KI-Automatisierung im Marketing: Zwei Workflows zum Nachbauen
Robert Tusch6.1.2026
Viele Aufgaben im Marketing sind wiederkehrend und zeitintensiv. Ein Großteil dieser manuellen Prozesse kann automatisiert werden – mithilfe von künstlicher Intelligenz und modernen No-Code-Tools. Wir zeigen zwei Use Cases, die du direkt umsetzen kannst.
Inhalt
- Das Herzstück deiner Automatisierung: Die richtigen Tools
- Künstliche Intelligenz in Automatisierungen
- Mit kleinen Erfolgen starten
Ob manuelle Dateneingaben, das Kopieren von Informationen oder immer wiederkehrende Recherche-Abläufe: Laut einer Studie verbringen Mitarbeiter*innen im Schnitt die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit solchen repetitiven Aufgaben. Das ist eine Menge kostbarer Zeit, die du besser für strategische und kreative Projekte nutzen könntest. Die gute Nachricht: Dank KI und smarter Automatisierung muss das nicht so bleiben. Du kannst deine Workflows deutlich effizienter gestalten und so ein neues Level an Produktivität erreichen. Es ist einfacher, als du denkst.
Das Herzstück deiner Automatisierung: Die richtigen Tools
Früher waren Automatisierungslösungen oft unflexibel und teuer, aber das hat sich geändert. Heute gibt es Low-Code- und No-Code-Tools wie Make oder Zapier, die es auch kleineren Unternehmen und sogar Einzelpersonen ermöglichen, komplexe Workflows umzusetzen. Diese Tools arbeiten mit grafischen Benutzeroberflächen, in denen du deine Prozesse per Drag-and-Drop zusammenstellst.
Das Besondere an den Tools: Sie können dank Schnittstellen (APIs) verschiedene Systeme miteinander verbinden. So kannst du beispielsweise eine Bestellung aus Shopify automatisch in einer Google-Sheets-Tabelle erfassen und dir eine Benachrichtigung in Slack schicken lassen.
Künstliche Intelligenz in Automatisierungen
Auch KI-Module lassen sich ganz einfach in die Workflows integrieren. Du kannst mit ihnen über einfache Wenn-Dann-Regeln hinausgehen und flexiblere, intelligentere Prozesse schaffen. Künstliche Intelligenz kann unstrukturierte Daten wie E-Mails oder Dokumente analysieren, komplexe Muster erkennen und sogar neue Inhalte eigenständig erstellen. Denke nur an einen Kundenservice-Bot, der nicht nur auf Standardphrasen reagiert, sondern die Absicht der Kund*innen versteht und dementsprechend handelt.
KI-gestützte Filter klassifizieren eingehende Anfragen zum Beispiel automatisch als „Reklamation“ oder „Anfrage“, selbst wenn diese Worte im Text gar nicht vorkommen. Diese intelligenten Funktionen entlasten dein Team enorm und ermöglichen es, deutlich schneller und effizienter zu arbeiten.
Mit kleinen Erfolgen starten
All das ist einfacher, als du denkst. Du musst nicht gleich dein gesamtes Unternehmen auf den Kopf stellen. Fange klein an, zum Beispiel mit automatischen Erinnerungen für unbeantwortete E-Mails. Solche Mini-Automatisierungen sind ein guter Einstieg, um ein Gefühl für die Tools zu bekommen und erste Erfolge zu feiern, die dich und dein Team motivieren.
Im OMR Report Kompakt „Automatisierung mit KI“ findest du eine Vielzahl weiterer, praxisnaher Use-Cases, die du direkt nachbauen kannst. Egal ob automatisiertes Social-Media-Management oder KI-gestützte Angebotserstellung, der Report bietet dir einen klaren Bauplan.
Hier zeigen wir dir zwei einfache KI-Workflows, die du im Marketing einsetzen kannst:
Use Case 1: Automatisiertes Social-Media-Management
Dieser Workflow hilft dir, Inhalte für Social Media zu erstellen und zu verwalten. Er basiert auf einer Kombination aus KI und zentraler Datenverwaltung. Du brauchst neben einem No-Code Tool wie Make oder Zapier die KI-Integration von Perplexity und ChatGPT sowie eine Datenbank (etwa Airtable) zur Kontrolle.
So funktioniert der Workflow:
- Inhalte erfassen: Der Prozess startet mit der Themenfindung. Du kannst RSS-Feeds relevanter Quellen nutzen, Webartikel als Inspiration einbinden oder manuell eigene Ideen hinzufügen.
- Inhaltserstellung durch KI: Eine KI wie Perplexity recherchiert Hintergrundinformationen zu den Themen. Mithilfe von Chatbots wie ChatGPT werden daraus Beiträge formuliert. Parallel erstellt ein KI-Tool wie Flux passende Bilder.
- Verwaltung und Freigabe: Alle erstellten Inhalte werden in der Datenbank (z.B. Airtable) gespeichert. Hier kannst du die Beiträge vor der Veröffentlichung prüfen, bearbeiten und freigeben – wichtig, denn auch die KI kann mal Fehler machen.
- Veröffentlichung: Nach der Freigabe werden die Beiträge automatisch auf Plattformen wie Facebook, Instagram und LinkedIn veröffentlicht.
Use Case 2: Recherche-Workflow für Branchennews
Dieser Workflow eignet sich für alle, die sich täglich über Neuigkeiten in ihrer Branche informieren müssen. Er liefert eine zusammenfassende Übersicht direkt in einem Slack/Teams-Channel. Du benötigst dafür neben deinem No-Code-Tool die KI-Integration von Perplexity und die Anbindung von Slack oder Teams.
So funktioniert der Workflow:
- Inhalte erfassen: Ein Google Alerts RSS-Feed überwacht relevante Nachrichten zu einem festgelegten Keyword.
- Daten verarbeiten: Ein RSS-Modul in Make oder Zapier scannt und extrahiert Inhalte aus den Artikeln.
- KI-Analyse und Zusammenfassung: Perplexity verarbeitet die Daten weiter und fasst die wichtigsten Erkenntnisse in einfacher Sprache und für dich aufbereitet zusammen.
- Versand: Die fertige Zusammenfassung wird als Nachricht in einen definierten Slack/Teams-Channel gesendet.
Die vorgestellten Beispiele zeigen, wie du zeitintensive Aufgaben mit Automatisierung und KI effizienter gestaltest. Und es wird klar: KI und Automatisierungen sind gar nicht so kompliziert, wie du vermutlich gedacht hast. Weitere Anwendungsfälle, Tools und konkrete Video-Anleitungen findest du im OMR Report Kompakt – Automatisierung mit KI.