Leaders for Climate Action: Wie DigitalunternehmerInnen die Klimapolitik verändern wollen

Leaders for Climate Action OMR Podcast

Über 100 DigitalunternehmerInnen sollen bereits Mitglied der Initiative "Leaders for Climate Action" sein (Foto: leadersforclimateaction.com)

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Die drei Mitgründer der Initiative Ferry Heilemann (Freighthub), Boris Wasmuth (Gameduell) und David Wortmann (DWR eco) im OMR Podcast

Eine sofortige Einführung einer CO2-Bepreisung in Deutschland, der Ausbau hin zu 100 Prozent erneuerbaren Energien und Innovationsförderung im Klimaschutz – so lauten die Forderungen von über 100 der namhaftesten und erfolgreichsten Digital-Macher, die dafür jetzt die „Leaders for Climate Action“ gestartet haben. Im aktuellen Podcast sprechen die drei Mitgründer der Initiave Ferry Heilemann (Freighthub), Boris Wasmuth (Gameduell) und David Wortmann (DWR eco) über den Start des Projektes, den Mehrwert des Gründer-Netzwerkes und verraten, was sie schon jetzt persönlich für das Erreichen der Ziele tun.

„Unser Gedanke hat zwei Ebenen. Wir wollen die deutsche Digitalwirtschaft vereinen und gemeinsam auf die Politik einwirken“, sagt Ferry Heilemann im Gespräch mit Philipp Westermeyer. „Um ihr zu signalisieren: Leute aus der Digital-Wirtschaft wollen jetzt aktive und sinnvolle Klimapolitik, nämlich einen Preis für CO2. Und wir müssen da jetzt aktiv werden und können nicht mehr ewig rumreden.“

Heilemann ist CEO von Freighthub, einer digitalen Spedition, die bisher etwas über 50 Millionen Euro Kapital eingesammelt hat. 2011 hatte er außerdem das Schnäppchenportal Dailydeal gemeinsam mit seinem Bruder Fabian für kolportierte 150 Millionen Euro an Google verkauft. Nach einem Rückkauf nur zwei Jahre später trennte sich das Duo 2015 schließlich endgültig von der Gründung. Beim Gespräch mit Podcast-Host Westermeyer sind auch Boris Wasmuth, Co-Gründer Gameduell, sowie David Wortmann, Gründer der Agentur DWR eco, dabei. Alle drei sind Teil des Gründerteams von „Leaders for Climate Action“.

Das „Who is Who“ der Gründerszene

Mit der Vision, Deutschland bis 2035 komplett durch erneuerbare Energien zu versorgen, konnten die Unternehmer in den vergangenen Monaten rund 100 weitere Größen aus der deutschen Gründerszene überzeugen, sich der Initiative anzuschließen. Darunter unter anderem Alexander Samwer, Christoph Gerber (Lieferando-Gründer, heute TalonOne), Delia Fischer von Westwing, Delivery Hero Co-Gründer Niklas Östberg, Flixbus-Gründer Jochen Engert, Soundcloud-Gründer Eric Wahlforss, Lea-Sophie Cramer von Amorelie und viele mehr.

Das „Who is Who“ der deutschen Gründerszene will aber nicht nur symbolisch mit Gesicht und Namen für das Thema Klimaschutz geradestehen. Ganz gezielt soll nach einem konkreten Dreistufenplan im jeweiligen Unternehmen der Arbeitsalltag klimafreundlicher gestaltet werden. „Wir sind seit der Gründung klimaneutral. Zum Beispiel gibt es bei uns keine Inlandsflüge und wir nutzen nur Recyclingpapier“, sagt Ferry Heilemann. „Aber wir sind natürlich nicht perfekt. Alles, was wir nicht vermeiden können, offsetten wir. Da findet dann eine CO2-Kompensation über zertifizierte Projekte statt, an die wir Geld spenden.“ Das mache Freighthub übrigens, obwohl das Unternehmen noch nicht profitabel ist.

Die Motivation für Klimaschutz

Der Ursprung der Motivation, sich für den Klimaschutz aktiv zu engagieren, ist bei allen drei recht ähnlich. Sie haben sich in der Vergangenheit immer intensiver mit dem Thema beschäftigt und irgendwann unabhängig voneinander festgestellt, dass sie etwas tun müssten. Ferry Heilemann hat dann erst privat angefangen, seinen CO2-Fußabdruck wie er sagt „radikal zu reduzieren“ – und das dann auch auf das Unternehmen übertragen. „Es ist als Unternehmer natürlich immer leicht zu sagen, dass man sich das nicht leisten kann und gerade andere Probleme hat. Aber ultimativ ist mein Gedanke, dass das Thema Klimawandel Prio eins werden wird. Bei jedem. Es ist nur die Frage, wann es die Leute realisieren“, so Heilemann.

Auch wenn Deutschland im globalen Vergleich nur einen recht geringen Teil bei der CO2-Vermeidung leisten könne, gehe es vor allem um eine Vorbildfunktion und Vorreiterrolle, die Land jetzt einnehmen müsse. Davon könne Deutschland durch die Chance, im Klimaaschutz technologischer Vorreiter zu werden, auch wirtschaftlich nur profitieren. Auf der Webseite heißt es: „Wir brauchen eine Can-Do- und eine Mondlandungs-Projekt-Mentalität.“

Wie der Umweltschützer und ehemalige US-Präsidentschaftskandidat Al Gore Boris Wasmuth motiviert hat, für den Klimaschutz aktiv zu werden, welches provokante Zitat für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat und in welcher Form sich auch OMR beteiligt, hört Ihr im aktuellen Podcast.

Unsere Podcast-Partner:


Zum ersten Mal als Partner des OMR Podcasts dabei ist diese Woche Sevdesk. Das junge Unternehmen aus dem Schwarzwald mit rund 70 Mitarbeitern konnte mit seiner Buchhaltungssoftware bereits 80.000 Kunden überzeugen. Das Angebot richtet sich vor allem an Selbstständige, Freiberufler und Startups und bietet all das, was man für seine laufende Buchhaltung so braucht: automatische Beleg-Erfassung, Angebots- und Rechnungserstellung, automatische Umsatzsteuervoranmeldung, verschiedenste Schnittstellen und vieles mehr. Das Ganze ist natürlich von überall per App möglich. Unter sevdesk.de/omr gibt es für Euch ab einer Tariflaufzeit von zwölf Monaten 100 Prozent Rabatt für die ersten drei Monate – also ausprobieren!

Und noch ein neuer Partner in dieser Folge: Newsletter2Go. Mit 65 Mitarbeitern bringt es das Unternehmen auf aktuell 185.000 Kunden. Das Produkt für E-Mail-Marketing und Newsletter-Kampagnen dürften viele von Euch bereits kennen, jetzt haben die Kollegen sich aber zusätzlich etwas neues ausgedacht. Mit der Newsletter2Go Academy könnt Ihr alles rund um den Kanal lernen, z.B. Verteiler-Aufbau, Optimierung von Öffnungs- und Klickraten und vieles mehr. Wenn Ihr Euch in dem Bereich also gerade weiterbilden wollt, seid Ihr hier richtig.

Adroll ist eine der weltweit führenden Performance-Marketing-Plattformen. Und kommende Woche sind die Kollegen als Aussteller bei der Dmexco in Köln unterwegs. In Halle 7 an Stand C41 könnt Ihr dann alles rund um digitales Marketing erfahren, herausfinden, über welche Kanäle Ihr mehr qualitativ hochwertigen Traffic (und damit Sales) generiert und am Ende einfach mehr „Meaningful Connections“ erzeugt. Also unsere Empfehlung: schaut unbedingt nächste Woche vorbei!

Ein allerletztes Mal gibt es am Ende der Folge noch folgenden Hinweis: Nächste Woche, am 11. September, ist endlich wieder OMR Aftershow im Bootshaus Köln. Neben unter anderem „Who the fuck is H.P. Baxxter?“, Oli. P und Digitalism & Paul Schrader haben wir vor wenigen Tagen erst noch den letzten Act klargemacht. Larissa Rieß alias Lari Luke wird uns beehren und mit einem Mix aus Dubstep, Trap und bassigen Beats das Dach zum Brennen bringen. Für die letzten Karten schnell sein und hier entlang. Wir sehen uns bei #OMRAS19 !

Alle Themen des Podcasts mit drei Initiatoren von „Leaders for Climate Action“ im Überblick:

  • Philipp Westermeyer über die Initiative „Leaders for Climate Action“ und weshalb er da mitmacht (ab 02:00)
  • Das sind Ferry Heilemann, CEO von Freighthub, Boris Wasmuth, Co-Gründer Gameduell und David Wortmann, Gründer DWR eco (ab 05:00)
  • Was war Ferry Heilemanns Motivation, sich mit „Leaders for Climate Action“ zu engagieren? (ab 12:20)
  • Nach der Reduzierung seines privaten Footprints hat Ferry Heilemann das auch auf seinen Job übertragen: Freighthub ist seit der Gründung klimaneutral (ab 13:50)
  • Freighthub ist noch nicht profitabel – und spendet trotzdem einen Teil der Investorengelder für Klimaprojekte (ab 15:25)
  • Wie viel CO2 produziert ein Mitarbeiter einer Digitalfirma eigentlich im Jahr? (ab 16:00)
  • Wie genau funktioniert eine CO2-Kompensation? (ab 16:55)
  • So hat Boris Wasmuth angefangen, sich mit Klimaschutz auseinanderzusetzen (ab 18:15)
  • Was Al Gore Wasmuth bei einem Treffen mit auf dem Weg gegeben hat (ab 20:00)
  • „Klimawandel ist der Holocaust des 21. Jahrhunderts“ – So hat das radikale Zitat für Aufmerksamkeit und die ersten Mitglieder gesorgt (ab 23:40)
  • Das sind die konkreten Ziele von „Leaders for Climate Action“ und der „Green Pledge“ (ab 28:30)
  • Welche Forderungen richtet „Leaders for Climate Action“ an die Politik? (ab 30:30)
  • Viele können sich eine CO2-Kompensation schlicht nicht leisten. Und dann? (ab 32:50)
  • Auch wenn der effiziente CO2-Anteil, den Deutschland einsparen könnte, im globalen Vergleich recht gering ist: Laut „Leaders for Climate Action“ gehe es um ein Vorbildfunktion, die das Land einnehmen muss (ab 35:30)
  • Sind technologische Innovationen in Sicht, die beim Kampf gegen den Klimawandel helfen könnten? (ab 37:00)
  • Spürt Ferry Heilemann in seinem Umfeld ein Umdenken in der Nutzung von Flugverbindungen? (ab 41:00)
  • Wie reagieren Heilemann, Wasmuth und Wortmann auf mögliche Kritik, man wolle sich reinwaschen oder das Projekt als Promo nutzen? (ab 47:20)
  • Fehlt trotz der Teilnahme zahlreicher erfolgreicher deutscher Digital-Unternehmen „Leaders for Climate Action“ trotzdem noch ein prominentes Gesicht, das das Projekt repräsentiert? (ab 51:00)
  • Wieviel Prozent der Arbeitszeit investieren die drei aktuell in „Leaders for Climate Action“? (ab 53:30)
  • Hörer, die jetzt aktiv oder Teil der Initiative werden wollen, können „Leaders for Climate Action“ jederzeit über die Homepage kontaktieren (ab 55:55)

Viel Spaß beim Anhören – und vielen Dank für jede positive Bewertung!

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