Benjamin von Stuckrad-Barre und Frank Thelen trafen sich in Hamburg zur Aufnahme. Foto: OMR
Ob Bestseller-Autor, Lesereisender oder TV-Host: Es gibt eigentlich keinen öffentlichen Raum, in dem Benjamin von Stuckrad-Barre noch nicht seine Spuren hinterlassen hat. Nur ein eigener Solo-Podcast fehlte bisher in seinem medialen Portfolio – bis jetzt: Im neuen Podstars-Format “Dein Ernst” spricht “Stucki” laut eigener Aussage “heiter über Ernstes und mit allem gebotenen Ernst über Leichtes” mit Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
In der ersten Folge ist Unternehmer und Investor Frank Thelen zu Gast. Im Talk der beiden ’75er-Jahrgänge geht es unter anderem um Thelens Kollegen aus der “Höhle der Löwen”, den unkontrollierbaren Elon Musk und das richtige Alter, um mit dem „Bro“-Sagen aufzuhören.
Außerdem spricht Thelen in “Dein Ernst” über …
...seine Work-Life-Balance im Vergleich zu anderen Gründern: “Ich investiere mein Kapital, ich investiere meine Zeit – und die (Gründer) haben es sich ja selbst ausgesucht: ‘Ich will ein Start-up aufbauen.’ Dann kann ich ja nicht sagen: ‘Okay, aber ich habe übrigens drei Wochen Sommerferien.’ Also, das kann jeder machen, das ist total fein – aber nicht bei mir.”
...den Status Quo von KI: “Du sollst einfach damit spielen. Die Dinger sind auch teilweise noch unfassbar dumm, teilweise sind sie sehr brillant. Das ist gerade eine Situation, wo auch teilweise noch grobe Scheiße dabei herauskommt. Aber es kommen eben auch sehr gute Sachen heraus. (...) Aber ich glaube, du solltest das machen und deine Bücher da reinwerfen. Weil: Entweder haben sie sie schon geklaut oder sie klauen sie dann. Ist auch egal. (...) Ich finde es viel interessanter, ob das LLM heutzutage schon dein Buch schreiben kann. Ich glaube eher nicht, aber vielleicht überrascht es dich auch positiv.”
...seine Jugend als Skater: “Die großen Gewinner, die richtig coolen Checker, die hatten Skateboards, und das habe ich auch versucht. Miniramp ganz okay, aber Street schlecht. Aber ich war komplett in dieser Welt drin, war auf Konzerten von Rage Against The Machine, H-Blockx, die haben auch bei uns an der Rampe gespielt. Das Skateboardfahren war meine Jugend, meine Kindheit.”
...über den Erfolg von Ralf Dümmel: “Man muss fairerweise sagen: Ralf macht die meisten Deals. Er hat ein Team von 400 Leuten oder so, die da alles machen. Er hat einen Fotografen, dann hat er einen, der macht Amazon, einer macht Ebay, einer macht nur Lidl, der andere macht nur Rewe, keine Ahnung. Die ganzen Leute, diese ganzen Produkte – es gibt ja fast nichts, was der Ralf in seinem Leben noch nicht verkauft hat.”
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