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[UPDATE] Sven Schmidt fordert: Rocket Internet soll 2,9 Milliarden Euro an Aktionäre ausschütten

Im OMR Podcast erzählt der VC-Experte, warum der HelloFresh-Börsengang offenbar vom Tisch ist

Rocket Internet PodcastPhilipp Westermeyer hat vor nicht allzu langer Zeit Rocket-Aktien gezeichnet. Derzeit steht der Kurs ganz gut und das Unternehmen kommt auf einen Börsenwert von etwa 3,5 Milliarden Euro. Sind Philipps Ersparnisse also gut angelegt? VC-Experte Sven Schmidt ist da im OMR Podcast geteilter Meinung: Wieso eine Cash-Ausschüttung an die Aktionäre ein guter Schritt wäre, was die Zukunft für Rocket-Beteiligungen wie Delivery Hero und Home24 bringt und warum der HelloFresh-Börsengang wohl abgesagt ist, erfahrt Ihr hier.

„Ich war immer skeptisch, und daher war die Kursentwicklung dann doch überraschend – auch weil die Quartalszahlen meines Erachtens nicht so gut waren“, sagt Sven Schmidt im OMR Podcast über die Börsenperformance von Delivery Hero. Die Rocket-Beteiligung war Ende Juni an die Börse gegangen. Seitdem war der Kurs um bis zu 35 Prozent gestiegen. Erst vor Kurzem hatte Rocket 13 Prozent der Anteile an dem Unternehmen für 660 Millionen Euro an den Medienkonzern Naspers verkauft. Es läuft also für den Internet-Konzern, oder?

HelloFresh: Vom Shooting-Star zum Sorgenkind

Nicht ganz: Ein Unternehmen dürfte Rocket-Chef Oli Samwer Sorgen bereiten. Das Essensboxen-Startup HelloFresh sollte eigentlich der zweite Börsengang einer Rocket-Beteiligung in diesem Jahr werden. Jetzt sieht es laut Sven Schmidt eher danach aus, dass es dazu nicht kommt: „Rocket hat sich gesagt, dass wenn die Börsenstarts von Delivery Hero und Blue Apron [dem US-Konkurrenten von HelloFresh] gut laufen, auch HelloFresh bald an die Börse geht. Ersteres ist gelungen, aber beim Blue Apron-IPO ist die Scheiße in den Ventilator geflogen.“ Das US-Unternehmen habe extrem schlechte Zahlen vorgelegt – Investoren dürften daran zweifeln, dass HelloFresh besser performt.

Das Geschäft mit den Essensboxen sei einfach extrem schwer, vor allem in den USA, wo gleich vier Konkurrenten gegeneinander antreten. Dort sei aber der größte Markt von HelloFresh. „Zwar ist das Abomodell interessant und die Marge liegt bei 60 Prozent, aber hohe Logistik- und Akquisitionskosten sowie eine hohe Churn-Rate (Abwanderung von Kunden) machen das Geschäftsmodell schwierig“, so Schmidt.

Gegen hohe Logistikkosten (frische Lebensmittel verschicken) und die Abwanderungsrate könne HelloFresh kaum etwas tun. Schließlich merke jeder Kunde, dass er das Produkt nicht nutzt, wenn Lebensmittel in einer teuren Box verschimmeln. Also könne das Unternehmen nur an den Marketingkosten für Neukunden schrauben, was im umkämpften US-Markt aber kaum zu bewältigen sei. Es sehe daher nicht nach einem Börsengang von HelloFresh aus.

Wie kann es für Rocket weitergehen?

Rockets Börsenwert von 3,5 Milliarden Euro sehe laut Sven Schmidt nur auf den ersten Blick verheißungsvoll aus. 2,3 Milliarden davon seien Cash-Mittel – unter anderem aus dem kürzlich erfolgten Verkauf von Delivery Hero-Anteilen. Weitere 600 Millionen seien die restlichen Rocket-Anteile an der Lieferservice-Firma wert. Damit blieben nur 600 Millionen Euro Wert für die weiteren Rocket-Beteiligungen und Unternehmensteile – darunter HelloFresh, Home24 und Westwing.

„Rocket hat eigentlich nur zwei Optionen: Sie können die Cash-Reserven [inklusive eventueller Erlöse aus einem Verkauf der restlichen Deliver Hero-Anteile] ausschütten und damit Sicherheit bei Anlegern und Investoren schaffen. Oder sie investieren und werden zu einem Growth-Investor mit eigenem Kapital“, sagt Sven Schmidt. Für Philipps Aktien wäre übrigens ersteres besser, weil damit zu rechnen sei, dass der Kurs bei einer Ausschüttung steigen würde.

Warum einige Rocket-Beteiligungen wie Home24 und Westwing nur noch wenig wert sind und warum Rocket das Team der Holding gerade deutlich verkleinert, hört Ihr im neuen OMR Podcast.

Update, Dienstag, 10. Oktober 2017, 11:30 Uhr

Heute morgen hat Hello Fresh nach 2015 zum zweiten Mal den Börsengang angekündigt. Der IPO soll an der Börse Frankfurt nach dem Prime Standard erfolgen und eine Kapitalerhöhung von 250 bis 300 Millionen Euro umfassen. Details dazu sind bei Exciting Commerce nachzulesen. Der Quelle unseres Podcast-Stammgastes Sven Schmidt zufolge ist die finale Entscheidung für diesen Schritt erst gestern getroffen worden.

„Nochmals den Börsengang ankündigen und dann wieder zurückziehen geht nicht, daher gehe ich davon aus, dass die Indikationen der Banken sehr gut sind und der IPO klappt. Das ist auf der einen Seite doppelt gut für Rocket Internet“, so die Schnelleinschätzung unseres Podcast-Stammgastes Sven Schmidt zu der Entscheidung. So müsse Rocket dann den Cash Burn von Hello Fresh nach einem IPO nicht mehr selbst finanzieren. „Das tun dann die Anleger“, so Schmidt. Zudem seien die Hello-Fresh-Anteile dann nach einer Halteperiode liquide und bewertet. „Dann wissen die Anleger genau, wie viel die Rocket-Anteile an Hello Fresh wert sind.“

Möglicher Nachteil des Börsengangs: „Er löst nicht das Problem der hohen Kundenakquisitionskosten. Im Gegenteil: Wenn dann auch Hello Fresh mehr Geld für Kundenakquisition zur Verfügung hat, dann werden die Kosten noch steigen. So lange dieses Problem nicht gelöst ist, bleibe ich mit Blick auf die langfristige wirtschaftliche Zukunft von Hello Fresh skeptisch.“

Darüber hinaus differenziert Schmidt seine Anmerkungen aus dem Podcast betreffend den VF Fond: „Das Geld, das Rocket Internet extern einsammelt hat, wird zum Teil über den Global Founders Fund in neue Investments gesteckt. Rocket hat aber auch das Recht, mit einem Teil dieser Gelder die bestehende Portfolio-Firmen weiterhin zu finanzieren. Dieser Aspekt ist im Podcast zu kurz gekommen.“

Das solltet Ihr nicht verpassen!

Ihr tut Euch schwer bei den rechtlichen Rahmenbedingungen im digitalen Business durchzublicken? Da könnte unser Legal Update helfen, ein Event, dass wir gemeinsam mit der Anwaltskanzlei CMS am 2. November in Hamburg veranstalten. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Influencer Marketing, Data und Digital Business. Experten berichten und erläutern die relevantesten Felder, auf denen technologische Änderungen zu rechtlichen Neuordnungen, Anpassungen oder auch aktuellen Grauzonen führen. Der Tag richtet sich insbesondere an Juristen und Rechtsexperten in großen Konzernen oder bei Agenturen, Marken und Marktgestaltern der digitalen Welt. Sichert Euch jetzt hier ein Ticket und seid dabei!

Ihr seid Podcast-Fans und wolltet auch mal Live bei einer Aufnahme dabei sein? Dann kommt zur großem OMR Podcast-Nacht in die Elbphilharmonie Hamburg. Am 15. November gibt’s hier direkt drei Live-Podcasts auf einmal: Zum OMR Podcast nehmen neben Philipp Westermeyer der VC-Experte Sven Schmidt und TV-Löwe Frank Thelen Platz. Dazu kommen mit „Fußball MML“ die unterhaltsamsten Fußball-Podcaster des Landes: Micky Beisenherz, Maik Nöcker und Lucas Vogelsang. Zu guter Letzt empfängt „Hotel Matze“-Host Matze Hielscher von „Mit Vergnügen“ die Tagesthemen-Moderatorin Linda Zervakis. Ihr solltet dieses einmalige Event in einer ganz netten Location nicht verpassen. Hier gibt’s die Tickets.

Alle Themen vom OMR Podcast mit Sven Schmidt im Überblick:

  • Philipp ist Rocket-Aktionär: War es eine gute Idee da einzusteigen? (ab 3:17)
  • Seit dem Börsengang läuft es bei Delivery Hero ja nicht so schlecht. Ist Sven Schmidt überrascht? (ab 5:10)
  • Der Großteil der Rocket-Bewertung stammt aus den Cash-Reserven und Delivery-Hero-Anteilen. Was sind die restlichen Beteiligungen und Projekte überhaupt noch wert? (ab 6:57)
  • Wie kann es für Rocket mit kleinerer Mannschaft weitergehen? (ab 11:40)
  • Diese Rocket-Beteiligungen hätte das Unternehmen laut Sven Schmidt schon längst schließen müssen (ab 14:50)
  • Was ist eigentlich aus dem Börsengang von HelloFresh geworden? (ab 21:35)
  • So funktioniert das Geschäftsmodell von HelloFresh (ab 25:38)
  • Die Kundenakquisitionskosten sind zu hoch bei HelloFresh: Wie kann das Unternehmen seine Marketing-Ausgaben senken? (ab 29:54)
  • Wachstumszwang für HelloFresh: Warum gewinnt das Unternehmen nicht genug Neukunden? Wie könnte Nachfrage erzeugt werden? (ab 35:02)
  • Zurück zu Philipps Rocket-Aktien: Soll er dabei bleiben oder abstoßen? (ab 41:58)
  • Sven Schmidt: Der HelloFresh-Börsengang ist endgültig vom Tisch (ab 47:18)

Wie immer könnt Ihr den aktuellen OMR Podcast aber auch bei SoundcloudiTunes (falls die aktuelle Episode noch nicht sichtbar ist, einfach abonnieren) oder per RSS-Feed anhören. Ihr könnt uns außerdem auf den Plattformen Spotify, Stitcher und Deezer finden. Viel Spaß beim Anhören – und vielen Dank für jede positive Bewertung.

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8 Kommentare

  1. Kon 10.10.2017 um 07:10 Uhr Antworten

    Schöner Podcast. Leider für mich nicht viel neues dabei. Hätte mehr in die Tiefe gehen können. Alles schon bekannt. Ich persönlich gehe stark davon aus, dass HelloFresh früher oder später MarleySpoon einverleiben wird (evtl. vor einem anstehenden Börsengang, wie es schon bei DeliveryHero mit Foodpanda der Fall war). Rocket Internet Capital Partners sind ja etwa 31 Prozent an Marley Spoon beteiligt.

    Leider wurde viel zu wenig auf die restlichen Beteiligungen von Rocket Internet eingegangen. Mit Traveloka ist da ja eine Perle dabei, wo auch Expedia vor einigen Monaten investiert hat. Ein Artikel wäre schön, wo genau und zu welcher Höhe Rocket Internet beteiligt ist.

  2. Sven Schmidt 10.10.2017 um 12:58 Uhr Antworten

    Lieber Konstantin!

    Danke für Deinen Kommentar.

    @Tiefe des Podcasts: Das ist immer eine Abwägungsentscheidung, die ich zusammen mit Philipp Westermeyer (OMR) treffe. Philipp hat immer alle Online Marketeers im Kopf, ich komme immer sehr stark aus der VC Geschäftsmodel Analyse.

    Gerne hätte ich z.B. noch tiefer die CACs von Blue Apron diskutiert. Das hat die Zeit aber nicht hergegeben. Daher kann ich nur auf folgenden sehr guten Artikel verweisen: https://www.linkedin.com/pulse/detailed-look-blue-aprons-challenging-unit-economics-daniel-mccarthy

    @HF & Marley Spoon: Der Gedanke liegt nahe. Allerdings ist in Marley Spoon bereits sehr viel Geld geflossen. Und die Gesellschafterkreise mit Ausnahme von Rocket sind sehr unterschiedlich. Ich bin gespannt, ob es eine finanzielle Einigung gibt. Ein Wetterbewerber weniger in den USA und Australien wäre in jedem Fall für Hello Fresh und Blue Apron gut.

    @Traveloka: Philipp und ich sind in unserem VC Podcast auf Traveloka eingegangen. Darauf würde ich Dich gerne verweisen.Wir hatten die „Perle“ (Zustimmung von mir) sogar schon vor dem Expedia Investment identifiziert.

    @Restliche Beteiligungen: Dazu könnte man sicherlich einen eigenen Podcast machen. So haben wir nur aus dem „legacy“ Portfolio Jimdo, Trusted Shops und Altigi/ Goodgames erwähnt. Dazu kommt natürlich das Portfolio von GFC/ RICP.

    M.E. müsste Rocket diese Beteiligungen a) transparenter aufführen, b) durch stärkere Board Beteiligung aktiver managen und c) die potentiellen Investment Möglichkeiten intensiver prüfen. Das ist zumindest mein Eindruck, wenn ich mit Gründern aus dem „legacy“ Portfolio spreche. Komparativ zu anderen Investoren ist Rocket hier sehr „hands-off“ und scheint sich auf die vermeintlich großen Themen wie H24, WW, GFG, Jumia und HF zu fokussieren.

    LG Sven Schmidt

  3. Sven Schmidt 10.10.2017 um 13:02 Uhr Antworten

    Lieber Konstantin, lieber Stefan!

    Danke für die Hinweise auf den angekündigten HF IPO. In der Zwischenzeit haben wir den Post und den Podcast jeweils ergänzt.

    Letzte Woche hatte ich noch aus Gesellschafterkreisen gehört, es gebe keine Neuigkeiten. Gestern (Montag) ist laut Rocket Quellen die Entscheidung für einen IPO auf Basis von sehr guter Indikation der Banken gefallen. Der Podcast ist Sonntag aufgenommen worden.

    Ich muss zugeben, dass ich überrascht bin. Nach dem Blue Apron Desaster hielt ich das nicht für möglich. Aber die Kombination aus Börsen Höchstständen und dem Börsenplatz Frankfurt (anstatt Nasdaq) scheint dies möglich zu machen.

    LG Sven Schmidt

  4. Simon 12.10.2017 um 10:48 Uhr Antworten

    Danke Sven!
    Eine technische Frage: warum würde die aktie von rocket bei einer ausschüttung (durch eine dividende?) steigen? Die Firma wäre dann doch weniger wert, oder?

    Vielen Dank Dir für die spannenden Insights!

  5. Sven Schmidt 16.10.2017 um 18:44 Uhr Antworten

    Hallo Simon!

    Da habe ich mich wahrscheinlich missverständlich ausgedrückt. Steigen würde die Aktie bei der Ankündigung einer Ausschüttung. Nach der Ausschüttung wäre die Aktie natürlich weniger Wert. Allerdings sollte der „Rest“ dann mehr Wert sein. Weil der (relative) Holding Abschlag dann nicht mehr so deutlich ausfällt und es mehr Transparenz gibt.

    LG Sven

  6. Alex 20.10.2017 um 09:36 Uhr Antworten

    Wie immer sehr gut und sehr lehrreich. Mag die trockene Art von Sven Schmidt, die ihn dadurch echt unterhaltsam macht!

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