Diese Sneaker-Fans bauen ein Affiliate-Business für das Hype-Thema

Everysize-Gründer

Die Everysize-Gründer Eugen Falkenstein, Denis Falkenstein und Pascal Prehn (v.l)

Wie Everysize nach einem DHDL-Auftritt die Nutzerzahl verdoppelt hat und sechsstellige Jahresumsätze macht

Sneaker sind immer noch das Trendthema in der Fashion-Welt – kein Wunder, dass sich eine ganze digitale Ökonomie um den Hype gebildet hat. Da will auch das Heilbronner Startup Everysize mitspielen, mit dessen Suchmaschine Sneaker-Heads das von ihnen gesuchte Modell in der richtigen Größe finden sollen. Die Monetarisierung erfolgt über ein Affiliate-Modell. Gegenüber OMR haben die Gründer erklärt, wie sie so eine halbe Million Euro Jahresumsatz erwirtschaften.

“Ich kannte das aus eigener Nutzererfahrung: Es war einfach schwierig, einen Gesamtüberblick über aktuell verfügbare Sneaker in den jeweiligen Größen zu bekommen. Das wollen wir ändern“, sagt Everysize Co-Gründer Denis Falkenstein zu OMR. Zusammen mit seinem Bruder Eugen und dem Ex-Macher der deutschen Ausgabe des Schuh-Magazins Sneaker Freaker Pascal Prehn hat er das Unternehmen gegründet.

Die Idee: Die Sneaker-Suchmaschine scannt die verfügbaren Sneaker und deren Größen auf 50 Partner-Shops (derzeit 23.000 Modelle von 100 Herstellern) und zeigt sie zentral an. Jeder Nutzer kann nach dem gewünschten Modell in genau seiner Größe suchen. Klickt er auf den Link zu einem der Partner-Shops, bekommt Everysize eine CPC-Provision von 50 Cent. So hat das Unternehmen 2017 nach eigenen Angaben seinen Zielumsatz von 500.000 Euro erreicht.

„Die Höhle der Löwen“ als erster Wachstumshebel

Den ersten großen Schub in Sachen Reichweite gab es für das Sneaker-Affiliate durch die Startup-Show „Die Höhle der Löwen“. „Das Produktionsteam von DHDL fand unser Produkt sehr schnell gut, weil Sneaker mittlerweile ein Thema für Jedermann sind und das Team wohl immer auf der Suche nach Digital-Themen ist”, sagt Falkenstein. Der Auftritt bringt dann zwar kein Investment und viel Kritik von Sneaker-Fan Frank Thelen, der die Zahlen zur Customer Lifetime Value (25 Cent für jeden akquirierten Nutzer an Ausgaben, 50 Cent Einnahmen für jeden Klick des Nutzers) anzweifelt. Gleichzeitig explodiert der Traffic. „Wir haben schon geahnt, dass der Traffic nach der Ausstrahlung hochschießen wird. Everysize ist kostenlos nutzbar, es ist kein Download nötig und das Sneaker-Thema zieht gerade einfach”, so Falkenstein.

Everysize DHDL

Die Everysize-Gründer bei „Die Höhle der Löwen“

Am Abend der Ausstrahlung Anfang Oktober 2017 sind laut Falkenstein 120.000 Nutzer gleichzeitig auf der Seite – über den Abend verteilt besuchen 250.000 Nutzer Everysize. Bis heute sei das der Traffic-Rekord für DHDL-Startups. Die eigene Seite hält dem Ansturm stand, die Partner sind offenbar weniger gut vorbereitet: „Der Traffic war am Abend der TV-Ausstrahlung teilweise so krass, dass einzelne Partner-Shops offline gegangen sind”, sagt der Everysize-Gründer. Einige Online-Stores wie Asphaltgold hätten das Achtfache an Besuchern im Vergleich zu normalen Tagen verzeichnet. Zusätzlich habe die TV-Aufmerksamkeit 3.000 neue Facebook-Fans und 800 Newsletter-Anmeldungen gebracht. Insgesamt folgen Everysize heute über 111.000 Nutzer auf Facebook und 37.000 auf Instagram.

Statistik von Everysize zum DHDL-Auftritt

Nun sind Traffic-Sprünge für die DHDL-Startups direkt nach der Ausstrahlung nichts besonderes. Doch wie eine von Everysize herausgegebene Statistik zeigt, hat der Traffic dauerhaft von dem TV-Auftritt profitiert. Die monatlichen Seiten-Besucher hätten sich demnach in Folge der Ausstrahlung mehr als verdoppelt – genauso wie weitere Metriken. Laut Everysize verzeichnet die Webseite mittlerweile knapp 250.000 Besucher und 418.000 Visits pro Monat. Die Zahlen sind durchaus realistisch: Das Analyse-Tool Similar Web schätzt den Traffic im Dezember 2017 auf 355.000 Visits.

CPC statt CPO: Das Affiliate-Modell von Everysize

Der Traffic auf der eigenen Seite ist für den Erfolg von Everysize derzeit entscheidend. Der Großteil des Umsatzes kommt über weitergeleitete Nutzer von der eigenen Seite auf die Partner-Shops zustande. Die Nutzer suchen auf Everysize den Wunsch-Sneaker in der passenden Größe aus und landen dann über einen Klick beim entsprechenden Partner-Shop. „Unser Modell basiert nicht wie so viele Affiliates auf CPO- (Cost per Order) sondern CPC-Auszahlungen (Cost per Click). Für jeden Klick bekommen wir 50 Cent von den Shopbetreibern. Damit umgehen wir Ungenauigkeiten, die beim CPO-Modell oft entstehen”, sagt Co-Gründer Falkenstein.

Everysize Seite

Die Everysize-Seite

Mit Ungenauigkeiten meint Falkenstein Tracking- und Attributions-Problematiken, die die Affiliate-Branche schon seit langem beschäftigen: Sollte wirklich nur der Affiliate vergütet werden, der den letzten Klick bringt oder muss die Customer Journey als Gesamtes besser einbezogen werden? Das CPC-Modell mache laut Falkenstein die Shops happy, weil die Affiliate-Ausgaben für Everysize-Nutzer so gut planbar seien und die potenziellen Kunden sehr gut vorqualifiziert seien. Schließlich haben sie sich vor dem Klick auf den Shop schon für Modell, Größe und Preis entschieden. Durch das CPC-Modell sehe sich Everysize auch weniger als Affiliate sondern eher als Traffic- und Neukunden-Bringer im Stile Googles.

Everysize arbeitet mit derzeit 50 Partnershops zusammen, die im deutschen Sneaker-Markt zu den bekanntesten gehören. Neben Asphaltgold ist das zum Beispiel der BSTN Store, Overkill aus Berlin, Kickz, Snipes und Footlocker.

Eigene Community für erfolgreiches Business

„Wir haben zwei typische Zielgruppen: Die einen kennen sich gut aus und brauchen einfach genau ihre Größe eines bestimmten Modells. Die anderen nutzen Everysize als Schaufenster und lassen sich von den 23.000 Sneakern auf der Seite inspirieren”, sagt Denis Falkenstein. Um beide Zielgruppen zu erreichen, sei es deshalb unerlässlich, durch cleveres Digital-Marketing ständig neue Nutzer zu gewinnen: „Für uns ist es wichtig, auch eine eigene Community aufzubauen – egal ob über Facebook, Instagram oder einen eigenen Blog”, so Falkenstein.

In Sachen Content Marketing stehe das Team noch am Anfang, der Everysize-Blog werde gerade umgebaut. In Zukunft solle hier ein richtiges Magazin entstehen – mit Putztipps, Einschätzungen zu neuen Releases und mehr Sneaker-Themen. Hier dürfte die Erfahrung von Pascal Prehn helfen, der viele Jahre das Sneaker Freaker Magazin in Deutschland führte.

Trotz weniger Inhalte scheint die SEO-Strategie des Unternehmens schon jetzt aufzugehen. Laut Falkenstein ist das Adidas-Modell NMD der derzeit meistgesuchte Sneaker auf der Plattform. Sucht man (nicht angemeldet) bei Google nach dem Schuh, landet Everysize in den Suchergebnissen direkt hinter Adidas auf Rang 2. Auch bei Begriffen wie „Sneaker“ und „Sneaker Sale“ landet die Domain laut dem Analyse-Tool Sistrix in den Top 10. Vor allem die Schnelligkeit der Seite und die optimierte mobile Seite hätten in Sachen Google-Ranking geholfen.

Plattform-Marketing und Publishing-Netzwerk

Am meisten Geld gebe das Unternehmen derzeit allerdings für Facebook- und Instagram-Ads aus. Am besten funktionieren hier laut Falkenstein Bilder von angezogenen Sneakern (On Feet). Auf Facebook brächten Video-Slideshows und insgesamt Video-Inhalte die beste Conversion Rate. „Wir geben derzeit pro Monat einen fünfstelligen Betrag für Ads aus”, sagt Denis Falkenstein. Ein weiterer Kanal könnte aus seiner Sicht Google Shopping werden. Dort dürfen jetzt auch Aggregatoren wie Everysize Product Listing Ads schalten, um so mit Shopping-Anzeigen in der Google-Suche zu landen.

Abseits des Marketings soll ein klassisches Affiliate-Thema zum Wachstum beitragen: „Eines der wichtigsten Projekte dürfte unser Publisher-Netzwerk werden. In Zukunft sollen Blogger ein Produktwidget in ihre Beiträge über Sneaker einbinden können, um dann an den Klicks mitzuverdienen”, sagt Falkenstein. Bisher war es für Publisher wie zum Beispiel Sneaker-Blogger möglich, Everysize-Affiliate-Links zu setzen und an der Klick-Provision beteiligt zu werden. Das soll mit den Widgets noch einfacher werden, die dann direkt auch Everysize-Funktionen wie eine Größen- und Shopauswahl beinhalten könnten. Derzeit wichtige Publishing-Partner sind Sneaker Zimmer und 99Kicks.

Im Blogger-Business konkurriert das Unternehmen dabei natürlich mit etablierten Affiliate-Programmen – auch von den Herstellern selbst. Der Vorteil von Everysize: Das Widget soll nur verfügbare Schuhe anzeigen und so dauerhaft Provisionen für die Publisher bringen. Herkömmliche Affiliate-Links schicken die Nutzer auch auf Seiten, auf denen der Schuh längst ausverkauft ist. Ohne dass er selbst ständig die Links kontrolliert, könnte ein Blogger so keine Provision mehr einstreichen. Ob Everysize so langfristig erfolgreich sein kann, dürfte aber nicht nur an den Publishern und cleverem Marketing liegen – der Sneaker-Hype sollte am besten nicht abebben.

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Diskussion auf OMR
  • Stephan

    Bitte zeigt mir, welcher Partner 0,5 € CPC (!) für einen Clickout zahlt. Wo geht das bitte, ich bin sofort dabei .. Es hat schon seine Gründe, warum Affiliates heutzutage nach CPO bezahlt werden.

    • Denis

      Aktuell sind das 50 Shops die everysize als Marketingkanal nutzen und ihr Sortiment darüber abbilden. Unter anderem About You, asphaltgold, 43einhalb, Sarenza, Footlocker, Planet Sports, Solebox, 21run, …

  • Andre

    Die Jungs haben keinen Schimmer was sie da treiben. Die Kritik von Thelen war mehr als gerechtfertigt. Zum einen ist die Zahl der Partnershops mehr als dürftig nach 2,5 Jahren und zum anderen werden auch diese irgendwann hoffentlich merken das es rausgeschmissenes Geld ist…es sei denn sie überprüfen ihre Marketingmaßnahmen nicht was ja auch gerne mal vorkommen soll.

    • Denis

      Hey Andre, wie meinst du das mit dem Geld rausschmeißen? Glaubst du wirklich Shop’s wie z.B. DefShop, Kickz, Stylefile, About You, Caliroots, Snipes, und co wissen nicht was sie tun? Hut ab, das wäre eine Ansage von dir.

  • Torsten

    Tja, sehe es ähnlich. Irgendwie ist da trotz der hohen medialen Aufmerksamkeit wenig rumgekommen, aber besser als nichts. Und was Thelen angeht: In einem T3N Interview wurde ihm ja (mehr oder weniger) recht gegeben. Das Gleiche gilt für die Argumentation mit dem Umsatz…

    Ich kenn‘ auch die ein oder andere Firma, die es auf diese Zahl bringt, Problem ist nur, dass sowohl EBITDMAusw. als auch EAT mau sind.^^

  • Roman

    Wie Stephan schon geschrieben hat. Welcher „Partner“ zahlt bitte konstant 0,5 € pro Click auf Festpreis-Basis dafür?

    Sind die Zahlen mal geprüft wurden oder einfach so in den Raum gestellt? Wenn das so stimmt, wäre jeder John Doe in 2 Jahren Millionär der eine 0815 Preisvergleichsseite erstellen kann.

    Davon mal abgesehen vergütet jeder der Partner Shops / Merchants pro SALE (PPS). Was in Gottes Namen ist der riesen Mehrwert für die Partner Shops hier Geld wie Heu zu verbrennen. Pro Klick, und dann noch 0.50 Cent. I mean wtf? Das ist der größte Bullshit (sorry) den ich seit Langem gelesen haben. Mich würde mal die Meinung der Verantwortlichen Shop Betreiber hier interessieren?

    Also entweder sind die Verantwortlichen der jeweiligen Shops hier noch komplett im Winterschlaf oder das Sneaker Business läuft so gut das man ne halbe Millionen im Jahr für ein paar Klicks einfach mal so raushauen kann.

    Jeder andere Blogger- Affiliate wird hier per Sale in der Regel vergütet.

    Das ist wie gesagt nur eine Preisvergleichseite wie es zahlreich bessere gibt. Ich meine habt ihr euch ernsthaft mal die einzelnen Produktseiten angeschaut? Für mich ist da kein besonderer Mehrwert zu sehen gegenüber einen Blogger der sich den Arsch abschreibt um ein Produkt dem Besucher schmackhaft zu machen. Der ganze Content hier besteht im Wesentlichen aus den Produktbildern + Shop Links.

    Wow! Nicht mal unique content… Das sind zwei Attribute die man aus den Produkt Daten Feeds der Shops bekommt (Wie es jeder Affiliate bekommen würde).

  • Marcus Lutz

    CPC oder Click-Out hat mit Affiliate-Marketing NICHTS zu tun, denn der Händler zahlt auch dann für den Click, wenn gar kein Verkauf stattfindet, was im Modebereich gerade unsinnig ist (Stichwort Neugierige Besucher, Geschmack & Retouren…). Ich bezweifle ebenfalls, dass jeder der angeschlossenen Händler & Hersteller den angeblichen offiziellen Preis von 50 Cent netto für jeden Click-Out zahlt, da stimmt was nicht, wie andere ja schon lange vorher erkannt haben…

  • Roman

    „Herkömmliche Affiliate-Links schicken die Nutzer auch auf Seiten, auf denen der Schuh längst ausverkauft ist. Ohne dass er selbst ständig die Links kontrolliert, könnte ein Blogger so keine Provision mehr einstreichen“

    Ich lese da im Titel was von „Online Marketing Rockstars“, ist das euer Ernst? Oder wurde der Artikel hier einfach so 1:1 von Everysize als Gastbeitrag reingehauen 🙂

    Das ist auch so eine unüberlegte Behauptung. Jeder erstellter Affiliate Link der auf einer Zielseite des Partner Shops landet wird in aller Regel 30 Tage oder länger getrackt durch ein Cookie was sich beim Besucher setzt.

    Selbst wenn die Zielseite nicht mehr vorhanden ist (404) wird der Besucher in aller Regel weiterhin getrackt und somit auch vergütet auch wenn der tatsächliche Verkauf erst 10 Tage später stattfindet.

    Natürlich ist es möglich das der Besucher in der Zwischenzeit über andere Webseiten auch andere Affiliate Links geklickt hat und sich das entspreche Cookie wieder überschreibt, aber so ist es nun mal.

    Deswegen kann ich doch nicht als Advertiser auf einmal 0,50 Cent pro Klick zahlen. Das ist absolut absurd und höchst unglaubwürdig.

    Selbst wenn es genau so ist wie beschrieben kann es maximal sein das die Partner Shops hier über eine Art eigenen Account bei Everysize ihre Ausgaben für CPO vorher „aufladen“. Also Gewissermaßen ein Budget bereitstellen für ausgehenden Klicks.

    Aber selbst das ist total unglaubwürdig. Falls die 250k Besucher im Monat stimmen. Das ist noch ultra low im internationalen Bereich. Was machen die denn wenn auf einmal ein paar Millionen am Tag da sind. Klar, als ob die Shops (so groß der Sneaker- Hype auch sein mag) auf einmal Geld wie Heu für Klicks bezahlen würden. So ein Sneaker Shop Betreiber kommt bestimmt auch jeden Morgen im Privat Jet zur Arbeit…

    Von Klickbetrug / Fake Traffic etc. mal möchte Ich erst gar nicht anfangen. Oder wer überprüft hier ob nicht von 100.000 klicks 99.000 bots waren? Aber was Solls, bei 0,50 Cent pro Klick, lass Krachen 😀

  • Denis

    ? sorry Jungs, aber leider macht ein Dialog mir euch beiden keinen Sinn mehr. Wer es nicht verstehen will, der wird es nicht verstehen.

  • Roman

    @Denis. Was gibt es daran nicht zu verstehen? Das Modell geht so nicht auf. Die negative Kritik bezieht sich auch eher auf den wirklich schlechten Artikel als an euerem Projekt selbst. Ich hab nichts gegen Turnschuhe. Die Zahlen und Fakten die hier genannt werden sind einfach stark unglaubwürdig. Ich möchte das Projekt nicht schlecht reden aber eine solche Seite kann man langfristig nicht mit CPO monetisieren und schon Recht nicht für 0,50 Cent pro Klick, da hat Frank in DHDL nicht umsonst die Augen verdreht.

  • Florian

    Ich verstehe die Diskussion nicht so ganz. Wieso sollten die Partnershops nicht 0,50€ pro Klick bezahlen? Schau Euch doch mal an, was bei Adwords für Preise in dem Segment aufgerufen werden, da liegen wir teils höher, wird dennoch bezahlt. Solange es sehr zielgerichteter Traffic ist, der dementsprechend konvertiert, wunderbar. Den Brandbuilding Effekt mal ganz außen vor gelassen.

    Das sind sicher keine billigen Klicks, aber ich würde mal frei davon ausgehen, dass die Werbepartner fähig sind zu berechnen, ob es sich lohnt oder nicht. Zudem finde ich die Zahlen nicht total ab vom Schuss. Ohne hier konkret jemanden auf die Füße treten zu wollen, die meisten Affiliateseiten sind abolut innovationsfreier Werbemüll, mit einem Mehrwert nahe am Gefrierpunkt. Blah Test Vergleich, Content aus Kundenbewertungen zusammenwursteln, Amazon drauf und möglichst schnell die Leute durchschleifen. Das mit sowas kein Geld (mehr) verdient wird, ist nicht überraschend.

  • Stephan

    Wenn das wirklich stimmt, dass Euch die Shops 50 Cents CPC zahlen, dann Gratulation, dass Ihr eine Goldgrube gefunden habt. Ich kann mir aber immer noch nicht vorstellen, dass die Online Marketing Verantwortlichen dort soooo naiv sind.

  • Selle

    Wenn die Conversionrate und Menge stimmt, dann kann man auch 50 Cent oder mehr pro Klick zahlen. Bei vergleichbaren Modeportalen sind heute 35-85 Cent üblich – je nach Listungsqualität und Warenkategorie (>Wettbieten, wer die Höchstplatzierung erhält). Viele mittelständische Einzelhändler haben keine andere Wahl und müssen hier mitbieten, weil die eigene Reichweite und Sichtbarkeit gegen die großen Shops (jeder kennt ihre Namen) keine Chance hat. Von der Marge bleibt nicht viel übrig (von Versandkosten, Retouren, Personalkosten, Finanzamt, Steuerberater, IT, SEO und Marketingkosten will ich gar nicht erst anfangen…). Nennt mir bitte ein gut rankendes Modeportal, das heute noch CPO anbietet. Schön wäre es, aber gibt es nämlich nicht. CPO gibt es nur noch über Affiliate-Netzwerke, an denen fast nur noch Amateur-Webbetreiber teilnehmen, die so gut wie keine Sales generieren, weil sie kaum Besucher haben und auch nicht im Suchmaschinenranking auftauchen. Gute Blogger erhalten für das CPO-Linkbuilding entweder ein Honorar oder Freiartikel, weil kaum jemand den Blog-Artikel auch wirklich kauft. Hier geht es in erster Linie darum „Social“ zu sein und nicht um kurzfrristige Sales. Wer es sich leisten kann…

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