Privatjet, Maybach & Co.: Das Management-Playbook von Andreas W. Herb

26.4.2026

Mit Salitos, Effect und Co. mischt der Getränke-Millionär den Markt auf – und wurde dabei selbst zur Marke

Die erste Aufnahme des OMR Podcasts mit Andreas W. Herb (l.) fand in Hamburg statt – nun folgte der Gegenbesuch von OMR-Gründer Philipp Westermeyer (r.) in Paderborn. Foto: OMR
Die erste Aufnahme des OMR Podcasts mit Andreas W. Herb (l.) fand in Hamburg statt – nun folgte der Gegenbesuch von OMR-Gründer Philipp Westermeyer (r.) in Paderborn. Foto: OMR
Privatjet, Maybach und Co.: Andreas Herb spielt das Playbook der Aufmerksamkeitsökonomie perfekt in den sozialen Netzwerken. Mit Marken wie Salitos, Effect (jetzt Platz 3 in Deutschland!) und 9 Mile Vodka macht er dreistellige Millionenumsätze – und ist dabei selbst zur Personal Brand geworden. Im OMR Podcast verrät Andreas Herb, wieso er in Deutschland kein Geld mehr in Social-Ads investiert, wieso der Selfmade-Millionär jetzt eigene Brillen verkauft und wie er 20 Kilo in drei Monaten verloren hat. Und natürlich geht es auch um den harten Kampf im Energydrink-Markt – bei dem Herb zuletzt einen Konkurrenten bei der Sabotage von Effect erwischt hat.  
Im OMR Podcast spricht der Gründer und CEO der MBG Group über...
...die Vor- und Nachteile einer Ein-Produkt-Strategie: "Bei einer Single Product Strategy hast du natürlich auch das Problem, dass alle Eier in einem Korb liegen. Und das ist das Schöne bei uns: Heute haben wir ein Portfolio, bei dem uns zwar das Lachen aus dem Gesicht geht, wenn mal ein Produkt wegknickt, aber noch nicht gleich das Weinen kommt. Und natürlich ist die Challenge, jetzt genau die Balance zu finden. Heute ist unser Portfolio breit. Das heißt, die Challenge für unsere Vertriebler ist: Du gehst zum Kunden, um eigentlich über unsere Wassermarke Morelli zu reden – und auf einmal endet das Gespräch bei unseren trockenen Früchten oder unseren Vapes. Also ein Portfolio macht es schwerer, aber gibt dir mehr Sicherheit."
...die weltweite Regulierung bei Energy-Drinks: "In Saudi-Arabien haben sie eine Zuckersteuer von 100 Prozent eingeführt, in Dubai auch. In Kuwait hat die Regierung gerade erst Energy-Drinks aus allen schulnahen Bereichen entfernt. Das bedeutet aber konkret auch, dass sie aus allen Cafés, aus allen Juice-Bars und aus allen Kiosken entfernt werden müssen – denn das nennen die schulnah, selbst wenn die Schule zehn Kilometer weit weg ist. Das heißt im Klartext: Gerade ist der Energy-Drink-Markt in Kuwait zusammengebrochen."
...seine Lehren beim Thema Internationalisierung: „Früher war ich der kniepige Start-Upper, der im ersten Jahr erst mal selber rechnen und gucken wollte, was geht. Das mache ich jetzt anders. Jetzt heißt es: Go hard or go home. Wenn wir uns einen Kontinent wie Afrika raussuchen, dann machen wir jetzt alles wirklich mal richtig, auch wenn es Geld kostet und man nicht genau weiß, ob es funktioniert. Das ist allgemein das Problem deutscher Brands in der FMCG-Welt, dass viele einfach zu ängstlich beim Export waren. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – wir gehen jetzt international All-in.“ 
...seinen Erfolg bei Social Media und die Konsequenzen: "Ich nenne meine Social-Media-Präsenz das Sendung-mit-der-Maus-Syndrom. Wir alle haben diese Sendung geliebt. Mein Account zeigt einfach: Wo kommt was her? Wie wird was gemacht? Was macht der Chef? Wo fliegt er hin? Was ist schiefgegangen oder gut gegangen? Es ist einfach Real Life. Wir haben die Budgets im Social-Bereich auf Zero gesetzt, weil diese ganze bezahlte Werbung den Leuten auf den Zünder geht. Die, die uns folgen, müssen echtes Interesse haben, dann klappt das auch mit der Interaktion.“
...über seine vielen Flüge im Privatjet: "Ich würde den Job anders nicht schaffen. Die kleine Maschine ist meine Zeitmaschine. Wenn du von Paderborn nach Hamburg fliegst, dann kostet so ein Flug 2000 bis 3000 Euro, das ist ja kein Jet. Auf das Jahr gerechnet liegen die Kosten für den Privatjet vielleicht bei 100.000 bis 150.000 Euro. Privat fliege ich ja anders. Wenn ich nach Malle fliege zu meiner Finca, dann fliege ich Eurowings."
Im OMR Podcast hörst du außerdme, wieso Andreas Herb in Deutschland kein Geld mehr in Social-Ads investiert, wieso der Selfmade-Millionär jetzt eigene Brillen verkauft und wie er 20 Kilo in drei Monaten verloren hat. Und natürlich geht es auch um den harten Kampf im Energydrink-Markt – bei dem Herb zuletzt einen Konkurrenten bei der Sabotage von Effect erwischt hat. Hier kannst du die Folge hören:
GetränkeRed BullOMR Podcast

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