Lokales und internationales SEO und GEO: So wirst du vor Ort und weltweit gefunden
Ob in deiner Stadt oder weltweit, deine Zielgruppe muss dich in Suchmaschinen und KI-Antworten erst einmal entdecken. Wie du dafür optimierst, erfährst du hier im Überblick.
- Das unterscheidet lokales von internationalem SEO und GEO
- Wann sich lokale Optimierung für dich lohnt
- Wie du (KI-)Suche international skalierst
- Im Video: Online-Seminar zu internationalem SEO
- Fazit zu internationalem und lokalem SEO/GEO
- Lokales SEO und GEO zielt darauf ab, in einem klar abgegrenzten Gebiet von Kund*innen vor Ort gefunden zu werden, während mit internationalem SEO und GEO die Sichtbarkeit über verschiedene Länder und Sprachräume hinweg sichergestellt wird.
- Mit lokalem SEO willst du möglichst hoch in der Kartenansicht und in den regulären Suchergebnissen für lokale Suchanfragen ranken. Dafür brauchst du ein Unternehmensprofil bei Google.
- Lokales GEO muss sich an den marktführenden KI-Systemen der jeweiligen Zielregion orientieren.
- Für internationales SEO müssen die lokalen Eigenheiten im gesamten Prozess berücksichtigt werden, statt sich auf reine Keyword-Übersetzungen zu beschränken.
Das unterscheidet lokales von internationalem SEO und GEO
Lokales SEO und GEO: Hier liegt dein Fokus auf einem klar begrenzten geografischen Gebiet, zum Beispiel die Stadt oder Region, in der sich dein Unternehmen befindet. Deine Mission: Von Kund*innen vor Ort gefunden werden.
Internationales SEO und GEO: Hier willst du in verschiedenen Ländern und/oder Sprachräumen gefunden werden, die unterschiedliche Kulturen, Sprachen und rechtliche Rahmenbedingungen mit sich bringen. Deine Mission: Dein SEO und GEO auf die jeweiligen lokalen Eigenheiten anpassen.
Wann sich lokale Optimierung für dich lohnt
- … eine physische Anlaufstelle hat (z.B. einen Laden oder ein Restaurant).
- … Produkte oder Dienstleistungen vor Ort anbietet (z.B. Handwerker*innen oder Lieferdienste).
- … Kund*innen an bestimmten Orten erreichen will (z.B. Online-Versand mit der Zielgruppe Berlin).
Das solltest du zu lokalem SEO wissen
Durch diese Faktoren ranken lokale Inhalte bei Google
- Relevanz: Wie gut stimmt dein Unternehmen mit der jeweiligen Suchanfrage überein?
- Entfernung: Wie weit ist dein Unternehmen vom genannten Ort in der Suchanfrage entfernt? Enthält die Suchanfrage keine Ortsangabe, wird die Entfernung anhand des Standorts des Nutzenden berechnet.
- Bekanntheit/Bedeutung: Wie bekannt ist dein Unternehmen? Der Grad der Bekanntheit ergibt sich aus Informationen, die im Internet verfügbar sind, z.B. über Links, aus Artikeln oder Rezensionen.
So optimierst du für die lokale Suche
- Unternehmensprofil: Das Wichtigste zuerst: Du brauchst ein Unternehmensprofil, um in den lokalen Suchergebnissen angezeigt zu werden. Es fungiert als deine digitale Visitenkarte direkt in der Google-Suche und auf Google Maps. Achte dabei darauf, vollständige und korrekte Informationen anzugeben und Bilder zu verwenden. Sorge dafür, dass deine “NAP-Daten”(Name, Adresse, Telefonnummer) auf allen Plattformen einheitlich sind und halte Informationen wie Öffnungszeiten aktuell.
- Kundenbewertungen: Bewertungen sind nicht nur ein Rankingfaktor, sondern bauen auch das Vertrauen potenzieller Neukund*innen auf. Rege sie zu ehrlichen Rezensionen an (wichtig: nicht gegen Geld, das ist verboten) und interagiere aktiv mit diesen.
- Onpage: Integriere lokale Keywords in Title Tags, Meta Descriptions und Überschriften. Platziere deine Kontaktdaten gut sichtbar auf deiner Website (z.B. im Footer oder Header) und binde eine Karte sowie Anfahrtsbeschreibungen direkt ein.
- Anbieter außerhalb von Google: Lokales SEO endet nicht bei Google. Denke auch an andere große Anbieter wie Apple Maps oder Bing Maps sowie die Standortdaten bei WhatsApp. Liste dich außerdem bei großen Datenaggregatoren und beliebten lokalen Verzeichnissen.
- Nützliche Tools: Das wichtigste Tool für lokales SEO ist dein Google-Unternehmensprofil. Ansonsten kannst du Semrush mit dem Local Listing Management-Addon benutzen oder die Tools OMlocal!, localo, Yext Search Experience Cloud und Uberall.
Lesetipp: Wenn du tiefer in lokales SEO reinstarten möchtest, findest du mehr Tipps und Tricks im Local-SEO-Guide von OMR Reviews.
Das solltest du zu lokalem GEO wissen
So schaffst du es in die lokalen KI-Antworten
- Solide lokale SEO-Basis setzen: Lokales GEO kannst du als Ergänzung von lokalem SEO verstehen. Wenn dein lokales SEO mit vollständigem Unternehmensprofil steht, hast du beste Voraussetzungen, auch in KI-Antworten mit lokalem Bezug aufzutauchen. Außerdem sollte deine technische SEO- und GEO-Basis stimmen, damit deine Website indexier- und crawlbar ist.
- Schärfe deine Entität: Verwende einheitliche Daten (z.B. Telefonnummer, URL und Öffnungszeiten) auf deiner Website, deinem Unternehmensprofil und in Verzeichnissen. So zeigst du eine eindeutige, konsistente Identität.
- GEO-Strategie lokal denken: Denk bei deiner GEO-Strategie mit, wie du für lokale KI-Suche relevant werden kannst. Dazu gehört auch zu überlegen, wie du deinen Content auf Prompts mit lokalem Bezug auslegen kannst (z.B. „Welcher Orthopäde in Hamburg behandelt kurzfristig Rückenschmerzen?“). Finde heraus, welche Bedürfnisse und Fragen deine Kund*innen vor Ort haben und wie du diese erfüllen und beantworten kannst. Zeige eindeutig, dass du Autorität für diese lokalen Themen hast.
- Mache deinen Standort auf deiner Website präsent: Binde deinen Standort auf deiner Website ein durch klare Angaben zu deiner Adresse, einer Karte mit Anfahrt und konkreter lokaler Relevanz (z.B. spezifische Leistungen vor Ort hervorheben oder lokale Besonderheiten aufgreifen). Mach deinen Standort außerdem durch strukturierte Daten (z.B. LocalBusiness) maschinenlesbar.
- Lokale Drittquellen gewinnen: Sorge durch eine kontinuierliche Offpage-Arbeit dafür, dass dich externe Seiten nicht nur verlinken, sondern auch in einem positivem und lokalen Kontext erwähnen. Wenn du etwa in einer Liste der besten Orthopäden Hamburg erscheinst, zahlt das direkt auf deine lokale Markenentität ein.
Wie du (KI-)Suche international skalierst
- … du neue Märkte oder Sprachräume erschließen möchtest.
- … du Produkte oder Dienstleistungen in verschiedenen Ländern anbietest.
- … du bereits bestehenden Traffic aus dem Ausland ausbauen möchtest, für den du bisher nicht optimiert hast.
Das solltest du zu internationalem SEO und GEO wissen
Im Video: Wie man Search global skaliert
Wie sich lokale Eigenheiten durch deinen ganzen Prozess ziehen können, erklären dir Peter Hartmann von Henkel und Matthäus Michalik von Claneo in der OMR Masterclass.
Zur AufzeichnungSieben Schritte für deine internationale SEO- und GEO-Strategie
- Den Zielmarkt verstehen: Analysiere mit Tools wie SISTRIX, Ahrefs, Otterly.AI oder Peec AI die Nachfrage, den Wettbewerb und das Suchverhalten deiner Zielgruppe in den einzelnen Märkten. Prompts und Keywords unterscheiden sich zwischen Ländern oft grundlegend und können nicht einfach übersetzt werden. Recherchiere direkt in der Zielsprache. Denk gleich etwas größer, damit du bei einer späteren Expansion in weitere Länder nicht die gesamte Webseite neu umbauen musst.
- Relevante KI-Plattformen und Suchmaschinen identifizieren: Finde heraus, welche KI-Systeme im jeweiligen Land bevorzugt genutzt werden und beachte, dass nicht in jedem Land Google als Suchmaschine dominiert.
- Lokale Seiten statt One fits all: Statt nur eine einzige internationale Seite für alle Zielmärkte aufzusetzen, solltest du für jedes Land bzw. Sprachraum eine eigene Version deiner Website aufsetzen. Erstens könntest du damit den diversen länderspezifischen Eigenheiten nicht gerecht werden. Zweitens können KI-Systeme eine Sprachpräferenz zeigen (Quelle: JHU). Wenn du dich auf eine einzige Sprache beschränkst, riskierst du dadurch, nicht in der KI-Antwort aufzutauchen.
- Inhalte länderspezifisch anpassen: Du solltest deinen Content und Keywords je nach Land oder Sprachraum anpassen. Dazu gehören kulturelle Gepflogenheiten, wie Tonalität, Bildsprache, Design und sogar die Bedeutung von Farben. Hier können Feinheiten über deinen Erfolg entscheiden, deswegen solltest du unbedingt Muttersprachler hinzuziehen. Achte außerdem darauf, lokale Währungen, Maßeinheiten, Zeitzonen, Zahlungsmethoden und im Land anerkannte Gütesiegel zu berücksichtigen.
- Domain-Struktur aufsetzen: Länderspezifische Domains (z.B. .de, .fr) haben eine starke lokale Wirkung und sorgen für Vertrauen bei den Nutzer*innen, bedeuten allerdings einen höheren Aufwand. Subdomains (z.B. fr.beispiel.com) ermöglichen eine Trennung nach Regionen. Allerdings bewertet Google diese oft als eigenständige Websites, wodurch sich die Autorität der Hauptdomain nicht automatisch überträgt. Verzeichnisse (z.B. beispiel.com/fr/) bündeln die Domainautorität effizient auf einer Hauptdomain und sind leicht zu verwalten, senden jedoch weniger eindeutige geografische Signale.
- Technische Umsetzung mit dem hreflang-Tag: Mit dem hreflang-Tag kannst du Suchsystemen signalisieren, welche Sprach- oder Länderversion einer Seite für welche spezifische Zielgruppe gedacht ist und die einzelnen internationalen Websites miteinander verknüpfen. So kannst du duplicate Content, also doppelte Inhalte, verhindern.
- Offpage und Erfolgsmessung: Es ist wichtig, dass Links und Erwähnungen von externen Websites aus dem gleichen Sprachumfeld und Zielmarkt generiert werden, damit Suchmaschinen und KI-Systeme deine geografische Relevanz erkennen können. Außerdem solltest du deine Erfolgsmessung für jeden Zielmarkt bzw. Sprachversion differenzieren.
Lesetipp: Mehr Tipps und Tools findest du im OMR Reviews-Guide zu internationalem SEO.

