„Am liebsten würde ich jedem einen Teil des Geldes geben“

Philipp Westermeyer sortiert seine Abstimmungskarten beim ersten Jurytag von MAKE TOMORROW NEW. Foto: Brian Jakubowski

Philipp Westermeyer sortiert seine Abstimmungskarten beim ersten Jurytag von MAKE TOMORROW NEW. Foto: Brian Jakubowski

Die erste Jury-Sitzung von MAKE TOMORROW NEW zeigt, wie viel Mut und Kreativität im "Land der Denker und Erfinder" stecken

Wo sind die Ideen, die unseren Planeten besser machen? MAKE TOMORROW NEW heißt der Wettbewerb von Philip Morris mit der Marke IQOS, der diese Ideen mit insgesamt einer Million Euro fördert. Mitmachen kann jeder noch bis zum 30.11. Bereits jetzt traf sich die Jury – bestehend aus Philipp Westermeyer, Lea-Sophie Cramer, Tim Mälzer und Fynn Kliemann – im „Klassenzimmer“ des Hamburger OMR-Hauptquartiers, um einen ersten Zwischenstand an Ideen zu sichten und zu diskutieren: Welche haben das Zeug, die Welt wirklich zum Positiven zu verändern? Aus welchen könnte man sofort eine Firma machen? Welche brauchen noch etwas Nacharbeit? Und welcher Einfall wird es vielleicht nicht ins Finale schaffen, zeigt aber, wie viel Kreativität in der Community steckt?

Die Jury tagt: Fynn Kliemann, Tim Mälzer und Philipp Westermeyer (v.l.) vor Ort in Hamburg,  Lea-Sophie Cramer war virtuell dabei

Die Jury tagt: Fynn Kliemann, Tim Mälzer und Philipp Westermeyer (v.l.) vor Ort in Hamburg, Lea-Sophie Cramer war virtuell dabei. Foto: Brian Jakubowski

Die Welt gestalten, in der man selbst leben will

Jurorin Lea-Sophie Cramer, die per Video beim Jurytag aus Berlin zugeschaltet ist, betont, dass MAKE TOMORROW NEW offensichtlich zum richtigen Zeitpunkt kommt: „Alle Ideen sind fokussiert auf die Frage: Wie können wir das neue Morgen gestalten, in dem wir selber gerne leben wollen? Das finde ich sehr, sehr, sehr cool.“

Und das, obwohl im Vorfeld bewusst wenige Vorgaben gemacht wurden. Entsprechend ist das Feld der Teilnehmer – vom Studenten über die gestandene Gründerin eines erfolgreichen Startups bis zum Rentner ist alles dabei. Auch die Bandbreite der Ideen ist riesig – von smarten Apps bis zu handfesten Produkten. „Es sind wirklich wahnsinnig kreative, nachhaltige, sehr komplexe Ideen eingereicht worden. Dazu auch wirklich bezaubernde Rohdiamanten“, sagt Juror Tim Mälzer. „Man kann wirklich sagen: Deutschland, das Land der Denker und Erfinder.“

Positive Déformation professionelle der Jury

Entsprechend angeregt wird während der Jurysitzung diskutiert. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass die Juror*innen sehr verschiedene Perspektiven mitbringen: Lea-Sophie Cramer und Philipp Westermeyer, die einen unternehmerischen Blick auf die Ideen werfen; der Koch und Restaurant-Betreiber Mälzer, dem man im Bereich Food nichts vormachen kann; der 24/7-Kreative Fynn Kliemann, der an diesem Tag mehr als einmal meint: Darüber habe ich auch schon nachgedacht.

Bettina Rust moderierte den Jurytag und auch den Podcast zum Wettbewerb. Foto: Brian Jakubowski

Bettina Rust moderierte den Jury und auch den Podcast zum Wettbewerb. Foto: Brian Jakubowski

Die Moderatorin Bettina Rust, die die debattierenden „Alphatiere“, wie sie die meinungsstarke Jury augenzwinkernd beschreibt, durch den Tag navigiert, zeigt sich auf jeden Fall begeistert: „Ich empfinde es als sehr lehrreich und unterhaltsam zugleich.“ Die Mitglieder der Jury seien sehr unterschiedlich und jede*r würde durch Erfolg belegte Erfahrungen mitbringen. Viel Stoff also, den Rust mit den einzelnen Jury-Mitgliedern im Podcast zu MAKE TOMORROW NEW nun nacharbeiten kann. Rust hostet den Podcast, der demnächst exklusiv für die IQOS-Community live geht. „Ich glaube, das ist tatsächlich eine Bereicherung für alle, die sich das anhören“, so die Moderatorin.

Bereichernd ist der Tag auch für das Team der Jury selbst: „Mich hat es total inspiriert, zu sehen, was es alles für Ideen gibt, an denen Menschen ohne kommerzielle Interessen arbeiten – ohne jede Aufforderung, einfach, um die Welt besser zu machen“, sagt Philipp Westermeyer. Da es bei MAKE TOMORROW NEW eben nicht in erster Linie darum gehen soll, Ideen zu supporten, die im Zweifel auch Geld von einer Bank oder einem Investor bekommen, würde ihm die Auswahl entsprechend schwer fallen.

Kapital brauchen alle, aber wer hat es wirklich nötig?

„Eigentlich würde ich am liebsten jedem einen Teil des Geldes geben“, sagt Westermeyer. Darum ist für ihn nach der Sichtung dieses Zwischenstandes des Wettbewerbs alles andere als klar, wer am Ende etwas gewinnt. „Es sind Ideen darunter, bei denen ich sage: Das sind Profi-Ideen, die können funktionieren“, so Westermeyer. „Ob das am Ende die sind, die prämiert werden sollten, das müssen wir uns in der Jury noch überlegen.“

Im Corona-konformen OMR Klassenzimmer wurde über Ideen für eine Welt nach der Pandemie diskutiert

Im Corona-konformen Ambiente des OMR Klassenzimmers über Ideen für eine Welt nach der Pandemie diskutieren

Work-in-progress, dieses Motto gilt für den Wettbewerb – der übrigens noch bis Ende November läuft – auch selbst. Denn die Jury hat die Möglichkeit, bei den Einreichenden direkt nachzufragen. Und so kommt es, dass Tim Mälzer sich nicht einfach damit zufrieden geben muss, wenn es bei einer Idee um „Milch-freie“ Produkte geht – sondern per WhatsApp-Videocall direkt nachbohren darf: Was bedeutet Milch-frei? Was ist stattdessen drin? Woraus besteht das? Woher bezieht der Ideengeber die Rohmaterialien?

Die Nachfrage-Runden sind zum Teil auch einfach deshalb sinnvoll, weil sich komplexe Ideen in einem 60-sekündigen Bewerbungsvideo oder 100 Worten nicht immer in voller Tiefe darlegen lassen. Dabei ist Lea-Sophie Cramer positiv überrascht, wie viel einige der Teilnehmenden in ihre Clips gepackt haben: „Es sind ein paar dabei, die einfach so gut medial gestaltet sind und so spannend und inspirierend und witzig und informativ gleichzeitig. Es macht Spaß, wenn Leute sich Mühe geben in ihrer Delivery.“

Hinter vielen Ideen stecken potenzielle Unternehmer*innen

Doch auch Cramer hat bei einigen der Einreichenden den Wunsch, einmal nachzufassen. Nicht, weil Fragen offen geblieben sind, sondern aus einem anderen Grund: „Bei manchen habe ich das Gefühl, dass dahinter coole Unternehmer stehen, die ich unbedingt näher kennenlernen würde und von ihnen wissen will: Wo wollen die hin? Ist es eher ein Hobby, soll das ein längerfristiges Unternehmen werden? Ich könnte mir auch vorstellen, in die eine oder andere Sache zu investieren.“

Juror Fynn Kliemann, Foto: Brian Jakubowski

Juror Fynn Kliemann, Foto: Brian Jakubowski

Doch erst einmal muss die Jury auf die nächste Runde warten. Die Bestimmung der Gewinner dürfte dann allerdings nicht einfacher geworden sein. Denn neben den bei einem Innovationswettbewerb mit dem Titel MAKE TOMORROW NEW naheliegenden Themen wie CO2-Bilanz und Plastikreduzierung, befassen sich viele Ideen mit Fragen der Chancengleichheit, des persönlichen Miteinanders oder der Alltagsoptimierung. Keine leichte Wahl, hier die Sieger zu küren. Oder wie Fynn Kliemann es formuliert: „Da ein Entscheidungsrädchen sein zu dürfen, fühlt sich cool an – aber auch herausfordernd.“

Euphorie und Leidenschaft für Nachhaltigkeit

Was alle Jury-Mitglieder von dem Tag mitnehmen, ist eine Grundstimmung, die angesichts der Weltlage der vergangenen Monate eine äußerst willkommene Abwechslung darstellt: „Es ist sehr positiv und mitreißend: Bei MAKE TOMORROW NEW geht es mal nicht um Corona, sondern um einen total euphorischen und leidenschaftlichen Blick auf das Thema Nachhaltigkeit“, sagt Philipp Westermeyer. „Das macht Spaß.“

Am 04. Dezember setzen Westermeyer und die Anderen bei Teil zwei der Jurysitzung ihre Reise in Richtung einer besseren Zukunft fort. Und vielleicht ist dann auch wieder die ein oder andere Einreichung dabei, bei der man im Grunde direkt weiß: Das hier könnte etwas Großes werden. Wie bei einer Idee aus dem Logistikbereich, die Tim Mälzer nachhaltig begeistert hat: „Die war eigentlich so naheliegend, dass man sich wundert: ‚Die gibt es wirklich noch nicht!?'“

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