lassen
„Das Team, das letztendlich mit dem Tool arbeiten muss, sollte dieses auch selbst testen. Nur so bekommt man ein gutes Feedback.“

3. An die eigene Infrastruktur denken
„Passt das ausgewählte Tool in meine Infrastruktur und kann mit den anderen Tools, die ich einsetze, zusammenarbeiten? Gibt es dafür Schnittstellen?“

4. Tool entsprechend der internen Kompetenzen auswählen
„Wir selbst versuchen mit Project-A für jeden Teil-Aspekt das beste Tool auszuwählen. Wenn man hierfür inhouse die nötige Kompetenz hat, ist das auch ein valider Weg. Für viele andere und gerade große Unternehmen kann es aber sinnvoll sein, ein Gesamtsuite zu wählen, weil diese eine einheitliche Herangehensweise und einen einheitlichen Support bieten.“

5. Datensilos vermeiden
„Den Konkurrenzkampf im Online Marketing wird derjenige gewinnen, der perspektivisch seine Nutzer am besten monetarisiert. Das ist nur möglich, wenn man alle Informationen in einer Datenbasis zusammenführt. Der Einsatz unterschiedlicher Tools führt jedoch häufig zu Datensilos. Die Verwendung von Software, die es nicht erlaubt, Daten zu extrahieren und in eine ganzheitliche Business-Intelligence-Infrastruktur zu integrieren, versuchen wir deswegen zu vermeiden.“

Die folgenden Tools haben die beiden empfohlen:
www.similarweb.com

SIMILAR WEB*

„Similar Web bietet kostenlos Traffic-Statistiken zu Websites und ist ein wenig wie ‚Alexa on Steroids‘. Bis vor anderthalb Jahren konnte man bei Doubleclick konnte gute Informationen zur Web-Nutzung bekommen – Similar Web hat das nun mehr oder minder abgelöst.“

www.thisisglow.com

GLOW

„Glow bietet Kampagnen-Management für alle Social-Network-basierten Werbeformate; vor allem für Facebook und die Facebook Exchange. Wir glauben, dass solche Formate in Zukunft dauerhaft einen Teil des Display-Geschäfts ausmachen werden. An Glow sind wir mit Project-A beteiligt. Alternativen sind der US-Marktführer Nanigans und die Hamburger von Facelift.“

www.adroll.com

ADROLL

„Adroll bietet Retargeting als Selfservice, auch über die Facebook Exchange. Da kann man sich quasi sein eigenes Sociomantic oder Criteo zusammenbauen. Das ist zum einen relativ kostengünstig, zum anderen eine gute Möglichkeit, um erste Erfahrungen im Retargeting und Datadriven Display Advertising zu sammeln.“

www.retentiongrid.com

RETENTIONGRID

„Mit RetentionGrid lassen sich CRM- und E-Mail-Kampagnen auf Basis von bestimmten Ereignissen triggern. So kann man beispielsweise nach einem Warenkorb E-Mails hinterherschicken und verschiedene Aktionen starten. Die Berliner von RetentionGrid bieten dafür eine Software-as-a-Service, die das sehr einfach macht. Das kostet nicht viel und geht schnell.

www.visualiq.com

VISUAL IQ

„Im Display Advertising ist ein fortgeschrittenes Attributionsmodell wesentlich – mit Last Click wird es da eher schwierig. Wir selbst nutzen mit Project-A in diesem Bereich keine Tools, sondern manchen das inhouse mit pragmatischen, sehr einfach hergeleiteten Heuristiken. Wenn man sehr fein attribuieren will, wird es relativ kompliziert. Visual IQ aus den USA bieten eine angepasste, dynamische Modellierung und markieren im Bereich der Attributions-Tools das Highend. Das Tool ist sehr aufwändig und lohnt sich nicht, wenn man monatlich nur 2.000 bis 3.000 Euro für Display-Werbung ausgibt. Sich anzusehen, wie Visual IQ die Attribution modelliert, kann trotzdem interessant sein.“

www.moat.com

MOAT

„Moat ist eine kostenlose Suchmaschine für Banner, mit der man beispielsweise nachschauen kann, wie die Werbemittel von Match.com aussehen. Deutsche Banner findet man dort zwar nur wenige, aber das ist für Inspirationszwecke ja auch egal.“

www.nerdydata.com

NERDY DATA

„Nerdy Data ist eine Suchmaschine für HTML-Code. Man kann dort einfach Code-Schnipsel eingeben, um beispielsweise die Identität eines bestimmten Affiliates herauszufinden, oder welche Tracking-IDs in diesem Zusammenhang verwendet werden. Das ist ein sehr praktisches Tool für den eher technisch orientierten Onlinemarketer und kostet nichts.

www.cooladata.com

COOLADATA

„Cooladata ist eine Auswertungs- und Analyse-Lösung für Tracking-Daten. Im gesamten Big-Data-Bereich ist aus unserer Sicht noch das Problem, dass zwar wahnsinnig viele Daten gesammelt werden, es aber noch bei der Analyse und der Umsetzung der Erkenntnisse hapert. Cooladata hilft bei der Generierung von „actionabel insights“ und erlaubt den Export in beliebige Drittsysteme.“

www.appoxee.com

APPOXEE

„Mit Appoxee lassen sich In-App-Push-Messages verschicken. Das Tool lässt sich sehr schnell einbauen und kann für CRM-Maßnahmen innerhalb eigener, aber auch Dritt-Apps eingesetzt werden.“

www.ispot.tv

ISPOT.TV

„iSpot.tv kann ähnlich wie Moat als Inspirationsquelle dienen, in diesem Fall für Fernsehspots. Hier finden sich sämtliche amerikanische TV-Spots, oft sogar mit Informationen darüber, wie oft diese gelaufen sind, welche Mediaspendings in diese geflossen sind, wer die Darsteller und wer der Regisseur waren, undundund.“

*Update vom 16.11.14: SimilarWeb verwendet für die Erstellung von Statistiken offenbar Daten, die das Unternehmen sowie Dritte ohne die ausdrückliche Zustimmung der Nutzer über Browser-Erweiterungen erhoben hat – mehr hier.

Jetzt diese Artikel lesen