Vorheriger Glossar-Eintrag: Search Engine Marketing (SEM)
previous article
 

Search Engine Optimization (SEO)

Suchmaschinenoptimierung: Was bedeutet SEO genau?

„SEO“ steht für „Search Engine Optimization“, zu Deutsch: Suchmaschinenoptimierung – insofern ist der häufig zu lesende Ausdruck „SEO-Optimierung“ doppelt gemoppelt. Bei dieser Online-Marketing-Disziplin geht es darum, die unbezahlte (organische) Sichtbarkeit in der Suchmaschine zu erhöhen, zum Beispiel beim Google-Ranking. Du fokussierst dich hierbei also auf möglichst gute Ergebnisse in der Suche, für die du, anders als ein Werbetreibender, kein Geld an die Suchmaschine zahlen musst. Da Google die mit Abstand wichtigste Suchmaschine in Deutschland ist, geht es hierzulande im SEO vor allem darum, die Platzierungen innerhalb des Google-Rankings zu verbessern.

Allerdings beschränken sich die SEO-Marketing-Aktivitäten vieler Unternehmen durchaus nicht auf Google-SEO, sondern Suchmaschinenoptimierung findet überall dort Anwendung, wo es eine Suche gibt. Das heißt, neben der Suchmaschinenoptimierung für Google kann das Ziel auch in der Optimierung für andere Suchmaschinen bestehen: Ist dein Unternehmen international aufgestellt, kannst du z. B. eine Optimierung für Suchmaschinen wie Bing, Yandex und Baidu vornehmen. Und nicht nur das: Auch, wenn du nur auf dem deutschen Markt aktiv bist, kann sich dein SEO auf weit mehr beziehen als nur auf klassische Suchmaschinen. So lassen sich die Beschreibungen deiner Produkte oder Dienstleistungen beispielsweise genauso auf die Suchfunktion von Amazon bzw. von App Stores ausrichten, wie du sie auch für die Google-Suche optimieren kannst. Folglich geht es auch beim Amazon-SEO darum, deine Produkte so zu optimieren, dass sie möglichst weit oben angezeigt werden. Bei der App Store Optimization (ASO) geht es darum, deine App zu pushen, sodass sie von suchenden Usern gefunden wird.

Außerdem kannst du beim SEO für Google nicht nur für die normalen Suchergebnisse optimieren, sondern auch bei der Bildersuche, den lokalen Suchergebnissen (Local SEO) in den Karteneinblendungen oder bei Videos (YouTube SEO) dafür sorgen, dass du es dank Suchmaschinenoptimierung in die Top 10 schaffst.

Warum ist SEO wichtig?

Für fast alle Geschäftsmodelle lässt sich Suchmaschinenoptimierung anwenden. SEO ist deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für dich eine relevante Disziplin. Im Vergleich zu anderen Marketingmaßnahmen sind deine Streuverluste hier sehr gering. Die Nutzer suchen schließlich aktiv nach bestimmten Informationen – es geht also nur noch darum, ihnen die besten Antworten auf ihre Fragen zu liefern. SEO-Marketing ist deshalb ein „Pull-Kanal“. Bei anderen Aktivitäten, beispielsweise dem Display Advertising, geht es hingegen darum, auf sich aufmerksam zu machen. Auf solch einem „Push-Kanal“ wird man in der Regel auch vielen Leuten angezeigt, die sich gar nicht für einen interessieren. Die Streuverluste sind hier also größer als beim SEO.

Suchmaschinenoptimierung ist außerdem vergleichsweise preiswert. Wenn du es richtig machst, musst du zwar am Anfang einmal Geld in die Hand nehmen; du wirst jedoch dauerhaft davon profitieren, ohne immer wieder viel Geld investieren zu müssen. Versteh das nicht falsch: Du musst dennoch weiterhin am Ball bleiben. Aber anders als bei Anzeigen, die weg sind, sobald du den Geldhahn zudrehst, bleiben beim SEO die Ranking-Erfolge erst einmal erhalten und der Traffic kann weiterfließen. In dieser Hinsicht ist bei der Webseiten-Optimierung SEO eine nachhaltige Maßnahme, die mit der Zeit auch noch günstiger wird.

Wo ist der Haken?

Der Haken bei der Suchmaschinenoptimierung ist die Suchmaschine selbst: So berücksichtigt Google über 200 Ranking-Faktoren, die in unterschiedlicher Gewichtung dafür verantwortlich sind, wie deine Keywords ranken. Du weißt also nie genau, wie lange es dauert bis bestimmte SEO-Maßnahmen Früchte tragen bzw. welche Optimierungen genau für geerntete Früchte verantwortlich waren. Ändert Google etwas an seinem Algorithmus, also werden bestimmte Faktoren plötzlich anders gewichtet, kannst du unter Umständen trotz guter Suchmaschinenoptimierung plötzlich aus den Top 10 rutschen und entsprechend viel Traffic verlieren – obwohl du also bisher nichts falsch gemacht hast. Deswegen ist es auch (nicht nur bezüglich Google) so wichtig, SEO kontinuierlich zu betreiben und die Ranking-Entwicklung als eine SEO-Maßnahme immer im Blick zu behalten.

Wie funktioniert die Suchmaschinenoptimierung?

Es ist besonders wichtig für die Suchmaschinenoptimierung, sich über eine SEO-Strategie klarzuwerden. Dazu ist ein gründlicher SEO-Check notwendig. Unter anderem führst du eine Keyword-Recherche durch, bei der du die für dich wichtigsten Keywords finden und priorisieren musst. Erst, wenn du weißt, wonach die Mitglieder deiner Zielgruppe suchen, kannst du die nächsten Schritte einleiten.

Die Suchmaschinenoptimierung lässt sich grob in Onpage- und Offpage-SEO-Maßnahmen unterteilen. Zur Onpage-Optimierung gehört alles, was du auf deiner Website selbst ändern kannst. Unter Offpage-Optimierung versteht man solche Aktivitäten des SEO-Marketings, die nicht direkt auf deine eigene Website gerichtet sind, sondern indirekten Einfluss auf ihre Ranking-Positionierung bei Google und Co. haben. Dazu gehört beispielsweise der Aufbau von Backlinks.

Keyword-Recherche: Was ist das und wie macht man es?

Als Vorbereitung auf die Optimierung für Suchmaschinen ist die Keyword-Recherche sehr wichtig. Sie ist das Fundament für spätere Ranking-Erfolge deiner SEO-Maßnahmen. Erst nachdem du herausgefunden hast, welche Begriffe deine Nutzer in Google oder andere Suchmaschinen eingeben – also was die für dich relevanten Keywords sind –, kannst du entscheiden, wie du weiter vorgehst: Welche Themenfelder musst du abdecken, welche Inhalte (Content) dafür bereitstellen?

Wenn du wissen möchtest, wie du die richtigen Keywords findest, kannst du das in unserem OMR Report „Beginners Guide to SEO“ nachlesen.

Onpage-Optimierung: Technisches SEO und Content

Die ersten konkreten Schritte der Onpage-Optimierung machst du im Bereich des technischen SEO. In dessen Rahmen stellst du u. a. sicher, dass deine Website so aufgebaut und eingestellt ist, dass die Suchmaschine sich dort zurechtfindet und die wichtigsten Seiten einwandfrei finden und interpretieren kann. Dafür ist es beispielsweise wichtig, dass deine Seite schnell lädt (Page Speed), insbesondere für Nutzer von mobilen Endgeräten. Außerdem musst du sicherstellen, dass deine wichtigsten Seiten ausreichend stark bei der internen Verlinkung berücksichtigt sind. Wie du das am besten machst und welche anderen Aspekte du bei der technischen Suchmaschinenoptimierung berücksichtigen solltest, erfährst du im OMR Report „Professionals Guide to SEO“.

Anschließend muss der Content auf deiner Website optimiert werden. Hier gilt es, alle für deine Leser bzw. potenziellen Kunden wichtigen Informationen bereitzustellen und bestimmte inhaltliche Elemente gezielt auf ihre typischen Suchbegriffe (deine Keywords!) auszurichten. Dazu zählen u. a. der Title und die Meta-Description, die zusammen mit der URL einer Seite als sogenanntes Snippet in den Suchergebnissen angezeigt werden. Machst du deine Sache gut, werden deine Snippets nicht nur mit attraktiven Ranking-Position belohnt, sondern weisen auch eine hohe Klickrate auf, weil die User deine Seiten auch tatsächlich besuchen werden. Damit die Suchmaschine bei entsprechenden Nutzeranfragen deine Inhalte zielgenau ausspielen kann, musst du ihr durch Content-Optimierung dabei helfen zu verstehen, worum es auf deinen Seiten geht. Das tust du eben durch die Verwendung bestimmter Keywords, die für die Inhalte unterschiedlicher Seiten besonders relevant sind.

Offpage-Optimierung: Was genau wird dabei getan?

Wenn du guten und gut optimierten Content auf deiner Seite hast, hast du einen wesentlichen Teil der Arbeit im SEO getan. Die Optimierung geht nun „offpage“, also an anderer Stelle weiter. Im Rahmen der Offpage-Optimierung versuchst du, Verlinkungen von anderen Websites (anderen Domains) auf deine Seiten zu erhalten. Dabei ist jedoch nicht die Anzahl, sondern vor allem die „Qualität“ dieser Backlinks entscheidend, die wiederum von der „Qualität“ der verlinkenden Websites abhängt. Je höher das Renommee einer Domain, desto besser steht sie im Google-Ranking da und desto wertvoller sind ihre Links, die bei dir eingehen. Das heißt, du musst dir zunächst Gedanken darüber machen, von welchen Websites du Backlinks erhalten möchtest und dich dann fragen, inwiefern deine Inhalte für diese Blogs, Magazine oder anderen Websites relevant sein könnten. Nun musst du die Betreiber nur noch davon überzeugen, ihre Links zu dir zu setzen. Wie die Domain-Analyse für diese SEO-Maßnahme genau funktioniert und wie du beim Aufbau deines Backlink-Profils im Rahmen von Online-PR am besten vorgehst, erfährst du ebenfalls in unserem OMR Report „Professionals Guide to SEO“.

Wie misst man den Erfolg von SEO?

Im Grunde geht es bei der Suchmaschinenoptimierung (ob nun für Google oder einen der Konkurrenten) ja um die möglichst hohe Platzierung der eigenen Seiten innerhalb der Suchergebnisse. Das heißt, für den Erfolg von SEO sind die Ranking-Positionen für dich die aussagekräftigsten Kennzahlen. Darüber hinaus stellen einzelne SEO-Tool-Anbieter einen sogenannten „Sichtbarkeitsindex“ bzw. eine „SEO Visibility“ als Analyse-Instrument zur Verfügung. Dabei werden unter anderem – aber nicht nur – die Ranking-Positionen deiner Seiten berücksichtigt. Am Ende wird eine Kennzahl ausgegeben, die den Vergleich mit Wettbewerbern erlaubt.

Insgesamt gibt es eine Vielzahl von Key Performance Indicators (KPI), anhand derer du den Erfolg deiner SEO-Maßnahmen messen kannst: Traffic, Klicks, Impressions, Backlink-Profil u. a. m. Unterschiedliche Tools stehen auf dem Markt dafür bereit, dir bei der Ermittlung zu helfen und die gewonnen Performance-Daten zu interpretieren.

‹ zur Übersicht