So will Lena Gercke mit „LeGer“ in drei Jahren auf 10 Millionen Euro Umsatz wachsen

Lena Gercke OMR Podcast Philipp Westermeyer

Lena Gercke und Philipp Westermeyer während der Podcast-Aufnahme (Foto: Karolin Bultmann / OMR).

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Im Podcast spricht die Unternehmerin über Anfänge als Model, die Relevanz von TV und ihr Verhältnis zu Instagram

2006 gewinnt Lena Gercke die erste Staffel von „Germany’s next Topmodel“ und legt damit gleichzeitig den Grundstein für eine bis heute anhaltende, erfolgreiche Karriere. Model, Moderatorin, Influencerin, Designerin, Unternehmerin – sie ist von allem etwas. Ihr aktuell wohl wichtigstes Projekt ist aber die gemeinsam mit About You aufgebaute Fashion-Brand „LeGer“. Im OMR Podcast verrät sie, wie viel Umsatz die Marke generiert, wie ihr Verhältnis zu Boulevard-Medien ist und was sie von der App der Stunde Tiktok hält.

„Ich war mit 17 zu Hause in meinem Kinderzimmer in Cloppenburg und habe mir gedacht: Das kann es nicht sein in meinem Leben“, sagt Lena Gercke im Gespräch mit Philipp Westermeyer. Also bewirbt sie sich bei einem damals neuen TV-Format von Pro7: Germany’s next Topmodel. „Eigentlich nur just for fun. Und dass ich das wirklich gemacht habe, wundert mich bis heute. Ich war sehr schüchtern.“

Mit der 17-jährigen, schüchternen Lena Gercke hat sie heute nicht mehr wirklich etwas gemein. Und das liegt nicht nur daran, dass sie die Casting-Show direkt gewinnt. Sie erfindet sich danach immer wieder neu und setzt nie nur auf ein wirtschaftliches Standbein. Während sie zum Beispiel gerade anfängt, in New York als Model für die ersten großen internationalen Marken zu arbeiten, kümmert sie sich gleichzeitig um ihre TV-Karriere. „Ich hatte dadurch immer ein ganz gutes Backup, wenn es mit einer Sache mal nicht geklappt hätte“, sagt sie.

Bei Instagram nur so viel wie nötig machen

Schon früh ist Lena Gercke auf Instagram präsent; anfangs eigentlich nur, „weil das da in New York gerade cool war“. Mit ihrer eigenen Bekanntheit und der Relevanz der Plattform wächst auch ihr Account. 2,4 Millionen Abonnenten hat sie heute. Alle Beiträge und Storys poste sie selber, gibt aber auch zu, dass sie einen vergleichsweise sehr lockeren, wenig professionellen Ansatz verfolgt: „Bei einer bekannten deutschen Bloggerin habe ich vor kurzem gesehen, wie sie das macht. Mit einer zusätzlich App, vielen geplanten Beiträgen usw. Bei mir ist das total unkoordiniert: Wenn ich heute ein Foto mache, lade ich das hoch. Wenn nicht, dann nicht.“

Auch, dass sie vermutlich deutlich mehr aus Instagram rausholen könnte, ist Lena Gercke bewusst. „Leute raten mir immer, dass ich viel mehr machen könnte“, sagt sie. „Ich vergesse es aber auch zwischendurch immer mal wieder. Und außerdem will ich auch wirklich mal wegkommen vom Handy.“ Wenn sie dann aber doch mal ein Foto teilt, sorgt das häufig für enorme Aufmerksamkeit – bei Boulevardmedien zum Beispiel, die das direkt als Aufhänger für einen Artikel nutzen. „Das sehe ich natürlich. Und wenn das für mich ok ist, lasse ich es auch einfach passieren“, so Gercke. „Aber manche Sachen sind halt auch nicht ok. Und dann muss man auch mal einen bösen Brief schreiben.“

Obwohl ihr bewusst ist, dass sich Reichweiten und Zielgruppen immer wieder verändern können, nutzt Lena Gercke bisher außer Facebook und Instagram keine weiteren Plattformen – auch die Hype-App Tiktok nicht. „Man muss, denke ich, überlegen, welche Plattform zu einem selber passt. Tiktok habe ich ehrlich gesagt noch nicht einmal anngeschaut und wüsste auch nicht, warum ich noch ein Medium bedienen sollte.“

Vom Model zur Fashion-Designerin

Dafür investiert sie seit einigen Jahren immer mehr Zeit in ihre eigene Fashion-Brand „LeGer“. „Das nimmt einen großen Teil ein, weil ich überall involviert bin und mich überall einmische“, so Lena Gercke. „Das ist sehr zwar sehr intensiv, aber richtig schön, weil ich kreativ sein kann. Das ist man als Model nicht.“ Die Marke, die sie gemeinsam mit About You gestartet hat, soll demnächst auch bei Peek & Cloppenburg erhältlich sein; weitere Einzelhändler dürften folgen.

Ein Zahlenmensch sei sie zwar nicht, auf die im OMR Podcast traditionelle Frage nach dem aktuellen Umsatz weiß Lena Gercke aber trotzdem schnell eine Antwort: „Wir haben aktuell ungefähr einen Umsatz von sechs Millionen Euro. Und unser Ziel ist es, in den nächsten drei Jahren auf eine achtstellige Summe zu gehen.“

Mit welchen Mitteln das gelingen soll, wer die Idee für den Namen der Brand „LeGer“ hatte und wie parallel zu ihrer eigenen Marke die Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern läuft, erfahrt Ihr in der aktuellen Folge des OMR Podcasts.

Unsere Podcast-Partner im Überblick:


Inzwischen Tradition am Anfang des OMR Podcasts: ein kurzer Hinweis auf die Kollegen von Vodafone. Mit „Vodafone Business Prime“ gibt es da aktuell ein Angebot für Geschäftskunden. Für 19 Euro im Monat bekommt Ihr eine 360-Grad-Flat und 15 GB Datenvolumen inklusive. Und ab einem Euro gehört Euch – wenn Ihr wollt – auch noch das iPhone XS. Alle Infos und Details findet Ihr unter vodafone.de/prime.

Ebenfalls zum wiederholten Male als Partner mit am Start sind die Kollegen von Anexia. In Klagenfurt in Österreich gegründet, hat das Unternehmen heute auch mal eben Büros in New York und auf der ganzen Welt. Anexia selber bietet individuelle Hosting-Lösungen für Firmen an. Und mit Netcup aus Karlsruhe, einer von insgesamt acht Tochterfirmen, kommt neben B2B- auch das B2C-Hosting dazu. Aktuell gibt es ein Angebot für alle Podcast-Hörer: Webhosting für zwölf Monate gratis, danach für reguläre 1,99 Euro im Monat. Alles inklusive 50 GB Speicherplatz, einer Domain, SSL-Zertifikat uvm. Alle Infos und Details findet Ihr hier.

Zum ersten Mal dabei ist diese Woche Podimo. Die Kollegen haben sich vorgenommen, ein nachhaltiges Ökosystem für Podcaster aufzubauen, die so ihre Inhalte monetarisieren können. In der entsprechenden App könnt Ihr die Podcasts hören, die Ihr eh schon abonniert habt – plus eine Reihe von Eigenproduktionen. Dazu verspricht Podimo einen Algorithmus, der das Entdecken neuer Formate erleichtern soll. In der Premiumversion kostet die App fünf Euro pro Monat, für unsere Hörer gibt es die ersten zwei Monate kostenlos unter podimo.de/omr.

Am Ende wie so oft noch ein Hinweis in eigener Sache: Unser neuer OMR Report „SEO Pro“ ist da! Auf insgesamt 156 Seiten haben wir das Thema Suchmaschinenoptmierung noch einmal richtig auf links gedreht. Gemeinsam mit externen Experten steigen wir richtig tief in Technik, On- und Off-Page-Optimierung und Tools ein – inklusive Checklisten, Screencasts, Template und und und. Mit dabei waren zum Beispiel Andre Alpar sowie Magdalena Mues und Matthäus Michalik von Claneo. Noch mehr Infos und den Report selber findet Ihr hier.

Alle Themen des Podcasts mit Lena Gercke im Überblick:

  • Teilt sich Lena Gercke wirklich einen Instagram-Account mit ihrer Mutter? (ab 02:30)
  • Wie viele Menschen haben Zugriff auf ihre Social-Media-Accounts? (ab 03:30)
  • Lena Gercke über ihren Sieg beim TV-Format „Germany’s next Topmodel“ und den trotzdem harten Weg, ernsthaft im Modell-Business anzukommen (ab 05:25)
  • So kam sie auf die Idee, sich überhaupt bei der Show zu bewerben – und ist davon immer noch überrascht (ab 07:50)
  • Um nicht von einer Sache abhängig zu sein, setzt Lena Gercke von Anfang sowohl auf das Model-, als auch aufs TV-Geschäft (ab 09:00)
  • Welches TV-Format war für sie rückblickend am relevantesten? (ab 10:30)
  • So viel Zeit investiert Lena Gercke in ihre eigene Brand „LeGer“ (ab 11:45)
  • Mit diesen globalen Marken arbeitet sie nach vielen Jahren immer noch zusammen (ab 12:25)
  • Wie nimmt Lena Gercke die Größe und Wirkung ihrer eigenen Personal Brand wahr? (ab 13:50)
  • Wie reagiert sie auf Absagen von Marken? (ab 16:10)
  • Über das Verhältnis mit Julian Jansen und die Zusammenarbeit mit About You (ab 17:30)
  • So ist der Markenname „LeGer“ entstanden (ab 18:55)
  • Wie viele Kollektionen gibt es im Jahr von LeGer? Und wie viele Stücke umfassen die jeweils? (ab 19:30)
  • So viel Umsatz generiert LeGer aktuell (ab 22:40)
  • Auch Fotograf Paul Ripke hat jetzt eine About You-Kollektion. Hat Lena Gercke damit etwas zu tun? (ab 23:20)
  • So ist aus einem Ugly-Christmas-Sweater eine Partyreihe zu Weihnachten entstanden (ab 24:20)
  • So will Lena Gercke LeGer zu einer Brand machen, die auch ohne sie funktioniert (ab 28:00)
  • Wie lässt sie sich für ihre Mode inspirieren? (ab 30:38)
  • Deshalb gibt es LeGer nicht nur bei About You, sondern auch bald bei Peek & Cloppenburg Nord (ab 31:55)
  • Management, Stylistin, Agentin – Wie viele Personen arbeiten im direkten Umfeld für und mit Lena Gercke? (ab 34:30)
  • Über ihre Anfänge auf Instagram, starkes Wachstum und ihren aktuellen Output auf der Plattform (ab 35:50)
  • Trifft Lena Gercke wichtige Entscheidungen komplett alleine? (ab 39:00)
  • Nahezu jeden ihrer Instagram-Posts nutzen viele Medien direkt als Aufmacher für einen Artikel. Wie steht sie dazu? (ab 42:30)
  • Inwiefern hat sich ihre Beziehung zu Fußball-Profi Sami Khedira auf ihre Karriere ausgewirkt? (ab 44:00)
  • Zum ersten Mal hat Lena Gercke das Gefühl, nicht in eine Schublade gesteckt zu werden (ab 47:00)
  • Beobachtet sie auch andere Influencer? Was hält sie von den Kardashians? (ab 49:15)
  • Wie hat sich Lena Gerckes Arbeit in den vergangenen Jahren verändert und was erwartet sie noch? (ab 52:14)
  • Deshalb hat sie keinen Tiktok-Account (ab 53:45)
  • Wie steht Lena Gercke zu Bewegungen wie Fridays for Future? (ab 57:20)
  • Deshalb arbeitet sie seit Jahren mit der DKMS Life zusammen, einer gemeinnützigen Organisation, die unter anderem Kosmetikseminare für krebskranke Frauen organisiert (ab 58:00)
  • Aktuell dreht Lena Gercke für die neue Staffel von „Das Ding des Jahres“ – und war selber auch schon zweimal kurz davor, in Startups zu investieren (ab 59:55)
  • Über die immer noch hohe Relevanz von TV für Startups (ab 1:03:45)
  • Haarwuchsmittel, Bio-Tampons & Co. – teilweise erreichen Lena Gercke recht außergewöhnliche Kooperations-Anfragen (ab 1:05:30)
  • Deshalb sind langfristige Pläne nichts für sie (ab 1:09:00)

Viel Spaß beim Anhören – und vielen Dank für jede positive Bewertung!

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