Erotikstar Shaiden Rogue verkündet im OMR Podcast das Ende ihrer Karriere

Florian Heide21.8.2022

Die Video-Creatorin spricht über Pornhub-Einnahmen und die Schattenseiten der Erotikbranche

Shaiden Rogue zu Gast im OMR Podcast
Inhalt
  1. Der große Durchbruch bei Pornhub
  2. Das unerwartete Ende ihrer Karriere
  3. Auf Promotour bei Youtube
  4. Alle Themen des OMR Podcasts mit Shaiden Rogue im Überblick: 

Shaiden Rogue ist eine der erfolgreichsten Erotikdarstellerinnen des Landes. Im OMR Podcast spricht sie zunächst über ihre Anfänge in der Branche, wie viel sie bis heute mit Pornhub, Mydirtyhobby und Co. verdient und findet eindringliche Worte für die Schattenseiten der Erotikindustrie. Und dann verkündet sie im OMR Podcast überraschend das Ende ihrer Karriere als Darstellerin.

Shaiden Rogue, auch wenn es nicht so klingt, stammt aus Sachsen-Anhalt. Sie ist in ihren frühen 20ern, ihr genaues Alter ist nicht bekannt, genauso wenig wie der genaue Ort ihrer Herkunft oder ihr echter Name. Zum Selbstschutz. Den braucht sie auch, denn Shaiden Rogue ist begehrt. Sie ist seit 2019 Pornodarstellerin – und zählt mittlerweile zu den erfolgreichsten der Welt. Allein auf der zum gigantischen Porno-Konzern Mindgeek gehörenden Plattform Pornhub (hier der Gründer im OMR Podcast) verzeichnen ihre Videos über 325 Millionen Views.

Dabei verläuft ihre Karriere zunächst harmlos: Mit 16 zieht sie nach Leipzig, absolviert eine Ausbildung zur Physiotherapeutin, kellnert danach. „Und dann ging es schon langsam los, dass ich mich ins Internet gewagt habe“, erzählt sie im OMR Podcast. Ihr Ex-Freund habe sie an das Porno-Business herangeführt. Der dreht bereits Sexfilme vor der Kamera. Rogue schminkt seine Gast-Darstellerinnen zunächst, erledigt für ihn die Buchhaltung. Bis sie eines Tages zum ersten Mal selbst vor der Kamera steht, für die Livestream-Sexseite Chaturbate.

Der große Durchbruch bei Pornhub

In den Monaten danach laden Shaiden und ihr Freund die Videos auf immer mehr Plattformen hoch. Erst solche, bei denen sich User anmelden oder bezahlen müssen, bevor sie Content sehen, wie etwa auf Mydirtyhobby oder bei Manyvids. Später kommen weitere Plattformen wie Pornhub hinzu, dort kann jeder gratis auf Inhalte zugreifen. So wird Shaiden Rogue berühmt.

Auf Pornhub sei sie innerhalb von zwei Wochen in der Top 300 Liste der Creator:innen gelandet, kurze Zeit später unter den Top 15. Einen detaillierten Überblick über das, was sie mit ihren Inhalten verdient, scheint Rogue nicht zu haben. Zwischenzeitlich seien es aber mehrere zehntausend Euro im Monat allein mit Pornhub gewesen – vor allem über eine prozentuale Beteiligung an den Werbeeinnahmen von Ads, die vor ihren Videos laufen.

Das unerwartete Ende ihrer Karriere

Obwohl Shaiden Rogue im Interview mit Philipp Westermeyer immer wieder betont, dass sie froh sei, „das alles gemacht zu haben“, spricht sie im Laufe des Gesprächs auch immer wieder von den Schattenseiten der Erotikbranche. Sie erzählt von Onlyfans-Agenturen, die mit schnellem Geld locken, damit junge Mädchen, teilweise minderjährig, ihr Gesicht vor der Kamera zeigen. Von der Plattform Mydirtyhobby, die 75 Prozent ihrer Einnahmen behalten habe.

Und sie spricht von ihren eigenen Zerwürfnissen: Von Zweifeln vor der Kamera mit fremden Männern zu schlafen, von dem Druck, immer dünner werden zu müssen, von Alkohol, der die Trennung von ihrem Freund begleitet. Shaiden selbst hat seit der Trennung kein Video mehr veröffentlicht. „Ich habe mich nicht im Stande gesehen, weiterzumachen“, sagt sie. Und dann verkündet sie, fast nebensächlich im Gespräch, das überraschende Ende Ihrer Karriere: „Es ist nicht geplant, dass ich nochmal zurückkehre“, sagt sie gegenüber Philipp Westermeyer im OMR Podcast.

Auf Promotour bei Youtube

Momentan lebt sie noch von den Einnahmen ihrer alten Videos, die Auszahlungen laufen ihrer Aussage nach bisher weiter. Auch um diesen Effekt noch eine Weile aufrechtzuerhalten, war sie in jüngster Zeit häufig bei Youtube-Formaten wie Hyperbole, World Wide Wohnzimmer oder bei Youtuber Rezo zu Gast. „Ich wusste: Wenn ich irgendwo anders zu sehen bin, könnte mir das zu Gute kommen“, sagt sie.

Und dann gibt es ja auch noch ihr eigenes Klamottenlabel, das sie über TheShaidenShop verkauft. Der würde zwar keine herausragenden Umsätze generieren. „Ich mache mir aber bei solchen Sachen keinen Stress“, sagt sie. Irgendetwas würde sich schon ergeben.

Wenn Ihr wissen wollt, was Shaiden Rogues Mutter über die Karriere ihrer Tochter denkt, weshalb sie nichts vom deutschen Pornomarkt hält und warum sie es selbst unfair findet, wie viel sie verdient, der sollte sich unbedingt die neueste Folge des OMR Podcasts anhören.

Alle Themen des OMR Podcasts mit Shaiden Rogue im Überblick: 

  • Die Anfänge von Shaiden Rogue im Porno-Business bei Mydirthobby (4:40)
  • Der große Pornhub-Erfolg, Einnahmen und warum sie ihre Pornokarriere beendet (ab 19:10)
  • Über die Schattenseiten der Erotikbranche, Youtube-Auftritte und Zukunftspläne (ab 34:40)
  • Die Folgen des Only-Fans Skandals, der eigene Shop und was ihre Eltern denken (54:30)
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Florian Heide
Autor*In
Florian Heide

Florian arbeitet seit fast zehn Jahren als Print-Journalist. Angefangen beim Lokalblatt, später als Praktikant und Freelancer für DIE ZEIT und GEO. Seit 2020 ist er Redakteur bei OMR, wo er über Startups, Viraltrends, den Wandel von Social Media Plattformen und neue Technologien berichtet. Er hat nie Bargeld dabei und verbringt die Wochenenden am liebsten weit weg von Technologie in der Natur.

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