5 GEO-Tipps, mit denen du deine Sichtbarkeit steigerst
Gina Kollig7.9.2026
Struckturierte Inhalte, Backlinks oder doch Chunking? GEO-Experte Simon Funk erklärt in diesem Artikel, was wirklich funktioniert.
Inhalt
SEO war gestern: Seit März 2025 hat Markensichtbarkeit durch Googles AI Overviews auch in Deutschland eine neue Evolutionsstufe erreicht. Statt Nutzer*innen wie bisher auf Websites weiterzuleiten, liefert Google immer häufiger direkt generierte Antworten – mit spürbaren Folgen für den organischen Traffic vieler Unternehmen. Genau hier setzt Generative Engine Optimization an.
Simon Funk ist Schweizer Tech-Unternehmer und CEO von Creaitor.ai, einer GEO-Plattform, mit der Marken ihre Sichtbarkeit in KI-Antworten von ChatGPT, Claude und Perplexity messen und verbessern. Auf dem OMR Festival 2026 hielt er eine Masterclass zum Thema „Wie Brands in ChatGPT und Co. sichtbar werden“. Fünf seiner Tipps für mehr Sichtbarkeit teilt er in diesem Artikel.
Was ist GEO?
GEO steht für Generative Engine Optimization und beschreibt die Optimierung von digitalen Inhalten für KI-gestützte Systeme wie die AI Overviews, ChatGPT, Gemini oder Claude. Ziel dieser Maßnahme ist es, in den generierten Antworten der KI-Systeme zitiert oder namentlich erwähnt zu werden. Das gibt deiner Marke mehr Sichtbarkeit und Autorität.
Der Unterschied zu SEO
Während das Ziel bei GEO vorwiegend Erwähnungen, Zitate und Autorität sind, fokussiert sich SEO (Search Engine Optimization) auf Rankings, Klicks und Keyword-Relevanz. Das übergeordnete Ziel ist hier, Nutzer*innen auf die eigene Website zu leiten.
Nur weil das Thema GEO aktuell mehr Gehör findet, heißt das aber noch lange nicht, dass SEO irrelevant geworden ist. Besonders eine Kombination aus beiden Disziplinen wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen, damit Unternehmen die gesamte Customer Journey von der ersten Orientierung in generativen KI-Antworten hin zum gezielten Website-Klick für den Kauf abdecken.
Tipps für mehr KI-Sichtbarkeit
Wie sieht denn nun die konkrete GEO-Praxis aus? Um in den Antworten von KI-Chatbots stattzufinden, braucht dein Content eine gewisse Signalstärke. Unser Experte Simon teilt konkrete Maßnahmen, die dir dabei helfen, genau diese KI-Relevanz aufzubauen:
1. Liefere klare Definitionen direkt am Anfang
KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die Fragen direkt, präzise und ohne Umwege beantworten, weil das die Art und Weise bedient, wie sie Informationen verarbeiten und ausgeben. Ausladende Einleitungen oder unpräzise Texte erschweren es der KI, den Kern deines Textes zu erfassen. Platziere deshalb direkt zu Beginn eines Textabschnitts einen klaren Einstieg mit Definition. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dein Text als direkte Antwortbasis genutzt wird.
Neben den klaren Definitionen am Anfang sind beispielsweise auch Vergleiche, Tabellen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und nachvollziehbare Zusammenfassungen hilfreich.
So lieber nicht: "Unser innovatives Tool revolutioniert die Zusammenarbeit neuer Teams."
Für GEO optimal: "Die Software verbindet Aufgabenverwaltung, Zeiterfassung und Projektplanung in einem einzigen Tool."
2. Nutze konkrete Zahlen
Vielleicht geht es dir genauso: Am überzeugendsten ist die Argumentation, die auf Zahlen und Fakten beruht. Das gilt auch für KI-Systeme. Verzichte deswegen lieber auf vage Behauptungen oder werbliche Floskeln und zitiere in deinen Texten Statistiken, Zahlen oder Belege aus verlässlichen Quellen durch Angabe von Studien, Autor*innen usw. Das erhöht die Glaubwürdigkeit deines Contents und führt zu mehr Sichtbarkeit in den generierten Antworten.
3. Strukturiere deine Inhalte
Eine saubere HTML-Struktur mit H2- und H3-Überschriften, Aufzählungen und kurzen Absätzen erleichtert KI-Crawlern und Retrieval-Systemen, deine Inhalte korrekt zu interpretieren und extrahieren. Je eindeutiger die Sinnabschnitte voneinander getrennt sind, desto präziser kann die KI konkrete Fakten isolieren und als Zitat in ihre Antwort einbetten.
Eine sinnvolle Textstruktur wäre zum Beispiel: Hauptthema, Unterthemen, Listen, Beispiele und ein abschließendes FAQ.
4. Sorge für klare Entitäten
KI-Systeme müssen eindeutig erkennen können, welche Marke, welche Person und welches Thema in deinen Inhalten gemeint ist. Nutze deshalb Markennamen, Expertennamen und Produktbezeichnungen auf allen Plattformen in der identischen Schreibweise und vermeide unterschiedliche Abkürzungen oder Synonyme. Eine klare Benennung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass dein Content korrekt eingeordnet und zitiert wird.
Ein weiterer Tipp: Nenne deine Marke, wenn möglich, im Satzgefüge immer im direkten Zusammenhang mit deinen Kernkompetenzen (z. B. „[Marke] ist eine Softwarelösung für [Fachbereich]“), damit Sprachmodelle die Entität fest mit dem Fachgebiet assoziieren.
5. Aktualisiere deine Inhalte regelmäßig
KI-Systeme arbeiten dynamisch und bevorzugen möglichst aktuelle Informationen. Aktualisiere deine Inhalte daher regelmäßig und stelle das auch in deinen Texten durch einen Zeitstempel dar. Besonders Kennzahlen, Links oder erwähnte Tools in deinen Inhalten solltest du immer wieder auf Aktualität überprüfen.
Beispiel: Update: Juli 2026: Neue Daten zu [Thema] wurden ergänzt.
Digitale PR als GEO-Maßnahme
Zwar helfen dir die oben genannten Tipps, die GEO-Sichtbarkeit deiner Marke zu verbessern. Um dir aber nachhaltig eine konsistente fachliche Präsenz im Internet aufzubauen, solltest du auf eine ganzheitliche PR-Strategie setzen. In unserem aktuellen OMR Report „Digitale PR“ lernst du Schritt für Schritt alles zum Aufbau und der Konzeption von PR-Kampagnen, über die Medien berichten wollen.
Alle Insights zu digitaler PR: Laurent ist Co-Autor des OMR Report Digitale PR. Hol dir den Praxis-Guide von OMR Education und lerne, wie du Digitale-PR-Kampagnen erfolgreich umsetzen kannst.
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