Ashton Kutcher im OMR Podcast: „Ich bin wahrscheinlich der schlechteste Investor der Welt“

Ashton Kutcher im OMR Podcast

Ashton Kutcher im Video-Call mit Philipp Westermeyer

Hollywood-Star, Investor, Produzent, Wohltäter: Im OMR Podcast spricht Ashton Kutcher über seine verschiedenen Karrieren

Seit über 20 Jahren ist Ashton Kutcher einer der bekanntesten Hollywood-Stars. Viel Zeit verbringt er aber auch mit Investitionen in unzählige Tech-Unternehmen, Serien-Produktionen und dem Kampf gegen Kindesmissbrauch. Im OMR Podcast streift Philipp Westermeyer all diese Themen mit ihm – und bekommt heraus, warum Kutcher sich für einen schlechten Investor hält, welches soziale Netzwerk er derzeit abfeiert und wieso er letztens SPD-Chefin Saskia Esken angetwittert hat.

„Es passiert nicht oft, dass der erste Job direkt so ein Erfolg wird“, sagt Ashton Kutcher im OMR Podcast zu Philipp Westermeyer (die Folge ist ausnahmsweise auf Englisch und die Zitate hier übersetzt). Mit seinem ersten Job meint Kutcher „Die wilden Siebziger“. In der Sitcom spielt er ab 1998 den dümmlichen Michael Kelso – an der Seite seiner heutigen Frau Mila Kunis. Die Show macht ihn direkt berühmt. Nach Rollen in Filmen wie „Ey Mann, wo is‘ mein Auto“, „Butterfly Effect“ und „Freundschaft Plus“ steigt er zum Hollywood-Star auf. Als „Walden Schmidt“ tritt er in der Erfolgsshow „Two and a Half Men“ die Nachfolge von Charlie Sheen an und verdient kolportierte 750.000 US-Dollar pro Folge.

Wer nur auf die Finanzen schaut, führt eine langweilige Existenz

Sein Geld investiert Ashton Kutcher jetzt schon seit Jahren in verschiedenste Startups. Zuerst als Angel Investor, später als Co-Gründer der Investment-Fonds A-Grade Investments und aktuell Sound Ventures. Mit über drei Milliarden investierten US-Dollar in Startups gilt er als aktivster Hollywood-Investor. Extrem erfolgreich hat er etwa schon früh Geld in Airbnb, Uber, Spotify und Warby Parker gesteckt. Im OMR Podcast gibt sich Kutcher aber betont bescheiden: „Ich bin wahrscheinlich der schlechteste VC der Welt“, sagt er lachend.

Er habe sich nie groß für die Erträge aus seinen Investments interessiert, sondern einfach mit spannenden Menschen zusammenarbeiten wollen. „Renditen sind wie die Kondensstreifen hinter dem Flugzeug. Wenn du der Pilot bist, achtest du darauf, nicht gegen einen Berg zu fliegen. Du schaust nicht zurück auf die Kondensstreifen“, so Kutcher über sein Investoren-Mantra. „Wenn du nur auf finanzielle Returns schaust, ist das eine ziemlich langweilige Existenz.“ Im Durchschnitt investiere er zwischen drei und fünf Millionen US-Dollar und ziele auf Unternehmen, die gerade ihr Produkt bereit für den Markt haben. Die Stärke seines Fonds Sound Ventures liege dann darin, mit einem eigenen Growth Team die Marketing-Funnel aufzubauen.

Fehlschläge gehören dazu – auch in Deutschland

Das hat bei einigen seiner Investments in deutsche Startups allerdings nicht immer funktioniert. 2015 steckt er (wie auch Joko Winterscheidt) Geld in die Berliner Concierge-App „GoButler“. Schon 2016 stellt das Unternehmen seinen Dienst ein. Bereits 2011 hatte Kutcher in die Meinungsplattform Amen investiert, die nach einem riesigen Hype nicht über wenige Stammnutzende hinauskommt. Auch ein Invest in Soundcloud bringt am Ende kein Glück.

Wie Ashton Kutcher im OMR Podcast erzählt, sieht er seine Ausflüge in die Berliner Startup-Szene nicht als Fehlschläge. „Nur weil eine Idee am Ende nicht funktioniert, heißt das nicht, dass es nicht erfolgreich war“, sagt er. „Es hat nicht funktioniert, aber ich habe trotzdem coole Menschen kennengelernt.“ Er sei mit einigen Gründern wie Alexander Ljung immer noch gut befreundet. Und es war auch nicht alles schlecht. Früh investiert Kutcher in das Versicherungs-Startup Wefox aus Berlin – Sound Ventures ist dabei Teil einer Runde über 28 Millionen US-Dollar. Seitdem hat das Startup weitere 235 Millionen US-Dollar Funding aufgenommen – mit fleißiger Beteiligung von Sound Ventures. Vielleicht landet Kutcher damit seinen ersten großen VC-Erfolg in Deutschland.

Lieblingsplattform ohne Millionen Follower

Mit seiner Bekanntheit hat sich Ashton Kutcher natürlich auch eine riesige Followerschaft auf den Social-Plattformen aufgebaut. Er steht seit 2009 im Guinness Buch der Rekorde als erster Account mit einer Million Followern auf Twittermittlerweile sind es 17,6 Millionen. Auf Instagram folgen Kutcher 4,2 Millionen Nutzende. Im Gespräch mit Philipp Westermeyer erzählt Kutcher aber, dass seine aktuelle Lieblingsplattform keine der beiden ist.

„Für mich ist die wichtigste Social-Plattform Community“, sagt er (hier das OMR-Porträt über die Plattform). In die Textnachrichten-App ist er mit Sound Ventures selbst investiert. Und 2019 sorgte er mit einem Tweet eigenhändig dafür, Community breit bekannt zu machen. Er veröffentlichte einfach „seine“ Telefonnummer, mit der Aufforderung, ihn dort anzuschreiben. Wer das tat, landete bei der Anmeldung für Kutchers „Community“ in Community. Er schicke dort derzeit 135.000 Followern Neuigkeiten aus seinem Leben.

„Die meisten Social-Plattformen sind mit dem Gedanken gemacht, dass Menschen eindimensional sind: Alle Fans sollen aus einem Grund deine Fans sein. Also kannst du nur eine Nachricht an alle rausschicken“, kritisiert Kutcher. „Ich habe aber Fans mit unterschiedlichen Interessen: Schauspielerei, Investments, philanthropische Projekte. Community erlaubt es mir, Menschen wie in Subreddits auf Grundlage ihres Interesses an mir zu kontaktieren.“ Das führe zu Open Rates von 90 und Click-Through-Rates von 65 Prozent auf seine Posts bei Community.

Sauer auf die SPD?

So ganz hat er Twitter aber natürlich nicht hinter sich gelassen. Im Oktober 2020 sorgt er hier für Aufregung, weil er einen direkten Appell unter anderem an die SPD-Vorsitzende Saskia Esken richtet. Der Hintergrund: Ashton Kutcher setzt sich mit seinem Nonprofit Thorn bereits seit Jahren gegen sexuellen Missbrauch von Kindern ein. „Wir bauen Software, die die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet bekämpft“, erklärt er.

Deshalb habe er sich mit Saskia Esken über den European Electronic Communications Code unterhalten wollen. Er befürchtet, dass darin enthaltene Privacy-Bestimmungen die Aufdeckung und Löschung von Kinderpornografie verhindern, die durch Software und AI in geschlossenen Kanälen wie Whatsapp entdeckt wird. Er sei immer noch im Gespräch mit verschiedenen europäischen Politikern. „Sie verstehen, dass sie das Leben vieler Kinder in den Händen haben“, so Kutcher.

Wie Ashton Kutcher die Zukunft von Clubhouse, Bitcoin und NFTs einschätzt, hört Ihr nur im neuen OMR Podcast – also hört direkt in die Folge rein!

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Die Themen des OMR Podcasts mit Ashton Kutcher im Überblick:

  • 43 Jahre in zwei Minuten: Ein Rückblick auf Ashton Kutchers Leben (ab 3:40)
  • Wie hat er es geschafft, direkt am ersten Tag in LA für „Die wilden 70er“ gecastet zu werden? (ab 5:04)
  • Welche Rolle hatte den meisten Einfluss auf Ashton Kutchers Karriere? (ab 9:27)
  • Warum spielt er immer wieder Tech-Persönlichkeiten – etwa in Two and a Half Men oder „Jobs“? (ab 11:08)
  • Von der TV- in die Streaming-Welt: Warum sich im Produktionsbusiness gar nicht so viel geändert hat (ab 12:20)
  • Wie wirkt sich die Social-Media-Präsenz auf die Karriere von Schauspielerinnen und Schauspielern aus? (ab 14:13)
  • Welche Social-Plattform ist für Kutcher aktuell die wichtigste? (ab 15:54)
  • Wie schätzt Kutcher die Zukunft von Clubhouse ein? (ab 20:41)
  • Warum hat Ashton Kutcher im Oktober 2020 SPD-Chefin Saskia Esken auf Twitter geschrieben? (ab 23:02)
  • Was war sein erfolgreichstes Investment bisher? (ab 28:41)
  • Über Kutchers nicht immer glückliche Investitionen in deutsche Startups (ab 34:41)
  • Wie viel Geld investiert der Fund von Ashton Kutcher im Durchschnitt? Und was liefert er Startups über das Geld hinaus? (ab 37:07)
  • Wer hat ihn auf seinem Venture-Capital-Weg begleitet und beeinflusst? (ab 41:47)
  • Was denkt Ashton Kutcher über NFTs? (ab 43:51)
  • Sein Glaube an die Lösung der Klimakrise durch Technologie (ab 49:55)
  • Warum ist Ashton Kutcher so selten in Podcasts zu Gast? (ab 54:04)
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